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Ochsenschwanz Ravioli

23. Juni 2016

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Die beste Ehefrau von allen hatte sich für ein langes Wochenende in Oman (!!!) abgemeldet, der Wetterbericht war schlecht – also beste Voraussetzungen, sich wieder mal handwerklich zu betätigen und feine Ravioli herzustellen.

Eine ideale Arbeit, um mal wieder richtig runterzufahren, da fallen allfällige Sörgelchen mindestens für ein paar Stunden von einem ab. Aber bitte zwei Tag einplanen, sonst wird das doch wieder zu einer unnötigen Stress Angelegenheit … und das wäre wirklich schade!

Zutaten:
für etwa 60 Raviolis
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Füllung
1 kg Ochsenschwanz
Salz und Pfeffer
wenig Mehl zum Bestäuben
1 EL Olivenöl
Butter
2 Schalotten
1 Karotte
1 Lauchstange
1/2 Sellerieknolle
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenpüree
3 Thymianzweige
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren, angequetscht
10 schwarze Pfefferkörner
1 Gewürznelke
1 Stück Zitronenschale
7 dl Rotwein
3 dl Kalbsfond

Zubereitung:

1. das Gemüse klein schneiden
2. Ochsenschwanzscheiben mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben und in Olivenöl langsam anrösten bis das Fleisch rundum Farbe angenommen hat
3. das Fleisch herausnehmen. das Gemüse in etwas Butter anrösten (etwa 3 Minuten) und dann das Tomatenpüree zugeben und ebenfalls anrösten. Wenn die Flüssigkeit verdunstet ist, mit wenig Rotwein ablöschen und erneut einkochen. Dieses Prozedere 2 mal wiederholen
4. den restlichen Rotwein angiessen und das Fleisch im Ofen bei 130° C zugedeckt während 2,5 Stunden weichschmoren
5. Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Nelke und Zitronenschale zugeben und offen während einer halben Stunde weiterschmoren
6. das Fleisch herausnehmen und etwas auskühlen lassen, das Fleisch von Hand von den Knochen lösen, Knorpel, Fett und Gäder wegschneiden (wegwerfen) und das Fleisch über Nacht in den Kühlschrank legen
7. die Sauce passieren, das Gemüse etwas ausdrücken und die Sauce dann ebenfalls in den Kühlschrank
8. am nächsten Tag den Fettdeckel von der Sauce wegheben und die gelierte Sauce zusammen mit dem Kalbsfond gemütlich einköcheln lassen. Reduziert man sie nochmals auf die Hälfte gibt das einen unglaublichen Geschmack
9. nun das Fleisch durch den Fleischwolf drehen und falls die Masse zu trocken erscheint, etwas Sauce dazugeben – den Rest der Sauce einfrieren, bzw. zu den Ravioli servieren

Teig
4 Eier
300 gr Weissmehl
100 gr Hartweizendunst

Zubereitung:

1. Mehl und Dunst mischen und auf eine genügend grosse Arbeitsfläche geben
2. die Eier verquirlen und in ein Mulde in der Mitte des Mehls geben
3. mit einer Gabel rühren und immer etwas mehr Mehl dazunehmen, bis der Teig genügend trocken ist und von Hand weitergeknetet werden kann
4. meditativ bearbeiten und kneten, bis alles Mehl aufgenommen ist – sollte der Teig zu trocken und krümelig erscheinen, waren wohl die Eier zu klein😉
5. eine bis zwei Stunden im Kühlschrank ruhen und quellen lassen, dann so dünn wie möglich von Hand oder mit der Pastamaschine auswallen
6. Häufchen von der Füllung aufsetzen und mit einer weiteren Bahn bedecken und ohne Lufteinschluss verschliessen
7. sofort kochen und geniessen (oder tiefgefrieren)

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From → Rezepte

7 Kommentare
  1. Ich liebe diese Rezepte, aber gleichzeitig habe ich immer Angst sie nicht hinzubekommen.😛 Es wird echt Zeit, dass ich besser kochen lerne.

  2. Ochsenschwanz wäre noch im Eis, nur zwei Tage am Stück frei, wo nehm ich die her?

  3. Herrlich.Ich wollte meinen Ochsenschwanz eigentlich auch für Ravioli verwenden, aber irgendwie kam es anders..😉
    Liebe Grüße aus Hamburg oder den Tropen,
    Eva

  4. turbohausfrau permalink

    Wunderschöne Fotos sind das! Und schmecken wird es ganz sicher auch sehr gut.

    Meinst du, du kannst die beste Ehefrau zu einem Reisebericht überreden? Oman steht auf unserer T-Do-Liste sehr weit oben.

  5. Die Welt um sich herum vergessen beim Pasta machen, dieses herrliche Gefühle kenne ich . Die Raviolis sehen super aus und haben bestimmt auch wunderbar geschmeckt, denn schon alleine beim Rezept lesen lief mir das Wasser im Mund zusammen.

  6. @Sabrina: Das kriegst Du hin … irgendwann 😉
    @Christine: Dann frierst Du halt alles für eine Woche ein!
    @Eva: Oh, da bin (nicht nur) ich aber gespannt 😀
    @Susi: Danke – ich leite ihr die Anfrage gerne mal weiter
    @Malou: Ein schöner Teil davon liegt noch für künftige Gäste im Eis 🙂

Trackbacks & Pingbacks

  1. Gentlemen’s Dinner II/16 | lieberlecker

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