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Salat von gerösteten Peperoni mit Feta

Liebe Freunde, erlaubt mir ein bisschen zu schwärmen.

Die beste Ehefrau von allen kommt dabei auch vor, aber nicht so, wie ihr vielleicht denkt 😉

Wer sie kennt, weiss es bereits. Sie ist ein bekennender Readaholic, d.h. sie kann nicht Nicht-Lesen … und so kommt es, dass immer wieder Bücher auf meinem Nachttisch landen, begleitet vom Kommentar „Das MUSST Du lesen!

Und dann geniesse ich Sätze wie diese: Die Füsse schmerzen wieder mehr, sie hat ihre Frühmorgenrunden aufgegeben, setzt sich stattdessen vor dem Frühstück auf den Balkon und schaut dem September zu. Er nähert sich unmerklich, fasst alles erst mit den Fingerspitzen an, bläst etwas Goldstaub auf Birke und Linde und färbt um halb sieben den Saum des Himmels gelb-lila ein. Noch hat er nicht alle Schwalben verjagt.
(aus dem Roman Ich komme mit, von Angelika Waldis)

Und ich lasse solche Sätze auf der Zunge herumrollen und sie bleiben auch nach dem Heruntschlucken noch eine ganze Weile haften, so schön sind sie. Hach, so sollte man schreiben können.

Es ist schön, dass ich erst in der Hälfte des Buches bin, so kann ich mich noch auf viele schöne Sätze freuen!

Zutaten:
für 4 Personen

je 2 grosse gelbe und rote Peperoni
1 Knoblauchzehe, fein geschnitten
1/2 Bund Petersilie, feingeschnitten
etwas frischen Oregano, gehackt
1 EL Kapern
100 gr Feta
3 EL Olivenöl
3 EL Pinienkerne, geröstet
1 EL Cranberries, getrocknete
1 EL Balsamico

Zubereitung:

1. die Peperoni häuten (siehe Tipp, das kann man auch am Vortag machen)
2. die Peperoni in Streifen schneiden und auf einer Platte anrichten, mit etwas Fleur de sel und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen
3. den Feta in ein Schüssel bröseln, gehackten Knoblauch, Petersilie und Oregano dazugeben
4. in einer kleinen Pfanne die Kapern in etwas Öl knusprig braten, zum Feta geben
5. den Knoblauch ebenfalls in wenig Öl goldbraun rösten. Die gerlsteten Pinienkerne, die Cranberries (ich habe meine noch geviertelt), die Kräuter mit dem Essig und dem Olivenöl verrühren und zum Feta geben – gut mischen
6. noch lauwarm über die Peperoni verteilen

Von diesem Salat schwärme ich auch, er passt hervorrangend zu Grilliertem 😀

Lammrücken vom Grill

Als das Wetter noch grossartig war … also während des Corona Lockdowns, da wurde dem Big Green Egg so richtig eingeheizt 😀

Und nicht nur Fleisch wurde grilliert, nein auch Peperoni (aka Paprika) und grüne Spargeln bekommen darauf einen grossartigen Geschmack. Also auch wenn das aktuelle Wetter noch nicht unbedingt … GRILL !!! … schreit, in Zürich ist es grad ein wenig unbeständig, merkt es euch vor. Und notiert vor allem das Rezept für die Erdnusssauce, die kann man nämlich zu jedem Fleisch servieren, auch wenn es in der Pfanne gebraten wurde.

Zutaten:
für 2 Personen

500 gr Lammrücken (mit Knochen)
2 Rosmarinzweige, Nadeln grob gehackt
3 Knoblauchzehen, angequetscht
2 EL Olivenöl
Meersalz und schwarzer Pfeffer

Erdnusssauce nach Ottolenghi
60 gr Erdnüsse, geschält, geröstet, gesalzen
10 gr Sesam
1 kleine rote Chilischote, grob gehackt
1,5 Sardellenfilets, grob gehackt
2 EL Olivenöl
1,5 EL Zitronensaft
15 gr Koriander
3 EL Kokosmilch

Zubereitung:

