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Gemüse Lasagne

Schon wieder Gemüse? Sicher! Jedoch nicht wegen dem #veganuary Trend, denn sowas geht an mir vorbei, bzw. lasse ich meist links liegen. Ich habe diese Gemüse Lasagne gemacht, weil wir Vegetarier zu Besuch hatten. Da passe ich mich problemlos an. Dass Gemüse so auch noch hervorragend schmeckt ist schon fast selbstverständlich und ich bin sicher, mittlerweile wissen das auch die meisten „Fleischtiger“, oder?

Und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Fleisch soll man weiterhin geniessen (dürfen), aber jeden Tag? Nein danke! Und wenn schon, dann bitte das qualitativ Beste, was man bekommen kann. Lieber einmal mehr auf Fleisch verzichten, aber dann richtig. Dafür die oben erwähnten Trends dann, genau wie Billigfleisch, links liegen lassen!

Ich habe etwa die halben Mengen genommen und das hat locker für 4 Personen gereicht 😉

Zutaten:
für 6-8 personen

450 gr trockene, gelbe oder grüne Lasagneblätter (alternativ frische nehmen, brauchen nicht vorgekocht zu werden)
1 kg frischer Spinat
1 Ei, leicht aufgeschlagen (für die Spinatbällchen)
2 Eier, leicht aufgeschlagen (zum Wenden der Auberginen und Zucchini)
2 EL grobes Paniermehl
1 Prise Muskatnuss
150 gr Parmesan, frisch gerieben
Je 2 grosse Auberginen und Zucchini, der Länge nach in 5 mm dicke Scheiben geschnitten
100 gr Weissmehl
300 gr frische Steinpilze, alternativ Austernpilze oder Shitake, gescheibelt
1 Knoblauchzehe, geschält, gehackt
1 EL grobblättrige Petersilie, gehackt
1 Liter Basis-Tomatensauce (Basisrezept Tomatensauce) oder ein guter Fertigsugo
300 gr Fontina-Käse, gewürfelt
7 Eier, leicht aufgeschlagen, zum Einschichten der Lasagne

Zubereitung:
1. Backofen auf 190ᵒ C aufheizen
2. Lasagneblätter in kochendem Wasser 8-10 Minuten garen, dann auf sauberen Küchentüchern trockentupfen
3. Spinat in wenig Wasser einige Minuten kochen, gut abtropfen und fein hacken. Mit 1 EL aufgeschlagenem Ei, dem Paniermehl und
25 gr Parmesan vermischen, abschmecken mit Meersalz, schwarzem Pfeffer aus der Mühle und frisch geriebenem Muskat. Mit den Händen zu walnussgrossen Bällchen formen. Genügend Öl erhitzen und die Bällchen darin von allen Seiten hellbraun frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen
4. Auberginenscheiben bemehlen, in einer Hälfte der 2 aufgeschlagenen Eiern wenden, ebenfalls hellbraun frittieren, abtropfen lassen. Mit den Zucchinischeiben gleich verfahren. Wer es etwas leichter mag, gart die Gemüsescheiben nebeneinander auf ein Blech geschichtet und mit Olivenöl beträufelt, im 180ᵒ C heissen Backofen, auf jeder Seite etwa 15 Minuten (das habe ich gemacht!)
5. Pilze in wenig Olivenöl anbraten, Knoblauch und Petersilie zufügen, abschmecken
6. 3-4 EL Tomatensugo auf dem Boden einer grossen Backform verteilen, mit einer Schicht Lasagneblätter bedecken, je eine Schicht Pilze, Auberginen, Zucchini und Spinatbällchen darübergeben und mit etwas Fontinakäse, 3-4 EL Sugo, 3-4 EL aufgeschlagenes Ei und einen grosszügigen Teil des Parmesans abschliessen und mit Lasagneblätter decken. Die Schichten wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Den Abschluss bildet eine Schicht Gemüse
7. 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen

Sehr lecker! Aus des Foodscouts Kochbuch Kägi kocht

Blaue Kartoffeln mit Indianer Dip

Lassen sich eure Kinder mit Indianer Dip noch an den Tisch locken? Zwar haben meines Wissens keine Indianer diesen Dip je gegessen und ihn auch nicht erfunden. Weil aber rote Kidneybohnen auch unter der Bezeichnung Indianerbohnen verkauft werden, ist es ja nicht gelogen!

Und falls ihr euch über die grosse Salzmenge im Kochwasser der Kartoffeln wundert, das ist gewollt. Denn wenn die Kartoffeln gar sind, werden sie abgegossen und dann lässt man sie in der Pfanne ausdämpfen, so bleibt eine feine Salzschicht auf den Kartoffeln – lecker!

Und wer das Gericht für Erwachsene macht, darf sich zum Aufpimpen ein Glas Rotwein genehmigen. Falls der Januar ein alkoholfreier Monat ist, das hebt die Stimmung auch noch im Februar 😉

Und noch ein wenig Werbung für Freunde: Den hier gezeigten ERRE, eine gelungene Cuvée aus Barbera, Cabernet Sauvignon und Merlot von Roberto Sarrotto bekommt ihr bei unseren Catering Freunden Schillotties !

