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Caramel-Eiskaffee

Habt ihr mich vermisst? Ich glaube, eine so lange Blogpause habe ich noch nie gemacht. Aber natürlich mache ich so kurz vor dem grossen Jubiläum sicher nicht schlapp 😉

Habt ihr über die Festtage etwas über die Stränge geschlagen? Oder euch für den Januar etwas vorgenommen? Mir egal – ich beginne mit etwas Süssem 😂

Denn schliesslich ist auch dieses Jahr alles eine Frage des Masses. Man kann zwar auf Zucker verzichten, aber man kann ihn auch einfach dort reduzieren, wo es nicht wehtut. Mein Tipp: Reduziert lieber verarbeitete Lebensmittel, als auf Desserts zu verzichten. Da wisst ihr wenigstens was drinsteckt.

Ich hoffe, euer Jahr hat gut angefangen … und falls nicht, gebt ihm trotzdem eine Chance! Vielleicht werdet ihr ja heute sogar zum König gekrönt 😀

Zutaten:
für 4 Personen

100 gr Zucker
1, 5 EL Wasser
1 TL Zitronensaft
3,5 EL Espresso
2 EL Kaffeelikör
0,5 Liter Vanille Eis
0,5 Liter Kaffee Eis

Zubereitung:

1. Gläser in den Tiefkühler stellen
2. Zucker, Wasser und Zitronensaft in einer weiten Pfanne ohne Rühren aufkochen. Hitze reduzieren, unter gelegentlichem Hin-und-her-Bewegen der Pfanne köcheln, bis ein hellbrauner Caramel entsteht
3. Pfanne von der Platte nehmen, Espresso beigeben, Caramel zugedeckt weiterköcheln, bis er sich aufgelöst hat. Kaffeelikör beigeben, ca. 1 Minute weiterköcheln, bis ein dickflüssiger Sirup entsteht, etwas abkühlen
4. Glacé in eine Schüssel geben, mit den Schwingbesen des Handrührgeräts ca. 30 Sek. flaumig schlagen
5. wenig Caramelsirup in die Gläser geben, Glacé abwechslungsweise mit dem restlichen Caramel in die Gläser füllen und ein paar Salzflocken darüberstreuen

Gegessen bei: Daniel Zeindlhofer (IGNIV, Zürich)

Vom IGNIV (Nest auf Rätoromanisch) in Bad Ragaz hatte ich hier schon geschwärmt … und nach einem Besuch im IGNIV in Zürich geht es mir nicht anders 😀

Zu einem nicht unwesentlichen Teil liegt das am Service unter der Leitung von Ines Triebenbacher, die einen sehr ansteckenden Enthusiasmus, gepaart mit Weinfachwissen, hat. Sie an der Front, ihr Partner Daniel Zeindlhofer in der Küche, beide geschult von Andreas Caminada … so etwas tut Zürich gut 😉
… und natürlich ist auch die Küche auf der Höhe! Seht selbst:

Sellerie – Apfel – Rogen
und
Ei Royale – Blumenkohl – Nussbutter

Brot – Gambero rosso – Jalapeño
und
Rettich – Radieschen – Koriander

Schon der Beginn mit den Grüssen aus der Küche, ist sowohl eine Augen- wie auch eine Gaumenweide – sehr lecker 😋

Rindstatar – Kartoffelschaum – Harissa

Saibling – Radieschen – Schnittlauch

Lattich – Harissa – Kimchi

Auch die drei Vorspeisen, das IGNIV zelebriert das Sharing Konzept, sind hervorragend …

Fischsuppe

… und auch die Fischsuppe ist grossartig!

geschmorte Bäggli – Kartoffelsoufflee – Chicorée

Die beste Ehefrau von allen, leider nicht der grösste Fan von Geschmortem, hat mir ein grosszügiges Stück überlassen 😀

Ei Royale

Trüffelschnitte – Karamell

Sauerrahmschmarrn

Bei den Desserts stach wiederum das Ei, natürlich in der süssen Variante, hervor … absolut köstlich!

Und zum Schluss geht es dann ja noch in den Candy Store und weil da aus dem seriösen Blogger mit Kamera ein kleiner Junge mit staunenden Augen wird, vergass ich zu fotografieren. Aber was man aus dieser kleinen Süsswarenecke mit nach Hause nehmen darf, macht gleich nochmals Freude. Man kann aussuchen und findet unter den Pralinen, Fruchtgelees, Madeleines, Lollies, Canelés, Montélimars oder Bruchschokolade bestimmt etwas, was das Zuckerherz etwas höher schlagen lässt.

Sehr zu empfehlen, insbesondere auch der Lunch 😀

16 Gault Millau Punkte und ein Michelin Stern sind auf jeden Fall verdient.

IGNIV Zürich
Marktgasse Hotel
Marktgasse 17
8001 Zürich

culinary@marktgassehotel.ch
+41 (0) 44 266 10 10

Puntarelle (Salat)

Kennt ihr Catalogna? Nein? Und Puntarelle?