1. den Lammrücken gründlich mit Rosmarin, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl einreiben undzugedeckt mind. 4 Stunden (noch besser über Nacht) im Kühlschrank marinieren
2. sämtliche Zutaten für die Erdnusssauce im Mixer fein pürieren und bis zur Verwendung beiseitestellen
3. den Grill vorheizen (ca. 200° C) und das Lamm (das ihr vor einer Stunde aus dem Kühlschrank genommen habt) aus der Marinade nehmen
4. von jeder Seite 2 – 3 Minuten grillieren, bis es eine schöne Farbe hat, dann bei tieferer Temperatur weitere 6 – 8 Minuten grillieren
5. 3 – 4 Minuten ruhen lassen und erst dann aufschneiden

Mmmhhh … das Fleisch war sehr fein … aber diese Erdnusssauce 👍

Sauerteig Focaccia

Ich schwöre, ich habs versucht und mir wirklich Mühe gegeben. Die beste Ehefrau von allen ist Zeugin! Aber so gut und einfach Claudios Anweisungen auch sind, meine Livieto Madre wollte nie so wie wir wollten.

Ich habe es im ersten Versuch sogar geschafft, Claudios „Bianca“, die er mir freundlicherweise in getrockneter Form überliess, in die ewigen Jagdgründe zu schicken 😦

Dann kam Carmen. Sie schickte uns mitten im Corona-Lockdown ein Bild ihres selbstgebackenen Sauerteigbrotes. Und ich war schon wieder angefixt. Ein bisschen schleimen (Dinner Einladung 😉 ) und schon stand sie mit ihrem frischen Brot und einem Glas Livieto Madre an der Tür. Danke Carmen!

Ihre Instruktionen und der Starter namens (Quaran-)Tina haben gutes bewirkt. Nicht nur mein erstes Brot ist gelungen, auch Focaccia kann man mit einer Mutterhefe ganz wunderbar machen 😀

Zutaten:

50 – 100 gr aktive Livieto Madre
10 gr Salz
430 gr Wasser, handwarm
500 gr Mehl
3 EL Olivenöl, extra vergine
Fleur de Sel

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Zubereitung:

1. Livieto Madre, Salz und Wasser in eine Schüssel geben und verrühren (es muss nicht völlig aufgelöst sein). Das Mehl zugeben und mit einem Gummischaber vermengen
2. nach 30 Minuten seitlich in die Schüssel fassen und den Teig mit der Hand von unten nach oben falten (vom Rand zur Mitte). Schüssel um einen Viertel drehen und acht bis zehnmal wiederholen
3. den Teig mit etwas Olivenöl besprenkeln und von Hand auf der Oberfläche verteilen. Die Schüssel zudecken und den Teig verdoppeln lassen (das dauert je nach Temperatur zwische 4 und 18 Stunden)
4. 2 EL Olivenöl in eine Blechschüssel geben und den Teig vorsichtig aus seiner Schüssel lösen und auf das Öl setzen. Den Teig von Hand von allen Seiten zu einem Rechteck falten (unten fassen und nach oben zur Mitte ziehen). Am Schluss umdrehen, so dass die Naht unten ist
5. nochmals Öl darüber verteilen und das Vaolumen ein weiteres Mal verdoppeln lassen (ca. 4 – 6 Stunden)
6. den Backofen auf 220° C vorheizen. Die Hände (alle zehn Fingerspitzen) einölen und vorsichtig mit allen Fingern gleichzeitig Mulden in den Teig pressen und den Teig gleichzeitig im Blech verteilen. Grosszügig mit groben Meersalz, bzw. Fleur de Sel besprenkeln. Ca. 25 Minuten backen, die Oberfläche soll golden sein
7. aus dem Blech auf ein Gitter heben und mind. 20 Minuten auskühlen lassen

Mit etwas Schinken und einem frischen Weisswein – ein grossartiger Apéro 😀

toll im Geschmack

Gegessen bei: Sebastian Rösch (Restaurant Mesa, Zürich)

Geburtstage soll man feiern und das machen wir mit uhrwerkmässiger Regelmässigkeit. Und die Götter meinten es gut mit uns beiden, mein Geburtstag war vor Corona (siehe hier) und der der besten Ehefrau von allen kürzlich im Juni 🙂

Und ihre Wahl fiel wieder einmal auf das Restaurant Mesa in Zürich, eine sehr gute Wahl, die auch mich glücklich macht!

