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Oliven-Ricotta Nocken auf Kürbispüree

Entschuldigt bitte, aber ich muss hier mal etwas Danmpf ablassen! Es ist mir absolut schleierhaft, wo diese Skepsis gegenüber Wissenschaft und Fakten überhaupt herkommt, aber sie ist da. Soziale Medien sind an ihrer Verbreitung wohl nicht ganz unschuldig, denn da kann ja alles behauptet werden. Und dann kommen noch all diese Verschwörungstheorien dazu. Mir wird dabei teilweise richtig übel.

Ich wurde als Kind gegen verschiedenste Krankheiten und Viren geimpft – kein Problem! Keines! Ich habe mich vor verschiedensten Reisen in exotische Länder impfen lassen, denn sonst hätte man ja gar nicht einreisen können. Kein Problem! Keines! Und jetzt soll diese Impfung plötzlich unsicher sein? Ja, ich könnte das verstehen bei den 5% der Bevölkerung, die auch dem Lehrer nicht glauben, dass zwei mal zwei vier ergibt. Aber 30%? Ja, wir „Normalbürger“ verstehen nicht, was drin ist, aber das ist bei vielen Lebensmitteln, die die gleichen Leute täglich kaufen nicht anders. Oder steckt etwa Bill G. auch hinter all den den Zusatzstoffen die mit E auf den Packungen stehen?

Ok, genug gelästert, jetzt konzentrieren wir uns wieder auf gutes Essen! 😀

Lasst es euch schmecken!

Zutaten:
für 4 Personen

Nocken
100 gr entsteinte schwarze Oliven
1/2 Bund Peterli
2 Eier
250 gr Ricotta
100 gr Parmesan, frisch gerieben
70 gr Mehl
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Püree
600 gr Butternuss- oder Muskatkürbis,
gerüstet gewogen
4 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
4 Salbeiblätter
2 EL Olivenöl
1/4 TL Chiliflocken
1 dl Gemüsebouillon
1 EL Tomatenpüree
1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
2-3 EL Rahm
Salz

Zubereitung:

1. die Oliven auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und zusammen mit der Petersilie sehr fein hacken
2. in einer Schüssel die Eier verquirlen. Ricotta, Parmesan und Mehl beifügen und alles mischen. Die Oliven unterrühren und die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken
3. für das Püree den gerüsteten Kürbis in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Rosmarinnadeln vom Zweig zupfen und zusammen mit dem Salbei ebenfalls fein hacken
4. in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Kürbiswürfel darin andünsten. Den Knoblauch mit den Kräutern und den Chiliflocken beifügen und kurz mitdünsten. Die Bouillon angiessen und den Kürbis zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten dünsten, bis er gut weich ist
5. in einer grossen Pfanne für die Nocken reichlich Wasser aufkochen und salzen. Vom Ricottateig mit zwei Teelöffeln kleine Klösschen abstechen, ins nur noch ganz leise siedende Wasser gleiten lassen und etwa 10 Minuten gar ziehen lassen
6. inzwischen den Kürbis mit der verbliebenen Garflüssigkeit fein pürieren. Das Tomatenpüree, den Zitronensaft sowie den Rahm unterrühren und das Püree mit Salz und Pfefffer abschmecken.
7. das Püree auf vorgewärmte Teller verteilen. Die Nocken mit der Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf dem Püree anrichten. Etwas Olivenöl darüberträufeln und sofort servieren

Apulien und Amalfiküste

Kurz nachdem wir entschieden hatten im Herbst nach Apulien zu gehen, mussten wir feststellen, da sind wir nicht die Einzigen! Links und rechts hiess es, ja wir gehen auch noch dieses Jahr, ja wir waren schon etc. etc.

Also sind wir dieses Jahr keine Trendsetter (wie vielleicht hier oder hier) 😉

Aber ja, wir können nachvollziehen, dass mehr und mehr Leute Apulien besuchen wollen. Spannende Landschaften, tolles Essen (logisch, ist ja in Italien!), feine Weine und freundliche Leute.

Ich lasse jetzt aber einfach ein paar Bilder für sich sprechen:

Bari

Das Wetter war insgesamt sehr durchzogen, um es mal freundlich auszudrücken. Aber wir haben jeden Sonnenstrahl für schöne Bilder genutzt.

Polignano a Mare

Wie zum Beispiel in dem sehenswerten Dörfchen Polignano a Mare.

die Trullis von Alberobello

Die Trullis sind auf jeden Fall sehenswert, wenn auch arg touristisch.

