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Schinken Käse Brot / Sechseläuten

25. April 2022

Anstelle dieses herrlichen belegten Frühstückbrotes sollte hier eigentlich eine Wurst vom Grill sein … denn heute ist Sechseläuten! Sechse…was, werden nun die Zürich-Unkundigen fragen!

Sechseläuten (zürichdeutsch Sächsilüüte) ist ein Feuerbrauch und Frühlingsfest in Zürich, das jährlich Mitte oder Ende April stattfindet. Im Mittelpunkt des Feuerbrauchs steht der Böögg, ein mit Holzwolle und Knallkörpern gefüllter künstlicher Schneemann, der den Winter symbolisiert. Der Name rührt daher, weil gemäss Ratsbeschluss vom 11. März 1525 nach der Tagundnachtgleiche Ende März die zweitgrösste Glocke des Grossmünsters abends um 6 Uhr den für das Sommerhalbjahr gültigen Feierabend verkündete; im Winterhalbjahr war Arbeitsschluss abends um 5 Uhr. Die «Hymne» des Anlasses ist der Sechseläutenmarsch.

Am Montagnachmittag findet der Zug der Gesellschaft zur Constaffel und der 25 Zürcher Zünfte statt. Rund 3500 Zünfter in ihren Kostümen, Trachten und Uniformen, ihre Ehrengäste, über 350 Reiter, rund 50 ausschliesslich von Pferden gezogene Wagen und gegen 30 Musikkorps ziehen im Kontermarsch durch die Bahnhofstrasse und das Limmatquai zum Sechseläutenplatz beim Bellevue. Die Zugsordnung wird jährlich im November durch die Delegierten des Zentralkomitees der Zünfte Zürich (ZZZ) ausgelost. Die Zünfte zum Weggen, zum Kämbel und Wiedikon stehen dabei aufgrund ihrer grossen Reitergruppen in einem definierten Rotationsmodus an erster respektive letzter Stelle im Zug. Angeführt wird der Zug der Zünfte jeweils von der Stadtpolizei Zürich, dem ZZZ sowie den Bannern der Gemeinden und des Gastkantons. Zünfter und Ehrengäste werden von den Zuschauern mit Blumen und Küsschen beschenkt.

Seit 1902 wird auf einem grossen Scheiterhaufen in der Mitte des Sechseläutenplatzes der Böögg verbrannt. Das Feuer wird punkt 18 Uhr entzündet, auch wenn noch nicht alle Zünfte am Festplatz eingetroffen sind. Die Reitergruppen der Zünfte umkreisen in der Umzugsreihenfolge drei Mal das Feuer. Je schneller der mit Knallkörpern gefüllte Böögg den Kopf verliert, desto schöner soll anschliessend der Sommer werden.

Seit vielen Jahren kommen gegen 22 Uhr zahlreiche Personen auf den Sechseläutenplatz, holen sich mit Schaufeln etwas Glut aus dem Feuer und braten darüber ihr mitgebrachtes Grillgut. Auch bei kühler Witterung sorgt die Strahlungswärme des Scheiterhaufens für Lagerfeueratmosphäre. Das mehrheitlich jüngere, multikulturelle Publikum kontrastiert dabei mit dem traditionellen Fest tagsüber.

Eben deshalb würde eine grillierte Wurst besser zum heutigen Tag passen, aber das Frühstück von gestern wollte ich euch auch nicht vorenthalten 😉

… und natürlich ist Zürich nicht nur an diesem Tag eine Reise wert!

Ich bin zwar ein echter Zürcher, die obige Info basiert aber auf Wikipedia.

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4 Kommentare
  1. …..DAS 🤩Brot.., das dem ganzen historischen Wissen weichen musste….man stelle sich vor, es hatte womöglich noch so ein Stück übrig, das dann genüsslich ins perfekte Eigelb getunkt werde konnte……eieiei
    Der Luxus des Einfachen. Nicht selten der Schönste…..

  2. Egal, woher die Info stammt – ich habe mir das lieber bei Dir durchgelesen als bei Wikipedia, bei Dir gibt es zum Abschluss noch ein feines Schinkenbrot! 😋
    Ein Coucousin von meinem Vater (oder doch ein Cousin 🤔) ist Mitglied von dieser Weggenzunft. Und da mein Vater ja beruflich ursprünglich auch einer von dieser Gattung war, wurde er von eurer Weggenzunft vor drei oder vier Jahren eingeladen, bei dem Umzug mitzumachen. Das war für ihn eine sehr grosse Ehre.
    Uns Bernern geht ja diese Bööggverbrennerei gänzlich ab. Bei uns wird der Sommer grundsätzlich gut, egal ob es euren Böögg nach 5 oder 50 Minuten erst verchlöpft. 😂

  3. Genau! Und die Weggen Zoifter werfen dem Publikum ja noch Weggli zu … mmmhhh 😉

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