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Gewürzte Nüsse – Geschenk aus meiner Küche (Wir retten was zu retten ist)

Was ist heute? 1. Dezember? Oh Mann, das ging aber wieder mal schnell dieses Jahr 😉

retten

Und wir, die lustigen Mitglieder der von Susi und Sina ins Leben gerufenen Rettungstruppe, versorgen euch diesmal mit coolen Ideen für Geschenke aus der Küche.

Denn immer bloss eine Flasche Wein oder Blumen zu Einladungen mitzubringen wirkt mit der Zeit doch etwas fantasielos … oder nicht?

Da wollen wir Abhilfe schaffen und Unterstützung bieten mit unseren Ideen. Was meine MitRetterInnen alles kreiert haben, seht ihr ganz unten.

Was bringt ihr euren Gastgebern aus eurer Küche mit?

Ich wünsche euch allen einen genussvollen Dezember und eine angenehme, stressarme Adventszeit 🎄🕊🧣🧞‍♂️

Zutaten:
für 2 Glas, bzw. 8 Personen

2 x 170 gr Edelnussmischung, gesalzen
1/4 TL Paprika, edelsüss
1/4 TL Paprika, geräucht
1/2 TL Koriander, gemahlen
1/2 TL Knoblauch Pulver
1/4 TL Chili Pulver
1/4 TL Ingwer gemahlen
1/4 TL Zimt gemahlen
1 TL braunen Zucker
2 EL Olivenöl

ihr dürft auch gerne mit den Gewürzen spielen und ausprobieren, welches eure eigen Lieblingsmischung wird. Probiert doch auch mal Kreuzkümmel, Ras al Hanout, Kardamom, exotische Pfefferarten oder was immer euch in den Sinn kommt aus.

Solltet ihr eine ungesalzene Mischung vorziehen, ist das kein Problem, ich empfehle dann aber unbedingt nachzusalzen.

Zubereitung:

1. Ofen auf 150° C vorheizen
2. das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Gewürze einrühren, unter gelegentlichem Rühren heiss werden lassen bis sie fein duften
3. die Pfanne vom Herd nehmen und die Nüsse dazugeben, gut mischen
4. die Nüsse auf einem Backtrennpapier in den Ofen geben und 15 Minuten rösten
4. aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen

In einem verschlossenen Glas halten sie sich problemlos ein paar Wochen (aber frisch ist immer besser), aber wehe wenn das Glas erst einmal geöffnet ist 😉

#wirrettenwaszurettenist

Die Kreationen meiner MitRetterInnen:

auchwasWeihnachtlicher Früchtekuchen
Aus meinem KochtopfPastrami selbst gemacht
Barbaras SpielweiseQuitten-Chutney
Brittas KochbuchStollenkonfekt
BrotweinPartysonne / Brötchensonne – Rezept für Mini-Partybrötchen
Cakes Cookies an moreChilisalz
Das Mädel vom LandKokostrüffel
evchenkochtRumkugeln
FliederbaumRustikale Dinkel-Vanillekipferl
Food for Angels and DevilsBeef Jerky – extra scharf
genial-leckerQuitten-Orangen-Gelee
giftigeblondeWürzsalz mit Karotten, Petersilie und Sellerie
Katha kocht!Weihnachts-Gewürz selber machen
KarambakarinasweltManadarinen Marmelade
Kleines KuliversumApfelstrudel Marmelade
Leberkassemmel und mehrAdventslikör
madamroteruebeDinkelvollkornnudeln
Münchner KücheGebrannte Mandeln mit Zimt und Sternanis
Obers triftt SahneGebackener Adventskalender
our food creationsKaramellsirup & Honig-Lebkuchen
Pane-BisteccaKakao Lollipops
Prostmahlzeit, die TurbohausfrauWeihnachtliches Apfel-Goji-Mus
Summsis HobbykücheWalnuss – Krokant
The Apricot LadyBaguette-Backmischung zum Verschenken
Unser MeatingHerzhafte Cantuccini

Kaffee-Pekannuss-Madeleines

Ursprünglich werden sie von Yotam Ottolenghi im Restaurant NOPI (und im entsprechenden Kochbuch) als Financiers verkauft, aber das ist ja eine reine Formsache. Financier Förmchen habe ich (noch) keine, dafür Madeleine und runde Küchlein. Das geht auch. Financiers hätten eine Form wie kleine Goldbarren, deshalb der Name.

