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Dan Dan Nudeln

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Dan Dan Nudeln oder Dan Dan Mian, wie sie oft auch genannt werden, sind ein Klassiker der Szechuan Küche. Und Varianten gibt es auch unzählige … hier kommt meine :-)

Meine Version weicht vom Original (welches man immer auch nimmt) vor allem ab, weil ich kein eingelegtes Szechuan Gemüse vorrätig hatte. Aber Kochen muss ja nicht immer streng nach Reglement, sprich Kochbuch geschehen. Man darf auch mal etwas kreativ sein. Manchmal bleibt ja auch nichts anderes übrig und man muss mit denjenigen Zutaten kochen, die im Hause sind.

Dan Dan werden übrigens die Stangen genannt, an denen Strassenverkäufer zwei Körbe mit solchen Nudeln herumtragen und feilbieten … wenn ich das richtig verstanden habe.

Und möge das eben begonnene chinesische Jahr des Affen (Details hier) ein genussvolles werden :-)

Zutaten:
für 2 Personen (als kleiner Znacht)

140 gr Szechuan Nudeln*
1 TL Sonnenblumenöl
120 gr Hackfleisch (ich: Rind)
1 kleine Chili, getrocknet, entkernt und gehackt
20 gr eingelegtes Szechuan Gemüse Zha Cai (ich: ersetzt durch
2 EL Karottenjulienne und 4 fein geschnittene Shiitake Pilze)
1 Handvoll Erdnüsse, geröstet (ich: Cashews)
1 TL Szechuan Pfeffer, geröstet und gemörsert
2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten

*hungrige Mäuler verdoppeln die Menge

Dressing
0,5 dl Chili Öl
2 EL Chinkiang Essig
1 Knoblauchzehe, fein gerieben
1 EL Sojasauce

Zubereitung:

1. die Zutaten für das Dressing gut verrühren
2. die Nudeln nach Packungsanleitung kochen
3. das Hackfleisch in wenig Öl braten bis es durch ist und dann herausnehmen
4. die restlichen Zutaten im restlichen Öl rührbraten bis das Genüse knackig gar ist und dann das Fleisch wieder dazugeben
5. alles, inklusive Dressing, mit den abgegossenen Nudeln vermengen und mit den Frühlingszwiebeln bestreuen

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Meyer Lemon Pots de Creme

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Meyer Lemons! Erstmals gegessen im legendären Gotham Bar & Grill in New York, dem fantastischen Restaurant von Alfred Portale, vor etwa 15 Jahren. Einmal aus Kalifornien selbst importiert. Die haben ein ähnliches Suchtpotenzial wie Yuzu :-)

Natürlich ebenfalls schon vor Jahren über das Pots de Creme Rezept von Nicky gestolpert und … erraten: Mir geschworen, wenn ich mal an Meyer Lemons rankomme, werden die nachgemacht :D

Nicky schrieb damals (2010), dass Meyer Lemons hierzulande total unbekannt seien und ich weiss, das war auch so. Mittlerweile lese ich über Meyer Lemons in verschiedenen deutschen und österreichischen Blogs. Es stimmt also: Wer sucht, der findet! Und jetzt sogar hier bei uns … yeahhh … freufreufreu ;-)

_DSC2546Zutaten:
für 4 Personen

4 dl Vollrahm
1/2 Vanille Stängel, ausgekratzt
4 Eigelb
2-3 Meyer Lemons (Zesten und 0.6 dl Saft)
100 gr Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung:

1. den Ofen auf 160° C vorheizen
2. den Rahm, ausgekratzte Vanille mit dem Stängel und die Zesten zusammen in einer kleinen Pfanne aufkochen, vom Herd ziehen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen
3. die Eigelb mit dem Zucker mit dem Handmixer mind. 4 Minuten rühren. Die Masse soll sehr hell und ein wenig schaumig werden
4. Saft und Salz zufügen und nochmals gut verrühren
5. den Rahm durch ein feines Sieb giessen und dann mit der Eicreme gut mischen – eine halbe Stunde stehen lassen (damit sich hoffentlich der Schaum möglichst auflöst)
6. UNBEDINGT den verbleibenden Schaum vorsichtig abschöpfen (ein Teil davon wandert direkt in meinen Mund ;-) )
7. die Töpfchen in ein Schale stellen und heisses Wasser in die Schale giessen (etwa bis zur halben Töpfchenhöhe)
8. jetzt die Schale mit den Töpfchen auf einem Gitter in den Ofen (mittlere Schiene) stellen und 20 – 25 Minuten backen
9. herausnehmen wenn die Masse oben leicht verfestigt ist, im Inneren aber noch schwabbelt, auskühlen lassen und anschliessend mit Folie bedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen

von Nicole Stich delicious days

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Blumenkohlsuppe, Onsen Ei, Kaviar

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Dies ist meine kleine persönliche Hommage an Benoît Violier. Unser Besuch vor ganz genau 3 Jahren bei ihm, wird uns unvergessen bleiben, denn sein Essen hat wirklich mehrfach ein Lächeln auf unsere Gesichter gezaubert :-)

In den unzähligen Nachrufen ist mir diejenige von A. Kühn im Tagi aufgefallen … und da wird ein Gericht in dieser Art beschrieben.

Benoît wird es mir bestimmt verzeihen, wenn ich das mit der Umsetzung auf Amateur Level nicht perfekt hingekriegt habe. Geschmeckt hat die Suppe auf jeden Fall hervorragend!

Das Onsen Ei habe ich im Steamer (1 Stunde bei 64° C) gemacht und es wurde perfekt :D

Onsen sind übrigens heisse Quellen in Japan in denen Eier gekocht werden können. Nach 45 bis 60 Minuten ist das Eiweiss noch nicht komplett gestockt, aber das Eigelb ist merklich dickflüssiger geworden.

