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The Stacked Green Pig

Wenn Mandy ein Sandwich macht, dann meistens richtig!

Dieses, sie nennt es The stacked Green Pig, ist so ein Beispiel. Wer den kleinen Aufwand nicht scheut wird mit etwas belohnt, was den Ausdruck Foodporn verdient. Es ist ein richtig geiles Sandwich, ich kann es leider nicht anders sagen 😉

Ich habe selten ein so gutes Sandwich gegessen. Und sogar die beste Ehefrau von allen, tropfendem Fingerfood eher abgeneigt, musste zugeben: Sehr fein! 😀

Zutaten:
für 2 Personen

220 gr Schweinsnierstück, dünn geschnitten
frische Salbeiblätter (eines pro Schnitzel)
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Mehl

grüne Sauce
20 gr glatte Petersilie
15 gr junger Rucola
3 Zweige Thymian
2 Sardellen Filets
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Jalapeño, gepickelt
oder grüner Chili
1 TL Kapern
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 EL Olivenöl

1 reife Avocado
frisch gehobelter Sbrinz
2 Sesambrötchen
1 Limette

Zubereitung:

1. alle Zutaten für die Sauce in den Mixer geben und fein pürieren – in einen verschliessbaren Behälter leeren und zur Seite stellen
2. das Schweinsnierstück in dünne Scheiben schneiden (ich liess das schon mal den Metzger mit seinem scharfen Messer machen!) und dann nochmals etwas flach klopfen, idealerweise sind sie nun etwa 3mm dünn
3. mit einem Zahnstocher auf jedes Schnitzelchen ein Salbeiblatt fixieren und dann mit Salz und Pfeffer würzen
4. 2 EL Mehl auf einen Teller geben, mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer würzen und die Schnitzel nur mit der Salbeiseite mehlieren
5. Olivenöl in einer heissen Pfanne erhitzen und die Schnitzel NUR auf der Salbeiseite braten, bis sich die unteren Ränder braun färben. Die Oberseite sollte noch rosa sein, sie wird aber nachgaren, wenn man das Schnitzel herausnimmt und auf einen Teller legt. So weiterfahren, bis alle Schnitzel gebraten sind
6. zusammensetzen: Die Brötchen leicht antoasten, etwas Sauce auf die Schnittfläche geben, gequetschte Avocado drauf, dann Schnitzel, Sauce, Schnitzel, Sauce … bis alles aufgebraucht ist. Ein paar Scheiben Sbrinz (oder Parmesan) und etwas Limettensaft darüber … und nun herzhaft zubeissen

Spaghetti mit Restengemüse

Irgendetwas stimmt mit dem Kühlschrank nicht, also bestelle ich einen Servicefachmann. Der hört sich an, wie ich ihm das Problem schildere. Er schaut sich den halbleer geräumten Kühlschrank von innen an und steckt seinen Kopf hinein und hört sich die Geräusche an.

Dann legt er sein Gesicht in sorgenvolle Falten und meint: „Man könnte das flicken, aber das wird ordentlich teuer und …“

„Schahaatz … wir brauchen einen neuen Kühlschrank!“ 😉

Nein, wir mussten dann nicht gleich den Kühlschrank leerfuttern, er läuft noch, aber nicht so, wie er sollte. Was ich nach bloss 8 Jahren schon sehr enttäuschend finde.

Niemals enttäuschend sind Spaghetti mit bunt zusammengewürfeltem Gemüse, was sich in einem Kühlschrank halt immer wieder so ansammelt. Oft nicht mehr ganz frisch, aber weit weg von verdorben. Zuwenig, um etwas eigenes damit zu machen, zuviel, um es zu entsorgen. Also einfach mutig in Olivenöl braten, würzen und mit frisch gekochten Spaghetti, oder Pasta nach Gusto mischen. Dass ihr das Pastawasser niemals vollständig wegkippt, sondern immer noch einen Rest zurückbehält, ist auch klar. Denn damit wird jede Pastasauce ein bisschen cremiger und hält besser zusammen … wegen der Stärke, die sich beim Kochen von der Pasta gelöst hat.