Die Auswahl des Geburtstagskindes:

Forelle grün

Kleine Tintenfische
Aioli I Petersilie

St. Pierre
Gniffkarotte I Erdnuss I Oerlikoner Marillen Escabeche

Malanser Poularde
Fregola sarda I Zucchetti I Pfifferlinge

Schachmatt
Zürichberg Holunder I Himbeere I Rhabarber

Meine Wahl:

Roter Carabiniero
Salzzitrone I Peperoni I Chorizo

Kohlrabi von Slow Grow
Gelbes Curry I Erdnuss I Tagetes

Junger Malanser Knoblauch
Wildkräuter I Pilzragout

Schweizer Rindsonglet
Morchel I Erbse I Crème fraîche

Thurgauer Mara de bois Erdbeere
Champagner I Mönchspfeffer I Baumkuchen

erwischt – da stibitzt jemand aus meinem Teller

Die Weine:

sehr feiner Godello

wunderbarer Chablis

Hammer Châteauneuf du Pape

Mein Fazit: Sebastian Rösch kocht auf hohem Niveau und trotzdem ist die Atmosphäre im Restaurant entspannt und angenehm. Die Teller sind wunderschön angerichtet und die Portionsgrössen für uns perfekt. Sehr sympathischer und kompetenter Service und dazu eine selten schöne Auswahl an Weinen, die per Glas bestellt werden können.
Hingehen lohnt sich, der Michelin Stern ist verdient 😀

4 Gänge 130 | 5 Gänge 150 | 6 Gänge 170| 7 Gänge 185 | 8 Gänge 195

Mesa
Weinbergstrasse 75
8006 Zürich
+41 43 321 75 75
info@mesa-restaurant.ch

Tunasteak mit Vinaigrette

So! Der neue Kühlschrank ist montiert (Vorgeschichte hier. Da müsste man meinen, ich sei jetzt glücklich und zufrieden.

Mitnichten, im Gegenteil. Ich ärgere mich, wie dieser Hersteller es fertigbringt, ein Nachfolgeprodukt zu verschlechtern, anstatt zu verbessern. Klar, das neue Gerät ist bestimmt effizienter, sicherer und stromsparender als das alte. Aber mein Gefühl sagt mir, der verwendete Plastik für die Innenausrüstung wird immer dünner und billiger und die Einteilung entspricht nicht meinen Bedürfnissen. Aber was mich am meisten ärgert: Die Fächer in der Türe konnten beim vor 8 Jahren gekauften Modell noch individuell versetzt werden. Jetzt sind sie fix und für mich deshalb teilweise schlicht unbrauchbar.

Aber bevor ich mich in Rage schreibe, konzentriere ich mich wieder aufs Kochen, Essen, Trinken und Geniessen …

,,, und siehe da, schon ist die Welt wieder in Ordnung 😀

Zutaten:
für 4 Personen

4 Tuna (Gelbflossen) Steaks à 80 gr
(entweder Zucht oder aus nachhaltigem Fischfang, bitte!)
Salat nach Belieben

Vinaigrette
Frühlingszwiebel, fein geschnitten
eine Chilischote, entkernt und fein geschnitten
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Essig
Olivenöl, extra vergine (ich: Kalò)

Zubereitung:

1. die Vinaigrette Zutaten gut miteinander verrühren
2. den Salat rüsten, waschen, trocknen und mit der Lieblingssalatsauce vermischen
3. wenn die vier Steaks Zimmertemperatur angenommen haben salzen und in einer sehr heissen Grillpfanne auf jeder Seite eine Minute braten (wir mögen Tuna so roh wie möglich!, weshalb ich mir das Anfeuern des Big Green Eggs erspare)
4. anrichten und geniessen 😀