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Zürcher Geschnetzeltes

30. November 2014
Zürcher Geschnetzeltes

Zürcher Geschnetzeltes

Aus Wien hatte sich Besuch angekündigt. Nein, ich sage nicht wer (aber wenn’s ein Blogger war, wird bestimmt darüber berichtet) 😉 . Und irgendwie fand ich, es müsste etwas typisch Zürcherisches sein. Und da fiel mir auf, dass ich unser „weltbekanntes“ Geschnetzelte tatsächlich noch nie verbloggt habe.

Also wie ist das jetzt genau?
Wie heisst es richtig? Zürcher Geschnetzeltes oder Kalbsgeschnetzeltes nach Zürcher Art oder Züri Gschnätzlets (Mundart) aber bitte niemals nie Zür i cher!
Was hat es drin? Kalbfleisch von Hand geschnitten, nicht allzu fein UND Kalbsnieren, ebenfalls geschnetzelt.

Wird es aber mit Schweine- oder Putenfleisch gemacht (oder gar mit Quorn o.ä. – „hüstel“) dann ist es bestenfalls noch ein Geschnetzeltes nach Zürcher Art.

Im Prinzip einfach ein Kalbfleischgericht mit in Scheiben geschnittenem Kalbfleisch, kurz sautiert, in einer Weissweinrahmsauce … aber immerhin mit eigenem Wikipedia Eintrag! Und echt lecker … was wiederum bestimmt Jeder weiss, der schon in Zürich war 🙂

Also los:

Zutaten:
für 4 Personen

400 g Kalbfleisch (z. B. Nuss), in ca. 1 cm breite Streifen geschnitten
200 g Kalbsnierli, in ca. 1 cm breite Streifen geschnitten
Bratbutter
wenig Mehl zum Bestäuben
0.5 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
200 g Champignons, in feinen Scheiben
1 TL Zitronensaft
1 dl Weisswein
2 dl Rahm
1 dl Kalbsfond
1 EL Maizena
Salz und Pfeffer
1 Bund glattblättrige Petersilie, fein gehackt

Zubereitung:

1. Ofen auf 70° C vorheizen, Platte und Teller vorwärmen
2. Bratbutter in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch und Nierli portionenweise beigeben, mit Mehl bestäuben, ca. 3 Min. braten, herausnehmen, würzen, warm stellen. Hitze reduzieren, Bratfett auftupfen
2. Bratbutter in derselben Pfanne warm werden lassen. Zwiebel andämpfen, Champignons mit Zitronensaft mischen, beigeben, ca. 2 Min. mitdämpfen
3. Wein dazugiessen, bei mittlerer Hitze einköcheln
4. Rahm, Bouillon und Maizena gut verrühren, dazugiessen, aufkochen. Hitze reduzieren, ca. 3 Min. köcheln, bis die Sauce sämig ist, würzen
5. Fleisch, Nierli und die Hälfte der Petersilie beigeben, nur noch heiss werden lassen

Dazu passen Rösti, Rösti oder Rösti 😉 (Nein, natürlich passen auch Butter Nüdeli dazu) und über meine hier servierten Rösti legen wir den Mantel des Schweigens und ich übe weiter!

… und wünsche allen einen schönen und ruhigen 1. Advent.

Fleisch Top - Rösti Flop!

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From → Rezepte

21 Kommentare
  1. Zürcher Gschnätzlets ist eines der wenigen Gerichte, das immer noch gut schmeckt, auch wenn man eine Hauptzutat weglässt, die Nierli 😉

    • Und ich wollte gerade schreiben, dass ich sehr dankbar bin, erfahren zu haben, was ich bei meinem letzten aus Unkenntnis vergessen habe. 😉

  2. Das mit den Nierchen wusste ich nicht. Ich denke, die kann ruhig weglassen. 😉

  3. Monika permalink

    Ich persönlich, liebe die Champignon ziemlich fest angebraten und erst am Schluss über Fleisch und Nierli

  4. das mit den Nierli ist mir neu, und wird sicher mal ausprobiert. Dafür lass ich dann die Champignons weitgehend weg….