Und sobald der Laden unseres Vertrauens in einer Woche wieder öffnet, suchen wir einen zuverlässigeren Nachfolger zum Kühlen aus!

Blumenkohl mit Kräutervinaigrette

So, das Problem für uns Golfspieler scheint sich langsam zu lösen. Ab dem 11. Mai dürfen wir wieder – ENDLICH! 😀 (… und hoffentlich macht das Wetter mit!)

Bei Blumenkohl gibt es keine Einschränkungen. Da dürfen alle. Die, die nicht wollen, weil sie meinen, sie würden Kohl generell nicht mögen, die haben wahrscheinlich dieses Rezept noch nicht probiert. Das Rösten im Ofen bringt nämlich den typischen Kohlgeschmack fast zu Verschwinden und ersetzt ihn durch wunderbare Röstaromen. Solltet ihr wirklich mal ausprobieren.

Schliesslich stehen sowohl Nenad Mlinarevic, wie auch der Food Scout dafür ein!

Zutaten:
für 2 Personen

1 Blumenkohl
0,5 dl Rapsöl, kaltgepresst
Meersalz, fein

Sesamjoghurt
1 Becher griechischer Joghurt (180 gr)
40 gr Tahini (Sesampaste)
1/2 Bio-Zitrone, Abrieb
1 – 2 EL Dukkah (arabische Gewürzmischung aus Kräutern, Nüssen und Gewürzen)

Kräuter-Schalotten-Chili-Vinaigrette
20 gr glatte Petersilie, fein gehackt
30 gr frischer Koriander, fein gehackt
1/2 Schalotte, fein gewürfelt
1 mittelscharfer Chili, fein gehackt (z.B. Peperoncino)
0,5 dl Olivenöl ‚extra vergine’
1 Bio-Limette, Saft und Abrieb

Zubereitung:

1. Backofen auf 220° C vorheizen
2. den Blumenkohl von den Blättern befreien, Kopf nach unten in einem Topf mit gesalzenem Wasser 10 Minuten blanchieren, dann abtropfen lassen. Mit 1 TL Meersalz und Rapsöl einreiben, im Ofen zirka 10 – 15 Minuten rösten
2. in der Zwischenzeit Joghurt mit Tahini gut verrühren bis alles gleichmässig vermischt ist. Mit Zitronenabrieb und etwas Meersalz abschmecken
3. alle Zutaten für die Kräutervinaigrette gut verrühren und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle und Meersalz abschmecken
4. Sesamjoghurt auf Teller verteilen, je einen halbierten Blumenkohl darauf setzen und die Vinaigrette darüber veteilen. Dukkah darüberstreuen

Poulet vom Grill (à la Christian Seiler)

Christian Seiler’s Kolumne im Das Magazin ist manchmal gut, manchmal sehr gut und ab und zu grossartig. Im Magazin 16 / 2020 war dieses Rezept zu finden … verbunden mit der Aufforderung, selbst ein Huhn zu entbeinen. Sogar eine genaue Anleitung dazu gab es. Aber wisst ihr was, die Fiechter Schwestern erledigen das für mich extrem viel effizienter (danke Hanna, ich bin sicher, das Poulet war ebenfalls zufrieden, dass es nicht unter mein Messer kam 😉 ).

Und ja die Fiechter Schwestern und ihre Mitarbeiter leider darunter, dass keine Märkte geöffnet sind. Aber ihr könnt, dürft … nein solltet sie sogar in ihrem Hofladen in Volketswil besuchen (Pappelweg 2, bis auf weiteres jeweils Fr von 07.00 – 14.00 h und Sa von 07.00 – 13.00 h).

