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Ochsenschwanz Parmentier mit Lardo Croûtons – Türchen #4 im kulinarischen Adventskalender

4. Dezember 2015

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*freu hüpf gump* habe ich Zorra geschrieben, als sie meine Bewerbung für den kulinarischen Adventskalender bestätigt hatte🙂

24 Türchen, 25 Blogger und ich darf Türchen Nr. 4 sein!

Kulinarischer Adventskalender 2015 - Tuerchen 4

Weil es wie jedes Jahr tolle Preise zu gewinnen gibt, lohnt es sich, alle Türchen zu öffnen und die Geschichten zu lesen.

Bevor ich Euch nun endlich mit einem feinen Rezept verwöhne, noch dies:

Vor 30 Jahren (heilige Scheisse,* die Zeit läuft ja wie wahnsinnig) hatte ich das Privileg, zwei Jahre in New York leben und arbeiten zu dürfen. Das war im damals jugendlichen Alter ein Abenteuer, welches sowohl kulinarisch, wie auch anderweitig ausgekostet wurde. Nicht alles ist gut, was von da drüben zu uns rüberschwappt … aber auch nicht alles schlecht.

Während der Weihnachtszeit 🎄 ist ganz Nordamerika nicht nur im absoluten (ungesunden) Konsumfieber, sondern es ist auch eine tolle Zeit für Vollblut Romantiker wie mich🙂

Denn überall werden die tollsten Christmas Songs gespielt, die über dem grossen Teich nicht ernst und besinnlich sind, sondern fröhlich, pop-mässig und manchmal sogar lustig. Als Beispiel hier ein X’mas Klassiker.

Noch viel wichtiger ist aber Mistletoe (Misteln), die während dieser Zeit als Dekoration über vielen Türen hängen. Der romantische Brauch will es nun, dass sich Liebespaare unter einem Mistelzweig küssen sollen 💋

Misteln in einer Birke

Misteln in einer Birke

Diesen Weihnachtsbrauch habe ich mitgenommen und so kommt es, dass die beste Ehefrau und ich seit 25 Jahren jede Gelegenheit benutzen, den anderen auf eine Mistel hinzuweisen und damit einen Kuss zu ergattern. Und das nicht nur während der Weihnachtszeit😉

Helpless romantics, I know!

*das erste Wort passt ja noch irgendwie zur Saison, aber das Zweite geht natürlich gar nicht😉

So, nun wünsche ich Euch allen eine stressarme Adventszeit, ❄ weisse ❄ und vor allem FROHE WEIHNACHTEN!

Zutaten:
für 4 Personen

Fleisch
1 kg Ochsenschwanz
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
1 EL Mehl
2 Karotten, kleingeschnitten
1/2 Knollensellerie, kleingeschnitten
1 daumengrosses Stück Lauch, weiss, kleingeschnitten
1 Schalotte, gehackt
1 Knoblauchzehe, gequetscht
1 EL Tomatenpüree (Konzentrat)
1 l Kalbsfond
1 Flasche Rotwein
1 Stück Zitronenschale
2 Lorbeerblätter
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
gemischte, angestossene Körner (Pfeffer, Piment, Wacholder)

Püree
750 gr Kartoffeln (mehlig kochend)
1/2 Sellerieknolle
etwas Milch
Muskatnuss, gemahlen
Salz und weisser Pfeffer (as der Mühle)
50 gr Butter, mindestens🙂

Croûtons
30 gr Lardo (weisser Speck)
2 Scheiben Toastbrot
2 Zweige Thymian, abgezupft
etwas Salz und Pfeffer

Petersilie

Zubereitung:

Fleisch
1. die Ochsenschwanz Stücke trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Mehl bestäubt im heissen Öl in einem Bräter allseitig gut bräunen
2. herausheben und warmstellen
3. etwas Butter in die Pfanne geben und darin Karotten, Sellerie, Lauch, Schalotte und Knoblauch rösten, nach ein paar Minuten das Tomatenkonzentrat dazugeben
4. Kalbsfond, Wein und die restlichen Zutaten beigeben, ebenso den Ochsenschwanz
5. im auf 140° C vorgeheizten Ofen zugedeckt 2,5 – 3 Stunden schmoren
6. die Ochsenschwanz Stücke herausheben und solange noch warm das Fleisch von Knochen und Knorpel lösen und, falls nötig, kleinschneiden
7. die Sauce durch ein Sieb giessen und auf etwa ein Drittel einkochen, falls die Sauce dann noch nicht sämig genug ist, mit etwas Maisstärke binden und danach abschmecken
8. das Fleisch zurück in die Sauce geben


1. Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser weichkochen
2. das Wasser wegleeren und die Kartoffelstücke in der heisse Pfanne auf dem Herd ausdämpfen und etwas trocknen lassen
3. in die Pfanne etwas Milch geben und die Kartoffeln durch ein Passevite (Flotte Lotte) in die Milch treiben
4. die Butter mit dem Schwingbesen unterarbeiten (es hilft, wenn sie nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt
5. den Sellerie in kleine Würfelchen (< 1 cm) schneiden und in einer beschichteten Pfanne braten
6. vorsichtig unter das weiche, warme Kartoffelpüree heben

Croûtons
1. den Lardo in kleine Würfelchen schneiden und in einer beschichteten Pfanne auslassen
2. die Toastbrotscheiben würfeln und zusammen mit den Thymianblättchen mit dem Lardo knusprig braten

Auf heissen Tellern etwas Pü (der Ausdruck ist für mich sowas von deutsch🙂 ) in einen Dessertring (ich: leere Konserve ohne Boden) geben, Ochsenschwanz darauf, nochmals Püree, nochmals Ochsenschwanz, dann die knusprigen Brotwürfelchen und mit etwas Petersilie garnieren. Mit Sauce umgiessen

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From → Rezepte

20 Kommentare
  1. Andy! Ich musste mich jetzt wirklich schwer zurückhalten, um nicht den Bildschirm abzuschlecken!
    ….außerdem hast Du mch an die schnuffigen Schneeflöcken erinnert🙂

  2. Ganz und gar grandios, lieber Andy!

  3. brittakama permalink

    oh, das sieht sooo wunderbar aus🙂 und du wirst es nicht glauben, ich habe gerade diese Woche überlegt, was ich denn mal wieder mit Ochsenschwanz machen könnte…jetzt weiß ich es!

  4. Herrlich! Ochsenschwanz will ich schon so lange mal kochen! Liebe Grüße, Miriam

  5. Was für eine wunderbare Geschichte und eine tolle Tradition, die Du und Deine Frau pflegen. Vielen Dank fürs Erzählen.
    Liebe Grüße
    Jeanette

  6. Das sieht hoch-professionell aus!

  7. @Susanne: Ach, kochs nach, der Bildschirm hinterlässt immer so’n Nachgeschmack😉
    @Christine:🙂 Danke!
    @Britta: Go for it🙂
    @Miriam: … und dieses Sösschen … mmmhhh!
    @Jeanette: Ist mir, äh… uns … ein Vergnügen😉
    @Erika: … und schmeckt professionell-lecker😀

  8. Ochsenschwanz mein Leibgericht. Die Toastbrot-Croutons oben drauf kannst Du bei meinem Teller weglassen.

  9. Hach da geht mir das Herz auf! Nicht nur mit gutem Essen sondern auch mit Romantik und schönen Erinnerungen packt man mich immer! Möge euer Advent voller Mispelzweige hängen für einen kussreichen Advent!

  10. Basler Dybli permalink

    Jä denn halt scho bereits jetzt. I wynsch dir und dinere Frau e scheeni Advänts- und Wiehnachtszyt.
    Ebeso bedangg i mi gärn fir die viele feine Rezäpt und dr nätti Kontakt im vergangene Joohr !

  11. Hat dies auf Foto und Kochbuch rebloggt und kommentierte:
    Na toll, jetzt habe ich Hunger und kein Ochsenschwanz Parmentier mit Lardo Croûtons vor mir ;-))

  12. Wie, du hast keine Dessertringe?😉
    Und ja, Pü ist absolut urdeutsch. Mir ist das schweizerische „Stock“ viel sympatischer. Und jetzt bitte eie Portion zu mir!
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

  13. turbohausfrau permalink

    Sehr toll hast du das Türchen befüllt!

    Nun würde ich noch gern wissen, was das „gump“ ist, das du Zorra geschrieben hast.🙂

  14. @Tom: Für Dich mach ich das😉
    @Susanna: Mit offenen Augen sieht man viele Mistelzweige😀
    @Peter: Danke ebenso! Und ich bedanke mich bei einem besonders treuen Leser🙂
    @Janny: Aber zu diesem Problem findest Du bestimmt eine Lösung😉
    @Eva: Eben! Tragisch, gell!😉
    @Susi: Ein Gump ist ein schweizerdeutscher Freudensprung🙂

  15. Was soll ich sagen…?! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen und meine Augen steigen gleich raus… wie wahnsinnig toll lecker !!!!

  16. Mmmmmh – das muss einfach schmecken…
    Vielen Dank für das Rezept. Es hat sich wirklich gelohnt, dass ich hinter das vierte Türchen geschaut habe 🙂
    Liebe Grüße Birgit

  17. @Anja: Schön, Deine Begeisterung zu lesen🙂
    @Birgit: Es lohnt sich auch, immer mal wieder bei lieberlecker vorbeizuschauen😉

  18. Du Schlawiner!.😉 Danke für das schöne Türchen. Der Inhalt ist genau nach meinem Geschmack! Lieber Andy einen guten Rutsch und viel Gluck im Neuen Jahr!

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  1. Ofenapfelmus-Eis | lieberlecker
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