Skip to content

Wie aus Resten eine Montagsschweinerei wird

_DSC1589

”Montagsschweinereien”

Am Montag Abend finde ich immer so einiges im Kühlschrank, was am Wochenende nicht gebraucht wurde. Diesmal gestaltete sich die Suche aber arg schwierig, denn für einmal hatte ich mit Liste und nicht hungrig eingekauft. Dies hat immer zur Folge, dass es wenig bis keine Resten gibt …

… aber halt! Was ist das da hinten in der Ecke? Speckwürfel. Ein halbes Pack, vakuumiert … und ziemlich über das Haltbarkeitsdatum hinaus! :-(

Aber wir wissen ja mittlerweile, diese Daten sind mit Vorsicht zu geniessen, denn es handelt sich dabei vor allem um ein mindestens haltbar bis – Datum! Und nicht wie viele meinen, um ein nach diesem Datum kann man das nicht mehr essen – Datum!

Gut, diese Speckwürfel waren also 2 Wochen über dieses Datum – ergo muss geprüft werden! Mit Augen (Aussehen tadellos) und Nase (Pack auf und daran riechen – alles im grünen Bereich :mrgreen: ), deshalb war die Entscheidung rasch gefällt: Wird noch gebraucht!

Ich hab’s sowohl nicht bereut, wie auch überlebt! ;-)

Zutaten:
für 1 Person

100 gr Pasta (ich: Penne)
50 gr Speckwürfel
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 dl Rahm
1 EL Harissa
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Petersilie, gehackt

Zubereitung:

1. die Speckwürfel in etwas Olivenöl langsam braten
2. wenn die Speckwürfel schon ein bisschen knusprig aussehen, Zwiebel und Knoblauch dazugeben, ab und zu rühren
3. Rahm und Harissa zugeben und auf kleiner Hitze einköcheln lassen
4. die Pasta in sprudelndem, gesalzenem Wasser nach Packungsanleitung kochen, Wasser abschütten und zur Sauce geben
5. gut mischen und nochmals kurz abschmecken, mit gehackter Petersilie bestreuen und den Montagabend genüsslich ausklingen lassen :-)

_DSC1590

Dashi

_DSC1548

Dashi, die japanische Brühe aus Kombu und Fischflocken ist DIE wichtigste Zutat in der japanischen Küche – Punkt!

Diese leichte Brühe aus Kombu (Seetang) und Bonito-Flocken ist ganz hell und hat einen sehr hohen Gehalt an natürlichem MonoSodiumGlutamat (Umami, dem 5. Geschmack nebst süss, salzig, bitter und sauer). Mit diesem natürlichen Geschmacksverstärker werden die Aromen der anderen Beilagen hervorgehoben und Verwendung findet diese Dashi Version (Ichiban) vor allem in Suppen.

Eine schöne Anleitung gibt es hier (in englisch).

Kombu Algen habe ich im Asialaden an der Feldstrasse 24 (Zürich) gefunden und die Bonitoflocken bei meiner Japanquelle Shinwazen.

_DSC1547Zutaten:

ein Stück Kombu (10 gr)
eine Handvoll Bonito Flocken (20 gr)
1 Liter Wasser

ausserdem
Sojasauce
Salz
Mirin

damit habe ich dann diese Suppe hier gewürzt und mit Udon Nudeln, Pouletfleisch, Shitake Pilzen, Sojabohnensprossen, Ingwer und Frühlingszwiebeln ergänzt. Und diese Suppe hat hervorragend geschmeckt.

Zubereitung:

1. das Algenstück in frisches Wasser legen und langsam erhitzen und dann nur leicht köcheln lassen
2. wenn das Algenstück weich ist, hat es den Geschmack ans Wasser abgegeben
3. die Bonito-Flocken zufügen, aufkochen und die Hitze sofort ausschalten
4. die Dashi (-Brühe) ist fertig, wenn die Bonito-Flocken zu Boden gesunken sind
5. durch sehr feines Sieb (oder durch ein Mull Tuch) giessen, die Flocken dabei nicht auspressen

Jetzt haben wir Ichiban Dashi, quasi die beste Variante.

Die Fischflocken und Kombu können nochmals verwendet werden, um Niban (zweite) Dashi herzustellen. Diese Brühe ist dann nicht mehr so klar und wird vorzugsweise zum Schmoren verwendet.

_DSC1549

Sushi

_DSC1600

Rainbow Roll, California Roll (normal und inside out), sowie ein Stück Nigiri (shake ) – zu mehr hat’s nicht gereicht, denn irgendwann wollten wir ja auch mal essen ;-)

Es ist ja so, dass wir beide Sushi über alles lieben. Selbst gemacht habe ich es zum ersten Mal vor etwa 15 Jahren. Damals habe ich mir gesagt “so klebrigen Reis fass ich nie wieder an, dass muss ich mir nicht antun”! Dabei sieht es doch an der Sushi Bar so kinderleicht aus. Natürlich weiss ich, dass dem nicht so ist. Das ist ja die hohe Kunst, etwas gar nicht einfaches kinderleicht aussehen zu lassen.

