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Gelbschwanzmakrelen Tatar

Als ich das erste Mal Gelbschwanzmakrele am Stück gekauft habe, er (der Fisch) wird übrigens auch als Kingfisch angeboten, war das Enhäuten und Entgräten ein ziemliches Gemetzel 😉

Dabei macht das der Fischhändler des Vertrauens mit seinen scharfen Messern erstens schneller und zweitens gern 😀 Fragen lohnt sich! Aber mittlerweile habe ich den Dreh raus und bekomme das auch hin (solange niemand zuschaut).

Und schmecken tut dieser Fisch ganz einfach wunderbar, siehe auch hier.

Zutaten:
für 4 Personen

300 gr Gelbschwanzmakrele, aka Kingfish
2 dl Buttermilch
1 Stück Ingwer, ca. 4 cm
1 Knoblauchzehe
ein paar Koriander Stängel
Kräuteröl
Zwiebelöl
geröstetes Sesamöl
1 kleine rote Chilischote
1 Limette, Saft und etwas Abrieb
1 kleine Snackgurke
2 EL Jasmin Reis

Zubereitung:

1. den Reis in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis er etwas Farbe annimmt – auskühlen lassen
2. Buttermilch mit Ingwerstücken, Knoblauchstücken und Korianderstängeln etwa zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen
3. den Fisch enthäuten und entgräten, dann in kleine Würfel schneiden. Mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken und etwas Limettensaft und -abrieb, fein geschnittene Chili und Sesamöl dazugeben
4. das Tatar mit Hilfe eines Rings in die Mitte von kalten Tellern setzen, die Buttermilch leicht salzen und pfeffern und das Tatar damit umgiessen
5. Kräuter- und Zwiebelöl dazugiessen und mit einem Löffel leicht verrühren, mit dem gerösteten, knusprigen Reis bestreuen

Marinierte Aprikose mit Rohschinken

Melone mit Rohschinken ist ein alter Sommer Klassiker. Und wie jener steht und fällt der Erfolg auch bei diesem Rezept mit der Qualität der Zutaten.

Die Aprikosen müssen reif, aber nicht zu weich sein. Und beim Schinken solltet ihr kurz leer schlucken, wenn ihr den Kilopreis anschaut. Aber für ein Amuse geule wie dieses braucht es ja höchstens eine halbe Tranche der hauchdünn geschnittenen Köstlichkeit 😉

Zutaten:
für 4 Personen

1 reife Aprikose
4 hauchdünne Tranchen Rohschinken
Olivenöl
wenig Fleur de sel
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Limettenabrieb

Zubereitung:

1. die Aprikose in dünne Spalten schneiden und 20 Minuten mit etwas Olivenöl, schwarzem Pfeffer und Limettenabrieb marinieren
2. nur Salz zufügen, falls der Schinken nur wenig salzig ist
3. die Aprikosen Spalten mit Schinken umwickeln und auf Amuse geule Löffeln servieren (oder auch auf einem Teller!)

Das Blind Date Menü

Eigentlich hätte Jasmin wegen diesem Beitrag eine Pizza im Restaurant Le Rendez-vous gewonnen. Infolge der riesigen Verspätung habe ich dann ein Downgrade zu uns nach Hause offeriert 😉

Ich darf auszugsweise aus ihrem Merci Kärtchen (vorab geschrieben) zitieren: … Social Media hat die eigenartige Fähigkeit, ohne dass man sich kennt, einem das Gefühl zu geben, schon lange im Leben anderer präsent zu sein.
Manchmal ist diese Verbundenheit jedoch nicht nur SM geschuldet, sondern resultiert eher aus einem verstanden sein und einer Vertrautheit heraus. Ja, und das sogar beim Lesen von Rezepten 😉 …!

Das erging uns ganz ähnlich und wir wussten, wer soviel gute Bücher liest wie Jasmin und so mit Worten umgehen kann, mit dem wird es bestimmt einen spannenden und unterhaltsamen Abend geben.

Danke Jasmin, gerne wieder!

