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Orangen-Schokolade Köpfchen

Ich bin ein Genussmensch, der das Leben mit allen Sinnen wahrnimmt. Ich esse gerne gut und kann wie wenig andere die Schönheit der Natur schätzen. Denn ich habe die Fähigkeit, mich an Kleinem, also zum Beispiel einer Blume, genauso zu freuen wie an Grossem; Hauptsache, es ist schön. Dank meinem ausgesprochenen Sinn für Ästhetik weiss ich, Qualität ist wichtiger als Quantität. Besonderen Wert lege ich auf die Wertigkeit von Dingen – sei es bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Produkten oder der Art und Weise, wie ich meine Zeit verbringe. Ich habe einen Sinn fürs Exquisite. Ohne den Preis zu wissen, wähle ich in Läden oft das Teuerste aus – egal ob es sich um Kleidung, Essen oder Möbel handelt. Es ist, als sei mir der Sinn für hohe Qualität angeboren.

So die Analyse des Computers bei Chocolat Frey nach einem Dutzend Multiple Choice Fragen. Und jetzt mal ganz unter uns … sooo daneben ist das jetzt wirklich nicht. Obwohl, eigentlich ging es darum herauszufinden, welcher Schoko-Typ ich sei. Das Resultat: Der Gourmet 😀

Wie ihr seht, kann der Besuch in einer Schokoladefabrik ganz schön erhellend sein.

Anlässlich jenes Besuchs, freundlicherweise von der #migros organisiert, durften die eingeladenen Blogger auch ihre eigene Schokolade kreieren. Dass die beste Ehefrau von allen danach konstatierte, sie habe im Leben noch keine bessere Schokolade gegessen, hat mich dann ein bisschen stolz gemacht!

Der obige Computer hat dann auch noch gleich ein Rezept ausgespuckt, das perfekt zum Schokoladen Gourmet Typ passen soll und das will ich euch nicht vorenthalten:

Zutaten:
für 4 Timbale- oder Soufflée Förmchen à 1,5 dl

1,5 dl Milch
50 gr Edelbitterschokolade mit einem Hauch Orange
3 Eier
2 Eigelb
30 gr Zucker
1 Bio Orange
Butter für die Formen

Garnitur
50 gr dunkle Edelbitter Schokolade
0,8 dl Rahm

Zubereitung:

1. die Milch aufkochen, vom Herd nehmen und die gestückelte Schokolade darin schmelzen
2. Eier, Eigelb und Zucker mit dem Mixer kurz aufschlagen. Orange heiss waschen und die Hälfte der Schale zur Eicreme reiben und die heisse Schokoladenmilch untermischen
3. den Backofen auf 160° C vorheizen und Wasser aufkochen
4. die Förmchen ausbuttern, die Masse hineingiessen und mit Alufolie verschliessen
5. mit so viel kochendem Wasser umgiessen, dass sie zu etwa 2/3 im Wasser stehen
6. in der Ofenmitte 30 – 40 Minuten (je nach Durchmesser der Förmchen) pochieren, dann herausnehmen und im Wasser auskühlen lassen. 3 Stunden kühlstellen
7. die verbleibende Orangenschale in Zesten abziehen und in kochendem Wasser blanchieren. Abgiessen und kalt abschrecken
8. die Orange filetieren und in kleine Würfelchen schneiden
9. für die Sauce die Schokolade in Stücke brechen und mit dem Rahm in einem heissen Wasserbad schmelzen und verrühren
10. die Köpfchen auf Teller stürzen und mit der Sauce, Orangenwürfelchen und -zesten garnieren

Brioche Buns

Diese Brioche Buns gehören mit zu den besten und schmackhaftesten Brötchen die ich je gegessen habe! Danke an David von das filet. Das Rezept stammt offenbar aus der Küche des NOMAD in New York und wenn man weiss, dass Daniel Humm dahintersteht, ist man auch nicht überrascht, dass sie hervorrangend schmecken.

Das Geheimnis: Es sind nicht nur einfache Brioche Brötchen, sondern sie werden mit Gruyère Käse und Schnittlauch aromatisiert und werden damit vom einfachen Statisten zu einem charaktervollen Nebendarsteller mit Aussicht auf einen Oscar!