Olivenhaine noch und noch

Über eines habe ich mich gewundert. Auf nicht einem Tisch in den Restaurants stand, wie z.B. in der Toskana, ein Fläschchen Olivenöl. Weiss jemand warum nicht?

Matera

In Matera wurde die Eröffnungsszene des neuesten James Bond gedreht und die Altstadt ist ein Must!

Positano

An der berühmten Amalfi 🍋 Küste hatten wir einen Traumtag 😎 (am zweiten hat es bereits wieder geregnet) und ich kann verstehen, weshalb jedermann da hin will. Es ist eine fantastische Gegend, aber in der Hochsaison stelle ich es mir lieber nicht vor.

Blick von Ravello

wunderschöne Sonnenuntergänge in Praiano

der Frühstückstisch auf der Terrasse am nächsten Morgen

Pompeii

Neapel von fern …

… von nah …

… und noch näher

Natürlich haben wir in Neapel Pizza gegessen. Zwar nicht bei L’Antica Pizzeria da Michele (eine Stunde anstehen???), sondern eine Querstrasse weiter bei Pizzeria Trianon, die ebenfalls hoch gelobt wird. Sehr gut, aber wir fanden beide, diejenige von Berbere Pizza in Bologna nochmals eine Klasse besser!

Unsere Stationen auf der Reise waren: Bari, Savelletri, Polignano a Mare, Monopoli, Alberobello, Locorotondo, Ostuni, Lecce, Santa Maria di Leuca, Gallipoli, Matera, Amalfi, Positano, Ravello, Pompeii und schlussendlich Neapel. Wir fanden, alle besuchten Orte haben ihren Charme und Reiz und wir möchten keinen missen.

Übernachtet haben wir in
Palazzo Calò
Masseria Torre Maizza
Tenuta del Lauro
Masseria Cervarolo
Torre del Parco
Ai Terrazzini
Casa Angelina
Relais Castel Nuovo

Chicken Bread Salad

Ich bin oft hin- und hergerissen. Da finde ich irgendwo (Internet, Kochbuch, Zeitschrift etc.) ein anmächeliges Rezept, mache es dann aber nicht so wie angegeben, sondern passe es auf meine Bedürfnisse an. Was soll ich euch jetzt weitergeben? Meine Version, oder das Original?

In diesem Fall habe ich das Rezept in Richi Kägis Kochbuch zwar gesehen, aber bloss überflogen. Aber dann kam die annabelle, die bekommt die beste Ehefrau von allen jedes Jahr von mir als Abo geschenkt, wo das Rezept nachgekocht wurde. Das hat meine Lust geweckt, aber für einige Wochen war ja nicht mal dbEva zu Hause*, also habe ich das Rezept für mich alleine gemacht. Aber natürlich nicht mit einem im Ofen gebratenen 1,6 kg Bio Huhn (auch wenn ich das problemlos hätte weiterverarbeiten können, z.B. Hühnersalat, Sandwich etc.)

*sie ist wieder da 😀

Zutaten:
für 1 Person

1 Pouletschenkel, entbeint (bekommt man so am Marktstand von Fiechter’s)
Olivenöl
je kleiner Zweig Thymian, Rosmarin, Majoran
1 Salbeiblatt
Meersalz
2 – 3 Scheiben helles Bauernbrot, entrindet in grobe Würfel schneiden
1 – 2 Baby Lattich (oder ein normaler)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Dressing
1 TL getrocknete Cranberries
1 knapper EL Rotweinessig
0,5 dl Olivenöl extra vergine
1 EL Weissweinessig
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL Pinienkerne
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe, gescheibelt
2 EL Hühnerbouillon

Zubereitung:

1. die Cranberries (im Original getrocknete Johannisbeeren) halbieren und im Rotweinessig einlegen
2. den Pouletschenkel kalt abspühlen, trocken tupfen und grosszügig mit Salz und Pfeffer würzen (im Idealfall einen Zweig Rosmarin unter die Haut stecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen)
3. in einer trockenen, beschichteten Pfanne die Pinienkerne rösten bis sie Farbe angenommen haben. Etwas Olivenöl in die heisse Pfanne geben und die Brotwürfel knusprig braten. Das Brot herausnehmen und warstellen und die kleingeschnittene Frühlingszwiebel und den Knoblauch bei reduzierter Hitze weichschmoren
4. das Fleisch in derselben Pfanne mit etwas Fett braten, bis es allseitig schön Farbe genommen hat, dann eine Viertelstunde im auf 100° C vorgehizten Ofen garziehen lassen
5. Olivenöl und Weissweinessig mit Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette verrühren und d1/3 davon mit dem Brot und den Cranberries vermengen
6. das Fleisch in Stücke schneiden und den ganzen Fleischsaft auffangen und mit Frühlingszwiebel und Knoblauch zum warmen Brot geben
7. den geschnittenen Lattich mit der restlichen Vinaigrette vermengen, das Brot und die Pinienkerne untermischen und das Poulet darauf anrichtn – geniessen 😀

