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Zwiebelsuppe überbacken

Wieso ich jetzt mit so einem … hüstel … Winterrezept komme, jetzt wo doch eindeutig der Frühling endlich Einzug gehalten hat?

Weil dies für mich eben keine Wintersuppe, sondern eine Ganzjahressuppe ist, gut die sommerlichen Hitzetage klammere ich jetzt einmal aus. UND 🙂 , weil ich ja Leser aus der ganzen Welt habe, also irgendwo werden die Tage kürzer und die Temperaturen sinken …

Zutaten:
für 4 Personen

1 kg Zwiebeln
50 gr Butter
1 L Rinderbrühe, homemade !!!
1 Lorbeerblatt
einige schwarze Pfefferkörner
ein Spritzer Sherry Essig
Salz
1 Baguette
100 gr Gruyère, gerieben

Zubereitung:

1. Zwiebeln schälen, beide Enden abschneiden und die Zwiebeln dann in 2 bis 3 mm dicke Streifen schneiden
2. in einer Pfanne die Butter schmelzen und die Zwiebeln mit einer Prise Salz dazugeben. Die Hitze zurückschalten und die Zwiebeln gaaaanz leise schmurgeln lassen. Etwa alle Viertelstunde mal kurz umrühren und insgesamt 3 bis 4 Stunden im eigenen Saft karamelisieren lassen. Die anfänglich vorhandene Flüssigkeit wird verschwinden und die Zwiebeln dürfen sich dann ganz langsam leicht bräunlich verfärben. Auf keinen Fall dürfen sie anbraten oder gar bitter werden!
3. die heisse Rindsbrühe dazuleeren, Lorbeer und Pfeffer in einem Gewürzsächkchen dazugeben und nochmals eine Stunde leise köcheln lassen
4. in ofenfeste Formen, Teller oder idealerweise (weil tradizionell) Löwenkopftassen füllen, je eine oder zwei Scheiben getoastetes Baguette auflegen, mit geriebenem Gruyère Käse bestreuen und im auf 220° C vorgeheizten Ofen überbacken

Achtung, direkt aus dem Ofen ist die Suppe SEHR heiss, also Vorsicht … ausser ihr steht auf verbrannte Zunge 😉

Das war jetzt die mittlere Variation der Zwiebelsuppen Rezepte. Die Kurzversionen (Zwiebeln eine halbe Stunde weichschmoren und mit Industriefond auffüllen) sind meist gar nichts wert … und dann gibt es noch die Version für Zwiebelsuppen Freaks, die könnt ihr bei ThemaskedChef nachlesen

Penne mit Catalogna

Kürzlich gab es hier Gerstenrisotto mit Catalogna, Barba di frate und Belper Knolle, welches ich für Gäste gekocht hatte.

Nun ist so ein ganzer Catalogna ja nicht unbedingt klein und auch eine Belper Knolle, die man darüber hobelt, reicht für mehr als 4 Portionen.

Also, was anfangen mit den Resten?

Easy – es entstand wieder einmal so ein „nawashabenwirdennnochallesimKühlschrank“-Rezept. Alles in der Küche ausbreiten und einfach mal draufloskochen … und siehe da … 😀

Zutaten:
für mich ganz alleine !

100 gr Penne
3 Stücke Catalogna Herzen (Puntarelle)
5 Aussenblätter
1 dl vegane Demi-glace
ein kleines Stück Ingwer
ein Spritzer Colatura
1 EL Harissa
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1/2 Peperoncini
1 TL eingelegte Senfkörner
Belper Knolle

Zubereitung:

1. die Pasta in Salzwasser al dente kochen
2. in der Zwischenzeit 2 Esslöffel Olivenöl erhitzen und mit einer halbierten Knoblauchzehe und einer grob gehackten Peperoncini ein paar Minuten aromatisieren
3. Knoblauch und Peperoncini herausnehmen und die gestückelten Catalogna Herzen braten
4. nach etwa 5 Minuten die Aussenblätter, ebenfalls kleingeschnitten dazugeben und mitschmoren
5. Colatura, Demi glace und geriebenen Ingwer zugeben und zusammen mit 2 Essläffeln Pastawasser einköcheln lassen
6. die Penne zugeben, alles gut vermengen und noch 2 Minuten köcheln lassen
7. in einen vorgewärmten Teller schöpfen und mit eingelegten Senfkörnern und gehobelter Belper Knolle fertigstellen

Ich sage nur: LECKER 😀

vegane Demi-glace

Demi-glace ist die Königin der Saucen schlechthin. Aber weil sie als Grundsubstanz halt Kalbsknochen hat, braucht es für die veganen Geniesser unter uns eine Alternative …

Volà! Demi-glace, aber ohne tierische Zusätze!

