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Ein Teller geht auf Reisen … mit herbstlichem Pulpo Salat!

28. Oktober 2014
... und der Oscar geht ... : An den Teller !

… und der Oscar geht … : An den Teller !

Etwas wehmütig habe ich die letzten 18 Monate den Event von Foodfreak, aka Petra, verfolgt.

Denn die Spielregeln legten nahe, dass der Teller aus Kostengründen (Porto), nur in Deutschland verschickt werden sollte. Nun hatte die liebe Sabine den schönen Gedanken, den Teller einfach mal aus dem Elsass ins Tessin zu entführen und nun ist er in meinem Briefkasten gelandet.

Mein zweiter Blogbeitrag im März 2012 war ein Pulpo Salat und natürlich hat er damals, ohne Followers und ohne Leser, nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit genossen. Ein Grund den Pulpo in herbstlich abgewandelter Form nochmals zu Tisch zu bringen. Angerichtet auf dem schönen, international reisenden Teller! 🙂

Der Teller würde gerne noch ein bisschen weiter in der Schweiz herumreisen – melden sich Schweizer FoodbloggerInnen per eMail (lieberlecker (ät) bluewin punkt ch) bei mir?

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Bezüglich Pulpo halten sich ja hartnäckig die kuriosesten Gerüchte. Z.B., dass ein Korken mitgekocht werden muss! Dass der Pulpo vor dem Kochen weichgeklopft werden muss! Alles, damit der Pulpo nicht zäh wird? Es ist eigentlich ganz einfach: Entweder tiefgefrorenen Pulpo kaufen oder ganz frischen für 24 – 48 Stunden einfrieren. Denn was das Einfrieren bewirkt, kann hier beim Pulpo Experten nachgelesen werden.

Zutaten:
für 2 Personen

500 gr Pulpo
0,5 dl Weisswein,
0,5 dl Olivenöl
1 Lorbeerblatt
1 Stange Sellerie
70 gr Flageolet Bohnen, über Nacht eingeweicht
2 kleine Kartoffeln, festkochend
einige Salatblätter
4 confierte Cherry Tomaten, geschält
Mandarinen Schnitze
Zitronen- und Limettenzesten

Vinaigrette
Olivenöl
Mandarinenöl
Zitronensaft
Limettensaft
Kochflüssigkeit vom Pulpo
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Pulpo
1. den aufgetauten Pulpo mit kalten Wasser abspülen und dann mit den Fangarmen voran 2 – 3 Sekunden in kochendes Wasser tauchen und diesen Vorgang 3 mal wiederholen. Dies bewirkt, dass sich die Fangarme attraktiv zusammenrollen (muss also nicht sein)
2. in einem Topf mit Deckel je 0,5 dl Weisswein, Wasser und Olivenöl aufkochen lassen, Pulpo und Lorbeer dazugeben und auf kleinstem Feuer zugedeckt ca. 45 Minuten simmern lassen
Salat
3. die Bohnen in ungesalzenem Wasser ebenfalls 45 Minuten köcheln lassen, erst dann salzen und weitere 10 Minuten köcheln
4. Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in wenig Olivenöl braten, bis sie schön gebräunt sind – salzen und mit etwas Paprika bestreuen
5. den Sellerie fein schneiden
6. Zesten von Zitrone und Limetten schneiden
7. eine Mandarine filetieren
Vinaigrette
8. zwei EL Kochwasser des Pulpo, drei EL Zitronen- und Limettensaft, drei EL Olivenöl und ein EL Mandarinöl zu einer Vinaigrette verrühren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen
Finish
9. Salatblätter mit etwas Vinaigrette mischen und auf dem Teller anrichten, Bohnen, Sellerie und Kartoffeln ebenfalls mit Vinaigrette mischen und auf die Tellermitte geben, Pulpostücke ebenfalls mit Vinaigrette beträufeln und auf die Bohnen Kartoffel Mischung setzen. Mit geschälten Cherry Tomätchen und Zesten garnieren.

