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Clafoutis mit Kirschen

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Die Saison für Schweizer Kirschen steht vor der Türe. Aber leider ist ein Grossteil dem Frühlingsfrost von Ende April zum Opfer gefallen. Trotzdem liefere ich sehr gerne ein feines Kirschen Rezept. Sollte es nicht reichen, dies sofort nachzumachen (oder weil Kirschen dieses Jahr sündhaft teuer sind), empfehle ich, sich das unbedingt für nächstes Jahr vorzumerken 🙂

Kürzlich am Marktstand habe ich, in Berücksichtigung der Gelüste der besten Ehefrau von allen, nach allem Gemüse noch auf die Kirschen gedeutet und gesagt: … und noch ein Körbchen von den Kirschen Die Antwort der Marktfrau dürfte für diese Saison typisch bleiben: Aber haben Sie den Preis gesehen? … aber es stimmt schon, günstig werden sie dieses Jahr eh nicht werden!

Augen zu und durch … oder abspeichern, ihr habt die Wahl 😉

Zutaten:
für 4 kleine Clafoutis

12 Kirschen (entsteint)
1 EL Puderzucker
etwas Butter

100 gr weiche Butter (plus Butter für die Förmchen)
1 EL Zucker
100 gr Puderzucker
100 gr gemahlene Mandeln
5 gr Speisestärke (ich: Maizena)
1 Ei
2 Prisen Zimt

Zubereitung:

1. ein nussgrosses Stück Butter in einem Topf schmelzen lassen, die entsteinten Kirschen darin eine Minute kochen lassen, Puderzucker zugeben und nochmals etwas köcheln lassen
2. in einer Schüssel alle Zutaten mischen, zuletzt das Ei zufügen und einen homogenen Teig herstellen
3. den Backofen auf 175° C (O-/U-Hitze) vorheizen und die Tarteletteförmchen ausbuttern (ev. Boden mit Backpapier auslegen)
4. den Teig und die Kirschen auf die 4 Förmchen verteilen und ca. 20 Minuten backen bis die Clafoutis goldbraun gebacken sind. Etwas abkühlen lassen, aus den Förmchen stürzen und lauwarm servieren

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Gegessen bei: Geoffrey Smeddle (Peat Inn, St. Andrews, Schottland)

Das Peat Inn, ein Restaurant mit Zimmern liegt im Südosten Schottlands in der Nähe des legendären St. Andrews. Legendär aber nur für Golfer 😉

Legendär ist aber auch das Peat Inn selber, denn als erstes Restaurant in Schottland, hat es einen Michelin Stern erobert. Wann? So unglaublich das tönen mag, schon Mitte der 1980er!

Übrigens heisst das Dorf ebenfalls Peat Inn, weil das Peat Inn schon hier war, bevor sich ein Dorf darum herum entwickelt hat 🙂

Apéro mit Kir Royal und Gin mit Ginger Beer

endlich einmal gutes, knuspriges Brot

Amuse geule mit Feta und Kräutern auf Knusperteig

Tatar vom geräuchten schottischen Rind und Meerrettich mit knusprigem Ochsenschwanz

pochierter St. Andrews Bay Hummer mit Gurke und Liebstöckel Consommé

Entenei in Kartoffelkruste, Wye Valley Spargel, Parmesan fundue und Pancetta

gebratenes Kotelett und geschmorte Brust vom Lamm, Zwiebel, Minze und Erbsen

Warmer Strathearn Käse, Mandel-Peperoni Püree und Lavosh Cracker

Grangemuir Farm Erdbeeren, Buttermilch Cremeux mit Zitronengras, Ingwer & Chili Sorbet

Espresso mit Friandises

Das Essen war sehr fein und kommt, wie man unschwer sieht, ohne viel Chichi aus.

Abends gibt es ein 3 Gang Menü für £50.- oder das 6 Gang Tasting Menü für £70.-. sehr empfehlenswert wahrscheinlich auch der preisgünstige Lunch für £22.-

Eine gepflegte Weinkarte auch mit schönen offenen Weinen.

Erdbeer Pavlova

Also dafür, dass die Pavlova in Micha’s ehrenwerten DUBB Olymp aufgenommen wurden, erhalte ich erschreckend wenig Feed-back dazu 😉

Wie dem auch sei, diesmal präsentiere ich euch keine grosse Pavlova, die wie eine Torte geschnitten und serviert wird, sondern süsse, kleine Portionen.

