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Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Am letzten Arbeitstag vor Ferien ist es bei uns im Büro üblich, den Kollegen ein Gipfeli, ein Sandwich oder sonst eine Leckerei mitzubringen. So quasi als Entschädigung dafür, dass sie in den nächsten Wochen meine Post anschauen, Telefone abnehmen, den Pendenzberg tief halten und sich halt um alles kümmern, was mich während meiner Abwesenheit nicht schert 😉

Und wenn ich schon mitten in der Zwetschgen Saison abhaue, bot es sich an, einen Zwetschgenkuchen zu backen. Die Premiere war, dass es nicht einen, sondern zwei Kuchen gab, wobei der Grössere im Büro der besten Ehefrau von allen landete.

Lieber G., wie traurig, dass Du diesen Streuselkuchen verpasst hast. Aber so ist das halt, wenn man selber Ferien hat 😉

Zutaten:
für eine 26 cm Form

Mürbeteig
250 gr Mehl
125 gr weiche Butter
75 gr Zucker
1 Ei
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Streusel
100 gr kalte Butter
120 gr Mehl
80 gr Zucker
½ TL Zimt

und etwa 1 kg Zwetschgen

Zubereitung:

Mürbeteig
1. alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken ein paar Minuten zu einem Teig kneten
2. zwei Drittel davon zwischen zwei Klarsichtfolien auf die Grösse der Springform auswallen
3. in die Form legen (geht besser wenn der Teig nicht zu warm ist) und mit dem restlichen Drittel einen Rand hochziehen – kaltstellen

Streusel
4. die sehr kalte Butter in Stücke schneiden
5. Mehl, Zucker und Zimt mischen und mit den Händen zu bröseligen Krümeln verreiben

6. den Ofen auf 180° C vorheizen
7. die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen
8. quasi aufrecht auf dem Mürbeteig anordnen
9. die Streusel auf den Zwetschgen verteilen
10. in der unteren Ofenhälfte während einer Stunde backen

Ich kann heute gar nicht mehr verstehen, dass selbstgemachter Mürbeteig bei mir unter „zu aufwändig“ kategorisiert war 😉

PS. Die Ferien sind vorbei und wir sind zurück!

Lachs mit Thai Basilikum und Chili

Das Spezielle an diesem Gericht sind sowohl die Sauce, wie auch der Thai Basilikum, der in der Tat völlig anders schmeckt wie herkömmlicher Basilikum. Versucht also unbedingt, ebendiesen zu verwenden.

Und auch wenn das Rezept nach scharfen Chilis verlangt, das Gericht kommt überraschend mild, ausgewogen und mit einer schönen Tiefe im Geschmack daher.

Zutaten:
für 4 Personen

600 gr Lachsfilet mit Haut
4 Chilis (von den scharfen)
4 Knoblauchzehen
2 EL Soja Sauce
6 EL Oyster Sauce
2 EL Fisch Sauce
2 EL brauner Zucker
Thai Basilikum, gehackt
1 EL Rapsöl

Zubereitung:

1. den Ofen auf 200° C vorheizen
2. Knoblauch und Chili fein schneiden (je nach Schärfetoleranz die Kerne entfernen, die Schärfe sitzt in den Kernen und in den Zwischenwänden)
3. Soja Sauce, Austern Sauce, Fisch Sauce und Zucker mischen und gut verrühren
4. eine Bratpfanne mit etwas Öl erhitzen und Knoblauch und die Chili darin braten bis sie weich sind und fein duften
5. die Sauce dazugiessen und 2 Minuten köcheln lassen
6. den fein geschnittenen Basilikum dazugeben und nochmals 1 Minute köcheln lassen
7. den Lachs mit der Haut nach unten in eine ofenfeste Form geben, die Sauce darübergeben und im Ofen ca. 12 Minuten backen (je nach Dicke des Fisches vielleicht etwas mehr oder weniger)
8. mit Reis servieren

Onglet en croute (Nierenzapfen im Teig)

Wenn Nicole dieses Gericht in der Tagesschau am Schweizer Fernsehen präsentieren darf, solltet ihr das mindestens einmal im Leben nachmachen!

Allerdings nur, wenn ihr eure Steaks blutig, rare oder wenigstens medium rare mögt. Die „well done“ – Fleischesser dürfen sich hier ausnahmsweise einmal ausklinken und weitersurfen.

Denn Onglet, auch Nierenzapfen, Zwerchfellpfeiler, Hanger Steak oder Leistenfleisch genannt, dürft ihr nicht durchbraten (allenfalls Schmoren, aber das ist eine andere Geschichte)!

Zutaten:
für 4 Personen

600 gr Onglet, idealerweise vom Weiderind*
Sonnenblumenöl
ca. 600 gr Blätterteig
2 kleine, rote Zwiebeln oder Schalotten
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer
1 Ei (Freiland), verquirlt

Zubereitung:

1. das Onglet in vier Stücke teilen (die Mittelsehen hat hoffentlich der Metzger bereits entfernt)
2. die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und mit einer Prise Zucker in einer Bratpfanne ca. 15 Minuten weichdünsten. Leicht salzen und erkalten lassen
3. den Blätterteig fein auswallen und vor dem Verwenden nochmals kühlstellen
4. das Fleisch sparsam mit Öl einreiben und in einer heissen Bratpfanne auf jeder Seite 1 Minute anbraten. Salzen und pfeffern und auskühlen lassen
5. den Blätterteig in 8 Rechtecke schneiden (dabei einen Rand von etwa ums Fleisch lassen). Auf 4 Rechtecken nun die ausgekühlte Zwiebeln, Fleisch und wiederum eine Lage Zwiebeln verteilen. Auf jedes Fleisch mit einer Blätterteigdecke zudecken. Nochmals für 5 Minuten kühlstellen.
6. den Ofen auf 220° C vorheizen und währenddessen die Blätterteigpäckli mit einem verquirlten Ei bestreichen
7. die Onglets im Teig 12-14 Minuten (dann bleibt es innen schön rosa) goldbraun backen. 5 Minuten ruhen lassen und dann servieren

*beim orangen Riesen gibt es abgepacktes Leistenfleisch zu Preisen wo Fleisch essen wieder Spass macht (allerdings ist es bestimmt kein Weiderind und schon gar nicht Bio!)

Food Video of the Day

Auch wenn ich jetzt gerade in fernen Landen herumtoure (wenn ihr mögt, könnt ihr lieberlecker ja auf Instagram folgen, dann wisst ihr, wo wir sind) … ihr sollt auch diesen Sonntag von mir ein Schmankerl serviert bekommen.
Heute in Form dieses ultra coolen Videos (Ton einschalten).

Geniesst den Sonntag!

Andy 😀

Poulet Ailerons (Flügeli)

Während wir weg sind serviere ich euch ein typisches, schnelles Sonntag Abend Gericht. Es ist Hammer schnell gemacht und schmeckt immer fein.

Natürlich nehmen wir dafür bitte kein Import Geflügel! Nein, auch wenn es, ich weiss, günstiger ist. Denn bevor ich industrielle Fleischproduktion unterstütze, werde ich wohl Vegetarier. Veganer wohl eher nicht, denn meine Wochenendeier sind mir so heilig wie der gelegentliche Fisch 🙂

Zutaten:
für 4 Personen

800 gr Poulet Flügeli (Ailerons)
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
2 EL Paprika
1 TL Salz

Zubereitung:

1. alle Zutaten für die Marinade verrühren, die Hühnerstücke in einer Schüssel darin drehen, bis zu 2 h marinieren lassen und dann bei 220° C etwa 25 Minuten backen – fertig

Bei uns gab es dazu ein paar perfekt reife Berner Rosen Tomaten und etwas Eisbergsalat mit einer Art Thousand Island Dressing.