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No knead bread

17. November 2017

Vor etwa vier Jahren bin ich über dieses Rezept gestolpert und habe es mir notiert. Seither ist es in meinen Entwürfen herumgelungert und hat sich kürzlich bitterlich beklagt, dass ich nichts mit ihm anfange.

Also gab ich mir einen Ruck und als ich an einem Freitag nachmittag schon um 16.00 h zu Hause war, hat das Timing dermassen gut gepasst und natürlich waren auch sämtliche Zutaten im Haus (wen wundert’s?) 😉

Dieses „no knead bread“, also ein Brot mit einem Teig, der nicht geknetet werden muss, schmeckt wirklich gut. Und daneben ist auch der kleine Stolz, ein eigenes Brot gebacken zu haben, nicht zu unterschätzen.

Und ausserdem ist heute der Tag des selbstgemachten Brotes!

Übrigens, die Erstveröffentlichung des Rezepts soll bereits 2006 in der NY Times erfolgt sein. Bin ich zu spät?

Zutaten:

600 gr Mehl, Typ 550 (Weissmehl)
13 gr Salz
1/4 TL (gut gehäuft, d.h. ca. 1,5 gr) Trockenhefe
470 gr kaltes Wasser

Zubereitung:

16.00 Uhr Das Mehl mit dem Salz trocken in einer Schüssel vermengen. Die Trockenhefe im kalten Wasser auflösen. Das Hefewasser zum Mehl geben und mit den Fingern oder dem hinteren Ende eines Kochlöffels verrühren. Der Endergebnis soll kein glatter Teig sein, sondern Mehl und Wasser werden nur grob verrührt werden, kleine Teignester sind nicht schlimm, die verbinden sich im Laufe der Gehzeit von allein. Den Teig bei Zimmertemperatur abgedeckt für 18 Stunden gehen lassen
10.00 Uhr am Folgetag Den Teig mit der Teigkarte aus der Schüssel lösen und auf die sehr gut bemehlte Arbeitsfläche geben. Den Teig 4x nach innen falten und den Schluss wiederum bemehlen. Mit einem Küchentuch bedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit ein Gärkörbchen sehr gründlich mehlieren, alternativ eine Schüssel mit einem ebenfalls sehr gut gemehlten Küchentuch auslegen
10.15 Uhr Den Brotteig mit dem Schluss nach unten in das Gärkörbchen legen und wieder mit dem Küchentuch bedecken. Für 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen
11.45 Uhr Nach 1 1/2 Stunden den Gusstopf bei 260° C (Ober- und Unterhitze) auf zweiter Schiene von unten für 30 Minuten aufheizen
12.15 Uhr Den Topf aus dem Backofen nehmen, den Deckel abheben und den Brotteig direkt aus dem Gärkörbchen in den Topf schubsen. Der Teigschluss ist jetzt wieder oben. Den Deckel auflegen und den Topf wieder in den Backofen stellen. 30 Minuten backen
12.45 Uhr Den Deckel anheben und je nach Bräune des Brotes, das Brot die restlichen 15 Minuten ohne Deckel zu Ende backen oder den Deckel wieder aufsetzen
13.00 Uhr Fertig! Den Topf aus dem Backofen nehmen, das Brot herausnehmen und auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen
15.00 Uhr Anschneiden, geniessen!

From → Rezepte

9 Kommentare
  1. Tanya Schuhmacher permalink

    Myamm tönt und sieht super lekker aus – aber was bitte ist ein Gärkörbchen und wo bekommt man sowas?
    Kennst du auch gute Brotrezepte ohne Hefe?

    • Basler Dybli permalink

      Gärkörbchen … > googeln hilft weiter – sogar mit Bildern 😉

  2. Thea permalink

    Lieber Andy, nein, dieses wunderbare Brot ist immer noch und immer wieder aktuell. Ich bin vor vielen Jahren durch Katharina und ihre http://www.esskultur.at darauf gestoßen. Besonders hilfreich fand und finde ich ihren detaillierten Zeitplan. Er hilft Eulen wie Lerchen, zur rechten Zeit mit der Vorbereitung zu beginnen.
    Deines sieht sehr schön aus.

  3. Gratulation zum Brot! Und: naja, ein klein ewig Verspätung hast du schon 😉 Siehe http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2006/11/brot_fr_knetfau.html
    Aber besser spät als nie!

  4. Lieber Andy, nein, man ist nie zu spääät, denn dieses grandiose Brot muss einfach immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Es gab mal eine Zeit, da haben Monsieur und ich dieses Brot jedes Wochenende gebacken. Danke für die Erinnerung – es wäre mal wieder Zeit, köstlichen Brotduft durch die Küche wehen zu lassen.

  5. Anita Ricklin permalink

    … wurde dieses Traumbrot in dem Bräter gebacken, in dem Tage zuvor das Voressen geschmort wurde???

  6. @Tanya: Ich habe es auch ohne Garkörbchen hinbekommen 🙂 (aber ohne Hefe wird es schwierig!)
    @Thea: Danke nach Berlin 🙂
    @Petra: Du sagst es! Aber dieses Knistern, wenn das Brot am abkühlen ist – einmalig!
    @Sabine: Der Duft ist Weltklasse 🙂
    @Anita: Yup! Denn ich habe bloss einen Bräter! 😉

  7. Basler Dybli permalink

    Noch eine Frage: Welchen Durchmesser hatte dein (idealerweise) verwendeter Bräter?
    Dieses Brot ist auch bei mir eine „Langzeitpendenz“ – „willkommen im Club“ 😀

  8. @Peter: exgüsé für die lange Antwortzeit – jetzt habe ich nachgemessen! Meine Bräter hat die Masse 31 lang x 24 cm breit – darin hat diese Teigmenge gut Platz, das Brot dürfte für mich aber eine Spur dicker sein, ergo ein etwas kleinerer Bräter wäre idealer – gutes Gelingen!

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