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Objekt der Begierde: Sprüngli Nideltörtli

21. September 2013

Jetzt muss ich ein wenig ausholen. Also bei uns, in der Gemeinde wo wir wohnen, wird ein Trottoir neu gebaut. Dieses Trottoir (Gehsteig) erscheint mir als kleiner Luxus, denn es hat auf dieser Quartierstrasse wirklich sehr wenig Fussgänger und die könnten ja eigentlich auch auf der anderen Strassenseite … egal. Es wird also dieser neue Gehsteig gebaut und gut schweizerisch ist das eine aufwändige Sache. So scheint es mir wenigstens, weil da schon seit drei Wochen gebaut wird, aber als Bürolist kann ich das ja auch überhaupt nicht beurteilen ;-).

Nun befindet sich besagte Baustelle genau zwischen der Strasse und unserer Garageneinfahrt. Bisher kein Problem, denn die Zufahrt wurde mit ein paar Brettern abgedeckt und war somit zugänglich. Bei der Heimkehr am Mittwoch Abend sehe ich ein DIN-A4 Blatt quer am Garagentor. Ich denke mir noch, ob ich jetzt aussteigen und das lesen muss, entscheide mich dagegen, denn wenn es für uns Bewohner wirklich wichtig wäre, hätte man das bestimmt auch im Haus aufgehängt. Doch da war nichts. Am nächsten Abend hängt das immer noch, also gut, dann halt aussteigen und lesen. Und staunen! Also morgen Freitag, steht da, wird das Trottoir fertiggestellt, weshalb die Zu- und Wegfahrt von der Garage zwischen 07.00 und 20.00 h nicht möglich sein werde! … aber hallo? 😦

Jetzt sehe ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich ignoriere das und fahre morgen wie üblich gegen 8 Uhr aus der Garage und schaue was passiert oder zweitens ich parkiere für eine Nacht auf einem der Besucherparkplätze. Friedliebend und harmoniebedürftig wie ich bin, entscheide ich mich natürlich für Letzteres. Da habe ich allerdings nicht mit meinen Mitbewohnern gerechnet. Die haben wahrscheinlich schon alle das Gleiche gedacht, ergo: Besucherparkplätze besetzt!

Was nun? Ok, ich parkiere in der Garage … aber ich stehe ganz sicher nicht um 6 Uhr auf, damit ich vor 7 Uhr die Garage verlassen kann!!! Sicher nicht!

Aber das Unterbewusstsein spielt mir einen Streich, denn ich bin um 05.45 h hellwach! Sehr unüblich :-). Es scheint, ich will die Bauarbeiter doch nicht verärgern, also auf und los. Ich verlasse die Garage um 06.59!

Und was hat das alles mit dem Objekt der Begierde zu tun? Nun, sooo früh bin ich extrem selten in der Stadt. Ich nahm mir also die Zeit, kurz bei Sprüngli am Paradeplatz vorbeizuschauen, die haben da ausser Schokolade nämlich alles, was es für einen „Znüni“ braucht. Nebst einem feinen Sandwich habe ich eben besagtes „Nideltörtli“ erstanden.

Als mir die Verkäuferin beim Bezahlen zuzwinkerte und sagte: „Ich würde das Nideltörtli zuerst essen, es ist noch warm!“ wusste ich schon … WOW! Denn dieses Erlebnis hatten die beste Ehefrau von allen und ich vor Jahren schon einmal. Frisch gebackener Blätterteig mit dieser Füllung aus Ei und Rahm … !

Also sofort ins Büro …

Nideltörtli

Nideltörtli

… und reinbeissen und … Ahhh … und … Ohhh … und … Mmmmhhh … ich kann es nicht beschreiben, aber in Ermangelung der richtigen Worte sage ich bloss:

KÖST _ LICH ! 🙂

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9 Kommentare
  1. schöne Geschichte und das Foto mit dem Törtli gefällt mir ausgesprochen gut.
    lächelnde Grüße aus dem herbstlichen Elsass

  2. etoile-filante permalink

    da sitze ich nun, 1’200km vom nächsten sprüngli entfernt und sabbere auf die tastatur…. *schluchz*

  3. Das sieht ein bisschen aus wie Pasteis de Nata, diese kleinen portugisischen Törtchen mit warmer Puddingcreme gefüllt… ich krieg schon direkt Hunger 😉

  4. Reggie permalink

    Habe fast geweint als ich die Törtli sah. Erinnert mich an die Reise mit meiner Schwester in Portugal. Nach der Heimkehr dauerte es nicht lang um im „Little Portugal“ hier dasselbe hier zu finden und verschlingen.

  5. Der Post-Titel, Deine kleine Trottoir-Geschichte, das Törtchen – das ist alles so herrlich Schweiz :-)! Das freut mich um so mehr, als wir es dieses Jahr nicht zum Bergwandern in mein geliebtes Wallis geschafft haben und ich derzeit deshalb einen total pathetischen Hang zu allem Eidgenössischen habe. Die Schweizer Bäckerei in meiner Nähe (es gibt offenbar nichts, was es in Berlin nicht gibt) freut sich jedenfalls über meine regelmäßigen Besuche ;-). Dort muss ich dann mal nach diesen famosen Törtchen Ausschau halten.

  6. @Sabine: Ich lächle gerne zurück 🙂
    @etoile-filante: Ooch, wenn ich das gewusst hätte … 😉
    @Tring und Reggie: Und wer hat’s erfunden?
    @Claudia: Da bin ick aba sowat von jespannt … 😉

    • etoile-filante permalink

      … nimmt mich doch sehr wunder, was du dann gemacht hättest *frechlach*

      • Na dann hätt ich doch noch eins für Dich mitgegessen 🙂

      • etoile-filante permalink

        das nenn‘ ich doch ein faires angebot! *grins*

        bretonische bisous!

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