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gerösteter Blumenkohl mit Sesam Joghurt

Keine Frage, vegetarische Gerichte sind im Kommen. Und wenn sie so toll schmecken wie dieses hier, dann ist das nichts als folgerichtig. Ich kann euch nur empfehlen, dies so bald wie möglich auszuprobieren.

Höre ich da jemanden Dukkah (?) seufzen? Nicht doch, ich verstehe zwar, dass euch das im ersten Moment arabisch vorkommt (ist es ja auch). Aber ich versichere euch, es ist sehr einfach selbst herzustellen! Haselnüsse, Pinienkerne, Koriander, Kreuzkümmel, Sesam und ein paar Pfefferkörner 2 – 3 Minuten in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die Nüsse und Pinienkerne grob zerkleinern und beiseite stellen.
Die Gewürze im Mörser fein zermahlen, dann mit dem Sesam, etwas Meersalz und den Nüssen vermischen – schon fertig!

Zutaten:
für 4 Personen als kleine Vorspeise

2 kleine Blumenkohl
0,5 dl Rapsöl, kaltgepresst
Meersalz, fein

Sesamjoghurt
180 gr griechischer Joghurt
40 gr Tahini (Sesampaste)
1/2 Bio-Zitrone, Abrieb
2 TL Dukkah (arabische Gewürzmischung
aus Kräutern, Nüssen und Gewürzen)

Kräuter-Schalotten-Chili-Vinaigrette
20 gr glatte Petersilie, fein gehackt
30 gr frischer Koriander, fein gehackt
1/2 Schalotte, fein gewürfelt
1 kleine Peperoncini, fein gehackt
0,5 dl Olivenöl «extra vergine»
1 Bio-Limette, Saft und Abrieb

Zubereitung:

1. Backofen auf 220° C vorheizen
2. den Blumenkohl von den Blättern befreien, mit dem Kopf nach unten in einem Topf mit gesalzenem Wasser 10 Minuten blanchieren, dann abtropfen lassen und mit 1 TL Meersalz und Rapsöl einreiben, im Ofen ca. 10-15 Minuten rösten
3. den griechischen Joghurt mit Tahini gut verrühren bis alles gleichmässig vermischt ist. Mit Zitronenabrieb und etwas Meersalz abschmecken
4. alle Zutaten für die Vinaigrette gut verrühren und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle und Meersalz abschmecken
5. Sesamjoghurt auf Teller verteilen, je einen halbierten Blumenkohlkopf darauf setzen und mit Vinaigrette umgiessen. Dukkah darüberstreuen

Quelle: Der Foodscout 🙂

Birnen-Chicorée-Scamorza Lasagne

Pasta, das neue Kochbuch von Anna Pearson hat mir einmal mehr den Weg gewiesen. Die Süsse der Birnen, das Bittere des Chicorée und das Cremige und Rauchige des Käses harmoniert wunderbar. Originell, anders, aber wirklich sehr fein. Auch die beste Ehefrau von allen war des Lobes voll.

Bei uns bekommt man Scamorza bereits beim Grossverteiler, also haltet Ausschau danach. Falls nicht, ersetzt ihr ihn halt mit Mozzarella.

Zutaten:
für 4 Personen

Scamorza

Pasta
140 gr Weizenruchmehl
60 gr Hartweizendunst
2 Eier

Füllung
700 gr Chicorée
Butter
Salz
0,5 dl Weisswein
400 gr Birnen
150 gr Scamorza

Béchamel
50 gr Butter
50 gr Mehl
6 dl Milch
1,5 dl Rahm
Salz und Pfeffer

50 gr Parmesan
1 Zweig Rosmarin
30 gr Pinienkerne
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. den Pastateig zubereiten
2. den Chicorée längs achteln. In einer grossen Bratpfanne etwas Butter schmelzen, den Chicorée dazugeben, salzen und ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, bis er etwas weich ist
3. mit dem Weisswein ablöschen, die Flüssigkeit kurz einkochen lassen
4. die Birnen schälen, halbieren, entkernen und in Scheiben schneiden. Den Scamorza reiben
5. Béchamel herstellen
6. 4 Lasagne-Blätter in der Grösse der Ofenform herstellen. In einem grossen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen, gut salzen. Die Teigblätter einzeln 30 Sekunden kochen, mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser abschrecken. Abgiessen, die Teigblätter auf ein sauberes Küchentuch legen und etwas trocken tupfen
7. den Ofen auf 190° C vorheizen
8. den Boden der Ofenform mit Butter einfetten, ein Lasagne-Blatt darauf legen. Einen Drittel des Chocorées, der Birnen und des Scamorza darauf verteilen, einen Fünftel der Béchamel daruf verteilen
9. Zweimal wiederholen. Das letzte Teigblatt auf die oberste Schicht der Füllung legen und mit der restlichen Béchamel (2/5) übergiessen. Den Parmesan reiben und darüberstreuen, die Rosmarinnadeln vom Zweig streifen und mit den Pinienkernen auf der Lasagne verteilen
10. die Lasagne ca. 35 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist. Mit Pfeffer bestreut servieren

