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Ingwer-Limetten-Sirup – wir retten, was zu retten ist!

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Momentan bin ich Ingwersüchtig 😉

Ich habe zum Beispiel kein Problem damit, mir ein Stück frischen, geschälten Ingwer in den Mund zu schieben und genüsslich darauf herumzusuckeln. Im Gegenteil, ich geniesse sein würzig scharfes Aroma.

Hier rette ich aber eine gemässigte, gut verträgliche Variante, die sogar der besten Ehefrau von allen gut mundet. Und sie ist eigentlich gar kein Ingwer Fan!

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Retten? Wie? Was? Wer? Wer aufmerksam einkauft, wird feststellen, dass uns die Nahrungsmittelindustrie immer wieder Produkte anbietet, die unsere Mütter noch selbstgemacht haben. Heute glaubt man, dazu keine Zeit mehr zu haben (die verblödet man dafür in asozialen Netzwerken!). Dabei ist doch etwas vom Wichtigsten, zu wissen, womit man seinen eigenen Körper täglich füttert. Und je natürlicher das ist, desto besser für ihn. Scheint mir logisch 🙂

Weiter unten findet ihr weitere RetterInnen, die heute mit mir zusammen zeigen, wie einfach man Liköre und Sirup selber machen kann – also, gebt Euch einen Ruck!
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Zutaten:
für ca. 1 L Sirup

200 gr Ingwer, geschält, fein gehackt
4 dl Wasser
Schale und Saft von 5 Bio-Limetten
1 TL Bio-Zitronensäure
1/2 TL Ascorbinsäure
1/2 TL Salz
900 gr Zucker

Zubereitung:

1. Ingwer schälen und fein schneiden
2. mit Wasser, Limetten und den restlichen Zutaten aufkochen – eine Viertelstunde köcheln lassen
3. auskühlen lassen und dann durch ein feines Sieb giessen und in Flaschen abfüllen

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Für mich am liebsten mit viel Eis, Minze und Sprudelwasser aufgefüllt. Herrlich erfrischend! Gin, Wodka oder Teqila sind weitere gute Partner und auch Gurkenschnitze gesellen sich gerne dazu!

Klar! Stibiezt bei Eline, denn es geht ja auch ohne Thermomix! 😀

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Weitere RetterInnen findet Ihr nachstehend – schaut rein 🙂

Chili-Rum-Punsch – Anna Antonia Herzensangelegenheiten
göttlicher Ribisel – Pfirsich Sirup – giftigeblonde
Likör von Marillen-, + Mirabellenkernen – Obers trifft Sahne
Rotweinlikör – The Apricot Lady
Himmelbrum-Vanille Sirup – Pane-Bistecca
Johannisbeersirup – Unser Meating
Roter Johannisbeerlikör – Summsis Hobbyküche
Himbeersirup – Brittas Kochbuch
Ingwer-Zitronen-Sirup mit Earl Grey – Brotwein
Longan-Likör – Leberkassemmel und mehr
Sirup Bro-Ma-Ro-Zi – Auchwas
Eicello – 1x umrühren bitte aka kochtopf
Limoncello – Prostmahlzeit
Chai-Sirup – Sakriköstlich
Waldlikör – Fliederbaum
Pfefferminzsirup – Barbaras Spielwiese
Zwetschgenkernlikör – Jankes*Soulfood
Rotklee-Sirup – Multikulinarisches
Zitronen Thymian Sirup – münchnerküche
Zitronenmelisse Sirup – Katha-kocht!
Gurken-Zitronen-Sirup – thecookingknitter

Gegessen bei: Fabian Fuchs (EquiTable)

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Kulinarische Kreationen, die durch puristische Einfachheit und viel Liebe und Leidenschaft zur Kochkunst und zum Detail bestechen – die bekommt man im Restaurant EquiTable in Zürich. Was das Lokal im Kreis 4 so besonders macht, ist die Vereinigung von Produkten aus dem fairen Handel mit regionalen Zutaten. Nachhaltigkeit ist dabei oberstes Gebot und gesunder und natürlicher Geschmack und Genuss die Folge.