Zutaten:
für 4 Personen

1 kg blaue Bergkartoffeln (z.B. Blaue St. Galler)
2 L Wasser
150 gr Salz

1 kleine Dose rote Kidneybohnen (Indianerbohnen)
1 Schalotte, fein gehackt
1 EL Zitronensaft
Tabasco
1/2 TL Fleur de sel
100 gr Crème fraîche
1 Bund Koriander

Zubereitung:

1. die Kartoffeln offen im Salzwasser kochen bis sie weich sind, abgiessen und in der Pfanne auf kleinstem Feuer ausdampfen lassen. Dabei bildet sich eine feine Salzschicht auf den Kartoffeln
2. die Bohnen kurz abspülen und abtropfen, dann in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken
3. Schalotte, Zitronensaft und Tabasco dazugeben und mit der Crème fraîche mischen, Salz und gehackten Koriander daruntermischen

Zwiebel Öl

Es ist ganz erstaunlich, wie dieses Öl fein nach Zwiebeln duftet. Ich habe es gemacht, ohne einen Plan zu haben, wie ich es einsetzen werde. Mittlerweile habe ich es als Topping für die Pastinaken Suppe verwendet, aber auch in ein Rindstatar gemischt. Ihr könnt es überall dort verwenden, wo ihr normales Olivenöl zum Verfeinern brauchen würdet. Es schmeckt! 😀

Zutaten:
für 4 dl

500 gr Zwiebeln, ungeschält, geviertelt
5 dl Olivenöl
2 Zweige Thymian

Zubereitung:

1. den Backofen auf 200° C vorheizen
2. Öl, Zwiebeln und Thymianzweige in eine schwere Gusseisenpfanne oder einen Bräter füllen. Darauf achten, dass die Zwiebeln zu drei Vierteln mit Öl bedeckt sind
3. im vorgeheizten Ofen rund 50 Minuten rösten (und ja, es darf oben schwarz werden)
4. das Öl absieben und in einer Flasche im Kühlschrank lagern, es bleibt einige Monate frisch

Aus Richi Kägis Kägi kocht

Pastinaken Suppe

Wir haben uns diese äusserst feine Suppe einfach mal so zum Lunch gegönnt. Die beste Ehefrau von allen hat sich zwar darüber beklagt, dass es keine Scheibe Brot dazu gab, aber so hart kann das Leben halt manchmal sein 😉

Das ergab eine ordentliche Portion Suppe, aber ohne weitere Beilagen haben wir sie trotzdem ‚gebodigt‘. Empfehlenswert ist sie alleweil.

Zutaten:
für 2 Personen

4 Pastinaken, geschält
7 dl Bouillon (Hühner- oder Gemüse-)
1 dl Rahm
40 gr Butter
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zwiebelöl
geröstete Zwiebeln (optional)

Zubereitung:

1. die Pastinaken klein schneiden und in der Bouillon weich köcheln
2. fein pürieren, Rahm und Butter untermixen und abschmecken
3. optional durch ein Sieb passieren

Rüebli mit Rüeblicreme

Wow! Was für ein Feuerwerk an Farben! Da sage ich nicht nur Ohh und Ahh, sondern auch Mmmmhhh und WOW! 😀

Denn das sieht nicht nur Klasse aus, sondern schmeckt dazu noch hervorragend. Eine mollige, weiche Creme aus pürierten Karotten, bedeckt mit knackigen, farbigen Rüebli (Karotten und Rüebli sind aber dasselbe, gell), die in Olivenöl und Condimento bianco mariniert wurden. Angereichert mit Radieschen und Frühlingszwiebeln. Das ist mehr als würdig das neue Jahr auf lieberlecker zu eröffnen 🙂

Da ist Claudio del Principe in seinem Gemüse Kochbuch all‘ orto ein kleiner Geniestreich gelungen! Bravo!

Zutaten:
Vorspeise für 4 Personen

4 farbige Rüebli (Karotten)
4 Radieschen
feines Meersalz
Olivenöl extra vergine
Condimento bianco (weisser Balsamessig) oder Weissweinessig
Rüebligrün und/oder Radieschenblätter, fein geschnitten
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
Ricotta di bufala (alternativ normaler Ricotta)

Rüeblicreme
Butter
1 Schalotte, fein geschnitten
4 Rüebli, fein gewürfelt
feines Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Condimento bianco (weisser Balsamessig) oder Weissweinessig
Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

1. Rüebli und Radieschen getrennt in feinste Würfelchen von 3-5 mm schneiden. Salzen, mit Olivenöl und Condimento bianco mischen und bereitstellen
2. für die Rüeblicreme die Butter in einem Topf schmelzen und die Schalottenwürfel darin anschwitzen. Die Rüebli dazugeben, salzen und ohne Zugabe von Flüssigkeit im eigenen Saft schmoren, bis sie weich sind. Pürieren, dann mit Salz und Pfeffer sowie Condimento bianco abschmecken und mit wenig Olivenöl etwas Glanz in das Püree bringen
3.für die Sauce das Rüebligrün und/oder die Radieschenblätter mit Olivenöl und Condimento bianco mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
4. zum Anrichten die Rüeblicreme mit einem Servierring auf Teller platzieren und mit den Rüebliwürfelchen befüllen, Den Servierring abheben, mit Radieschenwürfelchen und Zwiebelringen ausschmücken, die Sauce angiessen und kleine Krümel des Ricotta di Bufala dazustreuen