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Penne mit Zucchini al Limone

Dass der Foodscout vom Globus, Richi Kägi, nicht nur tolle Zutaten in der ganzen Welt findet, sondern auch selber spitzenmässig kochen kann, weiss ich, seit wir einmal bei ihm zu Hause gegessen haben (siehe hier)

Aber ich bin auch froh, dass ich eine weitere Verwendung für die eingelegten Zitronen gefunden habe. Sonst hätte ich mit dem angefangenen Glas noch ein paarmal Selleriepüree mit pikantem Blumenkohl und Lamm Tajine machen müssen 😉

Zu dieser Sauce kann ich ansonsten nur sagen … hüstel … „geil!“ 😉

Zutaten:
für 2 Personen

200 gr Penne (oder andere Pasta)
200 gr junge Zucchini
2 EL in Salz eingelegte Kapern
10 gr Sardellenfilets (ich: 2 Stück in Öl)
1 Peperoncini, rot, entkernt
8 Cherrytomaten
2 Knoblauchzehen, gehackt
Schale von 1/4 eingelegten Zitrone
1 Handvoll Basilikum, gehackt (oder ital. Petersilie)
1 dl Olivenöl ‘extra vergine’
Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung:

1. Zucchini längs vierteln und fein scheibeln
2. eine grosse Bratpfanne leer, also ohne Öl, erhitzen, Zucchini anbraten bis sie Farbe annehmen, dabei fleissig wenden. Die Hälfte des Olivenöls, Sardellen, Chili, Kapern, Tomaten, Knoblauch dazugeben und auf starker Hitze mitdünsten
3. gleichzeitig die Pasta kochen, sie soll noch sehr «al dente» sein
4. abgiessen (etwas Pastawasser zurückbehalten), zur Gemüsemischung in die Bratpfanne geben, restliches Olivenöl, eingelegte Zitronen, Petersilie und etwas Pastawasser daruntermischen. Für 2 Minuten unter gutem Wenden köcheln lassen
5. mit frisch geriebenem Parmesan servieren

Gemüsefond

Mir ist beim Einkaufen letzthin einmal mehr folgendes aufgefallen: Da gehen etliche, menschenähnliche Wesen auf der Strasse umher und schauen dabei in ein Gerät, welches meinem iPhone sehr ähnlich ist. Anscheinend gedankenverloren wandeln sie lesend, oder noch schlimmer, schreibend vor sich hin. Je nach Verkehrsaufkommen kann es sogar zum einen oder anderen Rempler kommen. Oder sie stolpern, weil sie nicht sehen, wo sie hintreten. Mit Verlaub, das ist sowas von dämlich … und sieht absolut Scheisse aus! Excuse my French!

Setzt euch doch bitte irgendwo hin, oder steht in eine Ecke, wo ihr niemanden stört … ! Ist doch wahr … und ja, das regt mich auf!

In Hawaii führen sie im Oktober ein Gesetz ein, welches das Schreiben auf dem Smartphone während dem Überqueren einer Strasse verbietet … ! HALLO?

Was das mit diesem Gemüsefond zu tun hat? Nichts … absolut gar nichts – aber es musste mal gesagt werden (Wobei ich natürlich weiss, dass lieberlecker LeserInnen gar nicht in die Zielgruppe meines „Ausbruchs“ gehören) 😉

Hühnerfond, Kalbsfond und Hummerfond findet ihr seit längerem bei meinen Grundrezepten. Nun kommt endlich auch noch der Gemüsefond dazu. Den braucht ihr für alle Gerichte, die vegan oder vegetarisch sollten, oder wenn es schlicht nicht angebracht wäre, etwas anderes zu verwenden. Und besser und gesünder als ein Fertigwürfel ist es auch noch!

Zutaten:
für 1 Liter

2 Rüebli
1 Stange Lauch
1 Knollensellerie (klein)
1 Fenchel
2 Zwiebeln
Öl (ich: Raps oder Sonnenblumen)
1 Lorbeerblatt
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL grobes Meersalz
1/2 TL gelbe Senfsaat
3 Pimentkörner
1 Bund Petersilie
ca. 1,5 l Wasser

Zubereitung:

1. das Gemüse waschen und gründlich putzen (oder schälen). Die Zwiebel nicht schälen, aber halbieren
2. das Gemüse in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl ein paar Minuten farblos anschwitzen
3. Gewürze und Petersilie zugeben und mit kaltem Wasser auffüllen
4. zum Kochen bringen, Temperatur auf tief stellen und zugedeckt ein Stunde leicht köcheln lassen
5. durch ein Sieb abgiessen und auf 1 Liter einkochen lassen, abschmecken

Ich friere meine ausgekühlten Fonds entweder ein, oder fülle sie kochend heiss in Schraubverschlussgläser, stelle diese für 10 Minuten auf den Kopf und warte dann auf da erlösende Plop, wenn der Deckel sagt, dass das Vakuum funktioniert 🙂

The Smash

Auch wenn es mal schief läuft, kann man etwas daraus machen 😉

Wenn Mann z.B. vergisst, Passionsfrüchte einzukaufen, für diesen tollen Sommerdrink. Wenn Mann keine Zitronen, sondern saftlose, aktionsgekaufte Limetten verwenden muss. Wenn Mann aus einer Laune heraus nicht Basilikum als Deko verwendet, sondern Minze.

Die Passionsfrüchte habe ich mit mindestens so exotischem Yuzu Saft ersetzt. Anstelle der 4 Zitronen wurden es dann 6 Limetten. Und die Minze hat den Drink auch nicht verdorben. Es war dann einfach kein Smash mehr!

