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Nachgekocht: Kardy mit schwarzem Trüffel

6. November 2014
das Gemüse aus dem Glas

das Gemüse aus dem Glas

Cardons, Kardy, Kardonen. Wer schon kennt dieses Gemüse ausser Robert, der davon schon mehrfach geschwärmt hat.

Als ich letzten Herbst mal in Basel war, musste ich unbedingt an Robert’s Quelle für Kardy vorbeischauen. Aber wie nicht anders zu erwarten war – ausverkauft! Ich habe nicht nachgefragt, wer denn jetzt genau diese Vorräte schon wieder leergekauft habe 😉

Ein paar Wochen später habe ich dann aber ein Glas Kardy hier in Zürich gefunden. Allerdings nicht aus Genf, sondern aus Lyon. Nun gut, habe ich mir gesagt, Kardy ist hoffentlich Kardy, auch wenn Kardy aus Genf das erste Schweizer Gemüse mit Ursprungsbezeichnung («Cardon épineux genevois») ist.

Ausser den Mengenangaben, habe ich mich an Robert’s Rezept gehalten und sowohl die beste Ehefrau von allen, wie auch die Gäste, waren davon sehr angetan 🙂

Zutaten:
für 4 Personen als Vorspeise

Herbstfreude

Herbstfreude

400 gr abgetropfte Kardy aus dem Glas in Stücken.
1 schwarzer Trüffel (Herbsttrüffel, Italien)
30 gr Schalotten, fein gewürfelt
30 gr Butter
1,5 dl Kardysaft aus dem Glas
2 dl Rahm
50 ml roter Portwein (ich: weissen)
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. den Rahm um 2/3 einkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die abgetropften Kardystücke zugeben, aufwärmen und warmhalten
2. den Trüffel fein hobeln und die entstandenen Abschnitte fein hacken
3. in einer Sauteuse die Butter erwärmen, die fein gehackten Schalotten und die Trüffelabschnitte zugeben und kurz andünsten, mit dem Kardysaft und dem Portwein ablöschen und die Flüssigkeit beinahe ganz einkochen
4. die Inhalte beider Pfannen gut mischen – abschmecken und in vorgewärmten Tellern servieren

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From → Rezepte

17 Kommentare
  1. Das hört sich spannend und gut an. Ich kannte Kardy bisher noch nicht .
    Liebe Grüße vom Bodensee
    Gerd

  2. Georg permalink

    Ich liebe Cardons, und lieberlecker weiss das auch. Also gibt es neben Robert noch mindestens jemand anderer, der es auch kennt :-). Dieses Gemüse gab es bei uns immer zu Weihnachten bei meiner Grossmutter in Basel, allerdings war sie nicht gebürtige Baslerin sondern von Bern aber mit einem Genfer verheiratet und ich habe mich jedes Jahr darauf gefreut wie ein kleines Kind (was ich ja auch war…).

  3. Hallo Andy,
    wie bzw. wonach schmeckt Kardy? Glaube nicht, dass ich so schnell in den Genuss davon kommen werde 😦 Aber wieder was neues kennengelernt 🙂
    Liebe Grüße
    Emma

  4. Wer weiß, vielleicht finde ich den Kardy am Wochenende im KDW. 😉
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  5. Kardy! Da ist es wieder, das unbekannte Gemüse, für das ich irgendwann wohl in die Schweiz reisen muss. 😉

  6. @Toettchen: Ja, schmeckt wirklich ausgezeichnet!
    @Georg: Ok, ich habe ganz leicht übertrieben 😉
    @Emma: Robert beschreibt den Geschmack als zart-artischockig und nussig-buttrig. Ich finde das passt
    @Eva: Da bin ich gespannt
    @Susi: Ich tausche Kardy gegen Meyer Zitronen – wann kommst Du? 🙂

  7. Hast es schon mal in einem gut sortierten Türkenladen versucht? Dort finde ich ab und zu frischen Kardy aus Italien.

  8. Da fehlt ein „du“ an zweiter Stelle. Tststststs…

  9. Bea Wyler permalink

    Cardy ist mit der Artischocke verwandt, die geschmackliche Aehnlichkeit kommt also nicht von ungefähr. Und Cardy gehört zur Escalade de Genève, d.h. ab anfangs Dezember bekommt man sie sicher frisch auf den Märkten in Genf. Und hier sollte man sie auch bekommen: http://www.delikatessenschweiz.ch/index.php?db=delireport&nr=176

  10. Auf cardons bin ich auch schon seit langem neugierig, glücklicherweise scheine ich bald exakt zur richtigen Jahreszeit am Genfer See zu sein….

  11. es hat wieder im Manor (Ernte 2013). Heute würde ich vielleicht noch etwas Hühnerfond mit einkochen. Ich hab noch 2 Gläser…und wieder neue Ideen.

  12. Mmmhhh, sehr lecker und raffiniert!

    Grüsse,

    Rosa

  13. @Cooketteria: Danke für den Tipp 🙂
    @Bea Wyler: Unsere Gäste mögen Artischocken nicht, hatten die Kardy aber sehr gerne! Ob das an den Trüffeln lag? 😉
    @Sabine: Dann schlag zu, wenn Du kannst!
    @Robert: Danke für den Tipp – mal schauen, was ich für einen Grund für ein Basel Reisli finden kann 🙂
    @Rosa: Indeed, it’s yummy yum 😉

  14. Basler Dybli permalink

    @ Andy: Basel braucht kein Grund. Basel ist „Culture Unlimited“. 😉

  15. @Peter: Touché 😉

    • Basler Dybli permalink

      Danggscheen – i ha‘ s nit kenne sii lo ! 🙂

Trackbacks & Pingbacks

  1. Kardy Schaumsuppe mit schwarzem Trüffel | lieberlecker

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