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was für ein leckeres Sösschen

was für ein leckeres Sösschen

From → Rezepte

18 Kommentare
  1. Köstlich! Obwohl ich gestehen muss, noch nie Pulpo gegessen zu haben. Das wird umgehend geändert. 🙂
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  2. Ich finde ja nach wie vor, das ist ein Kuchenteller 🙂 Und Pulpo kommt mir keiner ins Haus, ob mit Korken oder ohne. Der Wein im Hintergrund aber versöhnt mich 😉

  3. Klasse, einfach klasse! Ich liebe diese Krakentiere allesamt…. leider ist so ein Pulpo hier nicht so ganz einfach zu fangenm nachdem das ständige Fisch-Auto seinen betrieb eingestellt hat. Aber der wird über kurz oder lang nachgemacht, ganz sicher!

  4. Da merke ich gerade wieder, dass es Pulpo viel zu selten gibt. Dabei esse ich diese Viecher so gern! Und der Teller ist wirklich schön!

  5. Vielen Dank für’s Mitspielen, und das feine Rezept! Schön, dass der Teller es nun doch nach CH geschafft hat – ich freue mich. Kurze Frage: liegen dem Teller die Regeln nicht mehr bei? Wir hatten uns nämlich bei der Vorgabe, dass pro Beitrag nur (genau) ein Bild des Tellers erscheinen sollte, etwas gedacht 😉

  6. @Eva: Habe es lange nicht gewagt, Pulpo selbst zu machen – easypeasy 🙂
    @Astrid: So wie Du denken viele – die restlichen Flaschen Grainhübel dürfen jetzt noch etwas im Keller reifen
    @Ninive: Du weisst eben, was gut ist 🙂
    @Susi: Ein Tiefkühler ohne Pulpo geht gar nicht 😉
    @Petra: Ooops! Doch die Regeln liegen noch bei – muss ich jetzt … ? 😦

  7. Ich erinnere mich gerade an den Film „Jiro dreams of Sushi“ (welchen du mir treffenderweise damals empfohlen hattest), wo der arme Lehrling den Pulpo während Stunden massieren muss – zwecks Zartheit 😉 Ob die TK-Option in Japan wohl noch nicht Einzug gehalten hat?! Ich selbst bin kein Riesenfan, muss ich gestehen, aber das Tellerchen dürfte gerne mal bei mir landen 🙂

  8. Ich mag Pulpo sehr gerne. Und Dein Salätchen täte ich ratzfatz wegputzen.
    Ich erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal einen Pulpo zerlegt habe. Der hat sich dabei mit seinen Saugnäpfchen ständig am Schneidebrett festgesaugt. Ich habe selten so einen Kampf mit einem Tier gehabt, wie mit dem Pulpo 😉

  9. Och, dann kann ich ja guten Gewissens tiefgekühlten Pulpo kaufen, wenn ich welchen sehe. Ich habe das bisher immer vermieden, das wird sich ändern. Danke 🙂

  10. Ich liebe Pulpo und nehm mir gerne deinen Salat mit 🙂 Wie schön, den Teller nun bei dir zu sehen – inzwischen wurde der ja schon von ganz schön vielen bekocht!

  11. @Marco: Ich werde Dich auf die Liste nehmen 🙂
    @Henne: Zwei Hände gegen acht Arme ist ja auch unfair 😉
    @Susanne: Geh und schlag zu!
    @Petra: … und seine Reise ist noch nicht vorüber 😉

  12. Ein sehr schön angerichteter Salat, Pulpo liebe ich ja ohnehin. Ich gare unseren Pulpo immer nach Giorgio Locatellis Methode – komplett ohne Wasser, nur etwas Öl und Wein, mehr brauchst du nicht, der Pulpo bildet genug eigene Flüssigkeit, die dann anschliessend wesentlich aromatischer schmeckt.

  13. Pulpo!! Mit sowas kann man mich locken!! Sieht sehr gut aus!! Liebe Grüße

  14. @Sabine: Du hast Recht, der Pulpo gibt beim köcheln Flüssigkeit ab, die reicht!
    @Julia: Du weisst, was gut ist 🙂

  15. Ganz wunderbar! Ein Wahnsinn, wo der Teller überall ist und was darauf serviert wurde.
    Dein Salat steht ihm auf alle Fälle ganz wunderbar 🙂

Trackbacks & Pingbacks

  1. Ein Teller geht auf Reisen | Foodfreak

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