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Limonade – „grilliert“ und gepimpt

Habt ihr schon mal vom nationalen Limonaden Tag gehört? Ich auch nicht, aber ich brauchte einen Aufhänger für diese Limonade 😀

Es ist aber tatsächlich so – in den USA (where else?), wurde der erste Sonntag im Mai zum Lemonade Day gekürt. Mehr zum warum und weshalb findet ihr hier.

Nun gibt es bei mir aber nicht einfach eine kindertaugliche Limonade, sondern eine „gepimpte“, also eine, die es, bzw. etwas, in sich hat!

Zutaten:
für 4 Personen

8 dl Limonade
1,5 dl Wasser
1,5 dl Tequila
0,4 dl Triple sec
5 Zitronen
40 gr Zucker

Zubereitung:

1. Grill (ich: Grillpfanne) auf mittlere Hitze bringen
2. die Zitronen in 2 cm dicke Scheiben schneiden und im Zucker wenden
3. auf den Grill (bzw. in die Grillpfanne) legen und nicht bewegen, bis der Zucker karamelisiert (ca. 5 Minuten) – wenden und anschliessend auskühlen lassen
4. Limonade, Wasser, Tequila und Triple sec in einem Krug mischen, die ausgekühlten, grillierten Zitronenscheiben (ausser vier für die Garnitur im Glas) hineingeben und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen
5. in 4 hohe, mit Eis gefüllte Gläser leeren und mit grilliertem Zitronenschnitz und Minze garnieren

Auch wenn es da draussen noch nicht so aussieht – WIR sind bereit für den Sommer 🙂

Gegessen bei: Virgilio Martinez (Restaurant Lima, London)

Einer der interessanteren Foodtrends der letzten Jahre ist die peruanische Küche. Zu Recht!

Schon Mitte der 90er Jahre kamen die ersten Einflüsse via Nobu, der mittlerweile auf fast 2 Dutzend Restaurants mit seinem Namen und mehrere Kochbücher zurückblicken darf.

Virgilio Martinez gelangte ins Rampenlicht, weil sein Restaurant Central (in Lima, Peru) 2016 auf Rang 4 der weltbesten Restaurants landete.

Ergo wenig erstaunlich, dass wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten, bei ihm zu essen, ohne um die halbe Welt fliegen zu müssen. Denn seit 2012 gibt es sein Restaurant Lima in London (im Stadtteil Fitzrovia – mittlerweile gibt es noch ein zweites namens Lima Floral), welches seit 2013 einen Michelin Stern trägt.

Das Restaurant selbst ist eher unspektakulär … umso toller und schmackhafter, was auf die Teller und in die Schalen kommt – aber seht selbst:

wir beginnen natürlich mit Piscos

Damit wir möglichst viel probieren konnten, haben wir alles Vorspeisen Portionen ausgewählt und waren sehr happy damit.

Aber wir haben mit zwei Kleinigkeiten à £3.- angefangen.

Kartoffel Nigiri mit Tuna und Andenchili

Tintenfisch Soba Soba auf Fischcracker

Alles andere sind Vorspeisen Portionen die preislich zwischen £12.- und 16.- lagen.

Ceviche von der Dorade, Avocado und Süsskartoffel

Schwertmuschel Tiradito

King Crab Causa mit Weichköse und grünem Quinoa

Signature Dish: Octopus mit grünen Linsen, Kartoffelcreme und Oliven

Signature Dish: Rindsfilet, Aji Amarillo Sauce und Koriander Kresse

Suspiro Ardiente: Bananen Creme, Port und knusprige Meringue

Alfajores: Dulce de Leche Eis mit Bienenpollen

Ein hervorragendes Essen, welches von einem Viognier/Sauvignon (Little James Basket Press, 2015, Château Saint Cosme) aus dem Rhonetal wunderbar begleitet wurde (£42.-).

Den Michelinstern hat das Restaurant zu Recht verdient.

Gegessen bei: Joël Robuchon (L’Atelier in London)

Es ist wahrscheinlich 20 Jahre her, als wir in Paris einmal vor Joël Robuchon’s schon damals berühmtem Restaurant standen und die Speisekarte studiert haben. Die Preise haben uns aber nachhaltig erschreckt.

Deshalb kam ich schon gar nicht auf die Idee, Robuchon bei der Lunch und Dinner Planung für unser London Weekend zu berücksichtigen. Dies hat ein Mail eines Mitarbeiters der besten Ehefrau von allen geändert, als er freundlicherweise darauf hinwies, dass Robuchon in London einen Lunch zu £29.- offeriert. Dafür muss man sich schon bei der Online Reservation entscheiden, was man essen möchte. Sein Dreigang Menü kann man aus 5 Vorspeisen, 6 Hauptgängen und 6 Desserts zusammenstellen.

Wir sassen an der Bar, mit Blick in die Küche, wo Anordnungen immer wieder mal mit einem mehrstimmigen „Oui Chef!“ quittiert wurden.

Wir haben uns für folgende Dreigänger entschieden:

Die beste Ehefrau von allen genoss

L’Oeuf en Cocotte

eine wunderbare Kombination von pochiertem Ei, Erbsen, frischen Morcheln und Bärlauch

The Duck

und als Hauptgang ein Parmentier von der Ente, bedeckt von Robuchon’s berühmtem Kartoffelstock aus La Ratte Kartoffeln. Ob man als Beilage dazu allerdings Kartoffelpü servieren sollte fanden wir zumindest etwas fragwürdig. Aber da er das Prädikat Weltklasse verdient, sahen wir darüber hinweg 😉

The Saint Honoré

Eine der besten Saint Honoré Torten, die wir (ja, ich durfte probieren) genossen haben.

Und für meine Wenigkeit gab es

The Aubergine

zart geschmorte Aubergine, geschichtet mit Ziegenkäse und Knusperteig als Millefeuille

The Sea Bream

auf den Punkt gegarte, grillierte Dorade mit Tomaten und Pistazienöl

The Lemon Tarte

die Zitronentarte war sehr fein, ich hätte mir den Teig aber noch etwas knuspriger gewünscht.

Insgesamt ein Lunch in hervorragender Qualität zu einem Preis, der überraschend fair ist. Angenehmer Service und eine schöne Auswahl an Weinen im Offenausschank.

Website

Gegessen bei: Yotam Ottolenghi (NOPI, London)

ein „MUST“ in London

Nach etwas mehr als einem Dutzend nachgekochter Rezepte aus Yotam Ottolenghi und Ramael Scully’s NOPI Kochbuch, fand ich es an der Zeit, einmal das Original aufzusuchen. Nämlich das Restaurant NOPI (NOrth of PIcadilly) in London.

Weil drei Tage London natürlich viel zu kurz sind, hat es nur zu einem Pre Theater* Dinner gereicht … aber das war schon sehr beeindruckend. Und natürlich habe ich mich auf Klassiker gestürzt, die ich schon selbst nachgekocht habe, oder solche, die ich schon lange einmal probieren wollte.

Ananas-Salbei Martini und Hendricks Punch

Die Atmosphäre ist lebhaft, das Lokal war schon um 17.30 h gut gefüllt und es wäre bestimmt der Traum eines jeden Schweizer Restaurants, wenn sie ihre Tische so oft an einem Tag besetzen könnten.

Die besorgten Gesichter des Service Personals konnten wir schnell beruhigen. Die angesengte Speisekarte konnte die beste Ehefrau von allen selber wieder löschen 😉

noch etwas Asche im NOPI Serviettenring

geröstete Aubergine, Mandel Yoghurt, gewürzte Mandeln

Koji Regenbogen Forelle, Labneh, Yuzu Kosho, Wasserkresse, Macadamia

Zucchetti und Manouri Fritters mit Kardamom Yoghurt

Doppelt gegartes Stubenküken, Zitrone-Myrte Salz und Chili Sauce

Knuspriger Schweinebauch, Kürbisstampf und Apfel Salsa

geröstete Ananas, Macadamia und Kokos Eis

Café und Pekan Financiers mit Ahorn Sauce

die Küchencrew lacht gerne in die Kamera eines Foodbloggers

Auf der Karte gibt es Nibbles (£5 – 7), Starters, bzw. Dishes to share (£10 – 15), Mains (£20 – 25), Sides (£6.20) und Süsses (£5.50 – 9.-), also nicht billig, aber im Vergleich zu anderen Top Restaurants bezahlbar und vor allem, seinen Preis wert.

NOPI

Mein Rat: Hingehen und geniessen! 😀

*pre theater? Die Show „Kinky Boots“ legen wir allen London Besuchern gerne ans ❤ !

Poké Bowl mit Lachs

Oh nein, nicht schon wieder ein Hype!

In Zürich gibt es seit ein paar Monaten ein Restaurant, welches Poke Bowls serviert. Wobei das gleich doppelt falsch ist. Denn es ist nicht eigentlich ein Restaurant und es wird nichts serviert. Sondern man stellt sich in die lange Schlange (die meist bis auf die Strasse reicht) und sucht sich erst einmal die Unterlage der Bowl aus (Basmati Reis, Quinoa oder schwarzer Reis), Fisch (Tuna, Lachs oder Kingfisch) oder Tofu, dann eine Sauce und schlussendlich noch verschiedene Beilagen wie Edamame, Mango, Avocado, Algen, Granatapfelkerne und was es sonst noch an gesundem und sogenannt Gesundem alles gibt.

Zwar ein Hype, aber schmecken tut es allemal 🙂 und zu Hause einfach herzustellen ist es dazu auch noch!

Also los, Einkaufsliste schreiben, einkaufen und mit-hypen 😉

Übrigens, Poké kommt aus dem hawaiianischen und bedeutet „in kleine Stücke schneiden“ … und bei diesem Sauwetter an Hawaii zu denken, ist vielleicht auch nicht soo falsch, oder?

Zutaten:
für 4 Personen

500 gr Lachsfilet, Sushi Qualität
200 gr Reis (Sushi oder Basmati)
1 Mango, geschält und gewürfelt
Edamame, geschält
1 Avocado, geschält und gewürfelt
ein paar Sprossen
4 EL Sojasauce
1 EL Yuzu Saft (oder Limonensaft)
2 EL Sake
1 EL Sesamöl
2 EL Sesamsamen (schwarz und weiss)

Zubereitung:

1. den Reis kochen
2. Sojasauce, Yuzu Saft, Sake und Sesamöl gut verrühren
3. den Fisch in mundgerechte Würfel schneiden und in der Hälfte der Sauce eine Viertelstunde marinieren
4. den noch warmen Reis auf den Boden der Bowls geben, den Fisch und die restlichen Zutaten darauf anrichten und etwas Sauce darüberträufeln

… und nicht vergessen, die Sesamsamen dekorativ aufzustreuen 😉