Das Rezept bleibt sich gleich, aber anstatt die ganze Eiweiss Masse zusammen auf das Backtrennpapier zu pflastern, füllt ihr einen kleinen 7 – 9 cm Ring damit, fährt mit einem Messer dem Rand entlang, Ring hochziehen, wiederholen. Dafür werden diese Pavlovas bloss 1 h gebacken, sie sollen ja nicht zu Meringue werden!

Die Erdbeeren mariniert ihr nach dem Schneiden kurz wie in diesem Tipp beschrieben.

Das Standard Rezept:
Zutaten:
für 6 Personen

5 Eiweiss (175g) Klasse ‚Extra’
1 Prise Salz
200 gr Zucker
1 Esslöffel Grand Marnier
1 Teelöffel heller Essig

Zubereitung:
1. die Eiweiss mit der Prise Salz zusammen sehr steif schlagen, 100 gr Zucker beigeben und so lange weiterschlagen, bis die Masse glänzt. 1 EL Grand Marnier und 1 TL heller Essig zusammen mit dem restlichen Zucker beigeben und die Masse so lange weiterschlagen, bis sie feinporig, glänzend und sehr steif ist
2. ein grosses Backblech mit Backpapier belegen, Ring einer Springform von 20cm Durchmesser auflegen, Masse satt einfüllen, Rand mit Spachtel ringsum vom Formenring lösen, Ring abheben, Oberfläche der Masse glattstreichen
Oder: Kreis von 20 Durchmesser auf die Papierunterseite zeichnen, Masse auf der Papieroberseite verteilen, ringsum glattstreichen. Die Torte OHNE Form backen. Sie hat am Schluss mindestens 24 cm Durchmesser
3. Ofen auf 200° C vorheizen, dann Hitze auf 150 Grad reduzieren und Torte auf der untersten Rille einschieben. Nach 15 – 20 Minuten – die Torte muss leicht braun sein – Hitze auf 120° C reduzieren, Ofentüre mit einem Holzspiesschen (Chop Stick) leicht offen halten, 1 ½ – 1 ¾ Stunden weiterbacken. Probe: Die Pavlova muss aussen knusprig und innen feucht sein. Torte herausnehmen, auskühlen, Backpapier sorgfältig entfernen

Weitere Pavlova Ideen, die offensichtlich bereits umgesetzt wurden:

Mango Pavlova

Mango Pavlova

Schokolade Pavlova

Schokolade Pavlova

Pulpo Salat

Wer Mut hat, serviert bei einer Einladung mit Kindern Pulpo. Wenn die Kinder mutig sind (und wohlerzogen), probieren sie. Luca fand den Pulpo fein, bei Liana war nach dem Probieren Schluss, da hat das Kopfkino wohl etwas zu viel Aktivität entwickelt 😉 Aber immerhin!

Ich habe Pulpo eigentlich schon sehr lange liebend gerne gegessen, fand aber lange den Mut nicht, ihn selbst zu kochen. Bis wir einmal einen mit den Kochkünstlern zubereitet haben und ich mir sagen musste: Was? So einfach ist das! 🙂

Und lasst euch nicht von der Gewichtsangabe abschrecken. Beim Kochen verliert der Pulpo viel Flüssigkeit.

Zutaten:
für 6 Personen als Vorspeise

1 Pulpo (Oktopus) à ca. 1 – 1,2 kg
3 Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl

Röstgemüse
9 neue Kartoffeln, gewaschen und halbiert
1 grosse, weisse Zwiebel. in Spalten
1 Zucchetti, gestückelt
1 Knoblauchzehe, zerquetscht
1 Peperoncini, fein geschnitten
Olivenöl

Salat mit Koriander-Dressing
1 EL Koriandersamen, geröstet und gemahlen
1 Bund frischer Koriander, gezupft und gehackt
1 Schalotte, fein gehackt
1 TL Honig
Saft von 2 Limetten
Olivenöl
2 Handvoll junger Salat, gemischt

Zubereitung:
Pulpo
1. Olivenöl in ein Pfanne geben, Pulpo hineinsetzen, Lorbeer und Knoblauch zugeben und bei tiefer Hitze im eigenen Saft eine gute Stunde schmoren
2. Variante a) im Sud abkühlen lassen, bis er sich anfassen lässt, dann den lila farbenen Schleim so gut es geht abkratzen, die Arme abschneiden, stückeln und servieren
oder Variante b) da kocht man den Pulpo am Vortag, lässt ihn vollständig auskühlen und legt den gekochten Pulpo dann so wie er ist, abgedeckt in den Kühlschrank. Vor dem Servieren wird er auf dem Grill oder in der Pfanne grilliert und auf den Salat gelegt

