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kalte Udon Nudeln

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Am zweitletzten Abend vor den Ferien (der entsprechende Reisebericht folgt bald), hatte ich Lust auf kalte Soba Nudeln, denn es war einer der letzten Sommer Abende. Oh, keine Soba Nudeln da 😦 Dafür entdeckte ich gleich zwei Pack Udon Nudeln, die schon etwas zu lange da auf ihre Verwendung warten mussten. Ohne lange zu überlegen, ob man Udon auch kalt essen kann, ging ich ans Werk.

Im Kühlschrank gab es auch noch allerhand, was die zwei Ferienwochen nicht überlebt hätte. Lauch, Jalapeño und Frühlingszwiebeln wollten auch verwendet werden.
Also alles schnipseln und schon kann es losgehen.

Und einen versprochenen Beitrag zu dem schönen und sinnvollen Dauerevent von Susanne’s Magentratzerl gibt’s obendrein noch 😀

Blog-Event XCVIII - Schatzsuche im Vorratsschrank (Einsendeschluss 15. Mai 2014)

Zutaten:
_dsc3188für 1 Person (moi)

75 gr Udon Nudeln
Sesamöl
1 Frühlingszwiebel
ein Stück Ingwer
etwas Lauch
2 Mini Gurken
1 Jalapeño
1 Limette
Sojasauce
1 TL brauner Zucker

Zubereitung:

1. die Nudeln nach Packungsanleitung kochen, kalt abspühlen und zur Seite stellen
2. das weisse von Lauch und Frühlingszwiebel schneiden, die Jalapeño entkernen (je nach Schärfetoleranz), ebenfalls fein schneiden und in heissem Sesamöl anbraten, aber ohne gross Farbe nehmen zu lassen
3. den braunen Zucker zugeben, etwas umrühren und dann mit einem EL Sojasauce ablöschen – auf kleiem Feuer schmurgeln lassen
4. wenn das Gemüse noch knackig ist, eine kleine, gestückelte Gurke zugeben und noch eine Minute mitbraten
5. das Gemüse mit Sojasauce und Limettensaft abschmecken und auskühlen lassen – mit den Nudeln vermischen und kalt stellen
6. die letzte Mini Gurke fein schneiden, ebenso den grünen Teil der Frühlingszwiebel
7. Gurke und Frühlingszwiebel über die Nudeln streuen und Ingwer nach eigenem Gusto darüberreiben

Wer mag (und es nicht, so wie ich, vergisst), streut noch etwas gerösteten Sesam darüber 😉

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Blätterteigschnecken (würzig)

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Einladungen von Freunden laufen bei uns, zumindest am Anfang, meist nach dem immer gleichen Muster ab. Die Gäste treffen ein, man setzt sich auf die Terrasse oder um den Clubtisch und es gibt ein Glas Wein, Champagner oder einen Drink. Dazu IMMER irgendetwas zum Knabbern.

Eine sehr gute Wahl sind diese feinen Blätterteigschnecken. Sie sind einfach und schnell hergestellt und machen etwas her. Denn manchmal darf es etwas mehr sein als bloss Nüssli und Salzstängeli.

_dsc3158Zutaten:
für 4 – 6 Gäste

1 Blätterteig, rechteckig ausgewallt
geriebener Parmesan
getrocknete Tomaten
frische Kräuter (Rosmarin, Thymian oder Basilikum)
Chiliflocken
Salz und Pfeffer
1 Eigelb

Zubereitung:

1. Blätterteig auslegen und mit viel geriebenem Parmesan, getrockneten Tomaten, Rosmarin, Chiliflocken, etwas Salz und Pfeffer bestreuen
2. vorsichtig und möglichst satt zu einer grossen Rolle formen, einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen
3. Backofen auf 200° C vorheizen
4. die Rolle aus dem Kühlschrank nehmen und 1 cm breite Röllchen abschneiden
5. auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech legen, mit Eigelb bestreichen und etwa 20 Minuten backen

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Gegessen bei: Pedro Subijana (Restaurant Akelarre, San Sebastiàn)

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Das zweite Drei Sterne Erlebnis in zwei Tagen durften wir bei Pedro Subijana geniessen. Akelarre ist baskisch und bedeutet Hexentanz oder Hexensabbat. Nun, ab und zu kommt man sich schon etwas verzaubert vor. Da heisst es beispielsweise bei der Gänseleber … mit „viel Salz und Pfefferkörner“ und man denkt sich „hä?“. Dann entpuppen sich die Salzflocken aber als moderat süsser Zucker und die schwarzen Pfefferkörner als gepuffter schwarzer Reis. Und jetzt denkt man: „Ich will mehr 🙂 !“

So gibt es immer wieder Überraschendes und Unerwartetes in jedem der drei offerierten Menüs. Entgegen meinen Befürchtungen mussten wir uns an unserem Vierertisch auch nicht für ein Menü entscheiden, sondern konnten uns quer durch alle drei degustieren.