Was bei der bevorstehenden Weihnachtsbäckerei vielleicht besonders interessiert, diese leckeren Küchlein sind wahre Eiweissvernichter. Ich sammle Eiweiss also nicht nur für die wunderbaren Pavlovas, sondern jetzt auch für diese kleinen Backwunder. Eiweiss lässt sich übrigens problemlos einfrieren!


Zutaten:
für 20 Küchlein

Küchlein
100 gr Pekannusskerne
150 gr Butter, in 2 cm grosse Würfel geschnitten
(plus Butter zum Einfetten der Formen
200 gr Puderzucker
100 gr Mandeln, gemahlen
100 gr Mehl
65 gr Malzpulver (oder Ovomaltine)
1 TL Backpulver
2 TL Kaffeebohnen, gemahlen
8 Eiweiss (300 gr)
0,6 dl Espresso
grobes Meersalz

Pekannuss-Kaffe-Creme
100 gr Pekannusskerne
0,9 dl Espresso
5 dl Rahm
75 gr brauner Rohrzucker

Zubereitung:

1. den Backofen auf 190° C vorheizen. Die Pekannüsse für Fanciers und Creme auf einem mit Backpapier belgten Blech verteilen und 12-15 Minuten im Ofen rösten, bis sie ein wenig Farbe angenommen haben. Die Nüsse mit der flachen Klinge eine grossen Messer zerdrücken. Die Hälfte für die Financiers zurücklegen, die andere Hälfte für die Creme
2. für die Financiers die Butter in einer mittelgrossen Pfanne bei starker Hitze 3-4 Minuten aufschäumen, bis sie sich goldbraun verfärbt und nussig duftet. Durch ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb giessen und 15 Minuten auskühlen lassen
3. in einer grossen Schüssel Puderzucker, gemahlene Mandeln, Mehl, Malzpulver, Backpulver, 1/2 TL Salz und den gemahlenen Kaffee vermengen. In einer weiteren Schüssel die Eiweisse steif schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden (das dauert etwa 3 Minuten von Hand und 1 Minute mit dem Elektromixer). Den Eischnee unter die trockenen Zutaten heben und anschliessend den Espresso unterziehen. Die Hälfte der braunen Butter zugeben und unterzeihen, danach die restliche Butter. Zuletzt die Pekannüsse einarbeiten. Ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet und die Masse mind. 2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen
4. als nächstes die Creme zubereiten: Den Espresso in einem mittelgrossen Topf zum Kochen bringen und in etwa 1 1/2 Minuten bei strker Hitze auf die Hälfte einkochen, dabei den Topf regelmässig schwenken. Pekannüsse , Rahm und braunen Zucker beigeben und erneut aufkochen. Die Mischung etwa 4 Minuten köcheln lassen, bis sie eindickt. Mindestens 2 abkühlen lassen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Über Nacht wird die Creme im Kühlschrank noch fester, sodass man sie 1 1/2 Minuten bei schwacher Hitze erwärmen muss, damit sie wieder cremig wird. Die Creme durche ein feines Sieb in eine mittelgrosse Schüssel passieren und abkühlen lassen. Die Nüsse werden nicht mehr benötigt (ihr könnt sie essen, sie sehen aber nicht mehr ansehnlich aus). Die Creme mit dem elektrischen Handmixer aufschlagen, bis sie weiche Spitzen bildet und in der Konsistenz an eine weiche Mousse erinnert. Man darf sie nicht zu lange schlagen, ansonsten einfach mit ein wenig Milch auf die richtige Konsistenz bringen – bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen
5. den Backofen auf 220° C vorheizen
6. 2 Bleche (Financierform, Madeleine oder Muffin) ausbuttern und den Boden mit Backpapier auslegen. Den Teig drei Viertel hoch einfüllen und 10-12 Minuten backen, bis die Financiers goldbraun, aber nur eben durchgegart sind. Sticht man sie mit einem Messer ein, darf noch ein winziger Rest Teig daran haften. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Herauslösen 5 Minuten abkühlen lassen. Lauwarm oder ganz abgekühlt mit der Kaffee-Pekannuss-Creme servieren

