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Oliven-Ricotta Nocken auf Kürbispüree

30. November 2021

Entschuldigt bitte, aber ich muss hier mal etwas Dampf ablassen! Es ist mir absolut schleierhaft, wo diese Skepsis gegenüber Wissenschaft und Fakten überhaupt herkommt, aber sie ist da. Soziale Medien sind an ihrer Verbreitung wohl nicht ganz unschuldig, denn da kann ja alles behauptet werden. Und dann kommen noch all diese Verschwörungstheorien dazu. Mir wird dabei teilweise richtig übel.

Ich wurde als Kind gegen verschiedenste Krankheiten und Viren geimpft – kein Problem! Keines! Ich habe mich vor verschiedensten Reisen in exotische Länder impfen lassen, denn sonst hätte man ja gar nicht einreisen können. Kein Problem! Keines! Und jetzt soll diese Impfung plötzlich unsicher sein? Ja, ich könnte das verstehen bei den 5% der Bevölkerung, die auch dem Lehrer nicht glauben, dass zwei mal zwei vier ergibt. Aber 30%? Ja, wir „Normalbürger“ verstehen nicht, was drin ist, aber das ist bei vielen Lebensmitteln, die die gleichen Leute täglich kaufen nicht anders. Oder steckt etwa Bill G. auch hinter all den den Zusatzstoffen die mit E auf den Packungen stehen?

Ok, genug gelästert, jetzt konzentrieren wir uns wieder auf gutes Essen! 😀

Lasst es euch schmecken!

Zutaten:
für 4 Personen

Nocken
100 gr entsteinte schwarze Oliven
1/2 Bund Peterli
2 Eier
250 gr Ricotta
100 gr Parmesan, frisch gerieben
70 gr Mehl
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Püree
600 gr Butternuss- oder Muskatkürbis,
gerüstet gewogen
4 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
4 Salbeiblätter
2 EL Olivenöl
1/4 TL Chiliflocken
1 dl Gemüsebouillon
1 EL Tomatenpüree
1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
2-3 EL Rahm
Salz

Zubereitung:

1. die Oliven auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und zusammen mit der Petersilie sehr fein hacken
2. in einer Schüssel die Eier verquirlen. Ricotta, Parmesan und Mehl beifügen und alles mischen. Die Oliven unterrühren und die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken
3. für das Püree den gerüsteten Kürbis in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Rosmarinnadeln vom Zweig zupfen und zusammen mit dem Salbei ebenfalls fein hacken
4. in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Kürbiswürfel darin andünsten. Den Knoblauch mit den Kräutern und den Chiliflocken beifügen und kurz mitdünsten. Die Bouillon angiessen und den Kürbis zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten dünsten, bis er gut weich ist
5. in einer grossen Pfanne für die Nocken reichlich Wasser aufkochen und salzen. Vom Ricottateig mit zwei Teelöffeln kleine Klösschen abstechen, ins nur noch ganz leise siedende Wasser gleiten lassen und etwa 10 Minuten gar ziehen lassen
6. inzwischen den Kürbis mit der verbliebenen Garflüssigkeit fein pürieren. Das Tomatenpüree, den Zitronensaft sowie den Rahm unterrühren und das Püree mit Salz und Pfefffer abschmecken.
7. das Püree auf vorgewärmte Teller verteilen. Die Nocken mit der Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf dem Püree anrichten. Etwas Olivenöl darüberträufeln und sofort servieren

From → Rezepte

9 Kommentare
  1. Ingrid Hermann-Mehrtens permalink

    Bei Ihrem Dampf ablasen, ging Ihnen bei diesem Gericht wohl die Puste aus. An der Präsentation sollten Sie noch etwas üben.

    >

  2. ❤️..sind wir froh, lieber Andy, wissen wir auch sofort, wie sich die Seele wieder beruhigen lässt, wenn sie die Welt zu recht nicht mehr versteht, oder?…😉
    Die perfekte Medizin dafür, Deine Nocken. Glaub mir, ich brauche zur Zeit auch ganz viel Seelennahrung und gut gereiften Wein 😂
    Prost, auf dass der Verstand und Genuss (sprich, die wahren Werte) nicht verloren gehen mögen!

  3. Hansueli Maerki permalink

    Gut gebrüllt Löwe! Leider müssen wir wohl auch mal zur Kenntnis nehmen dass auch in einem bildungsmässig gut aufgestellten Land wie der Schweiz rund 30% der Bevölkerung in diesem Bereich unterbemittelt ist. Was ja eigentlich in den Resultaten der letzten paar Jahre in den entsprechenden IQ und Bildungstests der UNESCO (PISA) immer wieder ersichtlich war, hätte man diese Ernst genommen. Und da wurden ja nur die Jungen getestet und die schon seit Jahren IQ mässig Minderbemittelten immer vernachlässigt

  4. @Ingrid: Stimmt, das Anrichten ist nicht immer meine Stärke. Allerdings gab es schon Teller, bei denen hätte ich einen solchen Kommentar eher erwartet … oder liegt es doch am Text?
    @Christof: Danke!
    @Jasmin: Ich dachte schon, wir verstehen uns, nicht nur beim Essen 😉
    @Hansueli: Aber nicht alle können etwas dafür, oder? 🙂

  5. Anschi permalink

    Perfekt auf den „Garpunkt“ gebracht😀👍🏻 und herzlichen Dank für die superfeinen Rezepte die wir immer erhalten. Lg

  6. Hallo Andy, danke für dein „Dampf ablassen“ tut gut solche Meinungen zu hören!!!! Ich gebe dir vollkommen Recht, zu 200%!!! Und deinem Gericht hat das Dampfablassen überhaupt nicht geschadet, sieht wie immer herrlich aus! 👍😉

  7. @Anschi: Danke für Dein Lob 😀
    @Malou: Und natürlich ebenso ein grosser Dank nach Luxembourg 🙂

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