Und dieses Poulet, ja das solltet ihr definitiv auf eure Nachkochliste setzen. Aber wie schon Christian Seiler schreibt, nicht irgendein Huhn, sondern eines, von dem ihr sicher seid, das es allerhöchstes qualitatives Niveau hat … womit wir wieder bei der Fiechter Schwestern wären, aber jetzt drehen wir uns im Kreis 😉

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Zutaten:
für 2 Personen

1 Biohuhn (1 kg), entbeint
Saft von 1 Zitrone
25 gr schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
Salz
Olivenöl

Zubereitung:

1.etwas Zitronensaft und schwarzen Pfeffer in eine tiefe Schale geben und die Pouletstücke flach nebeneinander mit der Hautseite nach unten hineinlegen. Pfeffer und weitere Zitronensaft darübergeben und mit Klarsichtfolie bedeckt bis zu 24 h in den Kühlschrank stellen
2. das Big Green Egg, den Grill oder den Backofen (mit Grillfunktion) auf 200° C vorheizen
3. die Pouletstücke salzen und grillieren

Für den einen oder anderen mag es etwas zu dunkel erscheinen, aber es was super saftig und sehr geschmackvoll 😀

Schweinszunge mit grüner Sauce

Tag 2 nach der Lockdown Erleichterung Eins. Da sieht die Welt doch schon mental etwas freundlicher aus.

Und da ich aussehensmässig bald mit einem schottischen Hochlandrind konkurrieren könnte, bin ich froh, diese Woche unter die Schere meiner Coiffeuse zu kommen. Ausser Arbeit hat sie zwar nichts davon … denn sie bekommt ihren Obulus für ein ganzes Jahr im Voraus!

Aber wir wollen nicht übermütig werden und halten die vom BAG verordneten Regeln weiterhin ein. Virtuelle Apéros können mit guten Freunden ebenfalls sehr lustig sein. Habt ihr das schon ausprobiert?

Der Wermutstropfen: Als passionierter Golfer darf ich immer noch nicht spielen, was für mich unverständlich ist und bleibt. Ich könnte diese Leidenschaft alleine ausüben, als Spaziergang in der Natur, der durch einen kleinen weissen Ball verdorben wird. Oder gar zusammen mit der besten Ehefrau von allen, da wir ja sowieso ständig zusammen sind. Weshalb dies verboten bleibt, erschliesst sich mir nicht 😦

Zutaten:
als Vorspeise für 4 Personen,
oder Hauptspeise für 2

covid-19, wir strecken dir die Zunge raus

300 gr Zunge vom Wiesenschwein, nicht gepökelt
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel, mit Schale, längs halbiert
6 Pfefferkörner
12 Korianderkörner
3 Petersilienstängel
2 TL Salz
50 gr Gartenkresse
50 gr Crème fraîche
1½ TL Senf
1 Frühlingszwiebel, mit dem Grün, fein gehackt
2 TL Kapern, gehackt
1 – 2 Cornichons, fein gewürfelt
1 EL Apfelessig
weisser Pfeffer
Salz

300 gr Chicorée, der Länge nach in mundgerechte Stücke geschnitten
etwas Gartenkresse zum Bestreuen sähe bestimmt hübsch aus

Zubereitung:

1. in einem Topf 1 Liter Wasser mit allen Zutaten für den Sud (Lorbeer, Zwiebel, Pfeffer, Koriander, Petersilie und Salz) aufsetzen und 15 Minuten leicht köcheln lassen. Zunge kalt abspülen und dann dazugeben und während ca. 2 Stunden am Siedepunkt ziehen lassen. Zunge im Sud auskühlen lassen. Wenn man die Zunge vom Feuer nimmt sollte sie so weich sein, dass man mit einer Fleischgabel leicht hineinstechen kann.
2. Kresse hacken und im Mixer mit der Crème fraîche pürieren. Das Püree und alle übrigen Zutaten für die Sauce (Senf, Frühlingszwiebel, Kapern, Salzgurken und Apfelessig) in einer Schüssel vermischen. Sauce mit Salz und weissem Pfeffer abschmecken.
3. die noch lauwarme Zunge quer halbieren und längs in 3-5 mm dicke Stücke schneiden. In einer Schüssel mit der Sauce vermischen. Die Chicorée-Blätter daruntermischen und auf Tellern anrichten

Je nach Jahreszeit und Angebot kann man statt Gartenkresse auch Bärlauch, Schnittlauch oder Petersilie verwenden.

Aus dem Buch St. John, vom nose to tail Pabst Fergus Henderson (danke Nicole).