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Meyer Lemon Alaska #wirrettenwaszurettenist – Weihnachtsdessert

Bald ist Weihnachten und ihr sucht noch ein spezielles Dessert für eure Liebsten? Ich hoffe, ihr denkt nicht daran, etwas Fertiges zu kaufen …, denn selber machen ist Trumpf dieses Jahr (und auch sonst) 😉

retten

Denn einmal mehr wollen wir von der Facebook Rettungtruppe #wirrettenwaszurettenist euch zeigen, wie einfach gewisse Dinge sind und dass wir die Food Industrie nicht masslos unterstützen sollten. Macht es selber und ihr wisst, was drin steckt! Denn schliesslich ist es euer Körper um den es hier geht.

Hier also ein festliches Dessert, welches sich bis auf den Finish gut vorbereiten lässt. Die Glace könnt ihr tage- oder gar wochenlang vorher machen und dann ein oder zwei Tage vorher antauen lassen, zu Kugeln formen und wieder in den Tiefkühler legen.

Vor dem Servieren Eiweiss mit Zucker steif schlagen, die Glacé Kugeln damit umhüllen und mit einer Kitchen Torch bräunen – fertig und grossartig, oder nicht? 😀

Zutaten:
für 4 Personen

6 dl Meyer Lemon Glacé, oder euer Lieblingseis
3 – 4 Eiweiss
150 gr Zucker

Zubereitung:

1. die Glacé im Kühlschrank etwas antauen lassen und dann entweder mit geeigneten Silikonformen oder von Hand Kugeln von ca. 5 cm Durchmesser formen und wieder einfrieren
2. die Eiweiss steifschlagen und dann langsam den Zucker einrieseln lassen (leise rieselt der … 😉 ), bis der Eischnee feinporig glänzt
3. die Glacé Kugeln aus dem Tiefkühler nehmen und mit einem Spachtel mit Eischnee umhüllen
4. mit einer Kitchen Torch, einem kleinen Bunsenbrenner, abflämmen

Die Eiskugel nackt auf einen ungekühlten Teller zu setzen führt dabei nicht zum Ziel, sie wird sehr schnell auf dem Teller herumrutschen. Es ist also zu empfehlen, z.B. ein kleines Stück Sponge Cake darunter zu setzen … ich sag ja nur … 😉

Weitere tolle Ideen findet ihr bei meinen MitRetterInnen:

Anna Antonia – Buttermilch-Pannacotta
auchwas – Schokodessert mit Gewürzmandarinen
Barbaras Spielweise – Weihnachtliches Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius
Brigittas Kulinarium – Glühweinbirnen-Trifle mit Walnusskrokant
Brittas Kochbuch – Vanilleeis mit gebrannten Mandeln
Brotwein – Schokokuchen mit flüssigem Kern – Fondant au chocolat
Cakes Cookies an more – Weihnachts Crème brûlée
CorumBlog 2.0 – Lebkuchen-Cantuccini mit Vin Santo
Fliederbaum – Lebkuchen-Biskuitroulade
genial-lecker – Bratapfel mit schneller Vanillesauce
kebo homing – Bananen-Erdnuss-Eis auf Kastaniencrumble mit Bratapfel
Kleines Kuliversum – Weihnachtliches Apfel Quark Dessert
Madam Rote Rübe – Gewürzkuchen-Dessert mit Zimtcreme, Apfelmus und Walnussgeknusper
magentratzerl – Lebkucheneis-Gugel mit Sauerkirschsauce
our food creations – Dänisches Traditionsdessert: Ris à l’amande

Meyer Lemon Martini

Es ist der zweite Advent und unser letzter Sonntag Abend dieses Jahr in der gemütlichen heimischen Stube. In einer Woche setzen wir uns wieder einmal ins Flugzeug und verbringen die Festtage fern von zu Hause in exotischen Landen. Mehr darüber wird es im Januar geben, wenn der Foodblog um ein paar Reiseblog Posts ergänzt wird. Eines kann ich euch jetzt schon versichern. Es wird spannend, es wird farbig und vielleicht sogar krass …

Gar nicht krass, aber dafür süffig und lecker ist dieser Cocktail, den ich aus meinem Cocktail Shaker geschüttelt habe:

Zutaten:
für 1 Drink

5 cl Gin
3 cl Meyer Lemon Saft
2 cl Zuckersirup
2 cl Cointreau
Meyer Lemon Schale
Eis

Zubereitung:

Shake it Baby, shake it – 😀

Bouillabaisse

Bouillabaisse – nur schon dieses Zauberwort alleine katapultiert mich sofort nach Südfrankreich. Ich habe den salzigen Duft frischer Meeresluft in der Nase und ein würziger Geschmack nach frischem Fisch und anderem Meeresgetier macht sich in meinem Gaumen breit … hach! 😀

Und trotz dieser Sofortsehnsucht war da eine grosse Schwellenangst, eine richtige Bouillabaisse zu Hause zuzubereiten. Unnötig!

