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Hühnerfond … oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

26. Januar 2013

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Wer ihn einmal selbst gemacht hat, tut sich schwer mit der Industrieware. Diese mag ihre Berechtigung haben, aber ein selbst gemachter Fond, ob Huhn, Kalb, Gemüse oder was auch immer, ist erstens sicher besser im Geschmack und zweitens weiss man was drin ist. Und Hand aufs Herz, erschreckt ihr nicht auch manchmal, wenn ihr ab und zu die Zutatenliste von Lebensmitteln lest? E-dieses, E-jenes, durchnummeriert von 100 – 1521 (Details hier nachlesen), echt unappetitlich. Da muss man wirklich seinen Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Der Trend zu lokal Produziertem und dafür vielleicht nur wenig Haltbarem wird immer verständlicher (und unterstützenswerter).

Aber nun zum selbstgemachten Hühnerfond. Echt nicht schwierig und das Ergebnis ist ein Traum. Und so vielseitig einsetzbar. Es ist die Basis für verschiedenste Saucen, für Risotto, für Suppen und Süppchen und wenn Du krank bist – Nudelsuppe mit Huhn kuriert auch Dich :-). Egal was der Arzt oder Apotheker dazu sagt 😉

Zutaten:
1 Suppenhuhn (800 gr, oder ein Güggeli)
250 g Kalbsfüsse, zerteilt
1 mittlere Zwiebel
1 kleine Stange Lauch, das Weisse
1/4 Sellerieknolle
1 Rosmarinzweig
3 Knoblauchzehen, angedrückt
1/2 TL Korianderkerne, zerstossen
10 Pfefferkörner, zerstossen
1 Gewürznelke
1 Lorbeerblatt
1 EL Sojasauce (fakultativ)
2 L Wasser

Zubereitung:
1. das Suppenhuhn grosszügig in Stücke zerlegen, unter fliessendem Wasser waschen
2. Geflügelteile und Kalbsfüsse in kochendem Salzwasser 3 Minuten lang blanchieren. Abgiessen und unter fliessendem Wasser von Hand gut abwaschen. Das eliminiert einen Teil der Trübstoffe
3. Gemüse putzen, bei Bedarf schälen und zerkleinern
4. Zutaten in einen Topf geben, mit kaltem Wasser aufgiessen, langsam aufkochen. Sobald das Wasser kocht, Hitze reduzieren. Fond bei schwacher Hitze (nicht kochen lassen) 2 Stunden simmern lassen. Immer wieder abschäumen und entfetten. Nicht umrühren, nur so wird der Fond klar
5. ein Spitzsieb mit einem Passiertuch auskleiden, Geflügelfond passieren
6. erkalten lassen. 12 Stunden in den Kühlschrank stellen, dann Fettschicht entfernen.

Frisch hält er sich im Kühlschrank bis zu 3 Tagen. Portionsweise einfrieren oder kochendheiss in Schraubdeckelgläser füllen, verschliessen und umgedreht fünf Minuten stehen lassen. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält er sich rund drei Monate.

Danke Robert (und Frau L.) von lamiacucina für die obige Anleitung.

From → Rezepte

20 Kommentare
  1. So oder so ähnlich mache ich meinen Geflügelfond auch, manchmal gebe ich noch Champignonsabschnitte rein. Und das Kalbsfüsschen bleibt draußen (mein Fond geliert auch ohne), irgendwie gefällt mir der Anblick der schlecht manikürten Füsse nicht 😉

  2. Das Schlimme ist doch, dass kaum einer noch weiß oder wissen möchte, wie so etwas selbst gemacht wird. Aber ich glaube, dass es einen Trend gibt, sozusagen auf Omas Wissen gerichtet, sich nun doch wieder auf Althergebrachtes zu besinnen.
    Der Link zu Robert funktioniert irgendwie nicht.
    LG, Yushka

  3. Meine Hühnerbrühe geht sehr ähnlich, wenn auch ohne Kalbsfuß. Was mich nur ein wenig wundert (und aus meiner Sicht auch gar nicht geht) ist das 800-g-Suppenhuhn. Da ist doch noch nix dran … Unter 1500 g fange ich gar nicht an, nehme auch gern mal ein halbes Huhn, dass in dieser Hälfte 1600 g oder mehr wiegt. Das steht dann zwar auch gut und gern mal 3 oder 4 Stunden auf dem Herd, aber die Brühe …

    • Andreas Sch. aus WI permalink

      Im Prinzip richtig, sollte dieser fantastische Sud jedoch zu Genesungszwecken benötigt werden, geht nicht ohne das Suppenhuhn, denn nur das lebt lange genug um die Stoffe produzieren zu können (Zink etc.), die der Homo Sapiens ab und an dringend benötigt. So, jetzt aber schnell den Klugsch….modus aus…ich habs auch nur gelesen 🙂 Schöner Blog, mach Spaß 🙂

  4. Hühnerfond habe ich immer im Vorrat – überlebenswichtig. Kalbsfüsschen habe ich da allerdings noch nie reingemacht. Und in solchen Fällen bin ich immer glücklich über den Dampfdrucktopf 🙂

  5. Wer gestern ZDF neo ( da wird mir übel… Fertiggerichte) geschaut hat, wird NUR zu so einem Hühnerfond wie deinem greifen. 🙂

  6. @Sabine, wir bleiben da flexibel, gell 🙂
    @Sugarprincess, da hast Du hoffentlich Recht (und der Link ist geflickt – danke)
    @Dirk, da müsste ich erst mal einen neuen Topf kaufen – lach
    @magentratzerl, Dampfdrucktopf? da gibt es ein ganz interessantes Rezept irgendwo in den Weiten des Netzes
    @Sybille, bitte erspar uns die grausligen Details 😉

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