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Tomaten Risotto mit Black Tiger Shrimps

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Um Tomaten Risotto habe ich bisher immer einen Bogen gemacht – Grund? Unbekannt! Und ich kann Euch sagen, der Umweg hat sich nicht gelohnt ;-)

Nun gibt es zwei Arten von Tomaten Risotto. Den hier gezeigten, deutlich rot gefärbten Risotto = klassisch. Einen normalen, weissen Risotto mit Tomaten Geschmack, das wäre die raffinierte Variante. The choice is yours :-)

Ich habe mich für die klassische Variante entschieden, weil noch ein paar kleine Tomaten herumlagen und ich Lust hatte, die zu einer richtigen Tomaten Passata zu verarbeiten.

in Reih und Glied

in Reih und Glied

Zutaten:
für 2 Personen

10 schöne Black Tiger Shrimps
2 dicke Rosmarin Zweige
Yuzu Pfeffer
Salz

Risotto
140 gr Risotto Reis (ich: Carnaroli)
Olivenöl
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
0,5 dl Weisswein (ich: Sherry)
4 dl Brühe (Kombu Bonito von hier)
4 EL passierte Tomaten
Parmesan
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Tomaten Passata
zwei Handvoll Tomaten
1 Schalotte, gehackt
1/2 Knoblauchzehe, gehackt
1 Basilikum Zweig

Zubereitung:

Tomaten Passata
1. die gehackten Tomaten in eine sehr heisse Pfanne geben und ein paar Minuten sprudelnd kochen
2. die restlichen Zutaten zugeben und auf kleinem Feuer köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen
3. durch ein Sieb passieren

Shrimps

1. die Shrimps mit dem Yuzu Pfeffer marinieren (ich: 1 Stunde)
2. kurz bevor das Risotto fertig ist, salzen und in wenig Öl beidseitig auf den Punkt braten und auf Rosmarin Spiesse stecken

Risotto
1. im mittelheissen Olivenöl Zwiebel und Knoblauch anziehen, ohne Farbe nehmen zu lassen
2. den Reis dazugeben, etwas umrühren und 1 Minute braten, dann den Weisswein dazugiessen
3. wenn der Wein praktisch ganz eingekocht ist, etwas heisse Brühe dazugiessen und umrühren
4. nun immer wieder etwas rühren und sobald der Reis einen Grossteil der Brühe aufgesogen hat, wieder Fond dazugiessen. Es sollte die ganze Zeit leicht köcheln
5. nach ca. 15/16 Minuten geht der Fond langsam zur Neige – bevor man nun die letzten zwei Esslöffel Fond in den Risotto kippt, den geriebenen Parmesan unterrühren und die kalten Butterstücke dazugeben und umrühren
6. nun sind die 18 Minuten vorbei und der Risotto müsste nun eigentlich auf den Punkt gegart sein, d.h. noch etwas Biss haben, so wie Pasta al dente sein müssen
7. nun ein paar EL Tomaten Passata dazugeben (soviel bis Euch Farbe und Geschmack gefallen)
8. je nachdem wie lange der Risotto nun noch steht, kann es sein, dass er zu sehr eindickt, das kann mit dem letzten Rest des Fonds wieder korrigiert werden, denn wir wollen Risotto “schlotzig” (ich liebe dieses Wort :-) ) haben

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Udon Nudel Suppe

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Also ich mag ja Pasta in vielen Formen, aber diese “Schlürf-Sabber”-Nudeln in der Suppe gehören zu meinen Lieblingen :-)

Da habe ich doch letzte Woche erstmals den Asien Shop im Kreis 4 aufgesucht und hatte gleich beim Betreten das Gefühl, ich sei nicht mehr in Zürich. Exotische Gerüche, exotisches Schwatzen in verschiedenen asiatischen Sprachen und natürlich asiatische Produkte zuhauf. Das Meiste davon leider nur asiatisch angeschrieben. Ich war marginal überfordert. Habe Einiges gefunden, von dem ich gar nicht wusste, dass ich das gesucht hatte, dafür total vergessen, dass ich eigentlich schwarzen Klebreis aus Thailand kaufen wollte … hmmm … ich werde also nochmals hingehen müssen! Aber das lohnt sich auf jeden Fall.

