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Schoggi Crème

Schoggi Crème oder Schokoladen Creme war in meiner Kinderzeit einer der absoluten Klassiker. Ist das eigentlich heute immer noch so?

Mit dieser Creme kann man auf jeden Fall Erinnerungen wecken und die Knusper Elemente hieven sie noch eine Stufe hinauf.

Sollte jemandem auch dieses Rezept zu aufwändig sein (ein Vorwurf den ich mehr oder weniger ernst gemeint immer wieder mal höre), der solle sich an die Tipps von Minu halten 😉

Nachtrag: WordPress hat mir gerade mitgeteilt, dass dies mein 1000ster Beitrag war … yeah 😀

Zutaten:
für 6 – 8 Portionen

150 gr dunkle Schokolade (ich: Felchlin 68%)
4 Eigelb
50 gr Zucker
5 dl Milch
1 gehäufter EL Maizena
1 Prise Salz
3 dl Rahm
Haselnusssplitter
Kakao-Nibs (von La Flor)

Zubereitung:

1. Eigelb und Zucker zu einer hellen, dicken Creme aufschlagen – dies dauert auch mit dem Handrührgerät 6–8 Minuten
2. etwa 1 dl Milch mit dem Maizena verrühren und beiseitestellen. Die restliche Milch in eine Pfanne geben
3. die Schokolade in kleine Stücke brechen. Mit dem Salz zur Milch in der Pfanne geben. Alles langsam aufkochen, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Dann die Maizena-Mischung dazurühren. Die Schokoladenmilch sofort unter Rühren zur Eicreme giessen. Alles in die Pfanne zurückgeben und unter Rühren aufkochen, bis die Creme schön bindet. Sofort in eine Schüssel umgiessen. Die Oberfläche der Creme mit Klarsichtfolie belegen, damit sich beim Abkühlen keine Haut bildet. Erkalten lassen, dann kühl stellen
4. Kurz vor dem Servieren den Rahm steif schlagen und unter die Schokoladencreme ziehen.

Gerstotto mit Kürbis

Es klingelt an der Türe und ich brate gerade die Kürbis Brunoise für das Topping. Die beste Ehefrau von allen scheint gerade noch beschäftigter wie ich, also gehe ich die Türe öffnen. „Ja hallo! Wie geht es euch? Schön seid ihr da (ein Vertelstündchen zu früh, aber heutzutage stecken wir das locker weg 😉 )! Nein, die Schuhe dürft ihr anbehalten, ach die Kinder wechseln zu Finken. Aber klar …

… und natürlich ist die Brunoise in der Zwischenzeit verkohlt! Ja man(n) geht eben nicht vom Herd weg, und falls doch, zieht man die Pfanne von der Platte … !

Kennt ihr das? Ich glaube, ich bin in meinem Alter zwar zur Selbsterkenntnis fähig, aber die Lernfähigkeit lässt deutlich nach! 😉

Zutaten:
für 4 Personen

300 gr Kürbis
2 Zweige Salbei
1 Knoblauchzehe
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Esslöffel Olivenöl
1 Zwiebel
1 Esslöffel Butter gehäuft
150 gr Rollgerste
1 dl Weisswein
6 dl Gemüsebouillon
60 gr Sbrinz, gerieben

Zubereitung:

1. den Kürbis in Würfel schneiden. Die Salbeiblätter in feine Streifchen schneiden. Den Knoblauch schälen und in Scheibchen schneiden. Alle diese Zutaten in eine Gratinform geben, mit Salz und Pfeffer würzen, das Olivenöl darüberträufeln und alles gut mischen.
2. den Kürbis im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille etwa 40 Minuten weich backen.
3. inzwischen die Zwiebel fein hacken.
4. in einer grossen Pfanne die Butter schmelzen. Die Zwiebel darin glasig dünsten. Dann die Gerste befügen und kurz mitrösten. Mit dem Weisswein ablöschen und diesen unter Rühren vollständig einkochen lassen. Nun die Bouillon beifügen und den Gerstotto unter gelegentlichem Umrühren etwa 35 Minuten leise kochen lassen.
5. wenn der Gerstotto weich ist, den gerösteten Kürbis untermischen, alles mit Salz und Pfeffer würzen und nur noch gut heiss werden lassen. Zuletzt den Käse untermischen. Den Gerstotto sofort servieren.

BBQ Chicken

Eine Sonntags Lunch Einladung mit Kindern. Da wollte ich natürlich mit kinderfreundlichem Food punkten und dachte an Fingerfood. Eine Hähnchenkeule abzunagen ist doch einfacher, als mit Messer und Gabel zu essen.

Sich die Finger schmutzig zu machen ohne dass wir Fingerschalen aufgestellt hatten? Nööö! Dann soll Papi uns doch lieber das Fleisch vom Knochen schneiden, denn mit der Gabel können wir schon prima umgehen.

Tja, einmal mehr bewahrheitet sich, das Gegenteil von gut … ist gut gemeint 😉

Aber eine gute Wahl aus Claudio’s neuestem Werk al forno war dieses Rezept allemal, denn am Tisch hiess es, so ein zartes Huhn hatte ich noch nie. Und in der Tat, man wird belohnt mit wunderbar zartem Fleisch an einer hervorragenden BBQ Sauce – absolut köstlich!