Gegessen bei: Beat Caduff (Wine Loft, Zürich)

In den 90ern haben wir jedes Jahr eine ganze Woche lange Beat Caduff’s Leckereien und seinen schon damals legendären Weinkeller genossen. Arosa und das Hotel Anita waren damals gesetzt für unseren Skiurlaub. Aber obwohl es anderslautende Gerüchte gibt, hat es in Zürich eben mehr Zürcher als in Arosa und so stieg der passionierte Jäger (und Sammler) vor 20 Jahren hinunter und eröffnete seine Wine Loft.

Dass man dort so hervorragend isst, wie man trinkt, ist kein Gerücht, sondern eine Tatsache – hier der Beweis:

ANNA, Clos Dubreuil, St. Emilion 2015

Beat’s Empfehlung hat mich daran erinnert, dass Bordeaux Weine auch in der Fruchtphase ganz hervorragend schmecken können!

Eine Weinkarte gibt es übrigens nicht … dafür ist das ganze Restaurant unterkellert und beherbergt rund 3’000 feine bis grossartige Weine. Mein Weinfreak Herz schlägt da jedesmal höher 😀

Rohschinken, Süsskartoffelpürée
Tomatenessenz
Fasanenterrine

Entenleberterrine mit Eiswein Gelée

So legendär, wie grossartig 😀

… mit Brioche und Wittmann, Riesling Auslese 2011

Karotten-Ingwer Suppe

„Vitello“ tonnato vom Ormalinger Schwein

Lammkarree an Jus provençal, Safranrisotto und Mönchsbart

Canette Entenbrust auf Bohnen Cassoulet

Emmentaler Kalbskotlette an Rosmarinjus, Servietten-Knödel und zweierlei Karotten Sarda

Valrhona Schokoladenmousse mit Fleur de sel Caramelglace

Lauwarmer «Pure Venezuela» Valrhona-Schokoladenkuchen mit warmen Himbeeren und Vanille-Doppelrahm

Beat sucht Top Produkte in hervorragender Qualität und darüber zu diskutieren macht ihm immer grosse Freude, sowohl beim Wein, wie beim Essen. Und dafür, dass er uns damals deutsche Rieslinge (von trocken bis edelsüss) näher gebracht hat, gebührt ihm ein Riesen Dank. Da sollten wir wirklich öfters … 😉

Caduff’s Wine Loft
Kanzleistrasse 126
CH-8004 Zürich
Telefon: +41 (0)44 240 22 55

Nüsslisalat mit Onsen Ei

Liebe Freunde des guten Essens, ihr alle kennt den guten alten Nüsslisalat* … pssst, aber kennt ihr auch den Freiland Nüsslisalat, den man nicht beim Grossverteiler bekommt? Geht doch bitte, bitte mal auf den Markt und fragt danach. Ich kann nur sagen, der Geschmacks-Unterschied ist gewaltig.

Und dazu ein 1 Stunde bei 64° C gegartes Eigelb … Gourmet Herz, was willst Du mehr? 😀

*meine vielen Leser im nördlichen Nachbarland kennen ihn als Feldsalat und in Österreich heisst er Vogerlsalat. Aber auch Ackersalat, Mausohrsalat, Nüsschen, Nüssler, Schafmäulchen, Sonnewirbele und Rapunzel habe ich schon gelesen!

Zutaten:
für 4 Personen

2 Handvoll Freiland Nüsslisalat
4 frische Bio Eier
euer Lieblings Dressing
gemischte Kerne

Zubereitung:

1. den Salat schwimmend waschen und trocken schleudern
2. den Dampfgarer auf 64° C vorheizen und die Eier eine Stunde darin garen
3. in einer grossen Schüssel den Salat mit dem Dressing vermengen und in Teller schöpfen
4. die Eier vorsichtig schälen und das Eigelb vom glibbrigen Eiweiss befreien – das Eigelb auf den Salat setzen und mit den Kernen bestreuen

Pastrami Sandwich

BÄMM!

DAS ist ein Sandwich, oder nicht? 😉

Zutaten:
Dinner for one

2 Scheiben Ruchbrot
erstklassige Butter
Senf
120 gr Pastrami, dünn geschnitten
Pfeffer Frischkäse
eingelegte Senfkörner
Rucola (oder sonstiges Grünzeugs)

Zubereitung:

Naja, einfach irgendwie eins aufs andere und dann zudecken 😉