Die Creme alleine schmeckt auch ganz ausgezeichnet 😀

Kürbis, Rüebli und Sellerie aus dem Ofen

Es ist bereits tief im Herbst und die Gemüseauslagen in den Geschäften und auf dem Markt sind nicht mehr so üppig wie in den warmen Monaten. Und meine Kürbis Ravioli habe ich auch nicht in rauen Mengen gemacht, denn leider hat mein Tiefkühler Kapazitätsgrenzen (so langsam glaube ich, wir brauchen eine neue Wohnung 😉 ). Deshalb finden sich ab und zu Resten von Gemüse im Kühlschrank und weil Foodwaste eine Sünde ist, wird alles wenn immer möglcih verwertet. So auch in diesem Fall.

Zutaten:
für 2 Personen

1/2 Butternut Kürbis (klein), geschält
1/2 Sellerie Knolle, ungeschält
1 kleine rote Chili Schote
1/4 Knoblauchzehe, fein gehackt
etwas frisch gehackte Petersilie
Ras al Hanout (Gewürz)
Kreuzkümmel
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Dip
2 – 3 EL griechischer Joghurt
1/4 Knoblauchzehe, gepresst
etwas Olivenöl
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. den Backofen auf 180° C vorheizen, ein Backtrennpapier auf ein Blech legen
2. die halbe Sellerie Knolle ungeschält, dafür mit etwas Olivenöl beträufelt und mit Salz besprenkelt, mit der Schnittfläche nach unten auf das Papier legen
3. den Kürbis stückeln und in einer Schüssel mit den Gewürzen und etwa 1 1/2 EL Olivenöl gut vermengen – neben den Sellerie legen und
4. im Ofen 30 Minuten schmoren
5. die Zutaten für den Dip zusammen verrühren
6.das weich gegarte Gemüse aus dem Ofen nehmen, die Hälfte der Kürbisstücke mit einer Gabel, zusammen mit der gehackten Chili und dem Knoblauch zerdrücken und abschmecken
7. die Schale von der Sellerie Knolle wegschneiden und den Rest stückeln, ev. nochmals leicht salzen

So einfach und so gut schmeckt Gemüse 😀

Brasato – Sonntagsbraten

Antonio Colaianni, den ich verdientermassen schon über den grünen Klee gelobt habe (guckst Du z.B. hier), hat sein Brasato Rezept im Züri Tipp (der Donnerstags Beilage einer bekannten Zürcher Tageszeitung) geteilt – DANKE!

Das Fleisch wird gabelzart und die Sauce, eher ein „Reinsetzer“ als ein „Hingucker“ – ist mit anderen Worten absolut köstlich.

Antonio, als Botschafter für Irish Beef, empfiehlt natürlich ein Stück von selbigem und ich werde das bei Gelegenheit auch einmal ausprobieren. Aber ganz bestimmt gelingt dieser göttliche Braten auch mit gutem, einheimischen Schweizerfleisch.