Zutaten:
für 4 Erwachsene und 2 Kinder 🙂

BBQ Sauce
0,5 l Hühnerbrühe
100 gr Zucker
1 dl japanischer Reisessig
2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
2 Shiitakepilze, fein geschnitten
1 TL Ingwer, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe, gepresst
3 EL Tomatenketchup
3 EL Austernsauce
1 EL Worchestersauce
1 EL Sojasauce
1 TL Tabasco
1 TL Cayennepfeffer
2 EL Sesamöl

16 Hähnchenkeulen
feines Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Paprikapulver
2 EL Sesamkörner

Zubereitung:

1. die Hühnerbrühe auf die Hälfte einkochen
2. den Zucker in einer Pfanne langsam haselnussbraun karamellisieren, Essig und Hühnerbrühe dazu geben und köcheln, bis sich das Karamell auflöst. Die restlichen Zutaten einrühren, 5 Minuten sirupartig einköcheln und dann auskühlen lassen
3. Backofen auf 220° C Umluft vorheizen
4. die Keulen mit Haushaltspapier abtupfen umd mit Salz, Pfeffer und Paprika einreiben
5. auf dem Gitterrost 30 Minuten grillieren (darunter ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, gefüllt mit Kartoffelspalten, einschieben, um das herabtropfende Fett aufzufangen
6. die Keulen wenden und weitere 20 Minuten braten
7. die Keulen einzeln durch die BBQ Sauce ziehen und nebeneinander in eine feuerfeste Form legen. Mit der restlichen Sauce übergiessen und 5 Minuten fertigbacken
8. inzwischen die Sesamkörner in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten. Vor dem Servieren über die Keulen streuen

Meyer-Zitronen Saffran Eis

Meyer-Zitronen sind keine Zitronensorte, sondern eine natürliche Mutation aus Zedratzitronen, Mandarinen und Pampelmusen, die vom Amerikaner Frank N. Meyer Anfang des 20. Jahrhunderts von einer China Expedition nach Amerika mitgebracht wurde.

Von Kalifornien aus hat die tiefgelbe, ins helle orange gehende Frucht ihren Siegeszug angetreten. Ihr Saft ist weniger spitz-sauer als der von Zitronen. Vor allem aber ist ihr Schalenaroma unverwechselbar: zitronen-frisch, mandarin-warm und thymian-würzig.

Eine Kugel davon, in Begleitung eines kleinen Meyer Zitronen Kuchen’s … und ich bin selig 😀

4 Meyer Lemons (eine davon geschält, Abrieb von 2 und Saft von allen)
1/2 TL Saffranfäden
2 dl Halbrahm
130 gr Zucker
1/2 Vanille Stängel
5 Eigelb
5 dl Rahm

Zubereitung:

1. 1 Meyer Zitrone vorsichtig schälen, möglichst nur das Gelbe (ohne den bitteren weissen Teil) und mit Saffran, Zucker und Vanille im Halbrahm aufkochen. Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen
2. die Eigelb verrühren und mit etwas vom Halbrahm mischen. Dann diese Mischung zurück in die Pfanne mit der Zitronenschale und dem süssen Halbrahm geben. Bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren zur Rose abziehen (d.h. kurz vors kochen bringen und die Mischung dabei leicht eindicken lassen)
3. durch ein feines Sieb in eine Schüssel giessen. Die Zesten von 2 Meyer Zitronen dazureiben, den Rahm und den Meyer Zitronensaft dazugiessen, gut mischen und kalt stellen
4. in der Eismaschine gefrieren

Kürbis mit Ingwertomaten und Limetten Joghurt

Ich hoffe, ihr habt noch Lust auf ein Kürbis Rezept. Nein? Ihr müsst aber, denn dieses hier ist der Knaller, versprochen! 😀

Ich kann das locker versprechen, denn erstens stammt das Rezept aus der Feder von Yotam Ottolenghi und zweitens, ich habe es mit der besten Ehefrau von allen UND mit Gästen probiert und das Urteil war einstimmig!

Zutaten:
für 4 Personen

1 mittelgrosser Butternuss Kürbis 800 gr
3 EL Olivenöl
6 grosse Eiertomaten 500 gr
frischer Ingwer, gerieben 25 gr
1 rote Chilischote
2 Knoblauchzehen
30 gr Muscovadozucker
grobes Meersalz
schwarzer Pfeffer

Limettenjoghurt
120 gr griechischer Joghurt
abgeriebene Schale von 1/2 Bio Limette
plus 1,5 TL Limettensaft
1/4 TL Kardamom, gemahlen

Korianderblätter, grob gehackt
30 gr Cashewkerne, geröstet und grob gehackt
10 gr Röstzwiebeln

Zubereitung:

1. den Backofen auf 240° C vorheizen
2. den Kürbis ohne zu schälen, längs halbieren, entkernen und quer in 2,5 cm breite Stücke schneiden. mit 2 EL Olivenöl, 2 TL Salz und einer kräftigen Prise schwarzem Pfeffer aus der Mühle vermengen. Auf einem mit Backtrennpapier ausgelegten Blech verteilen und 35 – 40 Minuten im Ofen rösten, bis das Gemüse weich ist. Zum Abkühlen beiseitestellen
3. die Ofentemperatur auf 170° C reduzieren
4. die Tomaten längs halbieren und mit der Schnittfläsche nach oben auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech setzen. Mit 1/4 TL Salz würzen, mit 1 EL Öl beträufeln und 80 Minuten im Ofen garen
5. in einer Schüssel Ingwer, Chili, Knoblauch, Zucker und 1/2 TL Salz verrühren. Die Tomaten damit überziehen und weitere 40 Minuten rösten, bis sie karamelisiert sind. Abkühlen lassen
6. sämtliche Zutaten für das Limettenjoghurt in einer kleinen Schüssel mit 1/2 TL Salz und einer grosszügigen Prise schwarzem Pfeffer sorgfältig verrühren. Bis zum Servieren kalt stellen
7. die Kürbisscheiben auf einer grossen Platte anrichten und die Tomaten dazwischen verteilen. Mit dem Limettenjoghurt beträufeln, Koriandergrün, Cashewkerne und Röstzwiebeln darüberstreuen und servieren