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Hirschfilet Stroganoff

14. Januar 2015

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Ich heisse Andy und ich bin süchtig! 🙂

Aber die Sucht, fremde Blogs zu lesen, hat auch den Nachteil, dass ich oft schon nach ein paar Tagen nicht mehr weiss, was ich jetzt wo genau gelesen habe 😦

Da stand also kürzlich in einem Blog, dass ein befreundeter Jäger quasi ein halbes Reh abgeliefert habe. Ohhh! Seufz! Solche Freunde sollte man haben … obwohl, mein Umsatz an Wild ist ja überschaubar. Und das Tiefkühlfach (keine Truhe) ist eh voll. Wir sind bloss ein 2 Personen Haushalt und haben im Durchschnitt alle zwei Wochen mal 2 oder höchstens 4 Gäste. Da wäre ein halbes Reh schon etwas übertrieben.

Also ging ich zum Metzger meines Vertrauens und liess mir ein Pfund Hirschfilet in Stroganoff Streifen schneiden.

Dort könnte man natürlich auch alles andere (Rotkraut, Spätzli, Maronen, Äpfel mit Presselbeeren) fixfertig kaufen, aber Spätzli sind einfach gemacht und schmecken auch aufgetaut und angebraten wirklich gut und Rotkraut kommt mir nur noch roh ins Haus (weil es eben auch keine Hexerei ist).

Nachtrag: Nachdem ich mir vorgestern beim Rotkohl hobeln das halbe „Fingerbeeri“ wegmandoliert habe, muss ich die letzte Aussage vielleicht nochmals überdenken! 😉

Zutaten:
für 4 Personen

Fleisch
500 gr Hirschfilet
Bratbutter
Gewürze

Sauce
2 dl Kalbsfond
2 dl Wildfond (ich: gekauft)
1 dl Rotwein
2 dl Rahm

Zubereitung:

1. das Fleisch Raumtemperatur annehmen lassen, trocken tupfen und würzen
2. Bratbutter gut erhitzen und das Fleisch portionsweise und allseitig schön braun braten (es soll innen aber rosa bleiben)
3. das Fleisch warmstellen, das Fett aus der Pfanne abgiessen
4. den Bratsatz mit dem Rotwein auflösen und bis auf ganz wenig Flüssigkeit einkochen lassen
5. Kalbsfond, Wildfond und die Hälfte des Rahms zugeben und nochmals kräftig einreduzieren (ca. 2 dl)
6. den restlichen Rahm (1 dl) steifschlagen
7. die Sauce nochmals aufkochen, das Fleisch zugeben, vom Herd ziehen und den Schlagrahm untermischen
8. sofort auf vorgewärmten Tellern servieren

… und offensichtlich gab es dazu Spätzli, Rotkraut und Maronen 🙂 Selbstgemacht!

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From → Rezepte

13 Kommentare
  1. Ein Reh-Filet gibt leider zu wenig her… damit kriegt man höchstens eine Person satt. Ich kriege immer wieder mal ein ganzes Reh, das dann in 4-6 Postionen eingefroren wird und auch bei einem 2 Personen-Haushalt gut wegkommt!
    Aber zurück zum Gericht, vielleicht kann man ja mit dem Rücken auch etwas Ähnliches anstellen? Also dem Rücken des Rehs…

  2. Auch ich darf mich glücklich schätzen, einen Jäger zum Freund zu haben! Nur die Leber des Rehs wollte er mir partout bisher noch nie überlassen, so weit geht unsere Freundschaft wohl nicht 😉

    Ein tolles Gericht, genau nach meinem Geschmack! Schön auch, dass du noch Wild ergattern konntest. Die meisten Metzger führen es ja bereits nicht mehr im Sortiment…

    • Basler Dybli permalink

      Die Leber gehört nach waidmännischem Brauch bzw. der Tradition dem/r Jäger/in, welche/r das Wild erlegt hat.

      • da hatte ich schon ein paarmal Glück…. der Jäger hat manchmal genug von den Innereien und gibt die dann weiter.

  3. Basler Dybli permalink

    Das liist sich sehr guet und passt au fadegrad zämme.
    Im Grund gno gseh is genau gliich wie du, dass me alles sälber mache ka. Bim Rotchrut griff‘ i – wenns nur für mi elai isch – uf e vor kurzem entdeggti Konsärve, wo mit drei Handgriff (zuesätzlig èbis Gmiesbouillon, Balsamico und eglai Pfäffer) grandios mundet. S‘ Fingerbeeri bruuch‘ i zem Usschlägge vom Täller 😉

  4. Brigitte Köhler permalink

    Hallo Andy,
    um dein halbes „Fingerbeeri“ tut’s uns leid!!!!
    Es gibt einen wunderbaren Handschuh -Mircoplane cut resistant glove-,
    dann klappt’s auch mit dem Rotkraut 🙂 !
    Wir geniessen deinen tollen Blog, lieben Dank!

  5. Also ich weiß noch, wo du das gelesen hast. 😉 Und ich hoffe, dass Herr H. heute nicht bei dir vorbeischaut…
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  6. Uh – böse Mandoline… ist mir auch vor ein paar Wochen passiert *schüttel*. Aber dein Stroganoff sieht klasse aus! 🙂

  7. @Ninive: Ok, d.h. der Unterschied zwischen Hirsch und Reh ist nicht zu unterschätzen 😉
    @Marco: „Goldküstenmetzger“ müssen ein bisschen exklusiver sein 😉
    @Peter: So schnell schleckt mein Finger keine Schüssel aus 😦
    @Brigitte: Den muss ich haben 🙂 Schön von Euch zu lesen!
    @Eva: Krieg ich einen kitzekleinen Hinweis?
    @Katha: GB (ganz böse)! 😉

  8. Mal wieder köstlich, deine gehobene Küche 🙂 . Solche scharfen Hobel haben eben auch eindeutig einen Nachteil- sie nutzen jede kleinste Unachtsamkeit um uns was abzuhobeln ! Echt fies ! Gute Besserung für deinen armen Finger. Grüsse von Anja

  9. turbohausfrau permalink

    Letztens getrocknetes Wild, heute frisches – du machst mich mehr als deutlich darauf aufmerksam, dass in diesem Haushalt viel zu selten Wild auf den Tisch kommt. Ich muss mich auf die Suche machen.

  10. Köstlich, so ein feines Essen.
    Liebe Grüße vom Bodensee
    Gerd

  11. @Anja: Gehoben, aber nicht abgehoben – oder? 😉
    @Susi: Wild ist gesund – sagt man!
    @Toettchen: Soso, Ferien vorbei? 🙂

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