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Pho Bo mit Ochsenschwanz nach Caminada

26. Januar 2021

GaultMillau schreibt, Bouillons, Suppen und Pho feiern in den Restaurants ein Comeback. Das nützt uns im Moment aber nicht viel, denn die Restaurants sind geschlossen.

Als Caminada vor ein paar Jahren sein Pho Rezept veröffentlichte, habe ich es natürlich zur Seite gelegt, denn wir lieben Pho seit wir sie annodazumal in Vietnam probiert haben. Am Ende des Rezepts in der annabelle style stand, apropos Mengen: In der letzen style haben wir uns im Nusstorten-Rezept vertan. Die Angaben sind für 4 Torten ausreichend, für eine reicht ein Viertel der Zutaten.

Auch wenn hier von Brutto 2 Kilo Ochsenschwanz wahrscheinlich kaum die Hälfte an Fleisch übrig bleibt, scheint mir diese Menge doch ambitiös für 4 Esser wie wir sie sind. Aber ihr müsst selber wissen, was ihr tut 😉

Zutaten:
für 4 Personen

4 kleine, ungeschälte Zwiebeln
1 kleine Sellerieknolle
1 Rüebli
2 kg Ochsenschwanz
300 gr Rindstafelspitz
3 L Wasser
(davon habe ich für uns 2 die Hälfte gemacht und es reichte für mehr als zweimal!)

400 gr Banh-Pho-Reismehl Nudeln
1 Bund Thai Basilikum
1 Bund Koriander
1 Bund Frühlingszwiebeln
250 gr Rindshuft
1 Ingwerknolle
2 Kapseln schwarzen Kardamom
2 Nelken
4 Sternanis
1 TL schwarzer Pfeffer
1 Zimtstange
Salz
Sojasauce
Fish Sauce
Sojasprossen
1 Limette
Minze
2 kleine, rote Chilis

Zubereitung:

Brühe
1. die Zwiebeln halbieren, auf der Schnittfläche dunkel rösten und den Sellerie und das Rüebli vierteln
2. alles mit dem Ochsenschwanz und dem Tafelspitz in einen hohen Topf geben und mit kaltem Wasser auffüllen, langsam zum Kochen bringen, am Siedepunkt halten und den entstehenden Schaum immer wieder abschöpfen
3. den Tafelspitz aus der Suppe nehmen, sobald das Stück einer Fleischgabel keinen Widerstand mehr leistet
4. den Ochsenschwanz in der Brühe lassen, bis sich das Fleisch leicht vom Knorpel lösen lässt. Knorpelreste und Fett sorgfältig entfernen
5. den erkalteten Tafelspitz würfeln und zum Ochsenschwanzfleisch geben
6. die Ingwerknolle schälen, das Innere in Scheiben schneiden und die Schale dunkel rösten, ebenso wie Kardamom, Nelken, Sternanis, Pfeffer und Zimt – anschliessend zur Brühe geben und 20 Minuten ziehen lassen
7. die Brühe mit Salz, Soja und Fischsauce abschmecken und passieren

Einlage
1. Reisnudeln in kaltem Wasser einweichen und in gut gesalzenenm Wasser bis zum gewünschten Biss kochen, in kaltem Wasser abschrecken
2. von den Kräutern (Thai Basilikum und Koriander) die Blätter abzupfen, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden
3. die Rindshuft in feine Scheiben schneiden

servieren
1. die Nudeln in vorgewärmte Bowls legen, Ochsenschwanz, Tafelspitz und je 50 gr Sojasprossen dazugeben und dann die Rindshuftscheiben darauf legen, mit Kräutern und Frühlingszwiebeln belegen und mit der kochenden Brühe übergiessen
2. mit 1 Schnitz Limette, 2 Scheiben Ingwer garnieren. Die Chilis entkernen, fein schneiden und separat dazu servieren

From → Rezepte

6 Kommentare
  1. Cookie permalink

    Tja, Herr Caminada scheint’s mit den Mengen in seinen veröffentlichten Rezepten nicht allzu genau zu nehmen (siehe Roberts Vanillekipferl und meine Erfahrungen in den Kommentaren darunter).

  2. @Tanja: Ist doch schön zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin 🙂

  3. jasmin permalink

    Ochsenschwanz und Siedfleisch von meinem liebsten Galloway Hof sind schon unterwegs. Nun hab ich bei Caminada gesehen, dass er das Siedfleisch wie so üblich, erst anbrät und den Ochsenschwanz im Ofen röstet (vielleicht diente dies auch mehr dem Einsatz der wunderbaren Gerätschaften des Sponsors als dem Endresultat…😉)
    Wollte mich dennoch kurz bei Dir absichern, ob das Anrösten bewusst weggelassen oder schlichtweg dessen Erwähnung vergessen wurde..?
    Du weisst, ich würde die pragmatischere Methode vorziehen 😁. Siedfleisch brate ich auch sonst nicht an. Kann mir aber vorstellen, dass das Anrösten des Ochsenschwanzes das Aroma der Suppe intensiver werden lässt????
    (👆🏻sieh dies als Kompliment, nun verlasse ich mich schon mehr auf Deine Kochkünste als auf Caminada 😂).

  4. @Jasmin: Nein, ich habs nicht bewusst weggelassen (ich habe das Rezept eins zu eins abgeschrieben). Ich vermute ebenfalls, dass das Anrösten noch mehr Aroma bringen soll. Aber ich fand die Suppe auch so schon herrlich (siehe auch mein Rezept von morgen 😀 )

Trackbacks & Pingbacks

  1. Bucatini rotti in brodo | lieberlecker

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