Skip to content

Gegessen bei: i dä Stubä

kultig eingerichtet

kultig eingerichtet

Erstmals hat mich mein Bruder dahin-“geschleppt” … und ich dachte: Was ist das denn für eine Räuberhöhle :-)

Der zweite Gedanke war dann aber bereits: Das ist ja richtig cool und kultig hier!

Restlos überzeugt hat dann aber das, was auf dem Teller daherkam. Ein wunderbar zartes und saftiges Steak Sandwich, ein hervorragender Pulled Pork Burger, Chicken Teriyaki Sandwich.

Das Fleisch für das Steak Sandwich wird 24 Stunden sous-vide gegart und mit einer speziellen, feinen Sauce in ein knuspriges Ciabatta Brot gelegt. Ich habe selten ein derart gutes Steak Sandwich gegessen!

Bei uns im Büro gibt es dafür ein in diesem Zusammenhang gerechtfertigtes, geflügeltes Wort: WÄLTKLASS :D

THE Steak Sandwich

THE Steak Sandwich

Der Burger mit Pulled Pork steht dem nicht nach und schmeckt ebenfalls hervorragend! :-)

Pulled Pork Burger

Pulled Pork Burger

Country Fries

Country Fries

Stubä08

Restaurant Stubä

Auch empfohlen hier und hier.

Seeteufel Curry mit Früchten

_DSC1612

Ich weiss, dass ich erst jetzt den Karfreitags Hauptgang poste ist alles andere als optimal. Vor allem weil da zwei sehr coole Kids dabei waren, die jetzt lange auf diesen Beitrag warten mussten ;-)

Hey Luca und Liana, schön wart ihr bei uns :D (die gebratenen Mini Bananen waren fein und süss, gell)

Aber ihr wart ja vorgewarnt, dass es etwas dauern würde, weil noch so einiges Unverbloggtes in der Warteschlaufe kreiste.

Karfreitag ist für uns meist ein sehr traditioneller Tag. Gäste zum Lunch, kein Fleisch und am Nachmittag spielen. Das sind die Eckpunkte, die sich über die Jahre so eingebürgert haben. Ab und zu versuche ich, das eine oder andere zu umgehen. Aber da beisse ich bei der besten Ehefrau von allen auf Granit. Vor allem die zweite Regel (mehr traditions- als religionsbedingt) ist unumstösslich, nicht mal ein saftiges Stück Hamme zu den ebenfalls traditionellen Spargeln darf es geben. Aber eben: “Gschäch nüüt Schlimmers!” :-)

Gespielt haben wir übrigens Ogallala.

Zutaten:
für 4 Personen

Curry
600 gr Seeteufel
Salz und Pfeffer
4 dl Gemüse- oder Hühnerfond
3 dl Rahm (oder Kokosmilch)
2 Zitronengras Stängel
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
0,5 dl Noilly Prat (oder trockenen Sherry)
2 EL Curry Mischung
1 TL Koriander Körner, gemörsert
1 TL Kurkuma
1 kleine Dose gehackte Tomaten
Koriander, gehackt (nach Belieben)

gebratene Früchte
Bananen
Ananas
und weitere nach Belieben

Zubereitung:

1. den Seeteufel von den grauen Häutchen und verfärbten Stellen befreien und in fingerdicke, 3 cm lange Streifen schneiden
2. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in grobe Stücke schneiden und mit dem Noilly Ptrat zu einem Püree mixen
3. Fond und Rahm zusammen mit den angequetschten Zitronengras Stängeln auf die Hälfte einköcheln lassen, dann die Stängel entfernen
4. etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die mit Salz und Pfeffer gewürzten Fischstücke anbraten und anschliessend warmstellen (der Fisch soll noch nicht durch sein)
5. die Bratpfanne auswischen und nochmals etwas Öl erhitzen. Die Zwiebelpaste darin anrösten, bis sie sich zu verfärben beginnt. Dann Koriander, Kurkuma und Curry Mischung zufügen und dünsten bis alles fein duftet
6. die Tomaten beifügen und 5 Minuten köcheln lassen
7. den Fisch beifügen, auf kleinstes Feuer stellen und zugedeckt noch ein paar Minuten ziehen lassen

Mit Parfüm- oder Jasminreis servieren

_DSC1610

Fave – oder das Missverhältnis von Aufwand und Ertrag

eine Kiste Fave

eine Kiste Fave

dicke, oder Saubohnen

dicke, oder Saubohnen

hier das Innenleben

hier das Innenleben

einmal schälen ...

einmal schälen …

... dann kochen und nochmals schälen !

… dann kochen und nochmals schälen !

Von 3 kg Fave bleiben 500 gr netto übrig :-(

Saubohne ist eigentlich schon der passende Ausdruck, denn es gibt saumässig viel Arbeit, saumässig viel Abfall … und das Endprodukt schmeckt saumässig gut :-)

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!
Seidel, Heinrich (1842-1906)

… und da gehören Fave einfach dazu :-)

Diese 500 gr habe ich gleich mal eingefroren, aber sie werden bestimmt bald wieder auftauchen.

Rezension: “kräuter” von Tanja Grandits

_DSC1584

Mittlerweile ist Tanja Grandits aus dem Restaurant Stucki ja schon ziemlich bekannt.

Meinen Besuch bei ihr im Februar 2014 habe ich immer noch in sehr guter Erinnerung.

Das Buch 🌿 kräuter 🌱 ist nach ihrem eigenen Vorwort und einer schönen Einleitung von Christian Seiler in 2 Hauptteile gegliedert: Eine Beschreibung der verschiedenen Kräuterarten (milde, süsse, zitrusartige saure, anisartige, bittere herbe, würzige und Blüten) und dann die Rezepte (Aperitif, Salat, Suppe, Fisch, Fleisch, Vegetarisch, Dessert, Gebäck, Getränke und Basics).