Zutaten:
für 2 Personen

1 Beutel Udon Nudeln (200 gr)
5 dl Wasser
1 Beutel Bonito Kombu Bouillon
2 Karotten, geschält und geraffelt
1 Frühlingszwiebel, fein geschnitten
etwas Ingwer, gerieben
Sojasauce
Fischsauce
Sesamöl

gerne hätte ich noch Shitake Pilze und Sojabohnensprossen verwendet, die waren aber leider nicht vorrätig :-(

Zubereitung:

1. das Wasser aufkochen und die Bouillon darin auflösen
2. die Karotten zusammen mit den Nudeln beigeben und 2 – 3 Minuten köcheln lassen
3. mit Sojasauce, Fischsauce, etwas Zitronensaft und wenig Sesamöl abschmecken
4. alles in Suppenschüsseln schöpfen und mit den geschnittenen Frühlingszwiebeln und dem Ingwer garnieren

Tipp: Die Frühlingszwiebel 5 Minuten in kaltes Wasser legen, sie verliert so etwas von der Schärfe

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Glutamat

Körnchen des Anstosses?

Körnchen des Anstosses?

Die scharfen Sperberaugen diverser BloggerInnen haben in meinem Gewürzschrank hier den charakteristischen gelben Streuer erkannt, der entweder Fondor (von Maggi = N.estlé) oder Aromat (von Knorr = U.nilever) oder das Nachahmerprodukt eines schweizerischen Lebensmittelriesen sein muss.

Ertappt! :-) Muss ich mich jetzt schämen? Nein, aber ein paar Worte will ich wohl darüber verlieren:

Wer mich kennt, weiss, dass ich die ganzen Diskussionen um gesundes Essen eher pragmatisch angehe. Extrem ist ungesund, egal auf welche Seite. Also finde ich für mich (und das muss jeder für sich selbst entscheiden), diese Art Würze hat seine Berechtigung, insbesondere wenn es um die Salatsauce aus meiner Kindheit geht. Denn da war Aromat einer der Hauptbestandteile, nebst Senf, Kräuteressig und Sonnenblumenöl.

Ich kann Euch aber versichern, dass ich im Umgang mit diesen Mitteln sehr, sehr sparsam bin. Ich würde nicht so weit gehen, wie dieser Artikel, in dem Glutamate schon beinahe als unschuldig entlassen werden. Ich bin im Prinzip gegen verindustrialisierte Lebensmittel, aber ich lebe nicht als Selbstversorger auf dem Lande, sondern in der Schweiz in und nahe der grössten Stadt. Auch ich esse in Restaurants zu Mittag, in denen nicht jede Sauce von Grund auf zubereitet wird. Auch ich erliege der Versuchung ein Fertigprodukt zu kaufen, obwohl es auf dem Beipackzettel vor E-dieses und E-jenes nur so wimmelt. Ich bin trotzdem überzeugt, mich ausgewogen zu ernähren.

Auf industriell gefertigtes Natriumglutamat kann man sicher verzichten, auf Glutamate generell aber nicht, denn die Natur bietet genügend Lebensmittel in denen Glutamate natürlich vorkommen. Dazu gehören vor allem (aber nicht nur) Tomaten, Pilze, Fleisch, Fisch und Milchprodukte.

Die Geschichte zeigt doch immer wieder, dass manchmal eine sog. Studie reicht, weshalb ein Lebens- oder Genussmittel verteufelt wird und es dann sehr lange dauern kann, bis nachgewiesen wird, dass alles bloss Mumpitz war. Ich kann heute noch nur den Kopf schütteln, wenn ich jemanden ein Omelett ohne Eigelb bestellen sehe!

Mit Toleranz und Eigenverantwortung wird man das gelbe Döschen nicht verteufeln, aber wer jedes Quartal drei Nachfüllpackungen braucht, sollte sich noch diesen Artikel zu Gemüte führen.

Behind the Scenes

Jaja, nicht bloss behind the scenes, sondern auch ein bisschen behind schedule ;-) , denn Steph’s Event ist ja schon vor 2 Wochen abgelaufen.