  5. Lieblingsessen, aber ohne Nierli und die Champis kommen auch bei mir erst zum Schluss dazu. Und deine Rösti schauen doch interressant aus 🙂 ! Danke für die Idee, mach ich auch mal wieder. Grüsse und einen schönen 1. Advent ! Anja

  6. wieso muss ein Schweizer üben, wenn es um Rösti geht ??
    ;-))

    lg

  7. Herr und Frau Schweizers Lieblingsgericht 🙂 Könnte ich (fast) jeden Tag essen – gerne auch mit Nierli drin! Ich beginne jeweils mit mehr Kalbsfond und lasse den vorab noch einreduzieren. Und ein kleines Schüsschen Cognac kommt am Schluss noch dazu: unkonventionell, aber saulecker 😉

    Ich wünsch dir ebenfalls einen besinnlichen, ruhigen 1. Advent!

  8. Walterio permalink

    Es ist schön zu sehen, dass auch Hobbyköche das Gericht in der ursprünglichen Form zubereiten. Bravo.

    Walterio

  9. @Robert: … aber Robert, tztztz … 😉
    @Toettchen: Man kann, wenn es denn sein muss!
    @Monika: Sicher eine valable Alternative!
    @Ninive: „Wee are the Champions … “ 😉
    @Anja: Die Nierchen-Verachter können ja schon bald eine Selbsthilfe Gruppe gründen 😉
    @Frederike: Wird das Messer noch etwas mehr gedreht, tut mir die Wunde bald weh … 😉
    @Marco: Saulecker? Was kann da schon falsch dran sein! 😉
    @Walterio: Mit Deinem Lob kann ich sehr gut leben 🙂 Danke!

  10. Und ich dachte, allen Schweizern sei die Fähigkeit zum Röstibarten in die Wiege gelegt. 😉
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Eva

    • Bea Wyler permalink

      Es sind zu viele Faktoren, die den Erfolg beeinflussen könnten: Die richtigen Kartoffeln, richtig vorgegart, das richtige Fett, die richtigen Zwiebeln, (der richtige Speck), die richtige Bratpfanne – am wichtigsten wohl: die richtige Portion Geduld! Ueben lohnt sich, muss ja nicht jedes Ma(h)l Kalbsgeschnetzeltes dabei sein.

  11. Für mich bitte mit Nierli und genau soooo, wie du das da präsentiert hast (und wo bleibt der Kommentar deines Wiener Gastes??? 😉 )

  12. Basler Dybli permalink

    Zur Fiir vom hütige Daag – wieso nit scho morn zem Zmittag !?!
    Aber für mi bitte mit Milgge und Kalbflaisch im Verhältniss 1:2 (statt mit Nierli).

  13. Mit Nieren? Das wusste ich echt nicht. Man lernt doch nie aus.
    Und nun warte ich gespannt, wer aus Wien bei dir aufgeschlagen ist. Ich bleib einfach hier sitzen, bis das Gschnätzelte aufgegessen und die Katze aus dem Sack gelassen ist. 😉

  14. @Eva: Da habe ich die Wiege wohl ausgelassen 🙂
    @Sabine: Geduld bringt (vielleicht) Kommentare, liebe Sabine!
    @Peter: Seid ihr froh, haben WIR euch den Torjäger „geschenkt“ 😉 (Hopp GC)
    @Susi: Mal schauen, ob sich da jemand outen will 😉
    @Susi und Sabine: Den Neugierigen gehört … der erste Bissen? 😉

  15. Das Rezept nehm ich gleich mal mit – Züricher Zürcher* Geschnetzeltes aus Zürich verbloggt – kann ja nur werden.

    Mit den Nieren, das hatte ich auch noch nicht gesehen. Mal schauen, ob ich die hier bekomme. Ich hoffe, ich kann ansonsten auch ohne punkten 😉

    * vom Chef persönlich korrigiert 🙂

  16. Ich geselle mich zur Gruppe der Nierenlosen, aber unbedingt mit Rösti.

    Nüdeli… pfffhhh 😉

  17. @Sandra: Nimm’s mir nicht übel, ich musste einfach korrigieren 🙂
    @Henne: Wie? Was ist gegen feine Butternüdeli einzuwenden?

    • Wenn ich die Wahl zwischen Teigwaren und Kartoffeln habe, gewinnt bei mir immer die Kartoffel. Bi äbe Ämmitauer, gäu. 😉

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