Zutaten:
für etwa 9 grosse Brioche Buns

500 gr helles Weizenmehl
(Type 550; in der Schweiz: Weissmehl oder, falls vorhanden: Manitoba-Mehl)
100 gr Zucker
15 gr Salz (Alpensalz)
40 gr Frischhefe
100 gr Eier
50 gr Eigelb
100 gr Wasser (handwarm)
100 gr Butter (weich, in Würfeln)
50 gr Gruyère (fein gerieben)
20 gr Schnittlauch (1 Bund, fein geschnitten)

Unmittelbar vor dem Backen: 1 Ei, 1 EL Milch sowie Sesamsamen

(Hinweis: Für grössere Mengen lassen sich die Zutaten problemlos nach oben skalieren, die doppelte Menge von allem funktioniert beispielsweise ebenfalls.)

Zubereitung:

1. Eier, Eigelbe und Wasser in der Schüssel einer Küchenmaschine vermischen
2. Mehl, Salz, Zucker und Hefe einzeln zugeben und etwa 3 Minuten mit dem Knethaken auf Stufe 1 gut vermischen
3. auf Stufe 2 hochschalten und den Teig für 8 Minuten kneten
4. auf Stufe 1 zurückschalten und die Butter in die Schüssel geben. Weiterkneten, bis die Butter vollständig vom Teig aufgenommen wurde
5. zum Schluss Gruyère und Schnittlauch beigeben und auf Stufe 1 wieder vollständig in den Teig einarbeiten

Die schnelle Teigführung geht so: 60 bis 120 Minuten in einer sauberen Schüssel mit Frischhaltefolie zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Dann Brötchen formen (20 bis 30 gr Teig für kleine Buns, 60 bis 80 gr für grosse), auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und nochmals rund 1 Stunde aufgehen lassen.

Die langsame (und empfehlenswertere) Teigführung geht so: Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Danach 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, wieder herausnehmen, nochmals kurz und kräftig mit dem Knethaken der Küchenmaschine durchkneten, danach wieder mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Teig herausnehmen, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmässig grosse Teiglinge abtrennen (etwa 20 bis 30 gr Teig für kleine Buns, 60 oder 80 gr für grosse) und zu Kugeln rollen. Das geht am besten, in dem man den Teig zuerst zwischen den gewölbten Handinnenseiten rollt. Dann mit der Naht nach unten auf die Arbeitsfläche legen und ständig im Kreis drehen und gleichzeitig mit den Handflächen leichten Druck an der Unterseite nach innen geben.

Die Teiglinge mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, leicht andrücken und nochmals rund 3 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen der Buns verdoppelt hat.

1 Ei mit etwas Milch verrühren und die Buns zweimal damit einpinseln. Sesam darauf verstreuen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heissluft ( oder 200° Ober- und Unterhitze) etwa 20 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit das Blech einmal drehen, damit die hinteren Brötchen nach vorne zu liegen kommen. Die Backzeit variiert je nach Ofen.

Die Buns sollten eine kräftige goldbraune Farbe haben. Auf einem Gitter auskühlen lassen und entweder gleich verwenden oder einfrieren. Im Tiefkühler halten sich die Buns problemlos mehrere Wochen, wenn sie luftdicht – zum Beispiel in Ziploc-Beuteln – verpackt werden.

mit Pulled Pork, Harissa, Cocktail Sauce, Senf, Guacamole und Ananas Chutney … mmmhhh!

Heilbuttfilets mit Nusskruste in grüner Vichysoise

Sooo … 🙂 jetzt gibt es wieder einmal etwas für die NOPI bzw. Ottolenghi Fans unter uns. Dass ich dazu gehöre versteht sich von selbst, denn bei seinen Rezepten passt einfach alles. Geschmack und Optik sind perfekt und auch wenn sich die Zutaten Liste vielleicht etwas lang lesen mag, es ist gut vorzubereiten.

Habe ich schon erwähnt, dass es hervorragend schmeckt UND toll aussieht?

Erwähnen muss ich unbedingt noch, dass ich nicht weiss, ob meine Radieschen der verlangten Sorte etsprachen. Auch gabs bei meinem Fischhändler keinen Heilbutt, ich habe stattdessen Goldbutt genommen. Da dieser viel dünner ist, gab es a) eine Vorspeise daraus und b) musste ich die Garzeit natürlich entsprechend reduzieren.

Zutaten:
für 6 Personen

Heilbuttfilets
6 Heilbuttfilets ohne Haut, sorgfältig entgrätet (950 g)
2 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
6 Radieschen (vorzugsweise die Sorte French breakfast oder Weisspunktradieschen) mit Blättern und Wurzelansätzen, längs halbiert
grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer

Rucola-Petersilien-Vichyssoise
100 gr Petersilie, samt Stielen
150 gr Rucola
1 EL Olivenöl
40 gr Butter
2 mittelgrosse Schalotten, grob gehackt (100 gr)
3 Knoblauchzehen, zerstossen
1 mittelgrosse Lauchstange, grüner und weisser Teil in feine Scheiben geschnitten (200 gr)
2 grosse Kartoffeln (Vivaldi oder Désirée), geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten (370 gr)

1 L Hühnerbrühe
25 gr Spinatblätter

Pistazien-Pinienkern-Kruste
150 gr Butter, in 1 cm große Würfel geschnitten
60 gr Pistazienkerne, leicht geröstet und grob gehackt
60 gr Pinienkerne, leicht geröstet und grob gehackt
1/4 TL Zucker
2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

1. Für die Pistazien-Pinienkern-Kruste die Butter in einem mittelgrossen Topf bei mässiger bis starker Hitze 4 Minuten aufschäumen, bis sie goldbraun ist und ein nussiges Aroma verströmt. Vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb passieren. Pistazien, Pinienkerne, Zucker, Zitronensaft und 1/4 TL Salz hineingeben. Die Mischung gut umrühren, auf einem kleinen mit Backpapier ausgelegten Blech (etwa 16 x 21 cm) verstreichen und 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Butter ausgehärtet ist. In sechs gleich große Rechtecke schneiden und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
2. Für die Vichyssoise in einem mittelgrossen Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Petersilie und Rucola darin 30 Sekunden blanchieren, dann unter fliessendem Wasser kalt abschrecken. Sorgfältig ausdrücken, trocknen lassen und grob hacken.
3. Öl und Butter in einem mittelgrossen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Schalotten 4-5 Minuten darin anschwitzen, dabei gelegentlich umrühren, bis sie weich, jedoch nicht gebräunt sind. Knoblauch und Lauch zugeben, nach weiteren 2-3 Minuten die Kartoffeln unterrühren und 5-6 Minuten anschwitzen, bis sie glänzen. Die Hühnerbrühe zugiessen. Bei mässiger bis starker Hitze zum Kochen bringen und das Gemüse 8-10 Minuten garen, sodass es noch etwas Biss hat. Petersilie und Rucola 1 Minute mitgaren, dann den Topf vom Herd nehmen. Den Spinat sowie 1 1/2 TL Salz und 1 kräftige Prise Pfeffer unterrühren und die Suppe im Mixer sorgfältig pürieren, bis sie schön glatt ist. Bis zum Servieren beiseitestellen.
4. Den Backofengrill vorheizen. Die Heilbuttfilets auf ein grosses, mit Backpapier bedecktes Blech legen und mit 2 EL Öl bestreichen. Mit insgesamt 1 1/2 TL Salz und 1 kräftigen Prise schwarzem Pfeffer würzen und 6-7 Minuten grillen, bis der Heilbutt fast durchgegart ist. Das Blech herausnehmen und auf jedes Filet ein Stück der Pistazien-Pinienkern-Butter legen. Wieder unter den Grill schieben und noch 2-3 Minuten goldbraun überbacken. Aus dem Ofen nehmen und mit Zitronensaft beträufeln.
5. Die Vichyssoise erwärmen und in tiefe Teller schöpfen. Die Heilbuttfilets darauf anrichten, mit den Radieschen garnieren und sofort servieren.

London – just a weekend away

über den Wolken

Hei – das waren noch Zeiten, als wir als Vielflieger auf Geschäftskosten in der Welt herumjetten durften. Und dabei erst noch Meilen sammeln konnten.

