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Gegessen bei: Albert Adrìa (Restaurant Pakta, Barcelona)

Nachdem ich es verpasst hatte, jemals bei Ferran Adrìa in seinem Restaurant elBulli zu essen, liess ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, bei seinem Bruder Albert vorbeizuschauen. Dies insbesondere, da chezuli und der Sternefresser schon sehr davon geschwärmt hatten 🙂

Allerdings müssen wir neben Albert Adrìa auch Kioko Ii aus Japan und Jorge Muñoz aus Peru erwähnen, die entscheidend mithelfen, das Konzept von japanisch-peruanischer Fusions-Küche zu verwirklichen – und das gelingt ganz grandios!

weisser Spargel Dashi, Kumquat gefüllt und Avocado Knusper

Yuzu und Melonen Pisco Sour

Seeigel mit weisser Soya Sauce

Seeigel Nigiri mit Dashi Shoju

Seegurken Nigiri mit Ume Shoyu und grünem Shiso

geräuchte Makrele mit „Ají Amarillo“, Koriander Luft und Nori Pulver

Seeteufel Leber in Zitrus Fond

Maresme Erbsen mit Erbsen Sauce und Ollucos

weisser Spargel

Chilcano (Fischsuppe) Japanese Style

Süsskartoffel mit „Ají“

Corvina Ceviche mit Kumquat Tigermilch

Palamós Krevetten Toast

„Rubia gallega“ Rinds Tataki mit Kartoffel Chips und Ponzu Sauce

King Crab Causa mit Rocoto „Acevichada“ Sauce

Kimchi Maki Causa mit Oktopus und Kalamata Oliven Mayonnaise

Rindszunge mit „Ají Panca“ Sauce

Knuspriges Cornet mit Tuna Bauch

Meeres Anemonen Tempura mit Wong Kung Sauce

Artischocken mit „Escabeche“ Sauce

Wachtel vom Grill

Wachtel, Reis und „Curry“

Soja Flan mit Passionsfrucht

ja – ausgeleckt!

Pakta „chocoteja“

peruanische Schokolade

Luftgetrocknete Kaki

Ich weiss, ich wiederhole mich, aber es war wirklich ganz grosses Kino! 😀 Das Pakta serviert alles andere als eine gewöhnliche Küche, aber uns hat es mehr als gefallen!

Restaurant PAKTA
website
Carrer Lleida, 5
E-08004 Barcelona
Tel. +34 93 624 01 77 (Reservationen)

Rhabarber Trifle

Trifle ist eine englische Süssspeise aus mehreren Schichten Custard, Obst oder Marmelade, Biskuitkuchen und (geschlagenem) Rahm. Der Biskuit wird im Allgemeinen mit Alkohol getränkt (Port, süßem Sherry, Madeira oder auch Weisswein). Soweit die Wikipedia Erklärung.

Mich erinnert es aber auch irgendwie an ein Tiramisu, also schauen wir doch einfach einmal, was passiert, wenn sich die beiden ein bisschen näherkommen 😉

Zutaten:
für 4 Personen

500 g Rhabarber
1 Päckchen Vanillezucker
ca. 80 gr Zucker
100 gr Crème fraîche
180 gr griechischer Joghurt
40 gr Puderzucker
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
1 dl Rahm, steifgeschlagen
1 Eiweiss, steifgeschlagen
4–6 EL Orangensaft
2 EL Grand Marnier (o.ä.)
16 Löffelbiskuits
1–2 EL gehackte Pistazien

Zubereitung:

1. Rhabarber putzen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit ein paar EL Wasser und dem Zucker aufkochen und auf kleiner Flamme weichköcheln. Auskühlen lassen und pürieren
2. Crème fraîche, Joghurt, Puderzucker und Zitronenabrieb verrühren und vorsichtig erst die eine Hälfte von Rahm und Eiweiss und dann die andere Hälfte unterheben
3. Orangensaft und Grand Marnier (oder z.B. Cointreau) mischen. Den Boden einer Glasschüssel mit Löffelbiskuits auslegen, oder, falls Portionengläser verwendet werden, die Biskuits zerbrechen und mit Orangensaft/Likör beträufeln
4. die Hälfte vom Rhabarbermus darauf verteilen, dann eine Schicht Joghurtcreme und nochmals das Ganze von vorne
5. mit Rhabarberstücken und Chips, sowie Pistazien dekorieren