Dann ist es wohl Zeit für einen kleinen Exkurs. Catalogna cimata ist eine Verwandte des Chicorée und Puntarelle sind die inneren, spargelähnlichen Spitzen des (der?) Catalogna.

Und in Rom, wo wir ja erst kürzlich waren, gibt es ihn auf allen Märkten und gleichenorts auch das Werkzeug, die Puntarelle fein zu schneiden (aber auch das kann man von Hand erledigen).

Und sind die Puntarelle, übersetzt kleine Spitzen, einmal klein geschnitten und in kaltem Wasser eingelegt, ist der Weg zu diesem äusserst leckeren und schmackhaften Salat nicht mehr weit.

Und sollte jemand Angst vor diesem „Bitter“-Salat haben, so wie die beste Ehefrau von allen … ich kann euch beruhigen, sogar sie hat ihren Teil mit Hochgenuss verputzt! 😀

Zutaten:
für 2 Personen

1 Catalogna, innerer Teil
(eben Puntarelle)
2 Sardellenfilets
1 kleine Knoblauchzehe
Weissweinessig
(oder Zitronensaft)
Olivenöl, extra vergine
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. Knoblauch pressen (oder mörsern), Sardellenfilets fein schneiden und Essig und Öl zu einer Emulsion rühren und schwarzen Pfeffer dazu
2. die geschnittenen Puntarelle eine halbe Stunde in kaltes Wasser legen, dann werden sie attraktiv kraus, gut abschütteln und mit der Sauce gut vermengen

Im Winter macht bitter lustig!

Tagliatelle mit weissem Trüffel

Immer wenn ich Ravioli selber mache, bleibt mir etwas Teig übrig. Die schnellste und sinnvollste Verwendung dafür … una piccola pasta 😉

Flach ausrollen und zu Nudeln schneiden, ich mache das mit einem Zusatz auf meiner kleinen, handbetriebenen Pastamaschine. Ich habe das Gerücht gehört, das ginge auch von Hand 😉

Macht das tatsächlich jemand?

Aber egal was und wie ihr es macht, ich wünschen euch und euren Lieben auf jeden Fall schöne, gemütliche und genussvolle Weihnachten 🎄🌴

Zutaten:

Pastateig, ausgewallt und zu Tagliatelle geschnitten
Trüffel
Hühnerfond
Rahm
Butter
Hartkäse, gerieben

Zubereitung:

1. Hühnerfond und Rahm zusammen auf die gewünschte Konsistenz einköcheln lassen (oder zum Schluss mit ein paar Stückchen kalter Butter aufschwingen oder mixen), mit Salz und Pfeffer abschmecken
2. die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen
3. Pasta und Sauce vermengen, heiss in vorgewärmte Teller schöpfen und den Trüffel hauchfein darüber hobeln

Augen zu, tief durch die Nase einatmen und einfach geniessen …

Rindfleisch Sushi

Rindfleisch Sushi

Es soll ja Leute geben, die keinen Fisch mögen … unverständlich, ich weiss 😉

Müssen sie deshalb auf Sushi verzichten? Mitnichten! Nebst den schon lange bekannten vegetarischen Versionen kann man ja auch mal ein Stück Rindsfilet (oder Huft) dünn aufschneiden und auf dem gesäuerten Reis anrichten.

Im Rahmen des kürzlichen Gentlemen’s Dinners kam es gut an, vor allem bei demjenigen, der Fisch normalerweise verschmäht 😉

Zutaten:
für 4 Personen

80 gr Rindsfilet, in dünnen Scheiben
1 reife Avocado
1 kleine Gurke
Sesamsamen, schwarz und weiss
200 gr Sushireis
2,8 dl Wasser
5 EL Reisessig
1 TL Salz
Sojasauce
Teriyaki Sauce
Noriblätter, getrocknete Algen für Sushi

Zubereitung:

1. den Reis nach Packungsanleitung kochen, säuern und etwas abkühlen lassen
2. etwas Reis zusammenballen bis es gut klebt, einen Hauch Wasabi darauf verstreichen und ein dünnes Stück Rindfleisch daraufsetzen, Teriyaki Sauce darüberträufeln und mit gemischtem Sesam bestreuen
3. Reis auf einem Nori Blatt verteilen, mit Rindstatar (von Hand geschnitten), Avocado und Gurke belegen und rollen
4. Reis auf einem Nori Blatt verteilen, umdrehen und auf ein Stück Klarsichtfolie legen. Mit Avocado und Gurkenstreifen füllen und so rollen, dass der Reis aussen ist (inside out) und mit dünnen Rindscheiben belegen. Mit Soja- oder Teriyaki Sauce bestreichen