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Nudeln mit Zitronenmelisse

Inspiration für Pastagerichte bekommt man auch … beim Metzger, bzw. den Metzgerinnen 😀

Bei den Fiechter Schwestern am Helvetiaplatz Markt (immer nur Freitags, dafür Di und Sa in Oerlikon), gibt es beim Kauf von Fleisch (und Eiern von ihren eigenen Hühnern) immer noch die Frage: „Brauchst Du Zwiebeln und Kräuter?“ und kürzlich war eben nebst dem obligaten Rosmarin auch Zitronenmelisse zu haben. Und auf meine Frage, ob man damit auch etwas anderes als Tee herstellen könne, meinte Hanna, ich solle unbedingt einmal diese Pasta machen!

Et voilà!

Zutaten:
für 4 Personen

200 gr Teig für Eiernudeln
1/2 Bund Zitronenmelisse

Sauce
3 dl Hühnerfond
2 EL Zitronensaft
etwas Zitronenabrieb
1 Schalotte
1/2 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. Pastateig herstellen und eine Stunde ruhen lassen
2. den Teig mit der Pastamaschine auf die zweitdünnste Stufe auswallen und mit Zitronenmelisseblättern belegen- Ein zweites Teigblatt darüberlegen und nochmals auf der gleichen Stufe durch die Pastamaschine drehen
3. den Anblick geniessen, denn leider sieht man bei den fertigen Nudeln nicht mehr so viel 😀 Sich vom Anblick lösen und den Teig zu Nudeln schneiden. Falls sie nicht sofort verwendet werden, mit Hartweizendunst bestreuen und zugedeckt aufbewahren (oder gleich tiefgefrieren)
4. für die Sauce die Schalotte und den Knoblauch hacken und in etwas Olivenöl schmoren ohne das sie Farbe nehmen
5. mit einem halben Glas Weisswein ablöschen und fast vollständig einkochen lassen
6. Hühnerfond, Zitronensaft und -abrieb zugeben und auf die Hälfte einköcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken
7. die Nudeln al dente kochen und tropfnass, zusammen mit etwa 0,5 dl Pastawasser, zur köchelnden Sauce geben (die Stärke des Pastawassers wird die Sauce binden)

Und der Sauce noch etwas feingeschnittene Zitronenmelisse beizufügen wäre eine gute Idee gewesen … jetzt wo ich so drüber nachdenke 😉

Poulet Salat

Unter der Woche darf es zum Lunch auch mal etwas Schnelles und Leichtes sein. Wer zum Beispiel am Wochenende sein gegrilltes oder gebratenes Poulet (Brathähnchen) nicht ganz fertig gegessen hat, darf sich schon auf die nächste Mahlzeit damit freuen.

Wir hatten nicht nur etwas vom Hühnchen übrig, sondern auch noch grillierte Maiskolben, welche ich euch sowieso für einen Salat wärmstens ans Herz lege.

Dazu nicht eine schwere Curry Sauce, sondern eine Vinaigrette oder ein Cesar Dressing … wunderbar! 😀

Zutaten:
für 2 Personen

Poulet Resten, z.B. von einem Brat- oder einem Suppenhuhn
3 – 4 Scheiben Frühstücksspeck
3 Mini Lattich
1 Maiskolben, grilliert
Dressing nach Belieben,
z.B. Caesar

Zubereitung:

1. Poulet Resten aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen
2. den Speck knusprig braten, auf Küchenpapier entfetten und in kleine Stücke brechen
3. Salat waschen und trocken schleudern, Mais vom Kolben schneiden (oder eine Büchse öffnen)
4. das Dressing anrühren
5. alles gut mischen

Pflaumen Tarte Tatin

Tarte Tatin ist einer DER Dessert Klassiker schlechthin. Klassisch natürlich mit Äpfeln, aber es gibt Varianten. So kürzlich hier mit Pflaumen. Und wenn es mit Pflaumen geht, ist es auch kein langer Weg mehr zu Zwetschgen.

Viele haben Respekt vor Tarte Tatin (hatte ich auch), aber es ist wirklich keine Hexerei. Einzig beim Stürzen muss man etwas Vorsicht walten lassen, denn die Mischung von Karamell und Fruchtsaft ist unglaublich heiss.

Bei uns gab es dieses köstliche Zitronenthymian Eis dazu – göttlich! 😀

Zutaten:
für 4 Personen

150 gr Rohzucker
30 gr Butter, in Stücken
1 Prise Vanille
400 gr Pflaumen, entsteint und halbiert
1 ausgewallter Blätterteig (ca. 28 cm Ø)

Zubereitung:

1. Zucker in der vorbereiteten Form verteilen
2. Caramelisieren: ungefähr 6/7 Min. in der Mitte des auf 240° C vorgeheizten Ofens, bis der Zucker hellbraun ist. Herausnehmen, Butter auf dem Caramel verteilen. Vanillesamen darüberstreuen und die halbierten Pflaumen darauflegen
3. Teig mit einer Gabel dicht einstechen, locker über die Zwetschgen legen. Teigrand zwischen die Zwetschgen und den Blechrand schieben
4. bei 220° C etwa 25 Min. backen (bis der Teig schön gebräunt ist, herausnehmen und 2 Min. stehen lassen. Dann sorgfältig auf eine Tortenplatte oder einen grossen Teller stürzen und warm servieren

Nudeln „Muntigunung“

Ihr fragt euch bestimmt, was Muntigunung sein könnte. Nun es ist ein kleines Gebiet im Nordosten von Bali, wo während 8 Monaten im Jahr kein einziger Tropfen Regen fällt. Das ist für die Bewohner der etwa 36 Dörfer nicht leicht, wie man sich unschwer vorstellen kann.