1 Stunde bei 64° C

1 Stunde bei 64° C

Zutaten:
für 4 Personen

1 Blumenkohl
5 dl Gemüsebrühe
1 dl Rahm
Salz und Pfeffer
4 Eier
Kaviar (nach Belieben)

Zubereitung:

1. die Eier im Steamer 60 Minuten bei 64° C garen
2. Blumenkohl in Röschen teilen, davon zwei Drittel weichdämpfen (oder kochen) und mit Gemüsebouillon zu einer Suppe verlängern und abschmecken. Sie soll weder zu dünn, noch zu dick sein ;-)
3. die restlichen Blumekohlröschen fein hacken, so dass sie die Grösse von grobem Couscous aufweisen – in einer heissen beschichteten Pfanne kurz und scharf anbraten
4. die Eier schälen und das Eigelb vorsichtig herauslösen und in warmem Wasser aufbewahren
5. die Suppe in vorgewärmte Teller schöpfen, ein Onsen Ei in die Mitte setzen, die gebratenen Blumenkohlstücken attraktiv aufstreuen und falls vorhanden mit etwas Kaviar “luxuriösen”

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lauwarmer Schwarzwurzelsalat mit Cicorino rosso und Blutorangen

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Danke Nicole für die Idee zu diesem wunderbaren Wintersalat. Da konnte ich nicht widerstehen! :-)

Schwarzwurzel wird hierzulande definitiv zu selten gekocht. Offenbar schreckt die schwarze Schale ab, obwohl der Aufwand zum Schälen gar nicht sooo gross ist. Unter fliessendem Wasser geht das ratz-fatz!

Sollte es noch (wider Erwarten?) winterlich kalt werden, hätte ich da aus der Vergangenheit noch zwei feine Schwarzwurzelsüppchen im Angebot. Mit bester Empfehlung!
Schwarzwurzelsuppe mit Trüffelöl
und
Schwarzwurzelsuppe mit Birne und Haselnuss

P1100472Zutaten:
Vorspeise für 4 Personen

500 gr Schwarzwurzel
1 Cicorino rosso
1 Blutorange, filetiert
plus etwas abgeriebene Schale
Schnittlauch

Dressing
2 EL Olivenöl
2 EL Baumnussöl
1 EL Essig (ich: weisser Balsam)
1 EL Orangensaft (vom filetieren)
Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1. Schwarzwurzel unter fliessendem Wasser schälen (ev. mit Handschuhen) und die Stücke sofort in Wasser mit etwas Zitronensaft legen (damit sie nicht anlaufen)
2. Cicorino Salat in mundgerechte Stücke schneiden, waschen und trockenschleudern
3. Orangenschale abreiben und die Blutorange anschliessend filetieren, etwas Saft auffangen
4. Schwarzwurzel in Stücke schneiden und in einer beschichteten Pfanne mit wenig Olivenöl braten – sie dürfen etwas Farbe nehmen
5. das Dressing zusammenrühren
6. Salat mit dem Dressing mischen und dann auf Teller verteilen
7. Orangenschnitze darauf verteilen
8. die lauwarmen Schwarzwurzelstücke mit etwas Dressing mischen und darauf verteilen
9. noch etwas Schnittlauch darüber schneiden – fertig :-)

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Hackbällchen

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Ich: “Hallo Schatz, schon da! Ich mach was Feines zu essen. Magst Du auch?”
Sie: “Nein danke, ich geh jetzt auf den Crosstrainer!”

Eine knappe Stunde und eine Folge “Homeland” später:

Ich: “Die Hackbällchen wären jetzt fertig, total yummy.”
Sie: “So?”

Wieso ist sie überrascht? ;-)

Ich: “Ich hab Dir zwei übrig gelassen … ”
Sie: “Nein danke, Du willst bloss, dass ich mitesse, damit ich nachher die Küche saubermache!”
Ich tue überrascht!
Ich: “Waaas? Nein, natürlich nicht … ”

Wieso kennt mich die beste Ehefrau von allen bloss so gut …

Zutaten:_DSC2517
für 2 1 Person ;-)

170 gr Hackfleisch (ich: Rind)
2 Tranchen Frühstücksspeck
1 Zwiebel
1 Rüebli (Brunoise)
1/2 Selleriestange (Brunoise)
1 Ei
1 grosser EL Panko (Paniermehl)
Paprika
Curry
Salz und Pfeffer
Koriander
1 kleines Glas Ofentomaten (davon habt ihr hoffentlich genügend Vorrat!)
1 EL Harissa für etwas Pep :D

Zubereitung:

1. den Speck kleinschneiden und in einer beschichteten Pfanne knusprig braten, das Fett in der Pfanne lassen und den Speck herausheben und auskühlen lassen
2. Zwiebel fein hacken und im heissen Fett anziehen, aber nicht braun werden lassen
3. die in feine Brunoise geschnittene Karotte und Sellerie dazugeben und mitschmoren, bis alles weich ist und unbedingt auskühlen lassen
4. wenn Speck und Gemüse kalt sind zu Fleisch geben, Panko (ist besser als Paniermehl), Gewürze und Ei zugeben und gut vermengen (am besten von Hand)
5. zum Schluss den gehackten Koriander unterarbeiten
6. die rohe Masse probieren und ev. nochmals abschmecken
7. in einer Pfanne mit wenig Fett 2 Minuten anbraten
8. die Tomatensauce dazugiessen und zugedeckt 4 bis 5 Minuten schmurgeln lassen

Na gut, ess ich halt alleine, mach mir noch ein paar Spaghetti dazu, dann habe ich vielleicht genügend Energie, die Küche nachher alleine aufzuräumen ;-)

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