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Kartoffelpuffer (Reibekuchen)

26. Juni 2013

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Eine meiner ziemlich frühen Kindheitserinnerungen, bzw. Küchenerinnerungen ist die folgende:
Mein Bruder und ich sitzen am Tisch, unsere Mutter steht am Herd und backt Reibekuchen. Wir lieben diese ausgebackenen Kartoffelscheiben, die wunderbar knusprig sind, heiss. So sehr, dass sie uns die Küchlein erst auf den Teller gibt, wenn sie schon ein bisschen abgekühlt und essbar sind. Weil wir uns sonst in der Gier den Mund verbrennen würden. Und gierig sind wir, hungrig natürlich auch und vor allem müssen wir aufpassen, dass der andere nicht plötzlich eine Portion mehr erhält ;-). Und dann kaltes Apfelmus dazu … ein absoluter Traum.

An diese Reibekuchen, so hat sie meine Mutter, die übrigens aus Westfalen stammte, immer genannt, denke ich zwar ab und zu, habe sie aber noch nie selbst gemacht. Letztens fällt mir aber wieder ein, dass Max Rigendinger mir von seinem „Elisabeth Fülscher“ Projekt erzählt hat. Und was finde ich dort? Rezept Nr. 965 möchte nachgekocht, bzw. neu interpretiert werden. Na wenn das keine Einladung ist :-).

Allerdings muss es nicht immer mit Apfelmus sein. Entgegen dem Original von Frau Fülscher, lasse auch ich (so wie Mutter :-)) Zwiebeln, Petersilie und Schnittlauch weg. Trotzdem passen sie ganz wunderbar zu Lachs mit leicht gewürzter Sourcream.

Danke Max – ich freue mich sehr, dass ich mit diesem Post auch etwas zum Fülscher Projekt beitragen kann.

Zutaten:
für 6 Küchlein

500 gr vorwiegend festkochende KartoffelnP1090561
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
2 Eier
2–3 EL Mehl
4–5 EL neutrales Öl (ich: Sonnenblume)

Zubereitung:

1. Kartoffeln waschen, schälen, auf der Kastenreibe grob raspeln und in einem Tuch kräftig ausdrücken
2. Kartoffeln salzen, pfeffern und mit etwas Muskat würzen. Eier dazugeben und untermischen. Mehl unterheben, 5 Minuten quellen lassen
3. Öl in einer Pfanne erhitzen und portionsweise 6 mittlere (oder 12 kleine) Reibekuchen backen. Falls nötig, mehr Fett in die Pfanne geben. Reibekuchen auf Küchenpapier abtropfen lassen
4. kurz abkühlen lassen (oder im Ofen warm halten) und mit etwas gewürzter Sourcream (Salz, Pfeffer, Dill) und Rauchlachs oder zusammen mit dem allerbesten Apfelmus geniessen

From → Rezepte

6 Kommentare
  1. So ist auch meine Lieblingsvariation dieser knusprig köstlichen Dinger: mit selbstgebeiztem Lachs und einer Ingwer- oder Meerrettich-Crème

  2. Als kölsches Mädschen liebe ich Rievvkooche mit Apfelmus sehr! LG!

  3. Ich habe ähnliche Kindheitserinnerungen, allerdings hat sie meine ostpreußische Urgroßmutter noch feiner gerieben, so dass sie etwas fluffiger waren. 🙂

  4. Das zählt zu den absoluten Lieblingsgerichten. Mit Apfelmus. Und auch anders. Ich muss mal wieder……. 🙂

  5. @Sabine: Du hast halt einen guten Geschmack!
    @Sugarprincess: Riewkooche 🙂
    @evazins: Ich glaube, meine Mutter hatte auch eine andere Reibe als ich!
    @Magentratzerl: Muss! Unbedingt! 😉

  6. Ich liebe solche Kindheits-Erinnerungs-Gerichte (bei mir wird das demnächst ein Kartoffelsalat sein). Köstlich sehen Deine neu interpretierten Schweizer Westfalen-Puffer aus!

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