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Rotkrautsalat

Rotkrautsalat mit Kürbiskernen, vegan!

Rotkrautsalat mit Kürbiskernen, vegan!

Heute ist Weltvegantag – wer ausser Veganern hätte das gewusst? Und weshalb wird hier darüber berichtet? lieberlecker ist schliesslich alles andere als ein vegetarischer oder gar veganer Blog!

Nun, es ist halt einfach so, dass wir uns vielleicht jeden Tag Fleisch leisten könnten … aber DAS können wir uns nicht leisten! :-(

Die Fleischindustrie braucht nämlich für 1 kg Fleisch zu viele Resourcen unserer Erde und diese Rechnung wird uns irgendwann einmal präsentiert. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich liebe Fleisch, ich serviere meinen Gästen auch gerne ein schönes Steak mit einer feinen Flasche Wein, ABER … erstens brauchen wir nicht täglich Fleisch und zweitens, wenn wir schon Fleisch essen, dann bitte mit dem gebührenden Respekt für das Tier, das für unseren Genuss sein Leben lassen musste. Will heissen, kein Billigfleisch! Gutes Fleisch aus artgerechter Haltung KANN nicht billig sein. Ich habe hier schon mal darüber geschrieben.

Auch wer gerne Fleisch isst und glaubt, er/sie könne sich das täglich leisten – das ist wirklich unnötig und ein paar fleischlose Tage pro Woche schaden überhaupt nicht, im Gegenteil!

Dass auch Speisen ganz ohne tierische Produkte hervorragend schmecken wissen mittlerweile bestimmt alle, aber ab und zu reicht das Wissen nicht – man muss es auch TUN!

Hervorragend schmeckt dieser einfache Krautsalat, sofern die verwendeten Zutaten beste Qualität haben und man dem Salat Zeit lässt, etwas durchzuziehen. :-)

Kürbiskerne gehackt

Kürbiskerne gehackt

Zutaten:
für 2 Personen

1/2 Kopf Rotkraut
feinstes Kürbiskernöl
Apfelessig
grobkörniger Senf
Salz (ich: Maldon Sea Salt, geräucht)
frisch gemahlener Pfeffer
Kürbiskerne

Zubereitung:

1. vom Rotkrautkopf die äusseren Blätter entfernen, den Kopf vierteln, Strunk entfernen und sehr fein mit dem Messer oder einer Mandoline (bitte das Küchengerät, nicht das Musikinstrument ;-) ) schneiden
2. Marinade aus Kürbiskernöl, Apfelessig, grobkörnigem Senf, Salz und Pfeffer rühren und mit dem Rotkraut vermischen, idealerweise über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen
3. Kürbiskerne grob hacken, ohne Fett in einer Pfanne rösten bis sie duften und noch heiss mit dem Rotkraut vermischen. Etwas von den Kürbiskernen zurückbehalten und erst am Tisch über den Salat streuen. Es knistert so schön, wenn heiss auf kalt trifft! :-)

Gefunden bei cosycooking.

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Lachs mit Lauchkruste

Lachs mit Lauchkruste und Gurkensalat

Lachs mit Lauchkruste und Gurkensalat

Auf meinem Smartphone habe ich zwei Ratgeber zum Thema Fischeinkauf. Ich gebe es zu, ich kaufe nicht strikt danach ein, manchmal lasse ich mich auch von schierer Lust leiten und hoffe einfach, dass der “Fischhändler meines Vertrauens” dieses Vertrauen insofern rechtfertigt, dass “Hände weg”-Fischarten den Weg gar nie in seine Theke finden.

Beschäftige ich mich aber einmal mit den beiden Ratgebern, WWF und Greepeace, fallen schnell ein paar Dinge auf:

- bei Greenpeace ist alles rot (Ausnahmen: Hering, Karpfen, Makrele, Regenbogenforelle und Zander) und erst wenn ein als “grundsätzlich nicht vertretbarer” Fisch angeklickt wird, sagt uns die App, dass es doch Ausnahmen gibt, die noch genossen werden dürfen
– anders bei WWF – hier gibt es eine verhältnismässig lange Liste mit empfohlenen Fischen und Krustentieren, allerdings wird dann genau angegeben, mit welchen Fangmethoden, Zertifizierungen und aus welchen Fanggebieten diese stammen sollten

Fisch ist zwar gesund (leicht bekömmlich, eine gute Proteinquelle, liefert Jod, Vitamine und Spurenelemente und das Fett ist vorwiegend ungesättigt ), aber infolge der nur allzu menschlichen Gier z.T. stark gefährdet. Für mich ist deshalb klar, Fisch ist eine Delikatesse, die es nicht allzu oft geben sollte. Aber wenn, dann mit Genuss und gutem Gewissen.

