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Jakobsmuscheln im Shiitake Sud

18. November 2021

Der Name „Jakobsmuschel“ bezieht sich auf den heiligen Jakobus, der als Schutzpatron der Pilger gilt. Er erhielt die Jakobsmuschel als Erkennungszeichen postum zugedacht und trägt sie in Darstellungen in der Regel am Hut, am Mantel oder auf seiner Tasche. Aufgrund dieses Attributes wurde die Jakobsmuschel bereits im Mittelalter zum Symbol der Pilger, insbesondere derer des Jakobswegs.

Die christlichen Pilger des Mittelalters benutzten die Jakobsmuschel zum Wasserschöpfen. Ein unter Jakobspilgern verbreiteter Brauch war es, den Pilgergang 60 km weiter am Cap Finisterre zu beenden, um dort aus dem Meer eine echte Jakobsmuschel zu sammeln. Als Pilgerzeichen am Hutband oder am Gürtel getragen, ist sie geschichtlich mit der Wallfahrt nach Santiago de Compostela verbunden, um damit an den Besuch des Grabs des heiligen Jakobus zu erinnern. Die Muschel war mehr als nur ein Souvenir. Nach der Rückkehr in die Heimat sicherte sie ihrem Träger Ansehen, und manch ein ehemaliger Jakobspilger ließ sich die Muschel ins Grab legen.

Soweit wird es bei mir nicht kommen, gehöre ich doch eher in die Zunft der Geniesser als der Pilger 😉

Ganz wunderbar ist die Harmonie die zwischen diesen (anscheinenden) Gegensätzen von Meeresfrüchten und Pilzen entsteht.

Zutaten:
für 4 Personen

Shitake-Sud
300 gr Shiitake-Pilze
300 gr braune Champignons
1 Liter Wasser
Salz

2 Stangen Sellerie
je eine Handvoll Eierschwämme und Kräuterseitlinge
8 Jakobsmuscheln
zweierlei Kresse oder Sprossen
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Shitake-Sud
1. die Pilze grob schneiden. Jeweils die Hälfte in sehr wenig Fett anbraten
2. dann alle Pilze zusammen mit dem Wasser erhitzen und bei niedriger Hitze solange einkochen lassen, bis noch ca. 2 dl Fonds übrig ist
3. die Pilze entfernen, den Fonds durch ein Teesieb geben und verwegen salzen

Sellerie
Die Sellerie-Stangen in möglichst feine Streifen schneiden und ca. 60 Sekunden blanchieren. In Eiswasser bis zur Verwendung kalt stellen

Finish
1. die Selleriestreifen in etwas Butter vorsichtig Temperatur nehmen lassen. Salzen und pfeffern
2. die Jakobsmuscheln und die geputzten Pilze in etwas Olivenöl goldbraun braten. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken
3. jeweils ein paar Sellerie-Streifen in die Mitte eines tiefen Tellers legen. Die Muscheln darauf geben, die Pilze darum anrichten und das Ganze mit der Kresse garnieren.
4. am Tisch den Shiitake-Fond angiessen

nach einer Idee von cookin.eu

From → Rezepte

3 Kommentare
  1. Am Cabo Finisterre findet man höchstens in der nähe eines restaurants noch muschelschalen :-)) Auch bei mir sind die touris jeweils über die üppigen funde begeistert! Da der schutzpatron der kleinen dorfkirche St.Jacques ist, macht alles sinn.
    Klar habe ich meine 800km weit getragene muschel sorgfältig aufgehoben, nicht fürs hohe ansehen, sondern für die wunderbaren erinnerungen!

    Bisous vom meer

  2. @é-f: Erinnerungen sind doch etwas wunderschönes, nicht wahr 🙂

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