Was man hingegen am Vorabend zubereiten sollte, ist die Rouille, diese knoblauchige Mayonnaise, die die Bouillabaisse erst richtig echt macht. Dann riskiert man nicht wie ich, am Kochtag keine Zeit mehr dafür zu haben … 😉

Also fangen wir gleich damit an:

Zutaten:
für 6 Personen

Rouille
1 Kartoffel, mehligkochend, mittelgross, geschält, in Stücke geschnitten
1 Prise Saffran
Salz
1 Prise Cayenne
4 Knoblauchzehen, geschält
2 Eigelb
2 EL Fischfond (falls vorhanden)
2 dl Olivenöl

Bouillabaisse
1 Wolfsbarsch* (à ca. 1 kg)
1 Red Snapper* (à ca. 2 kg)
0,6 dl Olivenöl
2 Zwiebeln, grob gehackt
1 Lauchstange, nur weissen und hellgrünen Teil, grob gehackt
3 Sellerie Stangen, geschnitten
1 Fenchel, in dünnen Scheiben
1/2 TL Saffran Fäden
1/4 TL Cayenne Pfeffer
Salz und weisser Pfeffer (frisch gemahlen)
0,5 dl Pastis
2 EL Tomatenmark
1 Gewürzsäcklein mit
2 TL Fenchelsamen
2 TL Koriander Samen
Schale von 1 Orange
1 Lorbeerblatt
4 Thymian Zweige
1/2 Knoblauch Zehe
6 Fleischtomaten, geschält und geviertelt
6 Kartoffeln, fest kochend, geviertelt
450 gr Shrimps, ohne Schale und Darm
(die Schalen zur Seite legen für die Brühe)
500 gr Miesmuscheln, geputzt und gut gespült
Salz und Pfeffer

*vom Fischhändler filettieren lassen und alles mitnehmen (Köpfe und Gräten für die Suppe)

Zubereitung:

Rouille
1. in einer kleinen Pfanne die Kartoffel mit dem Saffran in Salzwasser weichkochen und auskühlen lassen
2. Kartoffel mit einem Teil des Saffranwassers in den Mixer geben und Cayenne, Knoblauch, Eigelb und Fischfond gut mixen, bis eine feine Paste entsteht
3. auf der langsamsten Stufe weiterlaufen lassen und das Olivenöl in einem feinen Strahl zufügen. Die Rouille sollte die Konsistenz einer Mayonnaise aufweisen. Nachwürzen, falls nötig

Bouillabaisse
1. Fischköpfe und Gräten und kaltem Wasser spülen und dann trocken tupfen, die Fischfilets in Stücke von ca. 50 gr schneiden
2. einen grossen Topf erhitzen (mittlere Hitze) und das Olivenöl hineingeben. Zwiebel, Lauch, Sellerie, Fenchel, Saffran und Cayenne Pfeffer zugeben und ca. 6 Minuten rösten, dann leicht salzen und pfeffern
3. den Pastis zufügen und komplett reduzieren, erst dann das Tomatenmark zufügen und 5 Minuten, unter gelegentlichem Rühren kochen. Dann die Fischköpfe, Gräten und Shrimp Schalen zufügen – mit Wasser auffüllen, bis alles knapp bedeckt ist. Das Gewürzsäcklein beigeben und aufkochen, 20 Minuten leise köcheln lassen (ev. Schaum abschöpfen)
4. die Tomaten zufügen und weitere 20 Minuten köcheln
5. das Gewürzsäckchen, die Gräten, Köpfe und Shrimpschalen so gut es geht entfernen und den ganzen Rest im Mixer pürieren
6. durch ein Sieb zurück in den Topf geben, ev. nachwürzen
7. die Kartoffeln in Salzwasser weichkochen
8. die Suppe kurz aufköcheln lassen und dann auf die tiefste Stufe zurückstellen, die Kartoffeln zugeben, die Fischfilets mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit den Shrimps und den Muscheln zufügen – 10 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen
9. in heissen Tellern mit Baguette und Rouille servieren

Blauschimmelkäsekuchen mit eingelegter Rande

Wer hier regelmässig (aufmerksam) mitliest weiss, dass ich bei der besten Ehefrau von allen mit Blauschimmelkäse gar nicht punkten kann – im Gegenteil 😉

Aber man kann hier einfach die Blauschimmelkäse Stückchen weglassen. Empfehlen tue ich das nicht, aber jeder ist schliesslich seines eigenen Glückes Schmied.

Die Küchlein sind sehr fein (wie alles was aus Ottolenghis Küche kommt!) und schneller gemacht, als man angesichts der Rezeptlänge denken würde. Ausserdem kann man die Randenwürfel sehr gut vorbereiten.

Bitte nicht vergessen Handschuhe zu tragen beim Randen schälen, die Farbe ist relativ hartnäckig!