So werden Erwartungen geweckt … und in unserem Fall auch erfüllt 🙂 Das war grosses Kino und alles sehr geschmackvoll. Herauszuheben der Tomatengang – unglaublich wie Tomaten schmecken können

Brot, Chips, Kresse und gewürzte Butter

Brot, Chips, Kresse und gewürzte Butter

Amus 1: Karotten Essenz und Karotten im Mohnmantel

Amus 1: Karotten Essenz und Karotten im Mohnmantel

Amuse 2: Streetfood Bun

Amuse 2: Streetfood Bun

Und jetzt geht es los mit dem Menü:

Tomate I Kapuzinerkresse I Zedernnuss

Tomate I Kapuzinerkresse I Zedernnuss

Saibling I Buttermilch I Gurke I Couscous I Avocado

Saibling I Buttermilch I Gurke I Couscous I Avocado

Wollschwein I Radiesli I Bärlauchknospe I Zwiebel I Topinambur

Wollschwein I Radiesli I Bärlauchknospe I Zwiebel I Topinambur

Zander I Kefe I Lupinenschote I Erbsentrieb

Zander I Kefe I Lupinenschote I Erbsentrieb

Poulet I Blumenkohl I Eigelb I Nussbutter

Poulet I Blumenkohl I Eigelb I Nussbutter

Kalb I Bergkartoffel I Lattich

Kalb I Bergkartoffel I Lattich

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Erdbeere I Holunder I Brunnenkresse

Erdbeere I Holunder I Brunnenkresse

hervorragende Friandises

hervorragende Friandises

Was da aus dieser kleinen Küche von Fabian Fuchs und seinen 2 Helfern geliefert wird, ist Spitzenklasse und den Michelin Stern mehr als wert.

Chef und Mithelfer in der heissen Küche

Chef und Mithelfer in der heissen Küche

Restaurant EquiTable
Stauffacherstrasse 163, 8004 Zürich

4 Gänge CHF120.-
5 Gänge CHF135.-
6 Gänge CHF155.-
7 Gänge CHF170.-
8 Gänge CHF180.-

Michelin Ein Stern
GaultMillau 16 Punkte

Schokokuppel dreifach gefüllt

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In Stockholm stellte sich uns zum Abschluss unserer Kreuzfahrt noch ein Küchenutensilien Laden in den Weg. Ich konnte einfach nicht ausweichen 🙂

Unter anderem haben halbrunde Silikonformen den Weg zu uns nach Hause gefunden und sowohl die beste Ehefrau von allen, wie auch unsere Gäste hatten Freude, was ich damit angestellt habe.

Inspiriert von Malu’s Köstlichkeiten und Julien Duvernay, habe ich diese Schokohalbkugeln gefüllt.

Mit Schoggirahm, karamellisierter Kondensmilch und Eiweiss – sehr, sehr gelungen!

Zutaten:
für 8 Halbkugeln (6 x 3 cm)

Schokoladenkuppeln
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100 gr Kuvertüre (min. 70% Kakao)

Biskuit Böden
2 Eiweiss
25 gr Zucker
2 Eigelb
25 gr Puderzucker
30 gr Mehl
10 gr Kakao
25 gr gemahlene Mandeln
15 gr Butter, geschmolzen

Schokomousse
0,5 dl Rahm, flüssig
1 TL Zucker
60 gr dunkle Schokolade
0,8 dl Rahm, steif geschlagen

karamelisierte Kondensmilch
1 Dose Kondensmilch, gesüsst

Zubereitung:

Schokoladenkuppeln
1. die Silikoform auf eine flache Platte stellen, die man in den Tiefkühler stellen kann
2. die Schokolade im Wasserbad vorsichtig, d.h. langsam, schmelzen lassen
3. die Silikonform mit Hilfe eines Pinsels mit der flüssigen Schokolade ausstreichen. Die Schicht braucht nich besonders dick zu sein, aber es sollten keine Löcher sichtbar sein – im Kühlschrank fest werden lassen