Aber sommerlich fein war er trotzdem … sehr sogar! 😀

Zutaten:
für den Original The Smash

4 Passionsfrüchte
1,6 dl Gin Mare
4 Zitronen (entspricht 1,2 dl Saft)
3 TL Bitterorangenmarmelade
8 cl Zuckersirup
10 g Basilikum
0,5 l Ginger Beer

Zubereitung:

1. alle Zutaten ausser dem Ginger Beer in den Mixer geben und fein pürieren
2. Inhalt mit einem feinen Sieb absieben
3. eine grosse Karaffe mit viel Eis füllen und den Drink dazu geben
4. mit Ginger Beer auffüllen und mit frischem Basilikum dekorieren

Pavlova Roulade

Auf meine Frage „Schatz, was soll ich denn für ein Dessert machen?“ kommt von der besten Ehefrau von allen mit ziemlicher Sicherheit die Antwort „Pavlova“!

Aber Abwechslung macht das Leben süss und das gilt auch für dieses Paradedessert. Hier nun also eine Variation, von der ich selber nicht sicher war, ob das auf Anhieb gelingt. Es gelang tiptop! 🙂

Die Meringue Masse wird flacher als für eine Pavlova auf ein Backtrennpapier gestrichen und etwas weniger lang gebacken. Auch nach dem Auskühlen bleibt die Masse sehr biegsam und man kann sie ohne Probleme zu einer Roulade formen.

Und so wird das ein richtiger Hingucker!

Das Original findet ihr hier und Variationen hier, hier oder hier

Zutaten:
für 4 Personen

150 gr Eiweiss (von 3 grossen Eiern)
180 gr Zucker
1/2 EL Essig
1 TL Maizena
2 dl Rahm
3 EL Doppelrahm
30 gr Puderzucker
1/2 Vanillestängel
500 gr Brombeeren
1 weisser Pfirsich (ich: Saturno)
Pistazien

Zubereitung:

1. die Hälfte der Beeren mit 30 gr Zucker und 2 EL Wasser kurz aufkochen und dann 5 Minuten auf tiefer Hitze ziehen lassen, dabei ab und zu umrühren
2. den Backofen auf 180° C vorheizen und ein Backblech mit Backtrennpapier auslegen
3. die Eiweisse steif schlagen, langsam den Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis die Masse feinporig, fest und glänzend ist. Zum Schluss noch den Essig und die Stärke beifügen und untermixen
4. die Masse gleichmässig auf dem Backtrennpapier, auf einer Fläche von etwa 25 x 35 cm verteilen
5. ca. 18 Minuten backen und dann 10 Minuten auskühlen lassen. Herausheben und komplett auskühlen lassen
6. ein Backtrennpapier auf die Meringue legen, das ganze Blech drehen und das erste Backpapier vorsichtig entfernen
7. Rahm und Doppelrahm mit dem Puderzucker steifschlagen und 4/5 auf dem Meringue verteilen. Brombeeren, Pfirsichschnitze und die Hälfte der Pistazien darauf verteilen und dann vorsichtig zu einer Roulade rollen
8. den restlichen steifen Rahm auf der Roulade verstreichen und mit Brombeeren, Pfirsichstücken und Pistazien garnieren

Kalbsbacken in Biersauce

Wer gerne Komplimente bekommt, so in der Art „mmmhhh, das Fleisch ist sooo zart“ oder „Mensch, in diese Sauce könnte ich mich reinsetzen“, der ist hier richtig 😀

Geschmorte Kalbsbacken sind geschmackvoll und wunderbar zart, die Sauce (sofern man sich dafür auch wirklich Zeit nimmt) ist grandios. Aber es ist halt kein in 30 Minuten auf dem Tisch Gang. Dafür lässt er sich vortrefflich vorbereiten (bis zwei Tage) und braucht nur aufgewärmt zu werden. Das tut der Qualität gar keinen Abbruch, im Gegenteil. Und der Schwierigkeitsgrad? Kinderleicht!

Übrigens hatten wir plötzlich den Gedanken, wir müssten doch wissen, wie Kalbsbäckchen auf Spanisch genannt werden. Unser bester Einfall dazu war: Bagga de la Vaca … was uns dann sehr erheitert hat 😉

Zutaten:
für 4 Personen

4 Kalbsbacken (Bäggli)
5 dl dunkles Bier
2 dl Kalbsfond
1 Rüebli
1/2 Sellerie
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
3 Zweige Thymian
etwas Tomatenpüree
1 EL Olivenöl
1 TL Butter
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. das Fleisch nicht zu sparsam salzen und in heissem Öl allseitig schön bräunen
2. das Fett abgiessen und die Butter in der Pfanne aufschäumen lassen, das kleingeschnittene Gemüse und Kräuter zugeben und 5 Minuten rösten
3. 1 EL Tomatenpüree zugeben und mitrösten, ab und zu umrühren
4. mit dem Bier ablöschen, Kalbsfond zugeben und alles mit dem Fleisch zusammen in ein ofenfestes Gefäss geben und im auf 140° C vorgeheizten Ofen 1 1/2 bis 2 Stunden schmoren (falls nötig noch etwas Bier oder Wasser nachgiessen), das Fleisch ein- oder zweimal wenden
5. die Backen herausnehmen und warmstellen, die Sauce durch ein Sieb in eine Pfanne giessen und bei hoher Temperatur auf die Hälfte einkochen (ich rühre dann zum Schluss noch ein paar kalte Butterflocken darunter)
6. die Kalbsbacken aufschneiden und mit etwas Sauce nappieren

Die dazu servierten frischen Nudeln sind (noch) nicht hausgemacht 😉