getrocknete Rhabarber Chips
2 dl Wasser
150 gr Zucker
5 Stangen Rhabarber

1. den Rhabarber mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden
2. das Wasser mit dem Zucker einmal aufkochen und dann über den Rhabarber giessen und 3 – 5 Minuten ziehen lassen
3. dann die Rhabarber-Streifen herausnehmen, grob abtrocknen und auf einem Backblech bzw. Einschüben für einen Dehydrator verteilen. Die Streifen dürfen nicht übereinander liegen. Die Streifen im Ofen bei 50° C über Nacht (12 – 16 Stunden) trocknen, dabei die Ofentür einen Spalt offenlassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann – lufdicht verpacken aber trotzdem lieber innert 2 Tagen verbrauchen (Quelle: Oliver)

Puure Hamme Chääs Iiklämmts

Den des schweizerdeutschen Alpendialekts nicht mächtigen sei erklärt, dass Puure Hamme Bauernschinken, in diesem Fall aus dem Emmental, ist. Chääs ist eigentlich einfach Käse, für dieses Sandwich war aber natürlich nur bester Alpkäse gut genug. Und ein „Eingeklemmtes“, oder eben schweizerdeutsch „Iiklämmts“ ist ein Synonym für ein Sandwich. Na, so schwierig war das doch gar nicht und das nachbasteln ebensowenig 😀

Heute in 12 Stunden, d.h. abends um sechs Uhr, wird übrigens in Zürich auf dem Sechseläutenplatz (zwischen Bellevue und Opernhaus) der Böögg verbrannt. Mit dem Verbrennen dieser Schnemann ähnlichen Puppe wird der Winter mit grossem Getöse vertrieben, denn der Böögg ist mit verschiedenen Sprengkörpern gefüllt. Gemäss dem alten Brauch gilt, je schneller der Kopf explodiert, desto grossartiger wird der Sommer 😉

Mehr zu dieser Zürcher Eigenart gibt es bei Wikipedia

Zutaten:
für 1 Person

1 Bürli
2 Scheiben Bauernschinken (Puure Hamme)
2 Scheiben Alpkäse (ich: Glarner)
Rucola
Senf
Harissa
eingelegte Senfkörner
Gelbfieber aka Mata Gringo von Marco

Zubereitung:

Da sollten die beiden Bilder Inspiration genug sein 😉

Spaghetti mit Salsicce und Catalogna

Ja, der Catalogna war noch nicht ganz aufgebraucht, aber er hält sich im Kühlschrank auch erstaunlich gut. Und dass er (?) sich zu Pasta gut macht wissen wir ja 😉

Dsa ist übrigens die gelingsicherste Methode, selbst Fleischbällchen oder Hacktätschli oder Fleischlaberl herzustellen. Eine handwerklich gut gemachte, fertige Wurst aus der Hülle zu drücken und von Hand in die gewünschte Form zu bringen! 😀

Zutaten:
für 2 Personen

2 Salsicce à ca. 100 gr
200 gr Spaghetti
1 Handvoll Catalogna (Blätter
und Herzen = Puntarelle)
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Peproncino

Zubereitung:

1. grob gestückelte Knoblauchzehe und Peperoncino in Olivenöl anziehen, so dass das Olivenöl aromatisiert wird, dann Knoblauch und Peperoncino entfernen
2. erst die geschnittenen Puntarelle Stücke im Olivenöl braten und etwas später die Catalognablätter zufügen, wenn alles gar ist herausnehmen und warmstellen
3. die Spaghetti nach Packungsanleitung in viel kochendem Salzwasser al dente kochen
4. gleichzeitig die Salsicce Masse aus der Wurst drucken und kleine Bällchen formen, diese im verbliebenen Olivenöl braten
5. die Spaghetti tropfnass zu den Fleischbällchen geben und das Genmüse untermischen. Alles zusammen noch 2 Minuten köcheln, so dass sich Öl, Fett, Gemüsesaft und Spaghettikochwasser zu einer sämigen Sauce verbinden

