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Tatar, handgeschnitten

2. Oktober 2014

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Hier noch ein gespeicherter Beitrag … weil wir ja diese Woche ferienhalber mit mit der halben Verwandtschaft in Ascona weilen!

Meine Messer waren stumpf. Schleifen liess ich sie bei Lorenzi am Stampfenbachplatz. Mein Gott, die Messer waren nachher alle wie neu – grossartig! 🙂

Die grösste Freude habe ich an einem Messer, welches ich von meinem Schwiegervater bekommen habe. Das Messer ist markenfrei und hatte befürchtet, es bald entsorgen zu müssen. Nach dem professionellen Schleifen brauche ich kein neues, sondern erfreue mich an dem Messer, welches super in meiner Hand liegt.

Jetzt müsste man doch etwas Unübliches mit diesen frisch geschliffenen, super scharfen Messern anstellen … oder nicht? Eingefallen ist mir etwas, was schon gefühlte Ewigkeiten darauf wartet zubereitet zu werden. Ein richtiges Tatar! Rohes Fleisch mit rohem Ei? Ist das nicht barbarisch? Das mag sein, aber dafür schmeckt es vorzüglich und so wird’s gemacht:

Zutaten:
für 2 Personen

250 gr Rindshuft, bzw. Rindsfiletspitz
2 EL Salzkapern, gewässert
1 Sardellenfilet
1 Eigelb
1/2 TL Dijon Senf
etwas Olivenöl
ein Spritzer Zitronensaft
Tabasco
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
(wer mag 1 oder 2 EL Cognac)

Bürlibrot, frisch getoastet

Zubereitung:

1. das Fleisch mit einem sehr scharfen Messer erst in dünne Scheiben, dann Streifen und dann Würfelchen schneiden, dann noch einige Male kreuz und quer schneiden (der Metzger Deines Vertrauens kann dies schneller und besser, wenn Du ihn rechtzeitig und freundlich darum bittest 😉 )
2. Kapern und Sardellenfilet fein hacken
3. alle Zutaten mit einer Gabel zügig unter das Fleisch arbeiten, anfänglich lieber etwas zu zaghaft würzen (nachwürzen ist immer möglich)

Das Fleisch gefällig auf einem Teller anrichten, ev. mit Sprossen, Radieschen etc. garnieren. Anstelle von Bürli kann natürlich auch normaler Toast verwendet werden. Oft wird dem Fleisch auch feingeschnittene Gurke beigemischt und/oder gehackte Zwiebeln

Tatar, handgeschnitten - mit Zutaten

Tatar, handgeschnitten – mit Zutaten

Ich gestehe es, meine 220 gr Fleisch habe ich ganz alleine verdrückt und es hat sensationell geschmeckt! Es gibt Dinge, die wecken den Tiger … 😉

From → Rezepte

10 Kommentare
  1. Basler Dybli permalink

    Wunderbar ! Kurz gsait: I mag nit nur – i will das ha, und zwar 2 Elf. voll !

  2. Sieht lecker aus und ich erinnere mich noch gut, wie verrückt ich immer nach Tatar war. Da kann man schon schwach werden. 😉

  3. So viel sind 220 g nun auch wieder nicht. 😉 Und ich gestehe, dass ich tatsächlich genau jetzt VOR dem Frühstück großen Appetit auf so ein Portiönchen hätte…
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  4. Schön, wenn es noch jemanden in der Gegend gibt, der Messer fachgerecht schleifen kann…

  5. Tatar von rohem Fleisch ist eines der wenigen Dinge, die ich überhaupt nicht mag, wobei ich Tatar, ganz gleich von welchem Fisch zubereitet, liebe.
    Das mit dem Messerschärfen ist bei uns auch immer so ein Thema, du kannst dich glücklich schätzen, dass du einen guten Messerschärfer gefunden hast. Ich plage mich immer noch mit selber schärfen und habe auch das Equipment dazu, aber es ist halt schon sehr anstrengend (und nicht gerade nagelpflegend)
    Ich winke mal von der anderen Seeseite zu dir rüber 😉
    (hast du schon einen Americano auf mich getrunken? Heute ist dafür das richtige Wetter)

  6. brittakama permalink

    Ach, das mach ich mir demnächst auch mal. Ganz alleine!! Ich liebe Tatar über alles, der Mann hier allerdings gar nicht 😉
    Ich schärfe meine Messer immer selbst, die japanischen mit einem Wasserschleifstein und mache das total gerne. Man kann so schön abschalten dabei und es ist so schön, wenn alles wieder scharf ist. Für die normalen hab ich so ein kleines Gerät, das auch ziemlich gut funktioniert.

  7. Mein Messerschleifer Helmut sprach kürzlich auch davon, es müsse mal wieder Tatar auf den Tisch – Recht hat er! Könnte ich jetzt auf der Stelle mit Genuss futtern 🙂

  8. @all: Ferien im Tessin … und schon vergisst Er, die freundlichen Kommentare zu beantworten! Sorry! 😦

    @Peter: Will? … und wie heisst das Zauberwörtchen … ?
    @Rabin: Ab und zu schwach werden finde ich ganz in Ordnung 😉
    @Eva: Ich empfehle ein Stückchen Torte als Ersatz … 😉
    @richensa: So Jemanden braucht man unbedingt
    @Sabine: Das Wetter war die ganze Woche perfekt für uns … winkewinke
    @Britta: Selber schleifen? Wow, ich bin beeindruckt!
    @Petra: Ein Messerschleifer im Haus – grossartig!

    • Basler Dybli permalink

      S‘ Wèrtli „Bitte“ bruuch‘ i bi hätt‘ i gärn. In däm Fall muess‘ es eifach derby bzw. dra si.

Trackbacks & Pingbacks

  1. Kibbeh Nayeh – Libanesisches Tatar vom Ross – zum fressn gern.

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