Mein Fazit: Gut und wirklich fein … aber das Original ist noch besser 😀

Zutaten:

100 gr Rüebli
100 gr Knollensellerie
100 gr Zwiebeln
100 gr Auberginen
50 gr Blumenkohl
50 gr Lauch (den weissen Teil)
50 gr Shiitake Pilze
2 EL Tomatenpüree
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
Olivenöl
1,5 L Wasser

Zubereitung:

1. Gemüse und Pilze sehr fein schneiden (ich: mit einer Mandoline)
2. mit den restlichen Zutaten, bis auf das Wasser, gründlich vermengen
3. in einer ofenfesten Form im auf 150° C vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten backen, bis das Gemüse zusammengefallen und leicht braun geworden ist
4. das Wasser dazugiessen und eine weitere Stunde schmoren
5. durch ein Sieb abgiessen und das Gemüse etwas auspressen
6. auf 0,5 dl einkochen und mit etwas Maizena binden

Danach kann sie wie eine normale Demi-glace weiterverwendet oder auch eingefroren werden.

geflämmter Lauch mit Miso Creme

Na? Wie waren eure Ostern? Nur feucht oder auch fröhlich? Sind schon alle gekochten Eier gegessen oder kommen sie euch schon zu den Ohren hinaus? 😉

Ich bin kürzlich über eine Idee gestolpert, wie man gekochte Eier zu einer sehr leckeren Sauce verwerten kann. Ich empfehle sehr, dies einmal auszuprobieren.

Höre ich da jemanden sagen, er/sie habe kein Vakuumiergerät für den Lauch … ? Ja dann kocht oder dämpft halt die Lauchstangen, daran soll es nun wirklich nicht scheitern, oder?

Zutaten:
für 4 Personen als Vorspeise

2 Stangen Lauch, weissen Teil
Shiso-Kresse
Maldon Salzflocken

Miso-Crème
50 gr Miso-Paste
0,5 dl Geflügelbrühe
2 Eier
20 gr Butter
20 gr Crème fraiche
Sesamöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. den Lauch putzen und das Grün wegschneiden. Den weissen Teil in gleich grosse Stücke schneiden und mit etwas Butter vakuumieren
2. im Steamer oder in einem Wasserbad bei 85 °C je nach Dicke etwa 45 – 60 Minuten garen
3. die Butter für Miso-Crème bei mittlerer Hitze schmelzen bis sie nussig duftet und leicht gebräunt ist – beiseite stellen
4. die Eier kochen und schälen
5. Geflügelbrühe erhitzen und mit der Miso-Paste in einem hohen Gefäss mixen. Dann die Eier zugeben und nochmals gut mixen, bis sich eine glatte Paste ergeben hat. Anschliessend die braune Butter und die Crème Fraiche zugeben und mit Sesamöl und Pfeffer abschmecken, warm halten, aber unter keinen Umständen kochen lassen
6. den Lauch mit einem Bunsenbrenner anrösten, er darf ruhig etwas dunkel werden und in die Sauce setzen
7. ein paar Maldon Sea Salt Flocken auf den Lauf geben und mit Shiso Kresse garnieren

gesehen bei Uwe

Frühstücksei im Glas

Ich wünsche euch allen Frohe Ostern!

Vielleicht mögt ihr hartgekochte Eier lieber als wachsweiche … aber falls nicht, empfehle ich dieses Rezept auf Wärmste (was mit den aktuellen Temperaturen bei uns aber nichts zu tun hat 😉 ).

Für uns ist es perfekt gelungen, wenn das Ergebnis ähnlich unserem normalen, wachsweichen Frühstückei ist, d.h. das Eiweiss ist fast ganz gestockt und das Eigelb ist warm, aber noch flüssig. Dazu in Fingerform geschnittenes, im Idealfall getoastetes Brot … und dann … mmmhhh … 😀

Zutaten:
für 2 Personen

2 frische Bio Eier
2 – 3 Scheiben Frühstücksspeck
Schnittlauch
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. den Speck in einer beschichteten Pfanne knusprig braten, auf Küchenpapier entfetten und in kleine Stücke brechen oder schneiden
2. die Glas Eierbecher mit wenig Olivenöl ausstreichen und das Ei vorsichtig hineingeben
3. die Eier mit Salz und Pfeffer würzen, den Speck auflegen und mit Schnittlauch bestreuen
4. im auf 170° C vorgeheizten Backofen je nach gewünschter Garstufe 12 – 17 Minuten backen (oder in Steamer 6 – 8 Minuten bei 100° C)