Behind the Scenes vom 01.06.-30-06-2014

Aber ich hoffe, das macht Euch nichts aus. Bitte tretet näher, immer herein in die gute Küche :-) , aber nicht alle zusammen, es ist eindeutig zu eng dafür.

steht rechts am Eingang vor der offenen Küche

steht rechts am Eingang vor der offenen Küche

Es ist jetzt nicht so, dass ich gross Zeit hätte für eine ausgedehnte Führung in jede Ecke meines 9 m2 Reichs, denn es ist Samstag nachmittag und ich bereite gerade ein schönes 4-Gang Menü für Gäste zu. Ausserdem wartet noch ein super spannendes Buch darauf, weitergelesen zu werden.

mitten in der Vorbereitung

mitten in der Vorbereitung

Also machen wir es relativ kurz und schmerzlos … und verzeiht mir bitte die Unordnung (aber etwas später sähe es noch viel schlimmer aus ;-) ).

rechts wird geschnippelt, link s gewaschen und gespühlt

rechts wird geschnippelt, links gewaschen und gespühlt

rechts vom Herd, Nespresso und geordnetes Chaos

rechts vom Herd, Nespresso und geordnetes Chaos

In der Mitte befindet sich der normale 4 Platten Glaskeramikherd darüber der Abzug mit Gewürzschrank.

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Nach der Küchenrenovation wurde der Steamer durch einen Kombisteamer ersetzt und der kommt deutlich häufiger zum Einsatz (zur grossen Freude der besten Ehefrau von allen). Es spiegelt sich die rote Wand neben dem Esstisch.

in 1 Stunde 10 Minuten kommen die Gäste

in 1 Stunde 10 Minuten kommen die Gäste

Deshalb müssen wir uns ein bisschen beeilen ;-)

Der Kühlschrank ist für meine Begriffe natürlich viiieeeeel zu klein! Für uns zwei ganz ok, aber wenn wir mal Freitag und Samstags Gäste haben, platzt er aus allen Fugen!

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Fotografiert wird in Windeseile zwischen Spühle und Anrichte in einer kleinen “Löli-Box” (Schweizerdeutsch, kann nicht übersetzt werden ;-) ).

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Dann bleibt noch die Frage offen, wo sind die Kochbücher? In der Küche hat es keinen Platz und mehr als was ich habe gibt’s nicht (sagt sie!)

6 Tablare

6 Tablare

ziemlich eng

ziemlich eng

Ich habe sie übrigens wieder mal gezählt, es sind genau 126 Stück! Davon aber 2 Dutzend von der guten Frau Bossy

Natürlich gibt es noch viele Schubladen und Türchen, wo sich Teller, Gläser und kleine Küchenhelfer versteckt halten, aber ein paar Geheimnisse müssen wir für uns behalten.

So, schön habt ihr vorbeigeschaut, das hat mich sehr gefreut und wer weiss, vielleicht kommt der/die Eine oder Andere ja mal live in den Genuss …

Russische Creme

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Sandra from-Snuggs-Kitchen hat dazu aufgerufen, in den Kindheitserinnerungen zu stöbern. Eine sehr schöne Idee.

Ich hoffe aber, mit meiner russischen Creme nicht allzusehr in ein Wespennest zu stechen, denn das Thema Russland ist derzeit doch eher negativ besetzt. Vielleicht verletze ich damit gar Sanktionen? Oder bin ich bloss politically incorrect?

Auf alle Fälle war diese Creme ein Standarddessert meiner Mutter und als kleiner Junge hatte ich das Gefühl, ich könnte endlos von dieser Leckerei schlemmen. Das dem nicht so ist, merkt man spätestens im Schlaraffenland ;-)

Aber der Grund, weshalb diese Creme so heisst, entzieht sich mir völlig und auch in den Weiten des Netzes bin ich nicht fündig geworden.

Zutaten:
für 4 Personen

4 Eigelb, sehr frisch (früher wurden diese Trinkeier genannt)
70 gr Zucker
3 dl Vollrahm
4 Esslöffel Rum

Zubereitung:

1. Eigelb und Zucker mit dem Elektromixer schlagen, bis eine helle dickliche Creme entsteht und sich der Zucker vollständig aufgelöst hat
2. den steif geschlagenen Rahm vorsichtig unter die Creme heben
3. kalt stellen und den Rum erst kurz vor dem Servieren unterrühren

Kindheitserinnerungen

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