Zutaten:
für 4 Personen

eingelegte Randen
3 grosse Randen, ca. 700 gr
2 Knoblauchzehen, zerstossen
1 Lorbeerblatt
5 Thymianzweige
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
50 gr Zucker
5 dl Rotweinessig
grobes Meersalz

Boden
40 gr kalte Butter, in 2 cm Würfel
plus 20 gr geschmolzene Butter zum Einfetten
50 gr Kürbiskerne, geröstet
75 gr Vollkornbiskuit, grob zerkrümelt
40 gr grob geriebener Parmesan

Belag
20 gr Butter
1 Lauch (125 gr), weisser und grüner Teil, in Streifen geschnitten
360 gr Frischkäse
170 gr Crème fraîche
0,8 dl Rahm
2 Knoblauchzehen, gepresst
20 gr Schnittlauch, fein geschnitten
1 EL Basilikum gehackt
100 gr Stilton (oder 75 gr Valdéon und 25 gr Gorgonzola), grob zerkrümelt
4 Eier, leicht verquirlt
schwarzer Pfeffer

zum Servieren
40 gr flüssigen Honig, ev. mit etwas Trüffelöl
30 gr Haselnusskerne, geröstet und leicht gehackt
15 gr Basilikumsprossen (oder -blätter)

Zubereitung:

eingelegte Rande
1. alle Zutaten mit 1 EL Salz und 8 dl Wasser (mehr, falls das Gemüse nicht ganz bedeckt ist) in einem mittelgrossen Topf bei mässiger Hitze 40 Minuten köcheln, bis die Randen gar sind
2. Randen herausnehmen, auskühlen lassen, schälen und in 1 cm grosse Würfel schneiden
3. die Flüssigkeit durch ein Sieb giessen und auf etwa 6 dl einkochen – auskühlen lassen
4. über die Randen giessen und mind. 24 Stunden in den Kühlschrank stellen (die zubereitete Menge reicht für mehr als einmal, hält sich in einem verschlossenen Glas aber mehrere Wochen im Kühlschrank)

Käsekuchen
den Backofen auf 200° C vorheizen. Acht Souffléförmchen von ca. 12 cm Durchmesser (meine sind allerdings bloss 8 cm) leicht ausbuttern und die Böden mit passend zurechtgeschnittenen Stücken Backpapier auslegen
2. alle Zutaten für den Boden mit 1/2 TL Salz in den Mixer geben und fein zerkleinern. Gleichmässig auf die Förmchen verteilen, die Masse gut andrücken und bis zur weiteren Verwendung beiseitestellen
3. für den Belag die Butter in eine kleine Pfanne geben, den Lauch hinzufügen und bei mässiger Hitze 7 Minuten anschwitzen, bis er weich ist, dabei ab und zu umrühren. Abkühlen lassen und in eine Schüssel umfüllen
4. Frischkäse, Crème fraîche, Rahm, Knoblauch, Schnittlauch, Basilikum, 1/2 TL Salz und 1 kräftige Prise schwarzen Pfeffer zugeben und alles sorgfältig verrühren, bis die Masse homogen ist. Zum Schluss den Blauschimmelkäse und die Eier unterziehen
5. die Masse in die vorbereiteten Förmchen füllen und 25 – 30 Minuten backen (je kleiner, desto weniger lang). Für die Garprobe einen Holzspiess in ein Küchlein stechen. Er sollte sauber herauskommen
6. die fertigen Küchlein aus dem Ofen nehmen, mit etwas Honig beträufeln, mit den Haselnüssen und Basilikum garnieren und sofort servieren.

Die abgetropften Randenwürfel, aka rote Beete Würfel 😉 kann man vor dem Garnieren über die Küchlein löffeln oder getrennt dazu reichen.

Ghackets, Hörnli und Öpfelmues

Oder so dass es alle verstehen: Faschiertes Rinderhack, Hörnli Teigwaren und Apfelmus 🙂

In der Schweiz ein Klassiker, den jedes Kind kennt. Das tönt eigentlich nach einem quick n’easy Rezept … aber ich empfehle, vorgängig das weltbeste Apfelmus zu machen, welches aber einen halben Tag im Ofen vor sich hinschmurgeln muss.

Zutaten:
für 4 Personen

800 gr gehacktes Rindfleisch
Raps Öl
Salz und Pfeffer
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenpüree
2 Nelken
2 Lorbeerblätter
1,5 dl Rotwein
3 dl Kalbsfond

400 gr Hörnli
Salzwasser
Ofen-Apfelmus

Zubereitung:

1. das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und das Rindfleisch portionsweise* darin anzubraten, bis alle austretende Flüssigkeit verdampft ist und sich eine braune Kruste bildet (das gibt feine Röstaromen!) *der Pfannenboden soll nur knapp bedeckt sein
2. wenn die letzte Portion gebraten ist, die sehr fein gehackte Zwiebel zum Bratensatz geben und die Knoblauchzehen dazupressen, kräftig anrösten, aber immer etwas umrühren und nicht anbrennen lassen
3. das Tomatenpüree zufügen, kräftig mitrösten und nach 1 – 2 Minuten mit dem Wein ablöschen
4. Kalbsfond, Fleisch, Lorbeer und Nelken zufügen und zu einer dickflüssigen „Sauce“ kochen
5. die Hörnli nach Packungsanleitung garkochen und alles zusammen mit oder ohne geriebenen Käse servieren (in diesem schweizerischen Fall allerdings bitte mit mit Sbrinz und nicht mit Parmesan!)