Biskuit Böden
1. den Backofen auf 180° C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen
2. Eiweiss und Zucker steifschlagen. Eigelb und Puderzucker in einer anderen Schüssel hellschaumig rühren. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse heben
3. dann den restlichen Eischnee auf die Masse geben, Mehl und Kakao darüber sieben, die gemahlenen Mandeln hinzufügen und alles zusammen kurz unterheben
4. einen Esslöffel der Masse zur geschmolzenen Butter geben, verrühren und ebenfalls unter den Teig ziehen. Nicht zu lange rühren, damit der Teig nicht zusammenfällt
5. ein Backblech mit Backpapier oder Silikonmatte auslegen und die Biskuitmasse gleichmäßig ca. DIN A4 groß und 1 cm. dick mit einer Palette aufstreichen. Bei 180° C 8-10 Minuten backen. Der Teig soll schön wattig und nicht trocken sein. Den Biskuit abkühlen lassen und dann 8 Kreise von 6 cm. Durchmesser ausstechen

Schokorahm
1. Schokolade fein hacken (wenn ihr keine Callets verwendet)
2. die Sahne mit dem Zucker aufkochen und über die Schokolade gießen. Eine Minute stehen lassen und dann glattrühren – auf ca. 30° C abkühlen lassen
3. 1,2 dl Rahm steif schlagen und unter die Schokolade ziehen
4. die mit Schokolade ausgekleideten Silikonformen aus dem Kühlschrank nehmen und knapp zur Hälfte mit Schokorahm (mit dem Spritzbeutel gelingt das sehr sauber) füllen – dann die Creme mit einem Löffel so verstreichen, dass in der Mitte eine Mulde entsteht
5. jetzt die Formen in den Tiefkühler stellen

karamelisierte Kondensmilch
1. die Kondensmilch in der geschlossenen Dose drei Stunden im Steamer bei 100° C karamelisieren lassen – auskühlen – fertig!
2. wenn diese Masse ausgekühlt ist, in die Mulde auf die Schokorahmmasse geben und ebenfalls so verstreichen, dass immer noch etwas freier Platz bleibt – wieder einfrieren

Finish
Zuletzt noch ein Eiweiss mit etwas Zucker steifschlagen (ich habe die benötigte Eiweissmasse bei den Biskuitböden gestohlen 😉 ) und damit den verbleibenden Hohlraum der Schokohalbkugeln befüllen – einfrieren

Jetzt die gefrorenen Halbkugeln aus der Form drücken und auf die ausgestochenen Biskuitböden stellen und etwa 1 Stunde auftauen vor dem Servieren

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Jalapeño Sauce und Kohlrabipickles

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Viel zu gut um sie bloss als Nebendarsteller zu präsentieren, kriegen diese Sauce und die Pickles einen wohlverdienten eigenen Post.

Dazu sind sie noch super einfach herzustellen, vegan und schmecken als Beilage zu vielem anderen bestimmt mindestens so gut. Denn im Original aus Ottolenghis NOPI Kochbuch, begleiten sie dort geräucherte Lammkoteletts. Weil aber die Beschreibung des Räucherns für mich nach Schweinerei tönt, habe ich es gar nicht erst versucht 😉

(Ein altes grosses Blech mit hohem Rand mit zwei Lagen Alufolie auslegen. 200 gr Basmatireis darin verteilen und 60 ml Wasser zugiessen. Die Marinade vom Fleisch abstreifen und wegwerfen. Den Rost auf das Blech setzen und die Lammkarrees darauf so aneinanderlehnen, dass die Rippenknochen nach oben zeigen. Das Blech sorgfältig mit Alufolie zudecken – es sollte fest versiegelt sein, sodass kein Rauch entweichen kann. Dafür ist eine ganze Menge Folie erforderlich. Auf den Herd stellen (über zwei Kochfelder) und bei mittlerer bis hoher Temperatur 10 Minuten erhitzen. Nach 2 – 3 Minuten sollte der Räuchervorgang beginnen und anschliessend noch 7 Minuten andauern. Das Blech vom Herd nehmen und zugedeckt weitere 5 Minuten beiseitestellen. Die Folie entfernen und das Fleisch auf ein Schneidebrett legen: den Reis wegwerfen. ) – aber ohne mich 😉

