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Erdmandeln – Orxata

Wenn eine eine Reise macht, so kann sie was erzählen.

Die beste Ehefrau entschied sich, anlässlich einer Reise nach Valencia (ohne mich!!!), mir nicht nur davon zu erzählen, sondern auch noch etwas Originelles mitzubringen.

Ich hatte vorher noch nie von Orxatas gehört, aber sie insistierte, dass die hervorragend schmecken würden.

Weil sie aber getrocknet und somit steinhart sind, müssen sie erst ein paar Stunden in Wasser eingeweicht werden … aber dann, sie hat Recht (wie immer, würde sie sagen, was die Tatsachen natürlich völlig verdrehen würde 😉 ), schmecken sie wirklich gut.

Diese Erdmandeln, manchmal werden sie auch als Tigernüsse bezeichnet, schmecken nussig und leicht süss. Weil es aber keine Nüsse sind, sind sie auch für Allergiker geeignet. In Spanien macht man daraus auch eine Art Mandelmilch, die mit Eis im Sommer getrunken wird und sehr erfrischend sein soll.

Wir legen eine Handvoll am Mittag in Wasser ein und geniessen sie am Abend vor dem Essen als leichten Snack.

Poulet mit Mandarine

Der Klassiker von Geflügel und Früchte ist der Hit aus den 70ern des letzten Jahrhunderts – Riz Casimir. Ihr erinnert euch? Curryasauce aus dem Beutel, Fruchtsalat aus der Dose … schlimmer gings nimmer … 😉

Da fällt mir auf, eine moderne Version dieses Klassikers, natürlich mit selbstgemachter Currysauce und frischen Früchten, das habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr gekocht und auch noch nicht verbloggt. Die nächsten Gäste können sich auf etwas gefasst machen!

Aber heute gibt es eine schnell gemachte Poulet/Frucht Variante mit einer zwar nicht lokalen Frucht, aber zumindest ist sie saisongerecht. Nach einer Idee des sweet home Blog’s (online in diversen Schweizer Tages Zeitungen), der leider schon letzte Woche mit Frühlingsrezepten, u.a. mit Spargeln, aufwartete … tztztz … das gibt (nicht nur) von mir die gelbe Karte!

Zutaten:
für 2 Personen

2 Pouletschenkel (ich: Ribelmais)
2 Mandarinen, in Scheiben geschnitten
2 Schalotten, geviertelt
1/2 Fenchel, in Stücke geschnitten
1 Handvoll Rosinen (ich: weggelassen)
die abgeriebene Schale und den Saft von 2 Mandarinen
1/2 dl Weisswein
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Prise Zimt
1 TL Harissa
1/2 Peperoncino, fein gehackt
einige Zweiglein Thymian
2 EL Olivenöl

Ausserdem habe ich gleich noch ein paar geviertelte, festkochende Kartoffeln und eine Handvoll Datterini Tomaten dazugegeben.

Zubereitung:

1. Salz, Thymianblättchen, Knoblauch und Peperoncino in einem Mörser zu einer Paste zerstossen
2. Mandarinensaft, Olivenöl, Weisswein, Zimt und Harissa daruntermischen und in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten mischen
3. in einem Bräter im auf 200° C vorgeheizten Ofen ca 45 Minuten schmoren

Wenn ihr hungrig seid, empfiehlt es sich, frisches Brot dazu zu servieren, oder den Anteil Kartoffeln zu erhöhen.

Kurkuma Latte aka Golden Milk

Wisst ihr, was mich nervt?

Dieses Gedöns um Superfood und ähnliches. Natürlich haben einige dieser Lebensmittel nachgewiesenermassen ein höhere Konzentration an „gesunden“ Eigenschaften als andere. Doch ich will mich doch nicht von Acai- und Goji Beeren und Chia Samen ernähren, bis sie mir zu den Ohren rauskommen. Avocados sind zwar sehr gesund, doch auch sie haben wie fast alles, negative Seiten wie z.B. den enormen Wasserverbrauch, um nur einen Aspekt zu nennen.

Wenn dann aber die von mir sehr geschätzte Bloggerin Astrid (Arthurs Tochter kocht) schreibt: Ich habe tatsächlich meine Entzündungswerte bei chronischer Polyathritis unter der Langzeiteinnahme von Kurkuma signifikant senken können! (mehr dazu hier)

Da muss ich vielleicht über die Bücher und zumindest mal probieren, wie das schmeckt! Aber Kurkuma Latte, oder Golden Milk … da schüttelt es mich nur schon bei der Namensgebung! 😉

Zutaten:
für einen Kurkuma Latte

3 dl Bio Mandelmilch (oder Bio Vollmilch)
1 Stück Bio Kurkuma, ungeschält
1 Stück Ingwer, geschält
1 EL Ahorn Sirup (oder Honig)
1 Zimt Stange
schwarzer Pfeffer (ich: Kampot)
Zimtpulver

Zubereitung:

1. Kurkuma und Ingwer fein schneiden und mit der Milch im Mixer fein pürieren
2. zusammen mit dem Honig oder Maple Sirup und der Zimtstange erhitzen und 10 Minuten ziehen lassen
3. durch ein Sieb giessen, etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer unterrühren und mit Zimt garnieren

Hey! Daran könnte ich mich gewöhnen, das schmeckt wirklich ausgesprochen lecker!

gegessen bei: Stefan Heilemann (Restaurant Ecco, Zürich)

„Ein Geburtstag ist kein Grund, älter zu werden!“

Das Motto gefällt mir 😀

Aber ein Geburtstag ist ein guter Grund, wieder einmal fein essen zu gehen! Und so liess ich mich noch so gerne von der besten Ehefrau von allen in dieses Top Restaurant von Zürich einladen. Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass wir noch nie da waren, obwohl Stefan Heilemann schon seit Ende 2015 für das Ecco im Hotel Atlantis by Giardino in Zürich verantwortlich ist. Dieses selbst ist Teil des Dreigespanns Giardino, Ascona und Giardino Mountain, St. Moritz (nur im Winter).