Amuse geule: marinierte Aprikose mit Rohschinken

Gelbschwanzmakrelen Tatar mit Buttermilch und geröstetem Reis

Yuzu Tortellini mit Nussbutter, Salbei und Pinienkernen

Kalbsnierchen in Senfsauce mit Risotto

Der lieberlecker Klassiker: Cheesecake mit Himbeeren

Der Weisse, Assemblage, Lienhard & Vögeli, 2019
Erbacher Marcobrunn, Grosses Gewächs, Freiherr Langwerth von Simmern, 2015
Gran Risavier, Klausener, Merlot, Ticino, 2010
Kiedricher Gräfenberg, Riesling Auslese, Weingut Robert Weil, 2013

Cashew Dörrtomaten Pesto

Wer hier mitliest weiss, dass die meiner Meinung nach besten Cashew Nüsse von einem Hilfsprojekt in Bali stammen. Der Verein Zukunft für Kinder hat in der Gegend von Muntigunung dafür gesorgt, dass 35 Dörfer ganzjährig Zugang zu mindestens 25 Liter Wasser pro Person und Tag haben. Des weiteren werden Arbeitsplätze geschaffen, sei es als Guides für ein Trekking oder eben auch durch Ernten und Verarbeiten von Cashew Nüssen.

Weil der Absatz in Bali wegen fehlender Touristen zum Erliegen kam, wird der Verkauf in der Schweiz umso wichtiger!

Nichtsdestotrotz habe ich für dieses Rezept auf günstigere Cashews gesetzt. Erstens weil uns die Muntigunung Cashews ausgegangen waren und zweitens, weil ich sie lieber pur geniesse … und die Konkurrenz darf ja auch leben 😉

Zutaten:

100 gr Cashew Nüsse
50 gr Dörrtomaten (weiche)
100 gr Frischkäse (ich: Cantadou Quatre Poivre)
1 TL Zitronensaft
1 TL Colatura di alici
1/2 TL Yuzu Kosho
Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. die Cashews im Ofen bei 150° C 10 Minuten rösten und dann auskühlen lassen
2. alle Zutaten in den Mixer geben und pürieren, Olivenöl zufügen, bis die Konsistenz cremig weich ist

Mit Crackern servieren

Zitronenmousse

Ich weiss, hier in der Schweiz ist es alles andere als sommerlich und ihr bekommt eher langsam Lust auf Raclette oder Gerstensuppe. Und jetzt will ich euch mit einer Zitronenmousse verführen. Tja, ich glaube halt an die Jahreszeiten und ich bin sowas von sicher, der Sommer kommt noch. Also legt euch dieses Rezept auf die Seite und erinnert euch dran, wenn ihr euch über die Hitze im August beklagt.

Super leicht, extrem erfrischend und nicht sonderlich kompliziert in der Herstellung – grossartig!

Und wem habe ich zu danken? Wieder einmal dem Foodscout 😀

Zutaten:
für 4 Personen

90 gr Zucker
2 unbehandelte (Bio) Zitronen, abgeriebene Schale
1 Ei
0,4 dl Zitronensaft
1 1/2 Blatt Gelatine
2 Eiweiss
80 gr Philadelphia Cream Cheese
2 EL Crème fraîche
frische Früchte oder Beeren, nach Belieben

Zubereitung:

1. in einem Topf Wasser aufkochen. 80 gr Zucker mit der Zitronenschale und dem Ei in einer hitzebeständigen Schüssel gründlich verrürhren. Die Schüssel auf den Topf mit dem kochenden Wasser setzen und einige Minuten rühren, bis die Masse dicker wird. Abkühlen lassen und einige Minuten in den Tiefkühler (oder in den Schnee auf dem Balkon) stellen
2. den Zitronensaft in einem kleinen Topf erwärmen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, dann gut ausdrücken und im warmen Zitronensaft auflösen. Die Mischung zur Seite stellen
3. die Eiweisse mit 30 gr Zucker ebenfalls in einer hitzebeständigen Schüssel auf den Topf mit dem kochenden Wasser setzen. Einige Minuten rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Auskühlen lassen und dann steif schlagen
4. den Frischkäse und die Crème fraîche in einer Schüssel verrühren, bis die Masse glatt ist. Die Basismischung aus dem Tiefkühler nehmen und dazurühren. Anschliessend den Zitronensaft-Gelatine-Mix unterrühren und zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben
5. in kleine Gläser oder Förmchen füllen und 2-3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen