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Fleisch – günstig, billig oder preiswert?

28. September 2013

Zwar selten, aber es kommt vor, dass mir eine Gratis Zeitung in die Hände fällt. Letztens ein Exemplar des städtischen Amtsblatts, das Tagblatt der Stadt Zürich. Achtlos wird jeweils ein ganzes Bündel ungefragt und unbestellt vor den Eingang des Hauses unseres Büros, gelegt. Meist bleiben sie unbeachtet liegen, bis jemand alles entsorgt. Eine reine Papierverschwendung, aber die Zeitung kann sich vielleicht mit einer hohen Auflage brüsten! 😦

Das Blatt hat sagenhafte 84 Seiten, wobei sich das amtliche auf die Seiten 49 – 63 beschränkt. Was mir aber aufgefallen ist, und das nicht unbedingt positiv, 6 ganze Seiten mit Sonderangeboten von verschiedenen Gross- und Klein-Verteilern. Da ist von MEGAFRISCH, Top-Angeboten und Hammerpreisen die Rede. Überall dabei: Fleisch! Rindsentrecôte aus Südamerika für CHF3.75, aus Australien für 4.70, Schweine Steaks aus der Schweiz für 1.79, Pouletbrust Suprême Henri IV für 1.38, jeweils pro 100 gr versteht sich! Ich glaube Henry, ob der IV oder der Letzte würden sich dort umdrehen, wo sie gerade liegen, wenn sie wüssten, was die Konsequenzen dieses Billigwahns sind. Dass dieses Fleisch nicht aus nachhaltig geführten Betrieben, sondern aus industrieller Massenzucht kommt, ist wahrscheinlich jedem klar. Und auch dass man genau dieses Fleisch nicht mehr essen würde, wenn man gesehen hätte, wie diese Tiere „leben“.

Ergo ist es doch eigentlich unsere Pflicht, Fleisch bewusst zu konsumieren, auf Billigfleisch konsequent zu verzichten und sich darauf zu konzentrieren, dass das Fleisch seinen Preis auch Wert ist – im wahren Sinne des Worts.

Etwas Positives habe ich dem Tagblatt aber doch entnehmen können. Ein guter Artikel über eine Jägerin (Ladina Esslinger, 30) die im Kanton Zürich auf die Pirsch geht, von der Jagd überzeugt ist und trotzdem ab und zu weint, wenn sie ein Reh schiessen muss. Dabei metzget sie die Tiere eigenhändig und wer Glück und Lust hat kann Zürcher Wild hier bestellen: info@lokalwild.ch.

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4 Kommentare
  1. Ja, lieber Andy, da gehe ich ganz mit dir einig.
    Die Situation hier: Fleisch ist in Thailand, wie die meisten Lebensmittel, günstig: ein Schweinsnierstück oder die Unterschale samt Schwarte (ergibt einen leckeren Krustenbraten) sind auf dem Markt für fünf Franken zu haben – wohlverstanden: pro Kilo! Das sind die normalen Preise, hat nichts mit Billigfleisch zu tun.
    Mit dem Motorrad fahre ich oft an Schweinekoben vorbei. Diese stehen im Freien und es gibt immer kleine Ferkel, die vergnügt umher rennen.
    Bei den Hühnern bin ich mir nicht in jedem Fall so sicher, dass diese ebenso glücklich aufwachsen.
    Auf Rindfleisch aus Australien und Neuseeland kann ich gut verzichten, wenn ich nur schon an die Transportwege denke. Einheimisches Rindfleisch taugt zwar nicht, um à la minute gebraten zu werden, aber man kann ja damit auch etwas anderes zubereiten.
    Kalbfleisch gibt es gar nicht, die Tiere kommen erst im Erwachsenenalter auf die Schlachtbank.
    Mit kulinarischen Grüssen aus Fernost,
    FEL!X

  2. @FEL!X: So ganz einfach hast Du es also nicht immer, aber vor allem beneide ich Dich natürlich um Dein frisches exotisches Gemüse und die Früchte!

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  1. Rotkrautsalat | lieberlecker
  2. Penne al Limone | lieberlecker

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