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Bündner Nusstorten Konfekt

Die mehrfach geänderten Pläne sahen schlussendlich vor, dass die beste Ehefrau von allen Ende März in Pension gehen sollte. Aber Corona ist in vielen Bereichen fies, so dass das Ende noch schneller kam, als befürchtet/erhofft! Als der Bundesrat alle aufforderte, doch bitte zu Hause zu bleiben, fand ihre Chefin, ob sie denn überhaupt noch viel zu tun habe? Also zusammenpacken, aufräumen und am 17. März nach 38 Jahren ziemlich still, leise und unspektakulär ein Abgang ohne Händedruck, Umarmungen oder gar Abschiedsapéro! Nicht das schöne Ende, das sie sich ausgemalt/verdient hatte.

Aber wenn Dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus – oder wenn Dir das Leben Saures servieren will, back Dir was Süsses 😀

Zutaten:
für ca. 50-60 Stück

Teig
70 gr Zucker
150 gr Butter
1 Ei
1 Prise Salz
300 gr Weissmehl
Orangenabrieb einer halben Orange
1 EL Vanillezucker

Belag
150 gr Zucker
150 ml Vollrahm (Sahne)
70 gr Blütenhonig
200 gr Baumnüsse, gehackt

Zubereitung:

Teig
1. alle Zutaten in einer Schüssel möglichst kurz zu einem Teig kneten. Den Teig in Klarsichtfolie einpacken und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen
2. die Arbeitsfläche leicht mehlen und den Teig knapp 5 mm dick auswallen. Kreise (oder eine andere Form) von 4 bis 5 cm ausstechen und im auf 180° C vorgeheizten Ofen backen, bis die Ränder einen Hauch bräunen (je nach Dicke 8 – 12 Minuten) – auskühlen lassen

Belag
1. den Zucker in einer Pfanne langsam karamellisieren lassen
2. wenn das Karamell schön hellbraun ist, mit dem Rahm ablöschen, den Honig beifügen und 5 Minuten einköcheln lassen (ACHTUNG: Karamell ist extrem heiss – Verbrennungsgefahr!)
3. die gehackten Baumnüsse unter die Masse mischen und dann kleine Häufchen auf den Talern verteilen
4. vollständig auskühlen lassen und mit Puderzucker überstäuben

Ich sage MMMHHH … und bedanke mich bei Caro und Toby von foodwerk für die Inspiration.

Rib Eye vom Grill

Natürlich ist mir der Gedanke auch gekommen, dass ich in diesen schwierigen Zeiten noch weniger Fleisch essen könnte!

Aber dann hat mich in der Fleischauslage bei M das Irish Beef Rib Eye angelacht und weg war mein Vorsatz (der kommt aber wieder, keine Sorge!).

Wer hier schon lange mitliest weiss, dem Grillieren habe ich mich lange verweigert, aber seit letztem Herbst habe ich nun endlich auch ein Big Green Egg (medium, bescheiden wie ich bin 😉 )

Und ganz ehrlich, warum habe ich so lange gewartet … es bleibt mir ein Rätsel. Denn das Fleisch war grandios. Ob es am Fleisch oder am Grill liegt, weiss ich nicht, ich vermute an beidem.

Zutaten:
für 2 Personen

2 schöne Rib Eye Steaks
(ich: Irish Beef)
Salz

mein Big Green Egg Grill

smoked Murray River Sea Salt
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Tsüri Sauce

einen schönen gemischten Salat
und eine gute Flasche Wein!

Tagliolini mit Hummer

Wie heisst es in der so bekannten Werbung: Weil ich es mir wert bin!

Nun, hier gilt, weil wir es uns wert sind. Der kleine Luxus im „Alltag“ sozusagen 😀

Den Hummer gab es um die Weihnachtszeit, als die Welt scheinbar noch in Ordnung war, als tiefgekühltes Sélection Produkt. Hätte ich doch mehr als dieses kleine „unter-dem-Kühlschrank-Tiefkühlfach“. Aber manchmal bin ich ja schon damit überfordert und finde plötzlich eingefrorene Dinge von annodazumal!

Item, was ich eigentlich sagen will, gönnt euch ab und an eine Kleinigkeit und verwöhnt euch selbst … und/oder euren Partner/in.

Zutaten:
für 2 Personen

2 kleine Hummer
wenig Olivenöl
Salz

Tagliolini
60 gr Weissmehl
40 gr Hartweizendunst
1 Ei
ganz wenig Wasser

Hummerfond

Zubereitung:

1. den Pastateig herstellen und 1 Stunde eingepackt im Kühlschrank ruhen lassen
2. den Teig zu dünnen Bahnen auswallen (das geht mit diesen kleinen italienischen Pastamaschinen tiptop) und zu Tagliolini schneiden
3. die Hummerstücke in wenig heisser Butter bei mittlerer Hitze braten und gleichzeitig die Hummersauce erhitzen

Wer hat serviert dies mit einer grossartigen Flasche Chardonnay aus den dunkleren Ecken des Kellers 😉

Haselnuss Fenchel Crunch

Na gut, Woche 3 im Corona Ausnahmezustand beginnt. Im lieberlecker Haushalt ist bislang Folgendes festzustellen:

– der Sack mit den leeren Weinflaschen füllt sich (überraschenderweise) auch ohne Gäste schnell
– wir sind froh, seit Dezember Netflix Abonennten zu sein
– ich habe selten so viel gekocht
– der Hometrainer wird täglich (meist) doppelt benutzt
– wir lernen neue Spazierwege kennen (bei schönem Wetter)
– wir mögen uns immer noch 😉
– und deshalb gibt es beinahe täglich einen kleinen Apéro …

… und da sind neue Ideen für eine kleine Knabberei immer willkommen!

