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Fondue Chinoise, oder … was es bei uns immer zu Weihnachten gibt!

2. Dezember 2012

Also gut, immer ist eigentlich falsch, denn als mein Bruder und ich noch wirklich klein waren, gabs zu Weihnachten ein gebratenes Poulet. Nun, wir fanden das damals ziemlich lecker und das hat sich bis heute nicht geändert. Aber die Boomphase der 70er und anfänglich der 80er hat der Schweizer Mittelschicht Wohlstand und neue Essensideen gebracht. Bestimmt mit ein Grund, die emanzipierte Hausfrau wollte nicht mehr den ganzen Nachmittag und Abend in der Küche stehen und da ist doch ein Fondue, wo eigentlich jeder selber kochen muss, absolut ideal.
Käse Fondue war aber nicht nach jedermann’s Geschmack (ausserdem stinkt dann die ganze Wohnung) und gleiches gilt für das mit Öl gemachte Foundue Bourgignon. Beim Fondue Chinoise hingegen wird das in dünne Scheiben geschnittene Fleisch in einer Brühe gegart. Dazu steht ein Topf auf einem Rechaud mitten auf dem Tisch und jeder steckt sein Fleisch Stück um Stück auf eine spezielle Gabel und taucht es in die Brühe, wo es in kurzer Zeit bereits gar gekocht ist. Dann ein wenig Sauce dazu – fertig. Und auch hier gilt der alte Spruch:

F I G U G Ä G L

Fondue isch guet und git ä gueti Luune (das verstehen ja wohl alle … oder nicht? Fondue ist gut und gibt eine gute Laune :-) )

… und in der Mitte noch etwas Kalbsnierchen

Was gilt es zu beachten? Bitte folgendes nicht tun: Maschinell vorgeschnittenes, hauchdünnes, tiefgefrorenes Fleisch kaufen und dazu Fertigsaucen aus dem Glas – geht gar nicht! Hingegen könnt ihr den Metzger Eures Vertrauens bitten, Euch Fleisch für ein Fondue Chinoise zu schneiden, ideal für mich sind kleine Tranchen 1 – 2 mm dick, üblich bei uns Kalb (Filet), Rind (Huft) und Poulet (Brust), aber natürlich gibt es da auch andere Variant, wie z.B. ein reines Geflügel Fondue mit Huhn, Trutenfleisch, Entenbrust und/oder Strauss (hmmm … wieso bekommt man in der Schweiz kein Straussenfleisch mehr?), oder gar ein Wild Fondue. Entsprechend passt man die Brühe natürlich an, aber Gemüsebrühe geht immer.

Sehr wichtig: Die Saucen! Hier meine Favoriten:

Alle Saucen (die gemahlenen Erdnüsse gehören nicht dazu ;-) ) basieren auf Mayonnaise (natürlich von Hand selbstgerührt, selbstverständlich! :-) ), ergänzt mit etwas Magerquark und verfeinert mit geschwungenem Rahm (Obers). Ganz wichtig für die beste Ehefrau von allen: Es muss genug Banane in der Currysauce haben. Sollte jemand ein genaues Rezept einer Sauce haben wollen – schreibt mir einfach eine E-Mail.

Die gemahlenen Erdnüsse, nun da kann ich mich nicht selbst loben, weil ich das bei meiner Mutter abgekuckt habe, aber ich finde es ist absolut … ähm … geil! Fondue Chinoise ohne … hmmm, da fehlt doch was :-) !

Heute ist der erste Advent, es schneit draussen, aus der Stereoanlage klingen Weihnachts-Popsongs und ich werde Weihnachtsguetsli backen! Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit :-)P1080474

From → Rezepte

5 Kommentare
  1. Sylvana permalink

    So ein absolut reizendes Adventsgesteck! Aber wo sind die zwei anderen Kerzen?

  2. Fondue, und zwar das mit Brühe, ist ganz genau meins! Wird Zeit, das Töpfchen wieder aus dem Keller zu holen!

  3. Georg permalink

    Auch hier muss ich einen Kommentar abgeben :-). Selbstverständlich basieren die Saucen auf der selbstgemachten Mayonnaise (auch wenn nicht von Hand gerührt…, siehe Kommentar zur Mayonnaise). Und in die Curry-Sauce kommen bei uns (vor allem für dbEva) Ananas-Stückchen statt Bananen.

  4. @Sylvana, klick auf das Bild dann findest Du die 2 kleinen, runden Kerzen!
    @magentratzerl, wenn nicht jetzt, wann dann ;-)
    @Georg, aber hallo! dbEva ist ein geschützter Ausdruck ;-)

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  1. Weihnachtsmenü 2013 | lieberlecker

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