Wer einen Eindruck davon bekommen will, was wirklich hinter Sushi auf Weltklasse Niveau steckt, dem lege ich das Video über Jiro, dem einzigen Michelin 3 Sterne Sushi Meister, wärmstens ans <3 . Allerwärmstens! Unbedingt!!!
Wenn ihr versteht, was ich meine!

Also, ich schwor ich mir damals, ich überlasse das doch lieber denen, die es können … aber mittlerweile habe ich halt einen Blog …

Und den Trick, wie der Reis zwar klebt, aber nicht an meinen Händen, den habe ich noch nicht geschnallt :-(

dazu ein Dom Pérignon 1999 - ja, wir hatten etwas zu feiern!

dazu ein Dom Pérignon 1999 – ja, wir hatten etwas zu feiern!

Den Weg zum perfekten Sushi Reis findet ihr hier und dann braucht ihr bloss noch frischesten Fisch und Nori (getrocknete Algen), sowie eine Bambusmatte, um Maki oder Uramaki zu rollen ;-) Natürlich gehören auch noch Wasabi, Sojasauce und eingelegter Ingwer dazu.

_DSC1602

Gegessen bei: i dä Stubä

kultig eingerichtet

kultig eingerichtet

Erstmals hat mich mein Bruder dahin-“geschleppt” … und ich dachte: Was ist das denn für eine Räuberhöhle :-)

Der zweite Gedanke war dann aber bereits: Das ist ja richtig cool und kultig hier!

Restlos überzeugt hat dann aber das, was auf dem Teller daherkam. Ein wunderbar zartes und saftiges Steak Sandwich, ein hervorragender Pulled Pork Burger, Chicken Teriyaki Sandwich.

Das Fleisch für das Steak Sandwich wird 24 Stunden sous-vide gegart und mit einer speziellen, feinen Sauce in ein knuspriges Ciabatta Brot gelegt. Ich habe selten ein derart gutes Steak Sandwich gegessen!

Bei uns im Büro gibt es dafür ein in diesem Zusammenhang gerechtfertigtes, geflügeltes Wort: WÄLTKLASS :D

THE Steak Sandwich

THE Steak Sandwich

Der Burger mit Pulled Pork steht dem nicht nach und schmeckt ebenfalls hervorragend! :-)

Pulled Pork Burger

Pulled Pork Burger

Country Fries

Country Fries

Stubä08

Restaurant Stubä

Auch empfohlen hier und hier.

Seeteufel Curry mit Früchten

_DSC1612

Ich weiss, dass ich erst jetzt den Karfreitags Hauptgang poste ist alles andere als optimal. Vor allem weil da zwei sehr coole Kids dabei waren, die jetzt lange auf diesen Beitrag warten mussten ;-)

Hey Luca und Liana, schön wart ihr bei uns :D (die gebratenen Mini Bananen waren fein und süss, gell)

Aber ihr wart ja vorgewarnt, dass es etwas dauern würde, weil noch so einiges Unverbloggtes in der Warteschlaufe kreiste.

Karfreitag ist für uns meist ein sehr traditioneller Tag. Gäste zum Lunch, kein Fleisch und am Nachmittag spielen. Das sind die Eckpunkte, die sich über die Jahre so eingebürgert haben. Ab und zu versuche ich, das eine oder andere zu umgehen. Aber da beisse ich bei der besten Ehefrau von allen auf Granit. Vor allem die zweite Regel (mehr traditions- als religionsbedingt) ist unumstösslich, nicht mal ein saftiges Stück Hamme zu den ebenfalls traditionellen Spargeln darf es geben. Aber eben: “Gschäch nüüt Schlimmers!” :-)

Gespielt haben wir übrigens Ogallala.

Zutaten:
für 4 Personen

Curry
600 gr Seeteufel
Salz und Pfeffer
4 dl Gemüse- oder Hühnerfond
3 dl Rahm (oder Kokosmilch)
2 Zitronengras Stängel
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
0,5 dl Noilly Prat (oder trockenen Sherry)
2 EL Curry Mischung
1 TL Koriander Körner, gemörsert
1 TL Kurkuma
1 kleine Dose gehackte Tomaten
Koriander, gehackt (nach Belieben)

gebratene Früchte
Bananen
Ananas
und weitere nach Belieben

Zubereitung:

1. den Seeteufel von den grauen Häutchen und verfärbten Stellen befreien und in fingerdicke, 3 cm lange Streifen schneiden
2. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in grobe Stücke schneiden und mit dem Noilly Ptrat zu einem Püree mixen
3. Fond und Rahm zusammen mit den angequetschten Zitronengras Stängeln auf die Hälfte einköcheln lassen, dann die Stängel entfernen
4. etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die mit Salz und Pfeffer gewürzten Fischstücke anbraten und anschliessend warmstellen (der Fisch soll noch nicht durch sein)
5. die Bratpfanne auswischen und nochmals etwas Öl erhitzen. Die Zwiebelpaste darin anrösten, bis sie sich zu verfärben beginnt. Dann Koriander, Kurkuma und Curry Mischung zufügen und dünsten bis alles fein duftet
6. die Tomaten beifügen und 5 Minuten köcheln lassen
7. den Fisch beifügen, auf kleinstes Feuer stellen und zugedeckt noch ein paar Minuten ziehen lassen

Mit Parfüm- oder Jasminreis servieren

_DSC1610

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 512 Followern an