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Spaghetti mit Mönchsbart und Jakobsmuscheln

26. Mai 2014

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Auf einem Mönchsbart herumzukauen gehörte nicht auf meine kulinarische „to try“ Liste … bis ich dann den Mönchsbart aus dem Garten probiert habe! Barba di Frate wird in Norditalien und im Tessin als Salatpflanze angebaut, wird aber genauso gerne auch als Gemüse gegessen. Ich mag diesen herb-knackigen, leicht bitteren und irgendwie erdigen Geschmack sehr. Ausserdem spricht mich die Farbe unheimlich an.

Und bei Richi Kägi habe ich gelernt, dass es gar nicht nötig ist, den Mönchsbart separat (so wie hier) zu garen. Man kann ihn einfach 2 – 3 Minuten bevor die Spaghetti gar sind, ins gleiche Kochwasser werfen und zusammen fertig garen.

Also los:

Zutaten:
für 4 Personen als Vorspeise

250 gr Spaghetti oder Spaghettini
2 Bündel Barba di Frate
8 mittelgrosse Jakobsmuscheln
Olivenöl
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. die Pasta in kochendem Salzwasser kochen
2. 2 – 3 Minuten bevor sie al dente sind, den gewaschenen Mönchsbart, die dunklen Wurzelteile schneidet man vorher grosszügig weg, dazugeben
3. gleichzeitig die Jakobsmuscheln in ganz wenig Olivenöl in einer beschichteten Pfanne auf den Punkt braten
4. das Kochwasser von Spaghetti/Mönchsbart abschütten und beides zurück in die Pfanne geben – Olivenöl dazu und gut mischen
5. in heisse Teller schöpfen, Jakobsmuscheln daraufsetzen und ev. dekorieren

From → Rezepte

16 Kommentare
  1. Oh, na das ist elegant, dass man den Mönchsbart einfach ins Nudelwasser dazu gibt. Auf die Idee wäre ich nie gekommen.
    Eine schöne Kombination ist das mit den Jakobsmuscheln.

  2. Ein köstliches Pastagericht – ich liebe Barba di Frate – und wegen der Zubereitung hättest du dir doch nicht unbedingt die Mühe machen müssen, bei Herrn Kägi zu essen.
    Schau doch einfach hier, so hat das Signor Roberto schon vor vielen Jahren gemacht 😉
    http://lamiacucina.wordpress.com/2010/04/01/spaghetti-con-agretti-jedenfalls-etwas-grunes/

  3. @Susi: Aber eben, von mir ist sie auch nicht, die geniale Idee … und dann auch hier noch ein HB für Dich 🙂
    @Sabine: Robert sagt ja auch immer, es gäbe nichts mehr Neues (in der Küche) zu erfinden 😉

  4. Sehr schön, das würde mir auch schmecken!
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  5. Ich muss zugeben, dass ich den Barba di frate noch nicht soo lange kenne, aber mittlerweile zum grossen Fan avanciert bin! Wie passend, dass er mittlerweile auch an jedem besseren Gemüsemarkt erhältlich ist 🙂

  6. Ein Barbar 😉

  7. etoile-filante permalink

    was kommt der Barba am nächsten?? Denn hier ist so etwas ausländisches mit sicherheit nicht zu finden! Kann man den auch selber ziehen?

    bisous bretons, l’é-f

    • etoile-filante permalink

      Hat sich erledigt 🙂 Ich habe einen samenhandel entdeckt, der mir das kostbare gut in einigen tagen liefern wird, grâce à toi, cher ami!

  8. @Cheriechen: Da bin ich mir sicher 🙂
    @Marco: Die Welt wird zum Dorf und den Mönchsbart gibt’s schon fast in jedem Dorfladen
    @Kormoran: … und ein Bärtiger dazu 😉
    @é-f: Das ist ja grossartig – wirst Du mir berichten?

  9. Ausprobiert und für sehr «lieberlecker» befunden!
    Allerdings muss ich gestehen, dass es hier kein(en) barba di frate gibt, wohl weil hier die Mönche hier auch nie einen Bart tragen…
    Ein annähernd ähnliches Bartgewächs ist in TH als «Cha-om» erhältlich, welches ich verwendet habe, selbstverständlich etwas gaaanz anders, nämlich ein Akaziengewächs. Vielleicht weiss unser Freund Houdini (hallo! liest du das?) etwas mehr darüber?
    FEL!X

    • Ja, wir haben einen Strauch im Gemüsegarten, und Du, Felix, vermutlich auch. Miao will nur die feinen, jungen Triebe, nicht wie auf dem Markt, wo meist ältere Zweiglein verkauft werden, sie sollten aber noch keine stechenden Stacheln haben.

      Die Zweige am Strauch sehen nicht wie Mönchsbart aus, aber die frischen Triebe legen sich nach dem Abschneiden zusammen und werden schmal und lang, etwa 15 cm.

      Sie verwendet ihn „offiziell“, dh nach Isan Art, in Kai Jiao Cha-om (Omelet), Gaeng Nomai (Bambus Curry/Suppe), Gaeng Pa (Wald Curry/Suppe). Sie sagt, hier im Norden werde Cha-om auch dem Tam Mamuang (Mango Salat) und Stücke des Cha-om Omelets dem Gaeng Khae zugegeben.

      Die hier vorgestellten Spaghetti würden mir auch passen, oder so wie Felix sie machte. Es öffnen sich verschiedene Varianten mit dem Mitsieden von Gemüsen gegen Ende der Kochzeit, hab da nun auch Ideen, zB mit Pak Tam Loeung, einer sehr gesunden efeuartigen Kletterpflanze, aber viel zarter als Efeu, Felix kennt sie vermutlich, gibt es manchmal auch auf dem Markt.

  10. Ein sehr leckeres Gericht 🙂
    Tolle Idee den Mönchsbart mit ins Nudelwasser zu geben.
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

  11. Ich glaube ich muss auf die Suche nach Mönchsbart gehen! Und Jakobsmuscheln habe ich viel zu lange nicht gegessen…Liebe Grüße Melanie

  12. @FEL!X: Hilfe! Houdini liest mich nicht 😦
    @Sabine: Effizient, gell !
    @Melanie: So wird man ab und zu durch einen Blog an etwas fast Vergessenes erinnert 😉

    • Hallo Andy, ich lese Dich schon ab und an und vor einiger Zeit regelmässig, aber Dein Niveau ist oft derart über dem meinigen (im Kochen und der Auswahl der Zutaten, anderweitig weiss ich es noch nicht), dass ich das nur mit den Augen nachvollziehen, jedoch weder nachmachen kann noch meinen Senf dazu geben möchte.
      Bist Du, wie irgend etwas Dummes in meinem Bauch meint, zufälligerweise aus der Werbebranche?

  13. Da ist er wieder, der Mönchsbart! Sieht schon sehr attraktiv aus mit seinen langen Blättchen…ob ich ihm doch nochmals eine Chance gebe…?

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