Crevetten Tätschli – #wir retten, was zu retten ist

Die muntere Facebookgruppe #wirrettenwaszurettenist hat sich wieder zusammengefunden und rettet heute Fleischlaberl, Buletten, Fleischpflanzerl, Frikadellen und Konsorten. Und ich habe mich für die Konsorten entschieden – Krevetten Buletten so quasi 😉

Die Köpfe hinter dieser lobenswerten Aktion sind übrigens Sina und Susi – ❤ lichen Dank!

retten

Denn wenn ich, was wir in der Schweiz auch gerne Tätschli nennen, ratzfatz selber mache, dann weiss ich, was drin ist. Mein Körper braucht schliesslich keine Lebensmittelzusatzstoffe, da wird mir ja oft nur schon vom Lesen schlecht. Aber jetzt mal ganz unter uns, von Foodblogger zu Foodblog LeserIn, kauftst Du wirklich so Fertigzeugs? Und wenn ja, warum?

Gebt euch einen Ruck und probiert das Selbermachen aus, schwierig oder zeitaufwändig ist es nämlich wirklich nicht. Dafür schmackhafter, gesünder und sehr befriedigend.

Die klassischen Hacktätschli macht man ja aus Rindshackfleisch oder ähnlichem, aber auch mit Shrimps oder Fisch geht das ziemlich gut.

Zutaten:
als Vorspeise für 4 Personen

300 gr Shrimps, ungekocht, geschält
1 Ei
1 kleine Knoblauchzehe, gepresst
1 Schalotte, fein gehackt
2 EL Panko*
1 EL Korianderblätter
ein paar Minze Blätter
1/4 rote Peperoni in Brunoise geschnitten
Salz und schwarzer Pfeffer
Erbsen (TK)
Lauch, den hellen Teil
1 dl Gemüsefond
Olivenöl

Zubereitung:

Tätschli, aka Burger
1. ein Drittel der Shrimps in grobe Stücke schneiden, das zweite Drittel fein schneiden (Brunoise) und
2. die restlichen Shrimps im Mixer mit Ei, Knoblauch, Schalotte, sowie etwas Salz und Pfeffer pürieren
3. das Püree in ein Schüssel geben, die fein geschnittenen Kräuter und das Panko untermischen (*Paniermehl kann ev. als Ersatz genommen werden)
4. jetzt die restlichen Shrimps, sowie die Peperoniwürfel untermischen
5. zu kleinen Burgern formen, etwas flachdrücken und kühlstellen
6. in wenig Öl in einer beschichteten Pfanne braten

Gemüse
1. den Ofen auf 160° C vorheizen
2. den Boden einer Auflaufform mit tiefgefrorenen Erbsen bedecken und dazwischen ein Dutzend Lauchstücke stellen (diese mit etwas Olivenöl beträufeln)
3. den Gemüsefond dazugiessen, salzen und pfeffern und einen Minzzweig dazulegen (die Erbsen sollten gerade knapp mit Flüssigkeit bedeckt sein)
4. nach einer halben Stunde die Erbsen ein bisschen aufmischen, so dass sie oben nicht antrocknen – der Lauch hingegen darf oben etwas Farbe annehmen (karamellisieren)

Diese Menge hat übrigens für 8 + 1 Tätschli gereicht, das eine extra habe ich gebraucht, um zu prüfen, ob sie schon gar sind.

Und hier die Vorschläge meiner Mitretterinnen, denn heute bin ich wieder einmal Hahn im Korb 😀

auchwas Frikadellen orientalisch
Brittas Kochbuch Vegane Pilzfrikadellen
Cakes Cookies and more Hacktätschli aus dem Backofen mit buntem Ofengemüse
CorumBlog 2.0 Lamm-Frikadellen
genial-lecker Fischbuletten
German Abendbrot Hackfleischbällchen in Biersoße
giftigeblonde Faschierte Laberl am Spieß
Katha kocht! Nudelpfanne mit buntem Gemüse und Geflügelhackbällchen
Karambakarinaswelt Fischfrikadellen mit Dip „a la Remoulade“
Leberkassemmel und mehr Fleischpflanzerl Dry Aged, überbacken mit Käse und Bacon
Madam Rote Rübe Hausgemachte Apfel-Grünkernbratlinge zu Lauch-Pasta
magentratzerl Pastinakenlaibchen
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Unser Meating Vegetarische Fleischküchle