Mit Hilfe von Dani Elber’s Verein Zukunft für Kinder hat man es geschafft, 32 dieser Dörfer nachhaltig mit Wasser zu versorgen. Damit haben die Dorfbewohner endlich genügend Wasser für ihren täglichen Grundbedarf und müssen es nicht in stundenlangen Märschen in ihre Dörfer schleppen. In einem nächsten Schritt wurde ihnen gezeigt, welche Agrarkulturen mit wenig Wasser auskommen. Gut gedeihen nebst Rosella (Tee) und Lontar (Palmzucker) vor allem Cashew Nüsse.

Diese Nüsse wurden nebst dem Verkauf in der Schweiz auch den lokalen Hotels angeboten. Da nun aber seit Monaten keine Touristen mehr in Bali sind, ist dieser Verkaufskanal völlig zusammengebrochen. Was zur Folge hätte, dass die Arbeiterinnen in den Dörfern die Cashew Nüsse vergebens produzieren.

Damit dies nicht passiert, empfehle ich euch, HIER Cashew Nüsse zu beziehen. Und glaubt mir, ihr tut damit vor allem euch selbst einen Gefallen, denn die Cashews schmecken grossartig! 😀

Stimmt, das ist (unbezahlte) Werbung!

Mit Speck fängt man Mäuse, deshalb hier ein Rezept mit Cashew Nüssen aus Muntigunung:

Zutaten:
für 4 Personen

frische Eiernudeln (Menge nach Bedarf)
oder Pasta nach eurem Gusto

120 gr Cashew Nüsse
300 gr Zucchetti
1 kleine Chlilischote, entkernt und fein geschnitten
1 Bio Limette, Abrieb und Saft
Olivenöl
0,5 dl Hühnerfond
0,5 dl aufgefangenes Pastawasser
Basilikum, gezupft
Salz und Pfeffer aus der Mühle
ein Faden Olivenöl

Zubereitung:

1. die Cashewnüsse grob hacken und in einer beschichteten Pfanne etwas anrösten
2. die Schalotte in Olivenöl glasig anziehen und die Chilis beifügen, herausnehmen
3. die Zucchini fein würfeln und in wenig Olivenöl braten bis sie etwas Farbe annehmen
4. die Nudeln knapp al dente kochen, abgiessen, dabei etwa 1 dl Pastawasser auffangen
5. Hühnerfond und Pastawasser kurz aufkochen, die Nudeln, Zucchini und Schalotte und Chili zugeben und köcheln, bis sich alles etwas cremig wird
6. die Hälfte der Cashews untermischen, ebenso den Basilikum, in tiefe, vorgewärmte Pastateller schöpfen und mit den restlichen Cashews bestreuen

PS. Ganz besonders freut man sich in Muntigunung über grössere Aufträge, wo man ab 50 Päckchen (ebenfalls dort aus Lontarblättern gefertigt) ein Firmenlogo aufsticken lassen kann (und auf dem Zaunpfahl mit dem ich winke, steht Weihnachtsgeschenke!!!)!

Lammhuft mit Balsamico Tomaten

Die Wespen gingen uns diesen Sommer ganz besonders auf die Nerven. Diese Biester (ich weiss, sie sind nützlich) summen so nervös um volle Teller herum, sie können wirklich, nein WIRKLICH störend sein. Wobei anscheinend nur zwei der in der Schweiz vorkommenden neun Arten von menschlichem „Futter“ angezogen werden.

Besonders nervig finde ich sie, wenn gar keine Nahrung herumsteht, sie das aber partout nicht begreifen wollen.

Was empfehlt ihr, um sie vom Esstisch fernzuhalten?

Zutaten:
für 4 Personen

2 – 3 Stück Lammhuft (ca. 500 gr)
ein paar Zweige Thymian und Rosmarin
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Knoblauchzehen, geschält
300 gr Cherry Tomaten
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
0,5 dl Balsamico
1 EL Honig
3 EL Rapsöl

Zubereitung:

1. den Backofen auf 80° C vorheizen und eine Platte mitwärmen, Thymianblättchen abzupfen, Rosmarin fein hacken
2. die Lammhuft salzen und leicht pfeffern. In einer Bratpfanne 1 EL Rapsöl kräftig erhitzen und das Lamm allseitig anbraten
3. die Hitze auf mittel reduzieren, das Fleisch insgesamt etwa 8 Minuten braten und für die letzten 3 Minuten die Kräuter mitbraten
4. das Fleisch auf die vorgewärmte Platte geben und im Ofen bei 80° C etwa 1 Stunde garen
5. den Bratensatz mit 0,5 dl Wasser auflösen und beiseitestellen
6. den Knoblauch in Scheiben schneiden und die Tomaten halbieren
7. 1 EL Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Knoblauchscheiben darin knusprig braten. Kreuzkümmel beifügen, mit dem Balsamico sowie dem beisitegestellten Bratenjus ablöschen und die Sauce mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken
8. die Sauce nochmals aufkochen, die Cherrytomaten beifügen und etwa 2 Minuten mitkochen
9. die Ofentemperatur auf 180° erhöhen und das Fleisch nach 3 Minuten herausnehmen und in Tranchen schneiden