Dazu Tipps zu den Themen Ernten, Waschen, Verarbeiten, Aufbewahren und Konservieren.

Ausserdem lernt ihr natürlich Kräuter kennen, von denen ihr entweder noch nie gehört habt, oder die ihr in den Zutatenlisten von anderen Blogs gelesen habt. Dazu gehörten für mich Mitsuba, Gartenmelde, Pandanblätter, Ysop und natürlich, dass es ausser Pfeffer-Minze noch 11 (!) andere Minz Arten gibt.

Wer das Vorgängerbuch gewürze kennt, weiss, was ihn erwartet: Ein tolles Buch mit sehr schön fotografierten Rezepten.

Daraus gekocht habe ich schon

Randen Suppe mit Kokos Chutney
Karotten Passionsfrucht Salat mit Ajowan
und
Pistazien Polenta mit Estragon Öl

Will ich etwas spitzfindig sein, finde ich folgende Kritikpunkte:
– es ärgert mich immer ein wenig, wenn ich auf dem Bild Zutaten finde, die in der Zutatenliste nicht aufgeführt werden (Seite 114/115)
– weshalb haben einige Fleischgerichte 150 gr Portionen und andere 250 gr?
– wieso soll ich 3 Kalbssteaks à 220 gr für 4 Personen verwenden?

Aber das ist wirklich Gejammer auf hohem Niveau. Insgesamt finden sich sehr viele, gluschtige Rezepte, diese sind verständlich geschrieben und sie decken ein grosses Spektrum zwischen sehr einfach und ziemlich aufwändig ab. Kaufempfehlung :mrgreen: !

kräuter ist (wohl zu Recht) der aktuelle Topseller aus dem AT Verlag in der Rubrik Kochen & Geniessen. Ich danke dem Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

_DSC1585

Pistazien Polenta mit Estragon Öl

_DSC1580

Vielleicht denkt ihr jetzt, da hat der Herr Lieberlecker aber etwas im Titel vergessen! Nämlich den Gitzischlegel und die frühlingshafte, grüne Gemüsemischung.

Ja, diese beiden waren eine wunderbare Ergänzung zu der hervorragenden Polenta. Denn diese ist wirklich sehr speziell und speziell gut … fand ich. Deshalb habe ich sie zur Hauptdarstellerin befördert und finde, das hat sie sich redlich verdient. Wenn ihr jetzt nicht die grossen Polenta Fans seid, gebt diesem Rezept eine Chance, es lohnt sich.

Es ist übrigens ein weiteres Rezept aus dem neuen Kochbuch von Tanja Grandits namens kräuter. Am Sonntag gibt’s dann die Rezension zum Buch :-)

Und dann noch ein Wort zum Estragon Öl: Hammer, bzw. 🔨 ! ;-) Das gibt dem Ganzen noch einen unglaublich feinen und aromatischen Frischekick. Das ist definitv nicht das letzte Kräuteröl, das ich selber mache, versprochen. Ich habe dafür auch extra einen Melitta Kaffee Filter gekauft (bzw. eine Schachtel mit 40 Stück)!

Zutaten:
für 4 Personen

Polenta
4,5 dl Milch
3 dl Selleriesaft (ich: 1/2 Sellerie, gekocht und püriert)
60 gr Butter
150 gr Maisgriess
30 gr Parmesan
80 gr Pistazien, fein gehackt
5 EL Petersilien-Walnuss Pesto

Petersilien-Walnuss Pesto
150 gr Petersilienblätter
40 gr Walnüsse
0,5 dl Walnussöl
1 dl Sonnenblumenöl
2 Prisen Salz
1 Prise Zucker
1 Prise Nelkenpulver

Estragon Öl
200 gr Estragon
1,2 dl Sonnenblumenöl
1,2 dl Olivenöl

Zubereitung:

Polenta
1. die Milch zusammen mit dem Selleriesaft und Butter aufkochen, den Maisgriess zugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen
2. mit Salz und Pfeffer abschmecken und die restlichen Zutaten unterrühren

Petersilien-Walnuss Pesto
1. die Petersilie in kochendem Salzwasser kurz blanchieren und kalt abschrecken
2. in einem Küchentuch gut ausdrücken und mit den restlichen Zutaten fein mixen

Dieses Pesto passt auch wunderbar zu Gnocchi oder Pasta.

Estragon Öl
1. die Blätter blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und mit einem Geschirrtuch gut auspressen
2. beide Öle auf 60° C erwärmen und mit den Blättern 5 Minuten mixen
3. das Öl über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag durch einen Kaffeefilter giessen

Grüne Öle (man kann auch Minze, Petersilie oder Basilikum verwenden) sind toll für Salate, Pasta, Fisch und Gemüsegerichte. Anstelle von normalem Öl bringen sie neben Frische und Aroma auch noch Farbe ins Essen.

_DSC1582

In meinem Frühlingsgemüse hat es Fave und Mönchsbart. Ich finde die Farbe von Fave (dicke Bohnen, Saubohnen) sowas von frühlingshaft, mehr geht nicht. Aber mein Fehler war, die beste Ehefrau von allen die 1,4 kg puhlen zu lassen … “she was not amused” ;-) Aus 1,4 kg Fave ergeben sich 4 Portiönchen wie auf dem Bild, also ein total mieses Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag … eigentlich! Aber Farbe und Geschmack entschädigen!

Mehr zu Fave nächste Woche!

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 510 Followern an