Aber alles ausser der Wurst hat ein Ende, so sagt man und so haben wir ein paar zerquetschte Restmeilen für dieses Long Weekend in London „verputzt“ … und uns nachher gefragt: Warum machen wir sowas nicht öfters? 😉

Nach der Landung morgens um 8 dachten wir, drei Stunden wären mehr als genug Zeit bis zu unserem ersten „Date“. Aber die Wege in Heathrow sind lang und gewunden.
Schlussendlich standen wir aber doch um 11.00 h bei der Whitehall Gallery stramm und erst noch verpflegt (wenn auch im Eiltempo). Bei unserem Führer Gregory (#subculture_tours) hatten sich ein gutes Dutzend Touristen eingefunden, die sich für die 2-stündige Graffiti-Tour angemeldet hatten.

das sprayen der sog. Tags dient vor allem dem Üben

2 Spitzen Sprayer

Gregory bringt es fertig, dass wir die ganze Sprayer Szene mit anderen Augen als früher betrachten und natürlich hat er uns auch ein paar sensationelle Graffitis zeigen können.

„victory“ oder doch „f u“? by shok – Street Art vom Feinsten

grossflächiges Meisterwerk

das gibt’s auch in Basel

Nach weiterem Herumwandern und einem Blitz Nap im Hotel (höchst verdient, weil ich ja schon um 5 Uhr aus den Federn musste! 😉 ) war es dann schon Zeit für unser Pre Theater Dinner bei NOPI (mehr dazu hier). Das Dinner und die anschliessenden Show „Kinky Boots“ haben wir sehr genossen.

Am Sonntag war das Wetter zum Glück besser als angesagt und uns war sogar etwas Sonne vergönnt. Wegen dem London Marathon mussten wir aber gut planen, wo wir hin wollten und haben uns für einen Spaziergang an der South Bank entschieden.

Tate Modern Annex – gratis Aussicht im obersten Stock …

… auf die Skyline von London

Auf der Millenium Bridge haben wir dann die Mini Kunstwerke von Ben Wilson gefunden, auf die mich die Küchenschabe schon hingewiesen hatte. Kleine und Kleinst-Gemälde, aufgemalt auf eingetrockneten Kaugummis. Sehr spannend, amüsant und vor allem lustig, wenn alle anderen Touris über die Brücke strömen, aber keine Ahnung haben, dass sie da Kunst mit Füssen treten 😉

Bubble Gum Art

Natürlich sind auch die Hochhäuser und sonstigen architektonischen Highlights immer wieder ein Hingucker und unsere Kameras konnten sich über mangelnden Einsatz nicht beklagen.

Die Marathon Läufer und noch mehr die Zuschauer kamen uns dann doch noch etwas in die Quere, aber eigentlich ging alles erstaunlich gut.

Noch ein wunderbares Dinner, diesmal im Restaurant Lima – HER_VOR_RA_GEND !!! Mehr dazu gibt’s hier.

Am Montag war das Wetter dann ein wenig british und wir waren teilweise not amused, aber vom Shoppen konnte uns auch der Regen nicht abhalten, im Gegenteil 😉 Ausserdem gabe es auch am Montag etwas Feines zu essen, wie ihr ja hier schon gelesen habt.

Also, geht wieder mal nach London – it’s just a weekend away!

Rhabarber Tarte Tatin

Boah!!! Die war gut 🙂

Ich war, ganz ehrlich und unter uns gesagt, sehr erstaunt, wie einfach das ging und wie gut das gelang.

Nur beim Wörtchen Nachschlag musste ich mit grossem Bedauern die Segel streichen – leider nein, zur grossen Enttäuschung von allen. Da muss ich nächstesmal wohl eine grössere Form nehmen!

Und eben, wie ich ja schon vorgestern gesagt habe, auch Rhabarber gehört zum Frühling!

Zutaten:
für 4 Personen

2 Rhabarber Stangen
(je nach Grösse der Form ev. eine mehr)
4 EL Zucker
1 EL Wasser
20 gr Butter
Blätterteig

Zubereitung:

1. Zucker, Wasser und Butter in einer Pfanne zu einem hellbraunen Karamell kochen und anschliessend in eine ofenfeste Form giessen
2. Rhabarber in Stücke von 1 – 2 cm Länge schneiden und auf dem Karamell auslegen
3. den Ofen auf 220° C Ober- / Unterhitze vorheizen
4. ein Stück Blätterteig auf die Grösse der Form zuschneiden, mit einer Gabel mehrfach einstechen und auf den Rhabarber legen
5. backen bis der Teig schön braun ist (ca. 20 Minuten, je nach Ofen)
6. herausnehmen und stürzen (ACHTUNG: Der Karamell ist SEHR heiss und flüssig – Handschuhe tragen)