So wie dieser MSC zertifizierte Lachs! :-)

Zutaten:
für 4 Personen als Vorspeise

Fisch
400 gr Lachsfilet
Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Kruste
70 gr Lauch (grünen Teil)
30 gr Butter
40 gr Paniermehl
30 gr weiche Butter
2 EL Meerrettich (ich: frisch gerieben)

Zubereitung:

1. den Lauch waschen und klein schneiden. Im kochenden Salzwasser 5 Minuten weich garen, abgiessen, kalt abschrecken und gut ausdrücken
2. Butter in einer Pfanne zergehen lassen und den Lauch beifügen, kurz aufschäumen und im Mixer pürieren
3. Paniermehl, weiche Butter und Meerrettich mit dem Lauchpüree glattrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
4. den Lachs in 4 gleiche Tranchen schneiden, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen
5. das Olivenöl erhitzen und den Lachs beidseitig je knapp 1 Minute braten und anschliessend auf ein Backblech legen
6. den Backofengrill auf voller Stufe erhitzen und den Lachs gleichmässig mit der Lauchmasse bestreichen
7. im Ofen auf der mittleren Schiene knapp 8 Minuten gratinieren
8. anrichten und mit etwas Olivenöl beträufeln

der Gurkensalat passt wunderbar

der Gurkensalat passt wunderbar

Ein Teller geht auf Reisen … mit herbstlichem Pulpo Salat!

... und der Oscar geht ... : An den Teller !

… und der Oscar geht … : An den Teller !

Etwas wehmütig habe ich die letzten 18 Monate den Event von Foodfreak, aka Petra, verfolgt.

Denn die Spielregeln legten nahe, dass der Teller aus Kostengründen (Porto), nur in Deutschland verschickt werden sollte. Nun hatte die liebe Sabine den schönen Gedanken, den Teller einfach mal aus dem Elsass ins Tessin zu entführen und nun ist er in meinem Briefkasten gelandet.

Mein zweiter Blogbeitrag im März 2012 war ein Pulpo Salat und natürlich hat er damals, ohne Followers und ohne Leser, nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit genossen. Ein Grund den Pulpo in herbstlich abgewandelter Form nochmals zu Tisch zu bringen. Angerichtet auf dem schönen, international reisenden Teller! :-)

Der Teller würde gerne noch ein bisschen weiter in der Schweiz herumreisen – melden sich Schweizer FoodbloggerInnen per eMail (lieberlecker (ät) bluewin punkt ch) bei mir?

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Bezüglich Pulpo halten sich ja hartnäckig die kuriosesten Gerüchte. Z.B., dass ein Korken mitgekocht werden muss! Dass der Pulpo vor dem Kochen weichgeklopft werden muss! Alles, damit der Pulpo nicht zäh wird? Es ist eigentlich ganz einfach: Entweder tiefgefrorenen Pulpo kaufen oder ganz frischen für 24 – 48 Stunden einfrieren. Denn was das Einfrieren bewirkt, kann hier beim Pulpo Experten nachgelesen werden.

Zutaten:
für 2 Personen

500 gr Pulpo
0,5 dl Weisswein,
0,5 dl Olivenöl
1 Lorbeerblatt
1 Stange Sellerie
70 gr Flageolet Bohnen, über Nacht eingeweicht
2 kleine Kartoffeln, festkochend
einige Salatblätter
4 confierte Cherry Tomaten, geschält
Mandarinen Schnitze
Zitronen- und Limettenzesten