Zutaten:

2 – 3 EL Wasser
60 gr brauner Zucker
40 gr Butter
60 gr Haselnüsse, geröstet, geschält und grob gehackt
125 gr Mehl
1 TL Fenchelsamen
1/2 TL Anis, gemahlen
3 EL Rosmarin, gehackt
1 grosse Prise Fleur de Sel

Zubereitung:

1. Wasser, Zucker und Butter in einem kleinen Topf erhitzen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, vom Herd ziehen
2. die restlichen Zutaten dazugeben und mischen, bis ein bröseliger Teig entsteht – über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen
3. die Masse auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech verteilen und bei 180° C 8 Minuten goldbraun backen

aus Tanja Grandits kräuter

Fagottini mit Crevetten – #wirrettenwaszurettenist

Die Rettungstruppe feiert ihren 6. Geburtstag – 🎂 herzliche Gratulation!

retten

Aktuell sind dies: Tamara, Sus, Susan, Susi, Sigrid, Brigitta, Barbara, Eva, Julia, Julia, Zora, Wilma, Sylvia, Christine, Andrea, Miriam, Katja, Katharina, Tanja, Jill … und wäre Harald nicht dabei, ich wäre Hahn im Korb 😉 Ganz unten seht ihr, wer an der heutigen Rettungsaktion von Ravioli, Teigtaschen etc. mitgemacht hat und dort findet ihr weitere tolle Rezepte für gefüllte Pasta.

Unser Ziel ist es ja, euch aufzuzeigen, dass Industriefutter zwar schnell und bequem ist … aber ihr lest unsere Blogs ja schliesslich, weil ihr Geschmack habt 😉

Auf den ersten Blick fand ich diese Fagottini aus Claudio del Principe’s a mano nämlich schon ein bisschen furchteinflössend. Aber auch verdammt schön.

Und was soll ich sagen, jetzt wo wir alle viel mehr Zeit zu Hause verbringen, bietet es sich doch geradezu an, solche Preziosen ins eigene Repertoire aufzunehmen. Das ist viel besser als zu lamentieren, was man aktuell gerade alles nicht tun kann.

An meiner Feinmotorik muss ich noch arbeiten. Aber dafür, dass ich schon meinen ersten Versuch fotografieren musste, bin ich gar nicht sooo unzufrieden 😉

Zutaten:
Vorspeise für 4 Personen

200 gr Pastateig

300 gr Vongole Veraci (Venusmuscheln)
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1/2 Peperoncino, entkernt, ferin geschnitten
1/2 Bund glatte Petersilie, fein geschnitten
0,5 dl trockener Weisswein
6 – 8 ganze Garnelen (ich: Swiss Shrimps)
oder 3 ganze Scampi
10 gr Butter
Olivenöl extra vergine
feines Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. die Muscheln putzen, offene aussortieren
2. in einer Pfanne Olivenöl erhitzen und mit einem halben Knoblauch und dem Peperoncino aromatisieren. Muscheln, Petersilie und einen Spritzer Weisswein dazugeben und bei hoher Hitze 2 Minuten dämpfen
3. den Sud durch ein feines Sieb passiern. Offene Muscheln aus der Schale lösen, geschlossene wegwerfen. Ein paar Schalen als Deko beiseitelegen
4. die Garnelen putzen und schälen. Das Garnelenfleisch salzen, pfeffern und 1 Minute in wenig Olivenöl braten – herausnehmen
5. in derselben Pfanne die Köpfe und Schalen mit der anderen Knoblauchhälfte kräftig anrösten, mit dem restlichen Weisswein ablöschen, reduzieren und dann abpassieren
6. das Garnelenfleisch klein hacken, mit wenig Garnelsensud mischen, auskühlen lassen (die Masse sollte sich trocken anfühlen)
7. den Teig dünn ausrollen und in Quadrate von 6×6 cm schneiden. 1 Espressolöffel Garnelenfüllung mittig auf die Quadrate setzen und diese zu Fagottini formen: dazu die vier Ecken zueinanderführen und die Kanten sorgfältig verschliessen und gut andrücken (sollte der Teig zu trocken sein, einfach mit einer Sprühflasche etwas anfeuchten). Fagottini auf einem Küchentuch abstzen. Entweder innerhalb 1 Stunde kochen oder einfrieren
8. Fagottini in siedendem Salzwasser 4 Minuten ziehen lassen (gefrorene 5 Minuten)
9. den Vongolesud mit der Butter in einer Schwenkpfanne erhitzen, Fagottini tropfnass dazugeben und bei mittlerer Hitze durchschwenken, bis sich die Stärke löst und die Sauce anfängt zu binden. Die Vongole zugeben und erwärmen
10. Fagottini und Vongole auf vorgewärmte Teller verteilen, ein paar Vongole zurück in die beiseitegelegten Schalen legen und den Teller damit ausschmücken, mit der Sauce beträufeln

Brittas Kochbuch – Teigtaschen mit Flusskrebsfüllung auf Spinatsauce
Cakes, Cookies and more – Empanadas
Turbohausfrau – Japanische Germknödel mit Fleischfülle
Madam Rote Rübe – Buchweizen-Taschen mit Brennessel-Feta-Füllung auf Tomatensoße
BrigittasKulinarium – Schlutzkrapfen
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten – Wildschweinmaultaschen
Pane-Bistecca – Blutwurst Ravioli
BackeBackeKuchen – Kasnudeln mit Bärlauchfülle
CorumBlog 2.0 – Ravioli auf zweierlei Art
genial lecker – Mit Leberwurst und Äpfeln gefüllte Pasta
Cahama – Bärlauch-Maultaschen

Grossartig! Und natürlich ein herzliches Dankeschön für die Organisation an Tamara und Britta (und Martin)!