Zutaten:
für 6 Personen

so eine geile Farbe

so eine geile Farbe


Jalapeño Sauce
110 gr frische grüne Jalapeño-Chilischoten
(keine eingelegten aus dem Glas)
10 gr Kapern
20 gr Korianderblätter
1 EL Reisessig
1 EL Sonnenblumenöl
1 TL Salz

Zubereitung:

1. die Hälfte der Chilis von den Samen befreien, die anderen grob hacken
2. alles in den Mixer geben und fein pürieren. Falls die Sauce zu dick ist, ein paar Spritzer Wasser dazugeben – kalt stellen

Zutaten:
für 6 Personen

Kohlrabipickles
1 mittelgrosser Kohlrabi, geschält, halbiert und in 1/2 cm dicke Spalten geschnitten (200 gr)
1,5 dl Reisessig
1 dl Mirin
1 EL Zucker
1/4 TL schwarze Pfefferkörner
1/4 TL Gewürznelken
2 Sternanis
1 TL Salz

Zubereitung:

1. Reissessig mit Mirin, Zucker, Pfefferkörnern, Nelken, Sternanis und 1 TL Salz in einem Topf aufkochen, 3 – 4 Minuten köcheln lassen, umrühren
2. 10 Minuten auskühlen lassen
3. den Kohlrabi in ein Plastikgeschirr legen und mit der Essiglösung übergiessen – gut verschliessen und kaltstellen
4. über Nacht durchziehen lassen (bis 3 Monate haltbar)

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Pulled Pork again

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WAAAS? Wann wollen unsere Gäste kommen? Um halb sechs? Oh Mann, da muss ich den Schweinenacken (Schwiinshals) ja morgens um sieben in den Ofen schieben, damit er ganz sicher rechtzeitig ge-pulled werden kann!

Und dann kommen sie noch mit dem Zug – hoffentlich habe ich genug Wein im Keller … 😉

Dass Pulled Pork süchtig machendes, saugeiles Zeugs ist, wissen wir spätestens seit hier! 😀

Zutaten:
für 6 Personen

1,5 kg Schweinshals
2 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten
2 dl Weisswein

Rub (bzw. Marinade)
1 EL feines Meersalz
2 EL Palmzucker (ich: von hier)
2 EL Senf
1 TL Piment
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Oregano, getrocknet
1 TL Piment d’Espelette
1 EL edelsüsses Paprikapulver
1 TL Zwiebelpulver
4 Knoblauchzehen, gepresst

Zubereitung:

1. alle Zutaten für den Rub gut mischen und das Fleisch damit gleichmässig einreiben. 24 Stunden zugedeckt kühlstellen und marinieren
2. aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Den Ofen auf 120° C vorheizen
3. eine ofenfeste Schüssel (oder Bräter) mit den Zwiebeln auslegen, den Wein dazugiessen und das Fleisch auflegen
4. das Fleisch braten, bis eine Kerntemperatur von 93° C erreicht ist (dauert in etwa 9 Stunden) – ab und zu, aber nicht oft mit der Sauce übergiessen, ev. etwas Flüssigkeit nachgiessen
5. ist die Kerntemperatur erreicht, das Fleisch herausnehmen, in Alufolie einwickeln, und für mindestens 1 Stunde zurück in den ausgeschalteten Ofen legen (Türe zu)
6. in der Zwischenzeit die Sauce pürieren und nochmals aufkochen
7. Fleisch herausnehmen und mit 2 Gabeln zerzupfen (pulled pork) und mit der Sauce mischen

Ich hab’s auf Orecchiette zusammen mit eingelegtem Kohlrabi und einer geilen Jalapeño Sauce serviert. Sowohl Kohlrabi, wie auf die grüne Chili Sauce sind soooo gut, dass sie einen eigenen Beitrag bekommen!

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Da wir bloss zu viert waren, hat es am nächsten Abend noch für ein herrlichen Pulled Pork Sandwich gereicht – saftig, tropfend und einfach saugut!😀

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