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Karotten Passionsfrucht Salat mit Ajowan

7. April 2015

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Es gibt in Zürich 3 Anlaufstellen für mich, wenn ich ein bisschen exotischere Zutaten kaufen muss.

Dies waren für dieses Rezept Ajowan, roter Basilikum und Blüten.

Erste Anlaufstelle Jelmoli Food Market (Motto in der Eigenwerbung: Man muss kein Trüffelschwein sein, um hier fündig zu werden) – nun, ich wurde gar nicht fündig 😦

Zweiter Versuch: Globus delicatessa: Roter Basilikum? Ja! Blüten? Ja (sogar 5 verschiedene Sorten)! Ajowan? Leider nein, beschied mir der sympathische junge Verkäufer.

Für Gewürze gehe ich dann natürlich zu Schwarzenbach, dem Kolonialwarenladen, wo man sich um Jahrzehnte zurückversetzt fühlt. Aber leider war auch hier kein Ajowan erhältlich.

Dann habe auf Facebook die Frage geposted, wo man in Zürich Ajowan finden könnte. Der Hinweis, es in einem Laden mit indischen Spezialitäten zu versuchen, hat mich zum Indian Foodmarket an der Josefstrasse geführt und siehe da:

Ajowan (Aschowan ausgesprochen – Carraway seed Bishop’s Weed auf englisch und Königskümmel auf deutsch) ist ein Gewürz, welches häufig in der indischen Küche, aber auch oft von Tanja Grandits verwendet wird. Im Indian Foodmarket hat man das selbstverständlich vorrätig (zu einem sehr vernünftigen Preis) 🙂

Auch dieses Rezept stammt aus ihrem neuen Buch kräuter.

Zutaten:
für 4 Personen

Dressing
8 Passionsfrüchte
1 unbehandelte Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
2 EL Ahornsirup
1/2 TL Ajowan, geröstet und gemörsert
6 EL Olivenöl
Fleur de Sel
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Salat
400 gr bunt gemischte Karotten (z.B. Burgunder, Pfälzer, Küttiger)
1 Bund roter Basilikum
Basilikumblüten (ich: Kappuziner)

Zubereitung:

1. alle Zutaten für das Dressing gut verrühren
2. die Karotten in sehr dünne Scheiben hobeln und kurz in Eiswasser legen
3. abgiessen und mit dem Dressing marinieren
4. den Karottensalat anrichten und die roten Basilikumblätter sowie die Basilikumblüten darübergeben

Der Salat und vor allem die Sauce ist/sind sehr fein, allerdings haben wir uns gefragt, ob ein kurzes Blanchieren der Karotten ein Gewinn wäre oder nicht – maybe we shall give it another try.

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From → Rezepte

14 Kommentare
  1. Moin, da war mein Tipp ja goldrichtig. Aber Caraway Seeds sind stinknormaler Kümmel 😉
    Ajowan passt auch wunderbar zu Kartoffeln, probier mal…

  2. Blanchieren hätte sicher geholfen. 🙂
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  3. Darf ich das mal richtigstellen?:
    Ajowan / Königskümmel (Trachyspermum copticum) ist in Englisch Ajwain oder Bishop’s Weed und nicht Carraway. Letzterer ist tatsächlich (wie Tina kommentiert) «stinknormaler» Kümmel (Carum carvi).
    Zur Vervollständigung: Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) heisst auf Englisch Cumin.
    -> Alle drei Aromen sind grundverschieden!
    Mit kulinarischen Grüssen aus Fernost,
    FEL!X

  4. Ajowan mag ich gern, darf nur nicht zu viel ins Gericht. Im Salat sicher ein tolles Gewürz!
    LG
    Ela

  5. @Tina: Werde ich ausprobieren – danke für Deinen Hinweis!
    @Eva: Es wird ausprobiert!
    @FEL!X: Jetzt ist alles klar 🙂 und ja Du darfst!
    @Ela: Es gibt der Sauce das spezielle Etwas 🙂

  6. Ich war letzte Woche bei der Präsentation von „Kräuter“ in Basel…. Ich habe bereits das Gewürze-Buch und ach.. ich weiss nicht…

    So genial wie die Grandits auch ist, ich habe bei ihren Kochbüchern häufig das Gefühl, dass sie die Rezepte für den Heimgebrauch vereinfacht niedergeschrieben hat, ohne sie je zu probieren. Was denkst du?

    • Möchte Frau Grandits (und weiteren) ja nicht zu nahe treten, nur: meine Erfahrung als Kochbuchautor zeigt, dass die meisten Hauben- und Sterneköche zwar in ihrer Küche Grossartiges leisten, dies aber leider nicht auf Papier und vor allem nicht für den Hausgebrauch umsetzen können. So manche geschätzte «ja, das werden wohl für kleinere Mengen etwa 150 ml sein?!», stimmen dann eben überhaupt nicht und eine Crème wird zur Suppe, weil eben die Hälfte richtig wäre.
      Für einen Verlag habe ich einst Rezepte namhafter Köche vor der Publikation überprüft = nachgekocht. Erschreckend, wie viele (Mengen-)Korrekturen es gab…

  7. turbohausfrau permalink

    Um diese Jahrezeit rotes Basilikum finden ist schon unglaublich schwer, aber dann auch noch Kapuzinerkresse! Da hast du dich wirklich sehr bemüht.
    Ajowan mag ich und hab ich auch immer daheim, das wäre die einzige Zutat, für die ich nicht suchen müsste ohne Ende.

  8. Walter Röllin permalink

    Lieber Andy
    Was das Eiswasser soll, kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde deinen Hinweis „kurz blanchieren“ umsetzen. Wenn dann das Eiswasser zum Stoppen des Kochprozesses eingesetzt wird, warum nicht – aber nicht nötig.

  9. @ Walter

    Gemüse kurz in Eiswasser legen ist eine asiatische Technik, damit wird eine besondere „Knackigkeit“ erzielt.

  10. @Alle: Das gibt ja ganz interessante Diskussionen hier!
    @Nicole: Was mir so auffällt im Buch kannst Du in der Rezension am Sonntag lesen. Ich bin mit beiden TG Büchern zufrieden. Bis jetzt haben die ausprobierten Rezepte gute Resultate ergeben. Ich stelle aber auch immer wieder Ungereimtheiten in Kochbüchern fest. Oft finden sich auf dem angerichteten Teller (Bild) Zutaten, die im Rezept nicht aufgeführt werden, was mich ärgert!
    @Susi: Ich gehe meilenweit für … 😉
    @Walter: siehe Cooketteria … und äs funkzioniert 🙂
    @Cooketteria: Es war uns dann fast etwas ZU knackig

  11. Der Salat klingt prima und sieht ganz fantastisch aus! ABER: Don’t give it a try mit dem Blanchieren der Karotten! Wenigstens nicht die alten Sorten, die verlieren dabei nämlich schnell ihre tolle Farbe!

  12. @Jochen: Danke für diesen wichtigen Hinweis! Davor hat mich der Gemüsebauer bei der violetten Sorte nämlich gewarnt

Trackbacks & Pingbacks

  1. Rezension: “kräuter” von Tanja Grandits | lieberlecker

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