Der Giardino Küche ist gemein, dass es immer etwas Mariniertes, etwas Knuspriges und einen klaren Säureakzent auf dem Teller hat. Und zu 90% wird auf die Stärkebeilage verzichtet. Dies hat natürlich zur Folge, dass es schwer ist, sich zu „überessen“ 🙂

Die vornehme Kühle der Restaurant Einrichtung bekommt durch die warme und sympathische Gästebetreung, in unserem Fall durch Cornelia und Manuel, einen schönen Gegenpol. Ganz zum Schluss durften wir sogar noch einen Blick in die Küche werfen, wo sieben Köche diese wunderschön angerichteten, sehr, sehr leckeren Köstlichkeiten für die Gäste zaubern.

Das fängt mit ein paar Grüssen aus der Küche an

Meeresfrüchte – Zwiebel – Wacholder

Gans – Spitzkohl – Lebercreme

Sardine – Estragon – Senf

Rettich – Avocado – Leinsamen

Hausbrot – Kresse – geräuchte Butter

… noch ein letzter Küchengruss,

dann geht es los mit den Vorspeisen

Bauch vom „Balfegó“ Thunfisch – pochierte Gillardeau Auster – Gurke – Yuzu

Nordsee Skrei – Topinambur – Bottarga – Sherryessig

Kaisergranat – Blumenkohl – Meeresalgen – Koriander

Jungschwein aus Ormalingen – Backe, Schulter und Bauch – Saubohnen – Chorizo

Die Hauptgänge

Muotathaler Kalb – Bries und Zunge – Steckrübe vom Eichhof – Périgord Trüffel

„Miéral“ Taube aus der Bresse – Brust und Keule – Haferwurzel – Fricktaler Hagebutte

bis dann war die Flasche schon beinahe geleert 😀

Sestalino 2014, Ses Talaioles, Mallorca

Das Pré Dessert

Macadamianuss – Sanddorn – Kakaobohne

Die Desserts

Felchlin „Cru Cube“ Schokolade 72% – Sauerampfer – Cox Orange Apfel

Preiselbeere von der Göschenenalp – Joghurt – Weizen

… und zu guter Letzt noch ein paar Kleinigkeiten vor dem Espresso 😉

Ecco Trüffel

Birne -schwarze Vanille – Pistazie

Mandarine & Kaffeeschokolade

Canelé – Tonkabohne – Passionsfrucht

Eine Top Küche, die sowohl die zwei Michelin Sterne, wie auch die 18 GaultMillau Punkte verdient. Wir haben den Abend sehr genossen.

5 Gang Menu 190
7 Gang Menu 220
9 Gang Menu 240

Hotel Atlantis by Giardino Restaurant Ecco
Döltschiweg 234
8055 Zürich
http://www.atlantisbygiardino.ch

Andere Foodblogger schreiben:
sternefresser
Harry’s Ding
Foodfreaks

Spinne

Das Spider Steak (Kalb/Rind) liegt – verantwortlich für die Bewegungen des Beckenboden – etwas versteckt und flach auf dem Schlossknochen im Hinterschinken. Es ist kurzfaserig, von zarter Textur, sehr saftig, stark marmoriert und daher perfekt zum Kurzbraten geeignet. Seinen Namen verdankt das Spider Steak seiner zarten Marmorierung, die an ein Spinnennetz erinnert. In Österreich wird dieser Cut von den Metzgern bei der sogenannten „Wiener Zerlegung“ gewonnen und hier – angesichts seiner netzartigen Struktur – jedoch Fledermaus genannt, in Süddeutschland Schalblattl. Das Pendant vom Schwein heisst Kachelfleisch.

Man sollte es nur kurz, aber scharf anbraten – es darf innen ruhig noch fast roh sein – dann schmeckt es am besten. Obwohl ich es diesmal etwas zu lange in der Pfanne liess, es hat hervorragend geschmeckt!

Zutaten:
für 2 Personen

1 Spinne, aka Fledermaus, aka Spider Steak (ca. 300 gr)
Salz und Pfeffer
Butter
Knoblauch
Rosmarin

Zubereitung:

1. das Fleisch (wie immer) eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen!
2. salzen, aber nicht pfeffern und 40 Minuten bei 80° C im Ofen vorgaren (oder wer mag und kann, darf das auch mit der sous vide Methode tun)
3. in der Grillpfanne scharf anbraten, ein grosszügiges Stück Butter zugeben, sowie einen Rosmarinzweig und eine angequetschte Knoblauchzehe und das Steak während ein paar Minuten arosieren (immer wieder mit der flüssigen Butter begiessen)
4. aus der Pfanne nehmen und im warmen Ofen einige Minuten ruhen lassen
5. mit Fleur de sel und frisch gemahlenem Pfeffer würzen

Dazu gab es bloss einen leichten Salat mit Datterini Tomaten, Gurke, Avocado und Koriander, angemacht mit Limettensaft, Oliven- und Sesamöl, Salz und Pfeffer.