Röstgemüse
1. die Kartoffeln und Zwiebeln mit etwas Olivenöl mischen und im auf 200° C vorgeheizten Ofen 20 Minuten rösten
2. Zucchetti und Peperoncini zufügen und weitere 10 Minuten rösten
3. mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen und nochmals etwa 5 bis 10 Minuten rösten (die Kartoffeln sollten aussen knusprig und innen weich sein)

Salat mit Koriander-Dressing
1. alle Zutaten für das Dressing zusammenrühren und abschmecken

Den Pulpo mit etwas Chili und/oder Knoblauchöl benetzen, gut verteilen und grillieren. Die Salatblätter mit der Hälfte des Dressings mischen und auf Teller anrichten, das Röstgemüse darüber geben und die Pulpo Stücke daraufsetzen. Mit der restlichen Koriander Sauce übergiessen

Schottland

Unser zwei-Wochen-Schottland-Trip war schuld an der kürzlichen Blog Pause. Als kleine Entschädigung Entschuldigung nehme ich euch dafür virtuell auf unsere Reise mit. Ist doch auch was.

Wichtig! Ja, ich bin gefahren (1’700 km), auf der falschen Seite, geschaltet, aber immer richtig 🙂 Yeaaaahhh!

Edinburgh

the Castle (Edinburgh)

Glasgow Tower

Loch Lomond

black and white

Hafen von Portree (Skye)

up and down

mostly down

ok, morgen geh ich zum Haare schneiden!

Eilean Donan Castle

doppelte Brücke

Urquhart Castle

Reflektion

Bruach Mhor Guesthouse

Licht am Ende des Tunnels

die unglaublichen schottischen Bunker

lange Ohren helfen nicht beim Golfen

Kingsbarns Golf Links

Nebel im Hafen von Crail

Ein sehr schönes Land, welches vor allem in der ersten Woche die Erwartungen an das „schottische“ Wetter voll erfüllen konnte 😉 Wir „streiten“ uns noch, ob wir Schottland als eigenes Land in unsere Länder Liste aufnehmen dürfen, oder ob das mit United Kingdom bereits abgehakt ist! Was meint ihr?

Grossartig natürlich auch die Golfplätze und überhaupt, Golf ist allgegenwärtig, hat doch praktisch jedes Dorf seinen Golfplatz. Man unterhält sich mit einem Kellner … ach, Handicap 3, schön … ! Und dann ist da noch St. Andrews, die Wiege des Golf, aber gleichzeitig auch älteste Universitätstadt in Grossbritannien. Hier haben wir am gleichen Tag St. Andrews Golf Links, New Course und Kingsbarns gespielt. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Caddies. Ein Highlight für jeden Golfer 😀

Gegessen haben wir meist gut bis sehr gut und Porridge und Cullen Skink wird man bestimmt einmal auf diesem Blog finden.

In Erinnerung bleiben uns die folgenden Restaurants:

The Dogs in Edinburgh
Two Fat Ladies in the City in Glasgow
Mussel Inn, Edinburgh und Glasgow
Crannog Restaurant, Fort William
Mustard Seed, Inverness
The Old Mill Inn in Pitlochry
Seafood Ristorante coole Location in St. Andrews

und dann natürlich die beiden Michelin Stern Restaurants Kinloch Lodge und Peat Inn (dieser Bericht folgt in einer Woche).

Ebenfalls sehr zufrieden waren mit unseren Unterkünften, weshalb ich sie nachfolgend auch gerne als Empfehlung aufliste:

The Rutland Hotel, Edinburgh (hippes Stadthotel)
Apex Hotel, Glasgow
Loch Leven Hotel, Onich (Fort William)
Kinloch Lodge, Sleat (Isle of Skye) (*****)
Invernevis B&B, Inverness (sehr sympahisch)
Bruach Mhor Guesthouse, Pitlochry (Top B&B)
The Gleneagles Hotel, Gleneagles (*****)
Eden Mansion, St. Andrews (man fühlt sich ein bisschen wie bei Downton Abbey 🙂 )