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Huhn mit Chilis und Erdnüssen (Gong Bao Ji Ding)

29. Dezember 2014

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Wenn ich nur schon an dieses Gericht zurückdenke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wenn man das Rezept so liest, denkt man na ja, Huhn, Chili, Nüsse, Sojasauce … wird schon ok sein.

Aber weit gefehlt, die einzelnen Komponenten pushen sich gegenseitig zu einem grandiosen Ganzen, das viel, viel besser schmeckt, als man das erwarten würde. Petra, von der ich das Rezept habe, meint, es liege am Chinkiang-Essig, der eine ganz neue Note und Dimension in die Sauce bringe. Ich weiss es nicht, aber es hat grossartig geschmeckt 😀

Zutaten:
für 4 Personen

_DSC1265Huhn
500 gr Hühnerbrustfilet
1 EL Maisstärke
1 EL helle Sojasauce

Sauce
3 EL helle Sojasauce
3 EL Shaoxing-Reiswein (ich:Sherry)
2 EL Palmzucker
3 EL Hühnerbrühe
4 EL schwarzer Chinkiang-Essig (ersatzweise ein billiger Balsamessig)
1 EL dunkles Sesamöl
2 EL süße Sojasauce

und
3 Esslöffel Erdnussöl, oder Kokosöl
12 getrocknete rote Chilis, entstielt, längs zerteilt und entkernt
(hatte ich nicht, ich nahm frische Rote und Grüne)
5 Lauchzwiebeln, das Weisse und Hellgrüne, in Ringen
1 große Knoblauchzehe, gehackt
2 cm frischer Ingwer, fein gehackt
3-4 Esslöffel geröstete gesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

1. das Huhn in kleine Stückchen schneiden. Sojasauce und Stärke glattrühren, das Huhn damit gründlich durchmischen, und mindestens 30 Minuten marinieren lassen
2. die Zutaten für die Sauce miteinander verrühren
3. das Öl in einem Wok sehr heiss werden lassen. Zunächst etwa die Hälfte der Lauchzwiebeln mit den Chilischoten, Ingwer und Knoblauch darin (sehr kurz) anbraten. Für ausreichend Belüftung sorgen – die Ausdünstung der Chilis beschert sonst einen Hustenreiz. Dann das Huhn hinzugeben, und alles 2-3 Minuten pfannenrühren. Das Huhn muss noch nicht gar sein, sollte aber rundum einmal angebraten sein
4. die Sauce zugeben, alles auf starker Hitze 3-5 Minuten einkochen lassen, dabei immer wieder durchrühren. Die Sauce soll andicken und das Huhn gar werden
5. die Erdnüsse und eine Handvoll Lauchzwiebelringe untermischen, kurz heiss werden lassen und dann die restlichen Lauchzwiebeln darüber streuen

Stibitzt bei Foodfreak, adaptiert nach einem Rezept des SAVEUR magazine. „Meim Mummp bremmp“ habe ich nicht gesagt (denn ich bin hart im Nehmen 😉 ) aber dafür “Boah wie lecker!”

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From → Rezepte

13 Kommentare
  1. Freut mich, dass es dir auch so gut geschmeckt hat 🙂
    Was die Sache mit dem brennenden Mund angeht.. ich bin eigentlich auch ziemlich gut schärfekompatibel nach mehreren Touren durch Südostasien, das ist wohl eher eine Frage der verwendeten Chilis …

  2. Davon könnte ich glatt was zum Frühstück vertragen….und die Chilis würden vermutlich meine Erkältung in die Flucht schlagen 🙂

  3. Mein absolutes chinesisches Lieblingsessen! Herrlich! Geht auch mit Cashew-Nüssen. LG Ulrike

  4. Jawohl Andy, gerne zu Frühstück! Sieht toll aus und so *zeugs* geht immer!
    Liebs Grüessli
    Irene

  5. 12 getrocknete rote Chilis??? 😉
    Ich hätte jetzt bitte auch eine Schale vor dem Frühstück! 🙂
    (Und ich finde übrigens, dass man Chinkiang-Essig absolut nicht durch billigen Balsamessig ersetzen kann…)
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  6. Hm, klingt das lecker…
    Die Kombination mit den Erdnüssen kann ich mir gut vorstellen! Das sollte ich probieren!
    Liebe Grüße und guten Rutsch
    Cheriechen

  7. Nach den Festtagen habe ich immer Lust auf Asia-Küche. Dieses Rezept ist mir schon bei Petra aufgefallen, nun wird es bald ausprobiert. Chinkiang-Essig habe ich nicht, es erschliesst sich mir auch nicht so ganz, warum ich ihn durch „billigen“ Balsamico ersetzen kann???

  8. zu dem Chinkiangessig: der Text steht so bei Saveur, also der Vorschlag Balsamessig zu nehmen, Ich denke es ging drum, dass man etwas nehmen soll, dass nicht zu rein nach Essig schmeckt. sondern Süße mitbringt.

    • Ich nehme immer eine. Mischung aus Apfelessig, Sojassauce und etwas Zucker, wenn ich keinen ds habe. Das geht auch ganz gut 😉

  9. Erstens: ebenfalls «boah, wie lecker»!

    Zweitens: genau für solch Husten-reizende Zubereitungen habe ich eine Aussen-Wok-Station!!!

    Drittens: Chili-Sorten gibt es selbstverständlich in unterschiedlichster Schärfe. Um beim Original-Rezept zu bleiben: 12 getrocknete Chili-Schoten, selbst von mittlerer Schärfe, sind bereits eine Herausforderung!!!

    Aber eben: erst wenn sich die Schärfe als lodernde Flamme wie Laser durch die Schleimhäute bohrt und als Tornado über die Nervenstränge ins Hirn fährt, bis alle guten Geister aus dem Kopf rasen, ist es richtig scharf!!!

    Beste Grüsse aus dem Chili-Land,
    FEL!X

  10. Eins meiner chinesischen Lieblingsessen. Das habe ich schon viel zu lange nicht mehr gemacht – danke fürs Erinnern!

  11. @Petra: Die Schärfetoleranz hat bei mir mit den Jahren nachgelassen. Ich schätze es liegt am fehlenden Trainign 😉
    @Susanne: Ich hoffe, die Erkältung ist im alten Jahr liegengeblieben 🙂
    @Ulrike: Cashews im chinesischen Essen – immer gerne!
    @Irene: Gell! Sag ich doch 😉
    @Eva: Vermutlich hast Du Recht! Aber der Vorschlag ist nicht von mir!
    @Cheriechen: Oder Cashews! Unbedingt!
    @Sabine: Ergo, nicht ersetzen – Original kaufen!
    @Petra: Das sehe ich auch so!
    @FEL!X: Aber RICHTIG scharf ist nicht für jedermann 😉
    @Tring: Gerne! Was Du oben vorschlägst ist eine kreative Lösung! Gut gemacht! 🙂

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  1. asiatisches Menü – mit Fernweh Garantie | lieberlecker

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