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Gnudi

18. Januar 2021

Gnudi, was um Himmels Willen sind denn Gnudi? 😉

Man könnte sie z.B. Ricottabällchen oder eigentlich auch Ricotta Gnocchi nennen. Aber anders als eben Gnocchi, werden sie mit Ricotta anstatt mit Kartoffeln gemacht. Und schmecken ganz wunderbar luftig.

Allerdings musste ich beim Rezept ein paarmal üben. Die Leidtragenden waren, wie hier erwähnt, die Gäste, denen ich den ersten Versuch vorsetzte. Aber so geht das halt manchmal auf dem Hochseil!

Und ich passe das Rezept aus Claudios all‘ orto aber etwas an. Mir scheint es wichtig, den Spinatjus erst kurz vor dem Servieren zu machen und ihn mit etwas Wasser zu einem Jus zu verlängern. Ausserdem habe ich die Mengen etwas reduziert. Ich hoffe, der Meister vergibt mir.

Zutaten:
für 4 Personen

750 gr frischer Blattspinat (alternativ tiefgekühlter)
4 EL Olivenöl extra vergine
Condimento bianco (weisser Balsamessig) oder Weissweinessig
feines Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 EL Butter
2 Knoblauchzehen gepresst
40 gr Parmesan, gerieben
2 Eier
120 gr Ricotta
frisch geriebene Muskatnuss
150 gr Pastamehl tipo 00 (alternativ Type 405)
40 gr Butter zum Fertigstellen
10 Salbeiblätter
Parmesan zum Bestreuen, gerieben

Zubereitung:

1. Spinat in einer heissen Pfanne mit wenig Olivenöl zusammenfallen lassen. Auskühlen lassen, ausdrücken, fein hacken. Zwei Drittel für die Gnudi verwenden, den Rest für den Spinatsud
2. Butter in einem Topf schmelzen, Knoblauch dazugeben. Den restlichen Spinat mit Parmesan, Eiern, Ricotta und Knoblauchbutter vermengen. Salzen, pfeffern und mit Muskat würzen. Mit Mehl zu einer homogenen Masse rühren
3. mit nassen Händen walnussgrosse Nocken formen und in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen, bis sie aufschwimmen. Auf einem Teller im Ofen warmhalten
4. etwas Spinat, eher weniger als ein Drittel, mit etwas Wasser, Olivenöl und Condimento bianco im Mixer pürieren, salzen, pfeffern. Der Jus soll mehr Jus als Püree sein, allenfalls mit etwas Wasser verdünnen. Olivenöl und Condimento bianco zum Abschmecken einrühren
5. zum Anrichten Butter aufschäumen lassen, Salbei und abgeschöpfte Gnudi darin schwenken, auf Teller platzieren und den Spinatsud angiessen. Mit geriebenem Parmesan bestreut servieren

Und wie oben erwähnt, katastrophal wird das Ergebnis, wenn der Koch, in diesem Fall meine Wenigkeit, meint, er könne die Sauce vorbereiten.
Denn die Chlorophylle, die die grüne Farbe im Spinat ausmachen, ertragen Sauerstoff nicht sehr gut. Je länger sie diesem ausgesetzt sind, desto eher verfärbt sich das Grün zu einem hässlichen … aber seht selbst:

From → Rezepte

3 Kommentare
  1. Thea permalink

    Gnudi. Echtes Soulfood. Hast Dich ganz schön abrackern müssen… Sieht aber sehr gut aus.
    Kennst Du Roberts Rezept? Das habe ich vor ewigen Zeiten mal nachgekocht und ist mir sofort gelungen. Zur Zeit gehen mir immer luxemburgische Kniddelen (Mehlknödel) durch den Kopf.
    Zum Spinat: „750 gr frischer Blattspinat (alternativ tiefgekühlter)“. Wieviel TK-Spinat wäre vonnöten?

  2. @Thea: Jetzt wo Du es erwähnst, erinnere ich mich, dass Robert auch schon Gnudis (bzw. Fülle ohne Hülle) gebastelt hat. Ich frage mal bei Claudio nach, ich würde vielleicht die Hälfte schätzen, aber das ist eine sehr unqualifizierte Meinung 🙂

  3. Ihr Lieben: Die Menge unterscheidet sich zwar, aber das Gewicht bleibt gleich. Kennste: Was ist schwerer, 1 kg Federn oder 1 kg Blei?

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