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Coq au Riesling

1. September 2014

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Es gibt Rezepte, die kenne ich zwar seit Urzeiten, esse sie sehr gerne auch mal im Restaurant – habe sie aber noch nie selbst gekocht. Huhn in Riesling gehört ebenso in diese Kategorie wie Coq au vin (Kokowääh 🙂 ), wobei die beiden natürlich ziemlich unterschiedlich sind. Die heutige Zubereitungsart passt eher ganzjährig, während ich die Rotweinvariante doch eher für die kälteren Tage reserviere.

Haben wir gefrevelt, weil wir anstatt Riesling einen wunderbaren Blaufränkisch dazu getrunken haben?

Zutaten:
für 4 Personen

1 Hahn, (ca 1,2 kg – und sollte er schwerer sein,
kein Problem, denn aufgewärmt schmeckt’s eher noch besser
)
100 gr Rüebli (Karotten)
70 gr Petersilienwurzel
70 gr Staudensellerie
120 gr kleine, weiße Zwiebeln (Perlzwiebeln)
2 kleine Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
3 Thymianzweige
10 schwarze Pfefferkörner
wenig Piment, gemahlen
5 dl Riesling
3 dl Geflügelfond
80 gr Speckwürfel
4 El Öl
20 g Butter
Salz & Pfeffer
2 EL Mehl
5 Petersilien Stiele
3 Estragon Stiele
150 gr braune Champignons

Zubereitung:

1. vom Hahn die Keulen abtrennen und im Gelenk in Ober- und Unterschenkel schneiden. Die Brust mit einer Geflügelschere an Brustbein und Brustknochen entlang längs halbieren. Die Brüste dann quer halbieren. Oder gleich von Beginn weg Hühnerteile in entsprechender Anzahl, bzw. Gewicht kaufen
2. Rüebli und Petersilienwurzeln schälen und alles Gemüse in 3-4 cm große Stücke schneiden. Perlzwiebeln und Knoblauch schälen. Geflügelteile, Gemüse und die Gewürze in einen Topf oder Gefrierbeutel geben. Mit Riesling und Geflügelfond auffüllen – alles soll gut bedeckt sein. Mindestens 3 Stunden (noch besser über Nacht) marinieren
3. Fleisch, Gewürze und Gemüse in ein Sieb gießen, die Marinade auffangen. Fleisch und Gemüse gut trocken tupfen
4. in einem Bräter 3 El Öl und 20 gr Butter erhitzen. Zunächst die Geflügelteile salzen und pfeffern und mit den Speckwürfeln darin goldbraun anbraten. Brustteile herausnehmen. Gemüse und Gewürze zugeben und kurz mitbraten. Alles mit Mehl bestäuben, mit 6 dl Marinade auffüllen und aufkochen lassen. Zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 200° C auf der untersten Schiene 35-40 Minuten schmoren lassen. Die Brustteile zugeben und weitere 15 Minuten offen schmoren.
5. Inzwischen Petersilien- und Estragonblätter abzupfen und fein schneiden. Pilze putzen, größere halbieren oder vierteln. Pilze in einer Pfanne im restlichen Öl und der restlichen Butter anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Bräter aus dem Ofen nehmen. Pilze zugeben und bei milder Hitze 5-10 Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Petersilie und Estragon bestreut servieren. Entweder nur mit Brot oder mit dicken Nudeln servieren

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From → Rezepte

9 Kommentare
  1. Haderst Du auch immer mit der Haut, wenn sie durch das Schmoren schlabbrig wird? Meistens entferne ich sie mittlerweile, auch wenn das die original-coq au vin-Rezepte natürlich nicht vorsehen 😉

    Und um Deine Frage zu beantworten: Ja! Und wie! 😉

  2. turbohausfrau permalink

    Kokowääh habe ich weder in der Rot- noch in der Weißweinvariante jemals gegessen oder gar selbst gekocht. Aber sollte mir jemals ein Gockel unter die Finger kommen, dann wird er zu genau so etwas wie bei dir verarbeitet.

    Zu deiner Weinfrage kann ich genau gar nichts sagen, weil ich kaum welchen trinke. Aber ich denke, du wirst viele Antworten wie die von AT bekommen. 😉

  3. Du hattest echt einen Hahn? Wow! Ich habe bislang nur die Rotweinvariante gekocht, ist aber schon was her. Deine helle merke ich mir.
    Und zum Wein: Auf keinen Fall, erlaubt ist, was schmeckt. 😉
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  4. Für die vielen Beilagen wäre es mir noch etwas zu früh am Morgen, aber vom Coq würde ich ein Stückchen nehmen… vielleicht so ein Keulchen? 😉

  5. Wie gut! Das habe ich schon oft gegessen, meist im Kaiserstuhl bei Freiburg oder im Elsaß. Aber zubereitet habe ich ihn noch nie selber. Und ob diese Köche wirklich alle Riesling genommen haben, das glaube ich nicht. Das geht schon in Ordnung mit dem Blaufränkischen.
    Liebe Grüße vom Bodensee

  6. Basler Dybli permalink

    I ha’s wie du. Dure Summer mit Wysse, im Winter mit Roote kocht. S‘ isch beides nit schlächt ! Welle spezifische Wyy me schlussändlig nimmt ich em perseenligi Gschmagg vorbehalte.

  7. Tatsächlich habe ich auch erst vor einigen Wochen mein erstes Coq au Riesling zubereitet. Mit dem Unterschied, dass mir leider kein Hahn zur Verfügung stand und wir dazu Riesling getrunken haben 😉 Ansonsten bin ich ziemlich identisch wie du verfahren. Nur die Speckwürfel merke ich mir für nächstes Mal 🙂

  8. @Arthurs Tochter: Es war das erste Mal 😦 und es hat mich erstaunlicherweise nicht gross gestört, ich denke, die Haut wegzunehmen wäre aber kein Verlust
    PS. Für Frevel hat’s saugut geschmeckt 😉
    @Susi: Kann man auch mit Huhn machen
    @Eva: Siehe @Susi 🙂 und danke für Deine Unterstützung
    @Katha: Ein Keulchen in Ehren soll niemand verwehren 😉
    @Toettchen: Nur mit Riesling wird’s ein feines Riesling Sösschen!
    @Peter: Es lebe die Freiheit!
    PS. es ’s‘ … isch vechauft!
    @Marco: Na schön, wenn alle es so genau nehmen … mein Hahn war auch keiner … 😉

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