Heute ist ja erst Donnerstag, genug Zeit also, wieder einmal einen Sonntagsbraten zu planen 😀

Zutaten:
für 6 Personen plus Resten für Schmorbraten Ravioli – Rezept folgt später 😀

2 kg Rindsschulterspitz (ich: toskanisches Fassona Rind von Fiechter’s))
2 gesägte Kalbsfüessli
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Röstgemüse
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Rüebli
1/4 Knollensellerie
1 EL Tomatenpüree
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 Lorbeerblatt
10 schwarze Pfefferkörner
3 dl Portwein
7 dl Rotwein
1 dl Balsamico
2 l Fleisch- oder Geflügelbrühe
etwas Maizena Express

Zubereitung:

1. den gewürzten Schulterspitz in Olivenöl anbraten und herausnehmen
2. Gemüse in gleichmässige Würfel schneiden, mit dem Bratensatz anrösten, Tomatenpüree dazugeben und leicht anbraten
3. mit Rotwein, Balsamico und Portwein aufgiessen, aufkochen und solange köcheln lassen, bis es fast vollständig einreduziert ist
4. mit Kalbsfond oder Hühnerbrühe aufgiessen und zusammen mit dem Schulterspitz, den Kalbsfüsschen und den Kräutern zugedeckt im 150° C heissen Ofen drei bis vier Stunden schmoren. Der Braten sollte stets knapp von Flüssigkeit bedeckt sein
5. Brasato herausnehmen, in Alufolie wickeln und warmstellen
6. die Sauce durch ein Sieb passieren und auf ein Viertel einkochen, abschmecken und mit Maizena Express binden
7. Braten in daumendicke Scheiben schneiden und mit Sauce nappieren

Macht dazu wie ich einen Kartoffelstock, es muss nicht unbedingt der von Robuchon sein (gleich viel Butter wie Kartoffeln!!!), oder frische Nudeln, oder Polenta, oder …

Kürbis Ravioli

Ravioli di Zucca – das könnten meine bisher besten Ravioli sein … ich korrigiere, das SIND meine bisher besten Ravioli! 😀

Denn erstens war die Füllung absolut deliziös. Und zweitens habe ich es endlich gewagt, den Teig auf der dünnsten Stufe (7) meiner Pastamaschine auszuwallen. Man muss sich dann bei der Bearbeitung etwas beeilen, denn an der Luft hat der Teig schnell einmal die Tendenz auszutrocknen. Den Teig, den man nicht gerade bearbeitet also unbedingt in Klarsichtfolie eingewickelt lassen.

Zutaten:
für etwa 50 Ravioli

1/2 Butternuss Kürbis
1 Chili Schote
1 TL Kreuzkümmel
Olivenöl
Salz und schwarzer Pfeffer
2 EL Ricotta (guter!)
1 EL geriebener Bergkäse (oder Parmesan oder Sbrinz)

Teig
120 gr Weissmehl
80 gr Hartweizendunst
2 Eigelb
1 Ei

Zubereitung:

1. den Kürbis schälen und stückeln, mit Gewürzen und Olivenöl gut vermischen
2. im auf 180° C vorgeheizten Ofen 20 Minuten rösten, bzw. bis er weich ist
3. in einer Pfanne mit dem Stabmixer bearbeiten, bis alles püriert ist
4. mit dem Käse und dem Ricotta gut vermengen und dann in einen Spritzbeutel füllen

wenn man die Masse probiert, soll sie gut würzig sein, sonst werden die Ravili später zu fad

Teig
1. Mehl und Dunst mischen und in der Mitte ein Mulde machen und die Eigelb und das Ei hineingeben
2. mit einer Gabel verrühren und immer etwas mehr Mehl dazunehmen, sobald die Masse zu dick wird, von Hand weiterkneten
3. 5 bis 10 Minuten kneten (ist die Masse zu feucht, etwas Mehl dazugeben, ist sie zu trocken, vorsichtig wenig Wasser zufügen
4. den Teig zugedeckt 30 Minuten (bei Zimmertemperatur) aber besser 1 – 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen
5. möglichst dünn auswallen und zu Ravioli verarbeiten