Ein anständiges Glas Wein dazu ist auch nie falsch, was ich alleine nur äusserst selten mache 😉

Pasta alla Salsiccia

Dies ist ein Rezept aus Kägi kocht und ich habe der besten Ehefrau von allen davon am Telefon vorgeschwärmt, denn sie weilte ja zur Italienisch Auffrischung 4 Wochen in Rom. Und was sagt sie dazu? Das hat meine Signora gestern auch für mich gemacht und es war wunderbar 🙂

Manchmal frage ich mich schon, wo Gedanken überall herumschwirren. Die Landlady meiner Frau hat also am gleichen Abend ein praktisch identisches Rezept gekocht wie ich … in Amerika nannten wir so etwas spooky

Zutaten:
für 4 Personen

800 gr Pelati (Dosentomaten)
oder
300 gr Sugo Pomodoro, selbstgemacht
300 gr Salsiccia
1,5 dl Olivenöl extra vergine
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Peperoncino, entkernt und fein gehackt
1 dl Rotwein
1 Rosmarinzweig, Nadeln fein gehackt
1 EL Tomatenpüree
Salz
500 gr Pasta corta (Rigatoni, Pennoni o.ä.)
150 gr Parmesan

Zubereitung:

1. die Pelati abtropfen lassen und bei Bedarf ganze Tomaten grob hacken. Würste häuten und in grobe Stücke schneiden
2. in einem weiten Topf Olivenöl erhitzen und die Wurst Stücke darin anbraten, Knoblauch und Peperoncino dazugeben. Nach wenigen Minuten mit dem Rotwein ablöschen
3. Rosmarin, Pelati und Tomatenpüree zugeben. Auf kleinem Feuer 20 Minuten köcheln lassen – abschmecken
4. viel Salzwasser in einem grossen Topf aufkochen, Pasta darin knapp al dente kochen, dann abgiessen (niemals alles Wasser wegschütten*!!!)
5. Pasta mit etwas Pasta Kochwasser* in die Sauce geben und einige Minuten einköcheln

Mit viel geriebenem Parmesan servieren (siehe oben)!

Rührei mit weissem Trüffel

November und Dezember sind die klassischen Monate für weissen Trüffel. Früher gab es den nur aus Alba im Piemont. Der unerfreulichen Erderwärmung ist es wahrscheinlich geschuldet, dass es mittlerweile sogar in der Schweiz immer mehr Trüffelfunde gibt. Noch mehrheitlich schwarze, aber auch weisse wurden schon gefunden.

Hätte ich einen Hund, ich wüsste, worauf ich ihn abrichten würde 😉

Mein Tipp, den weissen Trüffel 24 – 48 Stunden mit den Eiern zusammen in einem verschliessbaren Gefäss aufbewahren. Der Trüffelduft geht durch die Eierschalen in das Ei … mmmhhh – nicht täglich, aber sonntäglich!

Zutaten:
für 4 Personen

6 Eier, Bio, frisch
1 Trüffel (Grösse nach Budget)
Rahm
Butter
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. eine beschichtete Pfanne bei sehr tiefer Temperatur erhitzen (bei mir Stufe 2,5 von 9) und ein Stück Butter darin schmelzen
2. die Eier, wenig Rahm (ein paar EL) und eine gute Prise Salz mit einer Gabel verklopfen und in die Pfanne giessen
3. geduldig warten, ab und zu mit einem Spachtel umrühren
Es darf nichts blubbern, zischen oder sonstwelche Geräusche geben!
G e d u l d ist gefragt!
4. weiter ab und zu umrühren und in einer separaten Pfanne nochmals ein schönes Stück Butter schmelzen
5. wenn das Rührei dann endlich leicht gestockt, aber sehr cremig ist, auf die vorgewärmten Teller geben und mit der flüssigen Butter übergiessen, ein paar Flocken Fleur de sel und zwei, drei Umdrehungen schwarzer Pfeffer darübergeben und am Tisch den weissen Trüffel darüberhobeln