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Baba aux Mandarines

20. Januar 2015

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Gleich mal eine Warnung vorweg, für diejenigen, die sich diesen Genuss nicht entgehen lassen wollen. Wenn da steht, die Förmchen 2 cm füllen, dann ist das ernst zu nehmen, denn dieser Hefeteig geht unglaublich (für mich jedenfalls) auf.

Ich hatte keinen Mandarinlikör und ich glaube, der gäbe dem Ganzen noch den letzten Schliff.

Und noch etwas: Kauft unbedingt kernlose Mandarinen. Ich dachte ich kaufe die besten, teuersten, denn das wären sicher auch die Aromatischsten. Klar, aber wenn man Mandarinen filetieren will, treiben einen die Kerne in den Wahnsinn. Also bitte wiederholt meine Fehler nicht, dann ist Genuss garantiert! 🙂

… und übrigens: Das in der Mitte ist nicht das Januarloch 😉

Zutaten:

Baba’s (etwa 12 Stück)
250 gr Mehl
6 gr Zucker
7 gr Hefe
2 EL warmes Wasser
1 – 2 dl Milch
1 Prise Salz
3 Eier
75 gr Butter
1 – 2 EL Rosinen

Sirup
1,5 l Wasser
400 gr Zucker
1 Zimtstange
2 Gewürznelken
1/2 Zitronenschale, dünn abgezogen
2 Mandarinenschalen, dünn abgezogen

Mandarinensauce
1,25 dl Rahm
1,25 dl Milch
5 Mandarinenschalen, dünn abgezogen
8 Eigelb
75 gr Zucker
etwas Mandarinenlikör (ich: weggelassen)

20 – 30 filettierte Mandarinenschnitze

Zubereitung:

Babas
1. das Mehl in eine warme Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen
2. den Zucker in diese Mulde geben. Die Hefe und das warme Wasser zugeben, sowie die Milch und alles leicht verrühren – es soll sich ein leicht flüssiger Teig bilden
3. die Eier verklopfen zum Teig geben und mit der Küchenmaschine kneten lassen – die weiche Butter und das Salz dazu und nochmals etwas weiterkneten
4. wenn der Teig weich und zart ist, die Rosinen daruntermischen und dann alles, mit einem Tuch zugedeckt, an einem warmen Ort gehen lassen
5. wenn der Teig deutlich an Volumen zugenommen hat und die Luft auf Fingerdruck hinausgeht, die Förmchen butttern und mehlen
6. den Hefeteig etwas zusammenklopfen und (mit einem Spritzbeutel) in die Förmchen füllen (Timbale Förmchen zu ca 2 cm füllen)
7. die Förmchen wieder mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort den Teig sein Volumen mindestens verdoppeln lassen
8. in der Mitte des auf 200° C vorgeheizten Ofens schieben und 10 – 12 Minuten goldbraun backen (Stäbchenprobe)
9. die Förmchen aus dem Ofen nehmen und das Gebäck sofort aus der Form klopfen
10. zurück auf das Blech legen und in den Ofen zurückgeben. Diesen auf 180° C stellen – rundum 5 – 10 Minuten trocken, dann erst herausnehmen und auskühlen lassen

Sirup
1. alle Zutaten in einem Topf mit möglichst grosser Grundfläche zu Kochen bringen und dann von der Herdplatte ziehen
2. die Babas nun in diesen warmen Sirup stellen
3. wenn sich die Babas vollgesogen haben, diese mit einem Spatel vorsichtig (!) herausheben und auf ein feinmaschiges Kuchengitter setzen (ACHTUNG die Babas auf keinen Fall zu lange tränken, sonst könnten sie zerfallen)
4. mit etwas Mandarinenlikör leicht nappieren

Mandarinen Sauce
1. Rahm und Milch zusammen zum Kochen bringen
2. die Mandarinenschalen mit einem Zestenmesser sehr dünn abschälen und mit der Milch-Rahm Mischung aufkochen
3. die Eigelb mit dem Zucker schaumig aufschlagen
4. in diese Mischung und kräftigem Schlagen die heisse Milch giessen
5. diese Masse „zur Rose“ abziehen, d.h. vorsichtig so erhitzen, dass sie leicht dicklich wird
6. dann in eine kalte Schüssel giessen und diese auf Eis stellen und rühren, bis sie kalt ist
7. durch ein Sieb passieren und ev. mit etwas Mandarinenlikör verfeinern

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From → Rezepte

9 Kommentare
  1. Das sieht sehr lecker aus! Ich mag Mandarinen sehr gerne, alleine schon der Duft…. und dann noch so ein kleiner, süsser Hefegugl.

  2. Gut dass Du das mit dem Januarloch sagst, sonst wäre ich genusssüchtig hineingefallen. Das sieht fantastisch aus.
    Liebe Grüße vom Bodensee
    Gerd

  3. sieht echt lecker aus!

  4. Das sieht phantastisch aus und ist eine tolle kindgerechte Alternative zum Baba au rhum. Vielen Dank für die Idee und herzliche Grüße,
    Oliver

  5. @Sandra: Mandarinen – einer der schönsten Winterdüfte!
    @Gerd: Wer da hineinfällt, fühlt sich wie im Schlaraffenland 😉
    @buemichl: Danke sehr!
    @Oliver: Aber für kindgerecht den Likör bitte weglassen 😉

  6. Darf ich bitte eins haben? Ich bin grad zu faul zum Backen, Januarloch und so… 😉
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  7. Lieber Andy,
    Ein tolles Rezept, dass ich gern aufgreife. Mein Mann hat sich vor Jahren in Frankreich ahnungslos einen Baba au Rum gekauft. Der war so stark mit Rum getränkt, dass wir ganz angesäuselt aus der Patisserie gewankt sind 😉 ! Seitdem habe ich größten Respekt vor den Teilchen. Aber deine Version macht einen harmloseren und gleichwohl leckereren Eindruck!
    Liebe Grüße Maren

  8. turbohausfrau permalink

    Ohhhh, schaut das fein aus! Ich hab eh grad jede Menge Südfrüchte hier. Ich glaub, da muss so ein Gugel dran glauben.

    Ist es nicht so, dass Mandarinen fast immer Kerne haben? Wurden nicht deswegen Kreuzungen gemacht und die kern- und geschmacksarmen Clementinen erfunden?

  9. @Eva: Wie gesagt, ich tausche ein Baba gegen ein Süppchen von Dir (oder eine Torte?) 😉
    @Maren: Ohne Mandarinlikör ist’s sogar kindertauglich 😉
    @Susi: Du hast Recht – mir wäre eine kernlose aber geschmacksintensive Variante am liebsten!

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