Auch hier können wir das gastronomische Erlebnis mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Hingehen! Staunen! Geniessen!

Denn spektakulär ist auch die Lage hoch über dem Meer mit einem tollen Blick vom Speisesaal aus. Wer Wert auf diesen Blick legt, sollte, so wie wir, ein Essen am Mittag anstelle des Abends einplanen!

Die Grüsse aus der Küche:

Bloody Mary dekonstruiert

Bloody Mary dekonstruiert

schwarze "Olive" mit Sardelle gefüllte Muschel Kartoffel und Garnelen Amber

schwarze „Olive“ mit Sardelle
gefüllte Muschel
Kartoffel und Garnelen Amber

Menü mit den Akelarre Klassikern:

Hummer Salat mit Cidre

Hummer Salat mit Cidre

Pasta Carpaccio, Eierschwämme und Parmesan

Pasta Carpaccio, Eierschwämme und Parmesan

Sautierte Gänselaber mit "Salzflocken und Getreide Pfeffer"

Sautierte Gänseleber mit „Salzflocken und Getreide Pfeffer“

Rotbarbe mit "Fusilli"

Rotbarbe mit „Fusilli“

Rindsrippe und Ochsenschwanz_Gänseleber Kuchen

Rindsrippe und Ochsenschwanz-Gänseleber Kuchen

Gin & Tonic auf einem Teller

Gin & Tonic auf einem Teller

der "zerbrochene Joghurt Becher"

der „zerbrochene Joghurt Becher“

Menü Bekarki:

Garnelen und Bohnen im "Orujo" Ofen flambiert

Garnelen und Bohnen im „Orujo“ Ofen flambiert

weisse Bohnen und geröstete Piparras

weisse Bohnen und geröstete Piparras

Soufflierte Kokotxa und weisse Knoblauch Pil-Pil

Soufflierte Kokotxa und weisse Knoblauch Pil-Pil

Seehecht mit Algen, Plankton und Austernblatt

Seehecht mit Algen, Plankton und Austernblatt

schwarzes Tintenfisch Risotto

schwarzes Tintenfisch Risotto

Baby Lamm mit Milken

Baby Lamm mit Milken

die etwas andere Apfel Tarte

die etwas andere Apfel Tarte

Menü Aranori:

Blätter und Gänseleber "unter dem Regen"

Blätter und Gänseleber „unter dem Regen“

Green Broth Infusion, Scampi und gerächter Seeteufel

Green Broth Infusion, Scampi und geräuchter Seeteufel

Beef Tatar, soufflierte Kartoffel und Kräuterbrot

Beef Tatar, soufflierte Kartoffel und Kräuterbrot

Wolfsbarsch "Umami"

Wolfsbarsch „Umami“

Kabeljau und Späne in Tomatenwasser

Kabeljau und Späne in Tomatenwasser

Spanferkel mit "Knochen" und iberischer Emulsion

Spanferkel mit „Knochen“ und iberischer Emulsion

Kokosschaumeis und "Xaxu"

Kokosschaumeis und „Xaxu“

ein wunderbares Sorbet Gemisch zum süssen Schluss

ein wunderbares Sorbet Gemisch zum süssen Schluss

Auch hier wieder ein sympathischer und alles andere als steifer Service. Zum Abschluss durften wir sogar noch einen kurzen Besuch beim Chef in der Küche machen und wenn ich mir die Bilder so anschaue, dann schwelge ich gleich noch einmal.

Die Menüs schlagen mit EUR175.- zu Buche

Website: Akelarre

gebratener Tofu mit grünem Gemüse

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Nach der Völlerei in San Sebastiàn gilt es, den Körper wieder an etwas magerere Kost zu gewöhnen. Dazu gehört ganz klar auch der Verzicht auf „fleischliche Genüsse“ 😉 .

