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Kartoffelstock

8. Oktober 2013

Schon als kleiner Junge habe ich meiner Mutter gerne beim Kochen zugesehen. Böse Zungen würden auch behaupten, ich würde immer noch gerne zusehen, wo gearbeitet wird ;-), aber das ist natürlich eine böse Unterstellung!

Kartoffelstock hat meine Mutter immer gleich gemacht, nie nach Rezept und immer frisch. Ihr Geheimnis: Butter! Nachdem die pseudo-wissenschaftliche Verteufelung der Butter zu Gunsten von Margarine und anderen, von ungesundem Transfett triefenden, Ersatzstoffen sich zum Glück wieder ins Gegenteil gekehrt hat, darf man auch den selbstgemachten Kartoffelstock zu einer Delikatesse machen … indem man nicht mit Butter spart!

Was braucht es sonst noch?

Zutaten:

1 kg Kartoffeln (mehlig kochend, z.B. Bintje)
Milch
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
Butter

Ich weiss, die Mengenangaben sind etwas dürftig, aber ich versuche bei der Zubereitung etwas genauer zu sein.

Zubereitung:

1. die Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden
2. in Salzwasser weichkochen (die Kartoffeln nur knapp bedecken)
3. das Wasser abschütten und die Kartoffeln in der heissen Pfanne auf dem ausgeschalteten Herd etwas ausdämpfen lassen
4. Kartoffeln ins Passevite leeren und etwas Milch (ich schätze ein knapper dl reicht) in die warme Pfanne geben, Muskatnuss hineinreiben
5. die Kartoffeln durch ein Passevite treiben, direkt in die heisse Milch
6. mind. 50 gr Butter in Stücken dazugeben und mit dem Schwingbesen kräftig unterrühren
7. falls nötig mit wenig Salz und Pfeffer (vorsichtig, wirkt schnell dominant) nachwürzen und die Konsistenz durch Zugabe von etwas mehr Butter und/oder Milch steuern. Wem’s gefällt, kann auch Rahm dazutun, ich halte mich ans Rezept meiner Mutter 🙂

Schweizer aufgepasst: Hättet ihr gewusst welches Gerät ich meine, wenn ich Flotte Lotte geschrieben hätte?

die Flotte Lotte, oder eben Passevite

die Flotte Lotte, oder eben Passevite

From → Rezepte

12 Kommentare
  1. Bei so „Standard“-Rezepten, die man von klein auf irgendwie gelernt hat, finde ich es auch immer extrem schwer, die Mengenangaben anzugeben, weil man eben doch viel so aus der Hand macht und bspw. die Flüssigkeitsmenge ja auch je nach Kartoffelsorte schon mal recht stark varriieren kann…
    Siehst du, mir als Deutsche hätte jetzt so völlig aus dem Zusammenhang die Passevite nichts gesagt – Flotte Lotte wäre klar gewesen. Wieder was gelernt 🙂

  2. Bei mir heisst das Ding auch Passevite. Aber Flotte Lotte kenn ich – seit ich blogge – auch.
    Nur 50 g Butter? Ich täte da mehr rein 😉

  3. Ich finde ja den Begriff „Kartoffelstock“ (gelernt von der Henne) herrlich. 🙂 Bei uns heißt das einfach „Pü“ und natürlich muss viel Butter dran!
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  4. @Tring: Genau so ist es – und etwas lernen, während wir Blogs lesen, ist doch auch eine gute Sache 🙂
    @Henne: ok, ich geb’s ja zu, meist wird es dann eh ein bisschen mehr 😉
    @Eva: Butter Pü mit Kartoffeln? 😉

  5. Kartoffelstock mit der Flotten Lotte – das ist ja allerschönste schweizerisch-deutsche Kulinariker-Verständigung ;-).

  6. @Claudia: Wir Blogger können alle Grenzen sprengen 😉

  7. Ist Flotte Lotte kein internationaler Begriff? Ach, schön wie das Bloggen uns alle einander ein bissl näher bringt 😉

  8. Passevite oder Flotte Lotte, ich ziehe den schwäbischen Spätzlejohann vor, so spürt man nämlich noch etwas von den Kartoffeln. Beim minutenlangen Aufschwingen wird das ohnehin luftig und mit etwas Schlagrahm ohnehin. Muskatnuss ganz am Schluss, sie verträgt nämlich wenig Hitze.

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