Vinaigrette
Olivenöl
Mandarinenöl
Zitronensaft
Limettensaft
Kochflüssigkeit vom Pulpo
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Pulpo
1. den aufgetauten Pulpo mit kalten Wasser abspülen und dann mit den Fangarmen voran 2 – 3 Sekunden in kochendes Wasser tauchen und diesen Vorgang 3 mal wiederholen. Dies bewirkt, dass sich die Fangarme attraktiv zusammenrollen (muss also nicht sein)
2. in einem Topf mit Deckel je 0,5 dl Weisswein, Wasser und Olivenöl aufkochen lassen, Pulpo und Lorbeer dazugeben und auf kleinstem Feuer zugedeckt ca. 45 Minuten simmern lassen
Salat
3. die Bohnen in ungesalzenem Wasser ebenfalls 45 Minuten köcheln lassen, erst dann salzen und weitere 10 Minuten köcheln
4. Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in wenig Olivenöl braten, bis sie schön gebräunt sind – salzen und mit etwas Paprika bestreuen
5. den Sellerie fein schneiden
6. Zesten von Zitrone und Limetten schneiden
7. eine Mandarine filetieren
Vinaigrette
8. zwei EL Kochwasser des Pulpo, drei EL Zitronen- und Limettensaft, drei EL Olivenöl und ein EL Mandarinöl zu einer Vinaigrette verrühren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen
Finish
9. Salatblätter mit etwas Vinaigrette mischen und auf dem Teller anrichten, Bohnen, Sellerie und Kartoffeln ebenfalls mit Vinaigrette mischen und auf die Tellermitte geben, Pulpostücke ebenfalls mit Vinaigrette beträufeln und auf die Bohnen Kartoffel Mischung setzen. Mit geschälten Cherry Tomätchen und Zesten garnieren.

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was für ein leckeres Sösschen

was für ein leckeres Sösschen

Rezension: I love New York / Daniel Humm/Will Guidara

Grossartig!

Grossartig!

Fragen kostet nichts, hatte mir mein Vater vor langer, langer Zeit beigebracht.

Ich war trotzdem überrascht, als meine Anfrage zu einem Rezensionsexemplar prompt positiv beantwortet wurde.

So kommt es also hier zu meiner ersten Kochbuch Rezension.

Ich habe I <3 NY ausgepackt und sofort sind mir folgende zwei Punkte aufgefallen. Das Buch ist leicht wattiert (zum Glück nicht so arg wie die Bücher von Y.O.) und es ist schwer.
Über das Polster kann ich hinwegsehen, obwohl ich kein Freund davon bin, aber wegen des Gewichts eignet es sich nicht zur spätabendlichen Bettlektüre. Doch dafür ist es eh nicht gedacht ;-)

Das Ziel, nachkochbare Rezepte für die Küche zu Hause zu liefern, wurde auf jeden Fall erreicht. Wohingegen das erste Kochbuch der beiden Partner, “Eleven Madison Park”, sich an Köche und Köchinnen richtet, die privat auf sehr hohem Niveau kochen.

Die Geschichte des Daniel Humm liest sich ein bisschen wie die berühmte Tellerwäscherkarriere. 1976 in Strengelbach (Kt. Aargau, Schweiz) geboren. Schule mit 14 abgebrochen und in einer Küche ganz unten angefangen (siehe hier). Ausbildung zum Koch im Hotel Baur au Lac in Zürich. Mit 24 Jahren erkochte er sich den ersten Michelin-Stern, mit 25 ging er (ohne ein Wort Englisch zu sprechen!) nach San Francisco (Campton Place). Später zog er weiter nach New York. 2011 schaffte er den unglaublichen Sprung von einem Michelin-Stern direkt auf drei Sterne. Das Restaurant Eleven Madison Park in New York, das er zusammen mit Will Guidara führt, wurde von der James-Beard-Stiftung zum besten Restaurant der USA gekürt.

Zurück zum vorliegenden Kochbuch. Nach einem Vorwort gliedert es sich von A wie Ahornsirup bis Z wie Zwiebel. Dazwischen finden sich für jeden Buchstaben ein oder zwei spezifische Produkte. Humm beschreibt im Detail, wo in der Umgebung von New York er und seine Einkäufer die besten Waren gefunden haben. Schöne Geschichten machen diese Züchter, Bauern und Fischer symphatisch und die Bilder zeigen ihren ganzen Stolz an ihren Erzeugnissen. Alle Bilder, auch diejenigen der angerichteten Teller, sind grossartig!

Die meisten Gerichte sind für jederman nachkochbar. Einige wenige hingegen verlangen etwas Erfahrung in der Küche. Ich habe bis jetzt nur ein paar Rezepte aus dem Buch nachgekocht – Ihr findet sie hier:

- Schinken-Ei Sandwich
Delmonico Steak mit Kräuterbutter
Pastinaken-Birnen Suppe

A propos Suppe – will man Haare in der Suppe finden, dann vielleicht diese: Keine Gliederung nach Themen (z.B. Vorspeisen, Suppen, Salate etc.)! Man weiss entweder was man sucht, oder man muss sich durch das Inhaltsverzeichnis am Ende lesen. Es hat auch sehr aufwändige Rezepte, die viel Vorarbeit verlangen, als Beispiel das Rezept Birnenvariation mit Honig und Ingwer. Bevor diese optisch wie geschmacklich bestimmt wunderbare Dessertkreation zusammengefügt werden kann, muss Folgendes hergestellt werden:
Birnensorbet, Ingwerstreusel, Birnenpüree, Honigcreme, kandierte Zitrone, kandierter Ingwer, Birnenscheiben, Birnenkugeln und pochierte Birnenringe!
Ich wage mal zu behaupten, da kommt auch ein ambitionierter Hobbykoch ins Schwitzen (vor allem, wenn er/sie vorher noch Vorspeise und Hauptgang servieren will). :-)

Weitere Leckereien werden bestimmt folgen, denn I <3 NY bietet viele Rezepte, die dazu inspirieren nachgekocht zu werden.

Ich danke dem AT Verlag, der mir dieses Rezensions Exemplar freundlicherweise zur Verfügung stellte.

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Pastinaken-Birnen-Suppe

Pastinaken-Birnen-Suppe

Pastinaken-Birnen-Suppe

Die Konversation am Suppentisch ging etwa so:

I.: Was ist das für eine Suppe?
ich: Pastinaken Birnen Suppe mit Vanille Öl von Daniel Humm aus I <3 NY
I.: Aha, Pastinake … die habe ich heute beim Einkaufen auch gesehen und mich gewundert, was man damit überhaupt machen kann!
ich: Pastinake, Petersilienwurzel, Sellerieknolle … das kann man in etwa alles gleich behandeln!

Es wird schweigend weitergenossen …

C.: Von der Vanille schmeckt man aber nicht gerade viel, oder?
ich: Rosmarin hat es auch noch drin!
I.: Ah ja?
ich: Ja, 2 Zweige werden in der Suppe gekocht und am Schluss wird die passierte heisse Suppe noch über einen frischen Zweig Rosmarin geleert!
Alle: Soso …

Es wird schweigend fertiggegessen …

dbEva: Hat’s noch?
ich: Ja sicher :-) (ich erkenne Komplimente meist schnell!) Wer mag sonst noch?
3 mal ja, einmal nein (lieber C., das merke ich mir)

Ich schöpfe nach.

dbEva: Das wäre ja mehr als genug zum Aufwärmen gewesen … !

Zutaten:
für 4 Personen (und genug zum nochmals Aufwärmen)

Mandel-Vanille-Öl
60 ml Mandelöl
1/4 Vanille Schote, der Länge nach aufgeschnitten

Suppe
2 EL Butter
1/2 Schalotte, grob geürfelt
4 mittelgrosse Pastinaken, geschält, grob gewürfelt
100 gr Knollensellerie, geschält, grob gewürfelt
3 Zweige Rosmarin
225 gr Birnen, entkernt, grob gewürfelt
2,5 dl Weisswein
1,2 l Hühnerbrühe (siehe hier)
0,6 dl Milch
0,6 dl Rahm
Birnenessig (wer den hat!)
Salz

Zubereitung:
Mandel-Vanille-Öl
1. das Öl und die Vanilleschote in einen kleinen Topf geben und auf 90° C erhitzen
2. vom Herd nehmen, auf Zimmertemperatur auskühlen lassen und dann zugedeckt bei Zimmertemperatur 24 Stunden ziehen lassen
Suppe
1. die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Schalotte darin 2 – 3 Minuten dünsten ohne Farbe nehmen zu lassen
2. Pastinaken, Knollensllerie und 2 Zweige Rosmarin dazugeben und weitere 5 bis 6 Minuten andünsten.
3. die Birne hinzufügen und 4 bis 5 Minuten garen
4. den Weisswein angiessen und die Hitze stark erhöhen und die Flüssigkeit auf die Hälfte einkochen
5. die Hühnerbrühe hinzufügen und aufkochen. Die Hitze reduzieren und 45 Minuten köcheln lassen
6. die Suppe vom Herd nehmen und die Milch-Rahm Mischung einrühren
7. den Rosmarin entfernen und die Suppe im Mixer glatt pürieren
8. den verbliebenen Rosmarinzweig in ein Spitzsieb geben und die pürierte Suppe darübergiessen
9. mit Birnenessig und Salz abschmecken
10. die Suppe auf 4 Schalen verteilen und mit dem Mandel-Vanille-Öl beträufeln

gut gerüstet ist halb gekocht

gut gerüstet ist halb gekocht

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