Deshalb ist die Zeit wieder einmal reif für etwas Tofu. Obwohl, eigentlich spielt das Gemüse die Hauptrolle, der Tofu macht sich gebraten aber doch ganz ordentlich. Zum grossen Tofu Fan werde ich deshalb aber noch nicht!

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Tierfreitag finde ich eine grossartige Idee (ich hoffe, Katharina findet dann auch wirklich mal wieder Zeit, die Sammelstelle auf den neuesten Stand zu bringen)

Zutaten:
für 2 Personen

300 gr Gemüse (ich: Broccoli, Pak Choi, Lauch etc.)
1 rote Zwiebel
20 gr Ingwer (frisch)
etwas frischen Chili (ich: Chiliflocken)
Frühlingszwiebelgrün
1 Handvoll Sojabohnensprossen
1 EL schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
200 gr fester Tofu (ich: alnatura)
3 Knoblauchzehen
2 EL Sojasauce
1 TL Zucker
Pflanzenöl
Maisstärke
1 Limette
frisches Koriandergrün (bei uns nur für mich!😉 )
1 Handvoll geröstete Erdnüsse

Zubereitung:

1. Gemüse in gewünschte Form und Grösse schneiden und nach Sorte getrennt knackig blanchieren und in Eiswasser abschrecken
2. Zwiebeln schälen und 1 cm Spalten schneiden / Ingwer schälen und in kleine Würfelchen schneiden
3. Chili entkernen und in feine Streifen schneiden / Frühlingszwiebeln schräg in 4 cm lange Streifen schneiden
4. Tofu in 2cm Würfel schneiden
5. etwas Öl im Wok (oder grosser Bratpfanne) erhitzen, Zwiebeln, Ingwer und Chili dazugeben, Knoblauch dazupressen und alles 10 Minuten weichdünsten
6. Sojasauce, Zucker und Pfeffer dazugeben – Wok vom Herd nehmen
7. Öl 5 mm hoch in einer Bratpfanne erhitzen. Tofuwürfel in Maisstärke wenden und auf allen Seiten im heissen Öl anbraten – auf Küchenpapier entfetten und zu den Zwiebeln geben
8. abgetropftes Gemüse und Frühlingszwiebelgrün ebenfalls dazugeben und alles bei grosser Hitze unter Rühren heiss werden lassen
9. mit Erdnüssen und Koriander bestreuen und mit etwas Limettensaft beträufeln

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Fledermaus gebraten

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Ha! Ich wusste, dass dieser Titel ein paar neugierige Klicks auf meinen Blog bringen würde 😀

Aber nicht aus Österreich, denn da, vor allem in Wien, weiss man schon lange, dass Fledermaus ein Stück feines Rindfleisch (oder Kalbfleisch, oder gar Schwein) ist. Ein Stück welches bei uns meist zu Hackfleisch verarbeitet wird. Dabei ist es, richtig behandelt, sehr schmackhaft und sehr zart.

Dafür habe ich sogar Zeugen! Erstens die beste Ehefrau von allen und zweitens Robert, der hat seine Fledermaus als Spinne vom Kalb deklariert. Weil dieses bindegewebsreiche Stück Muskelfleisch auf französisch araignée und in Amerika spider heisst. Und wie ich auf seinem Beitrag schon kommentierte, haben meine Lieblings Metzgerinnen den Test mit Bravour bestanden. Das Ragout werde ich auch noch machen!

Und jetzt hat gerade auch noch Nicole über die Fledermaus vom Wollschwein geschrieben. Ihr Credo, den Metzger wieder als Handwerker anzuerkennen, der seinen Preis hat, kann ich nur unterstützen.

Zutaten:
für 2 Personen mit kleinem Hunger

1 Stück Fledermaus vom Rind (ich: 240 gr)
etwas Rapsöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salz und Fleur de sel

Zubereitung:

1. das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen (das steht so in allen rezepten für den Privathaushalt – wie machen das eigentlich Profis in einer Restaurantküche?)
2. das Fleisch salzen und pfeffern
3. in heissem Öl kurz und scharf anbraten, jede Seite ein bis knapp 2 Minuten – kurz an der Wärme nachziehen lassen
4. nochmals etwas frisch gemahlenen Pfeffer und Fleur de Sel Flocken darauf geben und geniessen

Als Beilage gab es simples Ofengemüse.

PS. Auch sehr gut zum grillieren geeignet! Im Fall! 😀

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