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Pulpo auf Erbsenpüree mit Minzschaum

20. März 2013

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Eigentlich wollte ich am Freitag ja auf den Markt am Bürkliplatz bei lauen Temperaturen ein bisschen schlendern und mich vom ersten Frühjahrsangebot inspirieren lassen. Infolge Minustemperaturen und Schneetreiben musste ich diesen Plan fallen lassen (böse, ganz böse Zungen würden behaupten, dass ich eben eine „Susi“ sei, aber das stelle ich natürlich in Abrede! ;-)).
Die frischen Erbsen in der Gourmet Factory lassen mich aber glauben, dass der Frühling trotz allem nicht mehr fern sein kann.
Zum Thema Pulpo möchte ich folgendes sagen: Vor ein paar Jahren hat Max Rigendinger bei einem unserer „Kochkünstler“-Abende Pulpo mitgebracht und ich fand die Zubereitung dermassen einfach, dass ich dachte, das kann ich auch. Seither schon einige Male gemacht und immer gelungen! Mehr zu Pulpo gibt es auch noch hier

Zutaten:
für 4 Personen

600 gr Pulpo (aufgetaut)
1 dl Wasser
1 dl Weisswein (ich: Sauvignon blanc)

1 kg frische Erbsen (ausgelöst ca. 400 gr)
2 dl Hühnerfond
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1 dl Vollrahm
ein paar Minzblätter
etwas Salz und Pfeffer
20 gr Butter

30 gr Lomo Ibérico, dünn geschnitten (es handelt sich hier um die Lende von schwarzen, iberischen Schweinen, die natürlich auf Weiden und mit viel Eicheln aufgezogen wurden. Die Lende wird getrocknet und hauchdünn aufgeschnitten)

Zubereitung:

1. den Pulpo zusammen mit dem Wasser und dem Weisswein im auf 140° C vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten schmoren und dann in der Flüssigkeit auskühlen lassen
2. die Fleischtranchen auf ein Backtrennpapier legen und im gleichen Ofen in ca. 75 Minuten trocknen lassen, abkühlen
3. die ausgelösten Erbsen (ausgepuhlt finde ich aber ein richtig cooles Wort :-)) in wenig Hühnerfond kochen bis sie weich sind und anschliessend mit so wenig Flüssigkeit wie möglich mit dem Stabmixer pürieren.
4. jetzt dieses Püree noch durch ein feines Sieb streichen, so dass am Ende ein Püree bleibt, welches deutlich näher bei Kartoffelstock als bei Erbsensuppe sein sollte – abschmecken und warmhalten
5. den Rahm zusammen mit der Minze aufkochen und 10 Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen, dann die Minze entfernen und mit etwas Salz und Pfeffer aromatisieren – kurz vor dem Servieren erwärmen, Butter dazu und mit dem Stabmixer aufschäumen
6. den Pulpo in Stücke schneiden und in wenig von der Garfüssigkeit warm werden lassen
7. die getrockneten Lomo Scheiben von Hand zerbröckeln und diese Brösel auf dem Teller gefällig anrichten
8. die Pulpo Stücke auf dem Erbsenpüree anrichten und den Schaum darauf geben

From → Rezepte

12 Kommentare
  1. Nächstes Mal lade ich mich ein 😉
    Gibt es tatsächlich schon frische Erbsen?

  2. Das klingt sehr lecker (wenn auch für mich lieber ohne den Lomo und die Hühnerbrühe), ich bin ein großer Oktopusfan! Und dazu so ein wunderschönes Foto!

  3. @Magentratzerl, 🙂 den Mutigen gehört die Welt!
    @Mangoseele, Hallo und Willkommen! Danke!

  4. Ohhh, Du kennst Max Rigendinger? Mit dem arbeiten wir (mein Büro) zusammen…
    Tuntenfisch könnte ich auch mal wieder… *schleck*

  5. Bea und Tommy permalink

    Das Gericht war super lecker, wir sind die Privilegierten, die es essen durften. 🙂

  6. Monika Schuhmacher permalink

    Iiihhhiii sieht irgendwiee grüslig aus mit den langen Armen und den Saugnäpfen…. J

    Aber da ich in Mexico den besten Pulpo grilliert als Vorspeise auch mit solchen langen Armen gegessen und genossen habe – würde ich dieses Rezept gerne mal nachkochen… J wo kaufst du den vielarmigen Kerl ?

    Lg Moni

  7. Pulpo… Haben wir letztes Jahr bei Wissler in Kombination mit Lamm gegessen… Unfassbar gut. Leider habe ich mich dort nicht getraut, Fotos zu machen. War mir irgendwie peinlich… 😉 Das kann aber dann auch ein Grund sein, nochmal hin zu fahren!

  8. @Henne, Tuntenfisch … lautlach!
    @B&T, … und? Ist die Revanche schon in Planung 😉
    @Moni, nix grüslig! Gl.obus Delikat.essa 🙂
    @Sugarprincess, Pulpo mit Lamm, das tönt sehr spannend – kochs doch bitte mal nach und berichte

    • Äh… „Koch’s doch bitte mal nach…“ Witzig. Ich kann mich doch nicht mit Wissler messen. Ich hab keine Ahnung, wie er das gemacht hat. Das ganze Menue schmeckte unvergleichlich gut. Ich hab mich dann verstiegen zu der Aussage: Der Koch ist ein Gott. Darauf der Kellner: Das muss er noch beweisen…. Aber ich fand eben: Er hatte es bewiesen. 🙂

    • Sagt man hier so… 😉

  9. Vielen Dank für das Rezept. Es sieht fantastisch aus und steht ab sofort oben auf meiner “Nachkochliste”.
    Liebe Grüsse Susan

Trackbacks & Pingbacks

  1. Weihnachtsmenüs | lieberlecker

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