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Steinpilz Risotto mit Heidelbeeren

11. September 2019

Was im Wald zusammen aufwächst, wird ja wohl auch auf dem Teller zusammenpassen, oder?

Gedacht – gekocht! … und für saumässig gut zusammenpassend befunden.

Natürlich würde man von einem Foodblogger erwarten, dass er beide Hauptzutaten bei einem stundenlangen Waldspaziergang eingesammelt hat 🙂

Aber ich gebe es zu, bevor die entsprechenden Fragen kommen. Der geheime Ort, an dem ich das bekommen habe, heisst Markt (Helvetiaplatz) und der Zufall wollte es, dass nicht nur die Heidelbeeren (aus dem Kanton Uri), sondern auch die Steinpilze (Graubünden) einheimische waren.

Zutaten:
Vorspeise für 4 Personen

240 gr Risotto Reis (ich: Carnaroli)
1 Schalotte, geschält und gehackt
1 Knoblauch Zehe, gehackt
2 EL Olivenöl
0,5 dl Weisswein, trocken
8 dl Hühnerfond
3 EL Sbrinz, frisch gerieben
70 gr Butter, kalt und in Stücke geschnitten
200 gr Steinpilze, frisch
10 gr Steinpilze getrocknet, zu Pulver gemahlen
1 Handvoll Heidelbeeren (die echten, wilden – keine Blaubeeren!)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. im mittelheissen Olivenöl Schalotte und Knoblauch anziehen, ohne Farbe nehmen zu lassen
2. den Reis dazugeben, etwas umrühren und 1 Minute braten, dann den Weisswein dazugiessen
3. wenn der Wein beinahe ganz eingekocht ist, etwas heisse Hühnerbrühe dazugiessen und umrühren
4. nun immer wieder etwas rühren und sobald der Reis eine Grossteil des Fonds aufgesogen hat, wieder Fond dazugiessen. Es sollte die ganze Zeit leicht köcheln
5. in der Zwischenzeit die frischen Steinpilze in wenig Olivenöl heiss braten, bis sie etwas Farbe annehmen und kein Wasser mehr abgeben
6. nach ca. 16/17 Minuten geht der Fond langsam zur Neige – bevor man nun die letzten zwei Esslöffel Fond in den Risotto kippt, den geriebenen Sbrinz unterrühren und die kalten Butterstücke dazugeben und umrühren
7. nun sind die 18 Minuten vorbei und der Risotto müsste nun eigentlich auf den Punkt gegart sein, d.h. noch etwas Biss haben, so wie Pasta al dente sein müssen. Schlotzig ist das Wort, welches hier wunderbar passt (bzw. all’onda auf italienisch)
8. ¾ der Steinpilze unterrühren und danach vorsichtig die meisten Heidelbeeren unterheben
9. beim letzten Umrühren in der Pfanne soll der Risotto beinahe noch etwas zu flüssig erscheinen – im Teller wird es perfekt sein
10. mit den restlichen Steinpilzen und Heidelbeeren garnieren

From → Rezepte

3 Kommentare
  1. Barbara (Barbaras Spielwiese) permalink

    Pfifferlinge und Heidelbeeren im Risotto finde ich ja genial – auf Steinpilze wäre ich nie gekommen. Aber es stimmt, was im Wald zusammen wächst, passt.

    Und ob selbst gesammelt oder nicht, ist ja nicht relevant. Hauptsache selbst gekocht! 🙂

  2. Eine gute Idee👍 Und heute beide Zutaten aus dem Wald mitgebracht.

  3. @Barbara: Ah, natürlich, mit Eierschwämmen geht das selbstverständlich auch ganz prima 😀
    @Erika: Und wie hat es Dir geschmeckt? 😉

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