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Gegessen bei: Shigeru Koizumi (Rest. Esora, Singpore)

21. Juli 2019

Das Restaurant ist überschaubar, hell und edel. Es bietet 10 Plätze an der Bar, wo man das Anrichten hautnah mitverfolgen kann, sowie 16 weitere Plätze an Tischen. ESORA bedeutet „Gemälde im Himmel“ und das Essen ist wahrhaftig himmlisch 👍

Shigeru Koizumi wird mit „es war einmal ein Junge mit dem Kopf in den Wolken und den Füssen auf dem Boden“ zitiert. Und anders kann man sich diese wunderbaren Kreationen wahrscheinlich auch nicht ausdenken.

Das Menü beginnt mit einer einfachen, aber trotzdem denkwürdigen Brühe aus Kombu Algen und Bonitoflocken – wunderbar!

eine feine zarte Dashi

Eine Art Oblate, natürlich hausgemacht und knusprig, umgibt die Foie Gras, dazu noch ein Stück perfekt reife Feige, etwas japanischer Ingwer (myoga), Kräuter und Kaffir Limettenabrieb und wird wie ein kleines Sandwich gegessen – absolut köstlich!

Foie Gras Manoka – Aichi
japanische Feige, myoga

Auch der nächste Gang ist grossartig und wird ebenfalls von Hand gegessen.

Fried Sawara – Chiba
caviar, asparagus, amawasabi

Koizumi San persönlich schneidet die Sashimi

Die Sashimi Auswahl ist wunderschön angerichtet und schmeckt hervorragend. Jeder Fisch wird noch leicht veredelt, sei es durch kurzes Anflämmen oder mit passenden Beilagen und behält seinen eigenen Charakter. Dazu gehört auch noch eine gepickelte Kirsche mit Kalamansi.

ESORA Sashimi Selektion

Makrele

Bonito

Grouper

Während ich, nach anfänglicher Ablehnung, Uni (aka Seeigel) immer lieber mag, lehnt ihn die beste Ehefrau von allen mit Vehemenz ab – weshalb, siehe hier 🙂 Als Ersatz bekam sie frische, rohe Jakobsmuschel.

Seeigel mit Tomaten Essenz

Hamo (Aal ähnlicher Fisch)

Sehr speziell der nächste Gang. Hamo, eine Art Aal, ist auch filetiert noch voller kleiner Gräten. Deshalb schneidet der Chef das Fleisch in 2 mm Abständen ein, aber erst nach 5 cm ganz durch. Dabei hört man sehr gut das Knirschen bei jeder durchtrennten Gräte (zu hören auf meinem INSTAGRAM Kanal). Dank dieser Technik merkt man aber beim Essen praktisch nichts mehr davon. Der Fisch wird in einer äusserst schmackhaften, kräftigen Brühe (Dashi) serviert – ein Gedicht.

Hamo Soup – Tokushima
wintermelon, sudachi

Der Golden Eye Snapper (Kinmedai) hat sich seinen deutschen Namen vermutlich nicht selbst ausgesucht (siehe hier), aber das tut seinem grossartigen Geschmack keinen Abbruch. Erstaunlich höchstens, dass er im ESORA noch 7 zusätzlich Tage im Eis reifen darf! Zusammen mit den ebenfalls kurz angegrillten Ersen ein Gedicht!

Grilled Kinmedai – Chiba
pea, hamaguri

Ein weiteres Highlight: Die Taube aus der Normandie – ich muss es zugeben, dies war die beste Taube, die ich je essen durfte!

gegrillte bretonische Taube

Eine grillierte Pfefferschote, sowie etwas konzentriertes Auberginenpüree und Salz dazu – mehr wäre zuviel!

Grilled Pigeon,
nasu, fushimi pepper

Kegani Donabe – Hokkaido
miso soup

Sensationell fein war auch der Reis mit Krebsfleisch und separat dazu eine Miso Suppe. Allerdings wird der Reis sehr speziell behandelt und bekommt eine unglaubliche Geschmacksintensität und Konsistenz – grossartig!

Reis, Krebsfleisch und Miso Suppe

das Pré Dessert

Nun ein Zwischengang mit Show Effekt: In einem hohlen Teller werden frische Blumen arrangiert und das als Apfel mit Schmetterling getarnte Pré Dessert entpuppt sich als Hauch von Eiweiss Mousse und Zitronen Creme. Natürlich ist alles essbar, auch der Schmetterling und der Apfelstiel – sehr, sehr fein und erfrischend!

ein künstlicher Apfel, der alles andere als künstlich schmeckt

Absolut begeistert hat uns auch das Dessert. Auf ein grob geschnittenes Pfirsich Jelly kommt eine perfekte Nocke Joghurt Glacé und darauf wird ein Fächer aus hauchdünn geschnittenem, weissem Pfirsich gelegt. Das Ganze wird mit püriertem weissen Pfirsich übergossen. Ein Biss und wir wissen … einen so perfekt reifen weissen Pfirsich haben wir noch nie gegessen – wir waren begeistert!

White Peach – Yamanashi
yogurt ice cream, tohobjin Jelly

Green Tea

Wagashi

Und auch die zum abschliessenden Grüntee gereichten vier kleinen Friandises waren hervorragend.

selten so gut gegessen

Als die beste Ehefrau von allen den Preis für das Menü sah (S$ 268.- für 8 Gänge), musste sie kurz leer schlucken. Nach dem Essen gab sie zu, das ist jeden Dollar wert. Man spürt bei Koizumi und seiner Crew die Liebe zu den Produkten und die Aufmerksamkeit, die den Details gewidmet wird, ist atemberaubend.

Grossartige, japanische Küche vom allerfeinsten – unbedingt hingehen! 😍

Restaurant ESORA
15 Mohamed Sultan Road,
Singapore 238964 🇸🇬
+65 6365 1266

For all reservation enquiries:
reservation@restaurant-esora.com

Momentan wird empfohlen, einen Monat vorgängig zu reservieren!

From → Gegessen bei:

2 Kommentare
  1. halleluja, sowas am Sonntagmorgen…. Wahrscheinlich wäre dieses Essen nicht nur seinen Preis wert, sondern auch den damit unumgänglichen Flug nach Singapore…..

  2. Jetzt spare ich jeden Singapore Dollar um hier einmal japanisch zu Essen. Danke fürs mitnehmen.

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