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Coq au vin

20. März 2021

Kokowääh 🙂 Wer erinnert sich an den herrlichen Film mit der zuckersüssen Tochter Til Schweigers?

Coq au vin, also Hahn im Wein, ist natürlich nicht zuckersüss, aber dafür Soulfood vom Feinsten. Ausserdem ein wahrer Klassiker. Womit auch schon angetönt wäre, dass die Herstellung nicht gerade ratzfatz geschieht. Es braucht etwas Zeit, aber die haben wir ja zur Zeit 😉

Und das Resultat ist derart überzeugend, dass selber schuld ist, wer sich von ein bisschen Aufwand abscheuen lässt.

Franzosen würden gerüchteweise die Nase rümpfen, wenn ihnen dieses Gericht nicht mit Baguette serviert würde, aber für mich gibt es nebst Kartoffelstock höchstens noch breite Nudeln oder ev. noch Polenta. Aber natürlich jedem/r wie er/sie will, n’est ce pas?

Zutaten:
für 4 Personen

je 4 (Bio bitte) Poulet Unter- und Oberschenkel
oder ein ganzes Poulet in Stücken
oder noch orginaler ein ganzer Hahn
2 Stangen Sellerie
2 Rüebli
1 grosse Zwiebel
2 Flaschen Rotwein
ein paar Gewürznelken
ein paar Pimentkörner (optional)
etwas Lorbeer, etwas Thymian
Butter und Olivenöl
Salz und Pfeffer
200 gr braune Champignons
100 gr Speckwürfeli
12 Perlzwiebeln (kleine Saucenzwiebeln)
1/2 EL Zucker
25 gr Butter

Zubereitung:

1. am Vortag etwa 1,2 Liter vom Wein kurz aufkochen und anzünden (damit der Alkohol verbrennt, denn dieser würde das Fleisch „gerben“, aber das wollen wir nicht). Sobald der Weinn nicht mehr brennt, die Pfanne vom Herd ziehen, Gemüse und Gewürze dazugeben, 10 Minuten ziehen lassen und dann schnell abkühlen. Den Hahn, bzw. die Hühnerstücke in die Marinade legen und zugedeckt im Kühlschrank 24 Stunden marinieren lassen
2. das Huhn aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf giessen und langsam zum Sieden bringen. Den aufsteigenden Schaum immer wieder abschöpfen und wenn dieses Verunreinigungen beseitigt sind, nochmals durch ein sehr feines Sieb in einen sauberen Topf giessen
3. in einem Gusseisen Bräter (oder sonstigen Schmortopf) etwas Olivenöl und etwas Butter erhitzen und die Hühnerstücke allseitig möglichst gleichmässig bräunen – herausnehmen
4. das Gemüse von der Marinade in den Bräter geben und etwa 10 Minuten anschwitzen, bis alles leicht gebräunt ist. Einen EL Mehl darüberstäuben und alles gut vermischen. Die Marinade dazugiessen und aufkochen. Die Hühnerstücke wieder dazugeben und im auf 140° C vorgeheizten Ofen 1,5 bis 2 Stunden schmoren (Huhn ist schneller gar wie Hahn)
5. in der Zwischenzeit die Speckwürfel goldbraun rösten, aus der Pfanne heben und auf Küchenpapier abtropfen
6. die Champignons, kleine ganz, grosse halbiert oder geviertelt, im Speckfett rösten und dann ebenfalls herausnehmen und auf Küchenpapier entfetten
7. die Perl- oder Saucenzwiebeln mit dem Zucker, der Butter und einer Prise Salz in ein Saucenpfännchen geben und knapp mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen, die Temperatur zurückstellen und köcheln lassen, bis das Wasser komplett verdunstet ist. Die Zwiebeln sollen goldbraun werden, aber auf keinen Fall anbrennen!). Die Zwiebeln herausgeben und zur Seite stellen
8. den verbleibenden Rotwein (2 – 3 dl von 1.) in das Saucenpfännchen geben, auf kochen und bei hoher Hitze einkochen, bis die Sauce leicht klebrig ist. Ab und zu umrühren und nachher beiseitestellen
9. das Huhn, wenn es gar ist, aus der Sauce nehmen und warmstellen. Die Sauce durch ein Sieb zum eingekochten Rotwein in das Saucenpfännchen geben und nochmals etwas einkochen
10. dann die Hitze abstellen, etwa 1 EL Butter einrühren, Speck, Perlzwiebeln und Champignons dazugeben und über das Huhn giessen

Beim maskierten Küchenchef gefunden, basierend auf einem Rezept von Anthony Bourdain.

From → Rezepte

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