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Risotto Trevisiano

25. Februar 2015

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Radicchio Rosso di Treviso Tardivo heisst dieses Zichorien Gemüse mit vollem Namen. Es gibt aufgrund verschiedener Anbauweisen zwei Arten von Radicchio. Die erste Art ist der bei uns bekannte runde Radicchiokopf. Die zweite Art, dazu gehört beispielsweise Radicchio Rosso di Treviso Tardivo, bildet eine lose Blattrosette statt eines geschlossenen, festen Kopfes. Die Blätter sind lang, schmal und dunkel weinrot mit breiten weißen Blattrippen. Leider haftet ihm der Ruf an, furchtbar bitter zu sein … was tendenziell etwas übertrieben ist, aber bitter soll es ja eigentlich sein. Diese Bitterstoffe, übrigens sehr gesund, weil sie den Magen zu etwas Extra Arbeit zwingen, sitzen vor allem in den hellen Blattrippen. Bei Unverträglichkeit können diese ev. teilweise weggeschnitten werden.

Für das kürzliche Gentlemen’s Dinner wurden geviertelte Köpfe mit Olivenöl beträufelt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und im Ofen geschmort – äusserst lecker!

Zutaten:
für 4 Personen

Das Risotto Grundrezept wird folgendermassen angepasst:

200 gr Risotto Reis (Acquerello, Carnaroli o.ä.)
1 Zwiebel, geschält und gehackt
1 Knoblauch Zehe, gehackt
2 EL Olivenöl
0,5 dl Weisswein, trocken
5 – 6 dl Hühnerfond
50 gr Alpkäse
1 kleiner Radicchio Rosso die Treviso Tardivo (kleingeschnitten)
1 Radicchio Rosso, geviertelt
50 gr Butter, kalt und in Stücke geschnitten
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
ev. etwas Salz

Zubereitung:

1. im mittelheissen Olivenöl Zwiebel und Knoblauch anziehen, ohne Farbe nehmen zu lassen
2. den Reis dazugeben, etwas umrühren und 1 Minute braten, dann den Weisswein dazugiessen
3. wenn der Wein beinahe ganz eingekocht ist, etwas heisse Hühnerbrühe dazugiessen und umrühren
4. nun immer wieder etwas rühren und sobald der Reis eine Grossteil des Fonds aufgesogen hat, wieder Fond dazugiessen. Es sollte die ganze Zeit leicht köcheln
5. den geviertelten Radicchio auf ein Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer sparsam würzen. 12 Minuten im auf 180° C vorgeheizten Ofen schmoren und am Schluss auf das fertige Risotto legen
6. nach etwa 14 Minuten den kleingeschnittenen Radicchio dem Risotto zugeben
7. nach ca. 15/16 Minuten geht der Fond langsam zur Neige – bevor man nun die letzten zwei Esslöffel Fond in den Risotto kippt, den Alpkäse unterrühren und die kalten Butterstücke dazugeben und umrühren
8. nun sind die 18 Minuten vorbei und der Risotto müsste nun eigentlich auf den Punkt gegart sein, d.h. noch etwas Biss haben, so wie Pasta al dente sein müssen
9. je nachdem wie lange der Risotto nun noch steht, kann es sein, dass er zu sehr eindickt, das kann mit dem letzten Rest des Fonds wieder korrigiert werden

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From → Rezepte

11 Kommentare
  1. Ich muss mein Haupt in Schande legen und gestehen, dass ich den Treviso tatsächlich noch nie probiert habe. Und das obwohl ich den klassischen, runden Radicchio sehr, sehr gerne mag und kürzlich beim Gemüsehändler den Trevisano quasi schon in der Hand hatte! Und ja, bitter muss der sein, genau 🙂 Ist der Unterschied zwischen den beiden bloss die Bitterkeit?

  2. Es kann eigentlich nie bitter genug sein, vielleicht habe ich so eine Bitterwahrnehmschwäche… 😉 Und Risotto gab es bei uns gestern auch.
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  3. @Marco: Dir sei verziehen – Du bist noch jung 😉 Irgendwie fand ich diesen hier geschmackvoller
    @Eva: Es kann ganz angenehm sein, wenn einem so ein Gen fehlt 😉

  4. Dann komme ich gegen 19.00 Uhr vorbei……..

  5. @Tom: 19.00 h passt … lol 😀

  6. Basler Dybli permalink

    Ganz fein ! Als Bestanteil vomene grosse Ässe e glungene Gang. Muus-elai grad e Portiönli zem zwai Zahnlugge z‘ stopfe (analog de Spagfhetti mit Ärbsli) … 😉

    • Basler Dybli permalink

      I gib s‘ „f“ zrugg und nimm gärn derfir e „d“ > Fasnachtsdonnschtig – jetzt mit offene Auge.

  7. Soo viele Männer, die gerne Radicchio essen? Neid 😀 damit rufe ich hier keine Begeisterung hervor, wenn er auch sonst sehr „pflegeleicht“ ist 😉

  8. Ich kann nur sagen es war super lecker! Danke für das Rezept.

  9. @Britta: … wer will denn schon „pflegeleicht“? 😉
    @Sybille: Danke fürs Feedback, das freut mich immer sehr 🙂

Trackbacks & Pingbacks

  1. Gentlemen’s Dinner I/15 | lieberlecker

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